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Kätes kleines Herbarium – Das Heidekraut

Als angehende Jungimkerein entwickelt man ganz automatisch ein Interesse für alles was blüht und eine gute Bienenweide abgibt. Da ich aber mit großem bedauern feststellen muss, das ich von der Materie nicht den leisesten Schimmer habe, habe ich also angefangen die kleinen und großen Dinge, die da so kräuchen und fläuchen in und um unser Land, mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aber was sieht man da? Eine Blume die Lila blüht. Was ist das für eine Blume? Keine Ahnung. Also wurde mein Bibliothek um so einige Pflanzenbestimmungsbücher reicher. Aber wie das immer so ist mit der Wissenschaft wenn man eine Frage beantwortet hat ploppen gleich fünf neue auf. Und wenn dann auch noch ein unterschwelliges Interesse an den Wirkungen von Heilkräutern, Homöophatie im allgemeinen und Bachblüten im speziellen dazu kommt, kommt man nicht umhin mal etwas Struktur in den ganzen Wissenswust zu bringen. So bin ich nun bei dem Grund dieses Artikels und meiner neuen Beitragsreihe angekommen. Ich möchte mir jeden Monat (oder so wie es gerade passt) eine Pflanze passend zu Jahreszeit raussuchen und eine Art Porträt oder digitales Herbarium erstellen. Ich werde versuchen einen allgemeingehaltenen Steckbrief über die ausgewählte Pflanze zu recherchieren, in wie weit sie interessant für Bienen und andere Insekten ist und welche Heilwirkung sie hat. Eben alles was mich interessiert. So hoffe ich das diese Beitragsreihe bald zu einem lehrreichen kleinen Nachschlagewerk wird, das dem einen oder anderen vielleicht auf der Suche nach dem richtigen Kraut für Garten, Gebrechen, Geist und Getier hilft.

 

Das Heidekraut gehört für mich in den Herbst wie für andere das Kürbis ausschneiden oder Kastanien sammeln. Seit ich denken kann steht im Herbst vor unserer Haustür ein schön bepflanzter Korb mit Heidekraut. Und weil ich nun mal ein Mensch bin der Traditionen mag steht auch in diesem Jahr wieder ein solcher Korb vor unserer Tür und begrüß mich jeden Abend mit seinen freundlichen lila Miniblüten. Und wie das immer so ist mit den Verknüpfungen, so weis ich wenn die Heide in den Vorgärten blüht wir es behaglich in den Wohnungen.
Diese positive Assoziation mit einer so unscheinbaren Pflanze war Grund genug, mich einmal näher mit ihr zu befassen. Und siehe das, sie ist eine war Wunderpflanze. Sowohl in der Bienenweide wie auch der Heilkräuterkunde und als Bachblühte findet man sie wieder. Aber schaut selbst.

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Calluna Vulgaris
  • Blütenfarbe: Violett, gelb, orange, rot, rosa, weiß
  • Blütezeit: Juli bis November
  • Blütenform: Glocken, Knospen, Trauben
  • Blattfarbe: grün
  • Blattform: nadelförmig
  • Winterhärte: winterhart
  • Wuchseigenschaft: aufrecht, dicht, bodendecken
  • Höhe: 20-80cm
  • Alter: mehrjährig bis zu 40 Jahre
Standort und Pflege:
  • Licht: sonnig bis halbschattig
  • Bodenart: steinig bis sandig
  • Bodenfeuchte: trocken bis mäßig feucht
  • ph-Wert: schwach sauer bis sauer
  • Kalkverträglich: kalkempfindlich
  • Närstoffbedarf: nährstoffarm mis mäßig nährstoffreich
  • Humus: humusreich
  • Gartenstil: Dachgarten, Heidegarten, Rhododendronbeete, Gut auch als Topfplanze
  • Beschnitt: Im Frühjahr die alten Blütentriebe zurückschneiden. So blühen sie im nächsten Spätsommer wieder schön aus.
Bieneweide und Insektenbonus:
  • Nektarwert: hoch
  • Pollenwert: hoch

Die Besenheide oder auch Heidekraut ist eine besonders ergiebige Trachtpflanze und hat einen hohen Nektar und Pollenwert. Aus ihr wird der besonders begehrte Heidehonig gewonnen, der auf Grund der späten Blühzeit auch erst sehr spät geerntet wird.
Weiterhin bieten die Blätter, oder besser Nadel von Heidekraut für die Raupen vieler Schmetterlingsarten Nahrung.
Alleine schon aus dem Grund sollte Heide einen dauerhaften Platz in den Gärten finden und nicht nur zur Herbstdekoration herhalten.

Heilpflanze:

Heidekraut ist auch als Heilpflanze bekannt, da sie eine reinigende Wirkung hat. So ist auch ihr Name aus dem Griechischen mit „Ich reinige“ zu übersetzen. Es wirkt auf den Körper vor allem blutreinigend und harntreibend.
Dem Heidekraut wird nachgesagt folgende Beschwerden zu lindern:

  • Schmerzlindernd bei Reuhma und Gichterkrankungen
  • bei Blasen und Nierensteinen
  • bei Infektionen der Harnwege oder Blase
  • Da es schleimlösende Wirkung hat wird es auch bei Erkältungskrankheiten eingesetzt
  • Hautproblemeund Ekseme

Das Kraut kann innerlich als Aufguss-Tee verwendet werden, oder zu äußerlichen Anwendung in Form von Kompressen oder Aufguss-Bädern zum Einsatz kommen.

Bachblüte:
  • Nr.14 Heather
  • Bedeutung: Selbstbezogenheit, Aufmerksamkeitsbedürftigkeit

Diese Bachblüte kann zum Einsatz kommen bei Menschen die extrem „Ich-bezogen“ sind und durch ihre Selbstzentriertheit und egomanischen Züge auffallen. Diese Menschen benötigen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und versuchen sich immer in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Bachblüte Heather kann diese Bedürfnisse in den Hintergrund treten lassen und den Blick des Betroffenen für das Interesse an seinen Mitmenschen öffnen.

Alles in Allem kling das Heidekraut in der Tat nach einer Pflanze, die ich nächstes Jahr unbedingt in unserer Gartenplanung berücksichtigen sollte. Nicht das ich jetzt anfange eigenen Tee zu trocknen. Aber alleine schon für unsere Bienen ist sie ein echter Gewinn.

 

Quellen:

http://symptomat.de/Heidekraut
https://www.bach-blueten-portal.de/bachblueten/heather/
https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/sommerheide-besenheide/besenheide-knospenheide-calluna-vulgaris
https://www.die-honigmacher.de/kurs2/pflanze_90.html
https://www.amazon.de/gp/product/3440123189/ref=oh_aui_detailpage_o07_s00?ie=UTF8&psc=1
https://www.amazon.de/gp/product/3258078440/ref=oh_aui_detailpage_o01_s00?ie=UTF8&psc=1

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Bitter & Sweet – Mystische Mächte

Bitter & Sweet
Mystische Mächte

Von Linea Harris

Oh ja, endlich mal wieder eine nette Teeny-Trilogie um Hexerei, Zauberei, die Liebe und das unendlich Böse. Eine Mischung aus Harry Potter, Silber und diese Bella und Edward Geschichte. Auch wieder schön in drei Teilen verpackt, von denen jedes um die 350 Seiten stark ist. Dann wird einem wenigstes nicht so schnell Langweilig. Aber jetzt erst mal zur Geschichte.

Jillian ist 17 und eigentlich ein ganz gewöhnlicher Teenager, der nicht sehr beliebt ist. Sie ist halt manchmal ein bisschen anders als die anderen. Das ist glaube ich immer so in diesen Romanen. An ihrem 17ten Geburtstag erfährt sie auch warum. Sie ist von Geburt an eine Hexe und hat magische Fähigkeiten die in ihr schlummern. Nun ist sie alt genug, um in der Winterford Akademie, eine Schule für Zauberei und Hexerei… (auch ne, das war Harry Potter) aufgenommen zu werden. Dort soll sie zusammen mit anderen Hexen, Vampiren und Werwölfen lernen mit ihrer Magie umzugehen und sie zu beherrschen. Leichter gesagt als getan. Denn unsere Heldin ist auch in dieser Welt etwas anders als die anderen. Aber das kennt sie ja schon. Doch wie anders sie ist und wieviel Ähnlichkeit sie schlussendlich mit ihrem vermeintlich verstorbenen Vater hat. Das hätte sich wohl keiner träumen lassen. So sorgt die schlaue Autorin am Ende der Geschichte für eine spannende Sprungschanze in den zweiten Teil, der selbstverständlich schon vor mir liegt.

  • Humor: Es ist jetzt keine Komödie, aber ein bisschen Situationskomik ist schon dabei.
  • Fesselfaktor: Wenn jemand auf son Teenygeschwafen steht wie ich, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Ich hab für diese locker leichte Lecktüre gerade mal eine Woche gebraucht. Und ich hatte nicht Frei.
  • L’amour: Von Rumknutscherei mit einem Lehrkörper bis Herzschmerz wegen einer unerfüllten Liebe zu einem Vampir (wie wir von Bella und Edward bereits wissen ist das Rumknutschen mit einem Vampiren nicht ganz so einfach) ist wirklich für jeden was dabei. Selbst die Homosexuellenfront kommt nicht zu kurz.
  • Fantasie: Also ich fantasiere mir beim lesen solcher Geschichten immer aus wie toll es wäre wenn man magische Fähigkeiten hätte. Oder wie es wohl wäre einen Vampir zu küssen…
  • Tiefgang: Das einzige was hier Tiefgang hat ist ein lustiger Dämon namens Leviathan, der zurück in die tiefen der Unterwellt „geht“.
  • Schreibstiel: Hier wir eindeutig eine Leserschaft mit einem Durchschnittsalter von 15 Jahren angesprochen. Erzählt wird aus der Sicht unserer Superhexe Jillian und da ist es nur authentisch den Schreibstiel der Gedankenwelt eines Teenys anzupassen. Sehr lustig, aber auch leicht zu lesen. Man wird ganz bestimmt nicht überfordert.
  • Cover / Titel: Hübsch gestaltet, fast schon ein bisschen kitschig und der Titel könnte nicht weniger aussagen. Na ja, so werden wenigstens keine Erwartungen geweckt. Allerdings wären mir die Bücher ohne Empfehlung nicht aufgefallen.
  • Empfehlenswert: Für junge Leseratten und solche die es werden wollen oder sollen ganz bestimmt. Wenn durch solche Bücher unser Nachwuchs wieder mehr liest anstelle die Nase hinterm Smartphone zu verstecken kann ich hier nur ein ganz großes Plus geben. Mir hat das Buch wirklich viel Spaß gemacht.
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12tel Blick im Oktober

Der Oktober war in diesem Jahr definitiv der Sturmmonat. Zwar gab es den ersten Herbststurm des Jahres schon im September, doch die Anderen beiden, zu Anfang und Ende des Monats, hatten es ebenso in sich. Ich kann mich noch gut erinnern wie wir in der ersten Oktoberwoche auf Pellworm fast weggeflogen sind. Da hatten wir schon ganz schön bammel um unser Zuhause, das nun inclusive aller Bewohner ganz ohne uns den Sturm überstehen musste. Zum Glück stand alles noch als wir zurückkamen und es war auch kein Kater weggeflogen. Der Sturm in der letzten Woche ist dann etwas glimpflicher an uns vorbeigerauscht. Was man von der alten Mühle in Oldenswort nicht behaupten kann. Ich hoffe sie wird wieder aufgebaut.
So stürmisch uns der Oktober begrüßt und verabschiedet hat, so versöhnlich war er zur Mitte. Eine Spätsommerwoche wie sie im Buche steht mit Höchsttemperaturen von bis zu 24 Grad. Als wollte der Oktober etwas wieder gut machen.

Den 12tel Blick habe ich, mal wieder ziemlich spät dran, am letzten Tag des Monats geschossen. Ein typisch grauer Herbsttag mit seiner unverkennbar klaren Luft die schon langsam nach altem Laub riecht. Ich liebe diese Jahreszeit. Wer nicht! Auch wenn ich jetzt schon anfange den Sommer zu vermissen. Es war ein wirklich schöner Sommer für mich. Und wenn ich so zurückdenke, was ich von meinen Outdoor-Projekten alles umsetzten konnte und was ich im Garten noch alles machen möchte, da freu ich mich jetzt schon sehr auf den nächsten Sommer. Aber bis dahin müssen sich erst noch alle Blätter färben, von den Bäumen fallen, eine Zeit (die man Weihnachten nennt) liegen bleiben und dann im Frühjahr die Bäume wieder rauf klettern. Das dauert ja noch ewig. Da leg ich mich lieber nochmal hin.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.

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Der große Mann und das kleine Klavier

Kenn ihr diese schwarzen Tage? Du stehst auf mit Kopfschmerzen. Dann fällt dir auf dem Weg zum Auto dein Lieblingsthermobecher runter und ist kaputt. Also nix lecker Tee auf dem Weg zur Arbeit. Bei selbiger hast du noch ordentlich Knies mit den Kollegen und bekommst von einer Vorgesetzten ein Tritt mit Anlauf. Abends hast du Karten für son schnulziges Klavierkonzert in Hannover. Das heißt mindestens eine Stunde hinfahren dann sich schrecklich viel Mühe geben nicht einzuschlafen und ne Stund wieder zurück fahren. Das braucht man an sonem miesen Tag nun wirklich nicht auch noch. Aber die Karten waren nun schon mal da und Absagen kam nicht in Frage. GOTT SEI DANK. Sonst hätte ich eines der schönsten Konzert meines bisherigen Lebens verpasst.

Das Leibniz-Theater in Hannover ist eine charmante kleine Örtlichkeit in der man nicht nur Theater geboten bekommt. Von Literaturkaffee über Kabarett bis hin zu guter Musik wird einem in diesen frisch renovierten Räumlichkeiten alles geboten, was das kulturelle Herz begehrt. Und es ist so richtig nach meinem Geschmack. Klein und gemütlich, aber auch mit viel liebe zum Detail eingerichtet und gestaltet. Schade das Hannover so weit weg ist.
Im Leibniz-Theater spielte auf jeden Fall am letzten Freitag Martin Herzberg. Ein Pianist, der mir bis dato fast gänzlich unbekannt war. Meine Freundin hat den irgendwo im Internet ausgegraben und meinet, das würde mir gefallen gefallen. Da müssen wir hin. Recht hatte sie! Ich hätte nie gedacht, das ein so großer und ungelenk wirkender Mann aus einem so kleinen Klavier derart verzückende Töne locken kann. Glücklicher weise haben wir uns einen Platz ausgesucht von dem aus man auf die Klaviatur schauen konnte. Es war ein wares Schauspiel zu sehen wie er die Tasten anschlägt. Wobei er das gar nicht zu tun scheint. Er streichelt sie, berührt sie, umschmiegt sie, schlägt sie, hämmert auf sie ein, knetet sie, bewegt sie und verführt sie um ihnen das zu entlocken was uns alle für gut zwei einhalb Stunden in eine Welt jenseits von Stress und Hektik (und nervigen Vorgesetzten) versetzt hat, schlicht weg seine Musik. Zwischen den Songs konnte man ein bischen erschnuppern wer Martin Herzberg eigendlich ist.  Klar, gehört zu so einem Pianisten immer auch eine gute Portion Herzschmerz dazu. Aber er gibt seinen Songs Arbeitstietel wie „Crazy Shit“ und hat es noch nicht ganz raus auf der Bühne gekonnt einen Schluck wasser zu trinken. Und das hat diesen eh schon so tollen Abend noch ganz fein abgerundete. Martin scheint nämlich ein Mensch wie du und ich zu sein. So hat er mit  seinen kleinen Moderation zwischen den Songs es immer wieder geschafft seinem Publikum ein „Wir“ Gefühl zu vermitteln, was mir besonders gut gefallen hat. Er ist halt auch nur irgend ein lustiger Typ, der vielleicht etwas besser Klavier spielt als ich. Und mit so jemanden verbringe ich gerne mal eine netten Abend in einem kleinen Theater mitten in Hannover bei richtig guter Musik.

 

Einen lieben Dank auch noch an Diana. Sie ist extra für dieses Konzert aus Kiel angereist und hat mir die Bilder das Aufmacherbild zu verfügung gestellt.

Und wenn ihr jetzt auch mal Lust auf so einen schönen Abend habt findet ihr hier die nächsten Termine. Glaubt mir, es lohnt sich.