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12tel Blick im November

Und dann stand er ganz plötzlich vor der Tür. Der Herbst! Mit Frost und sogar schon Schnee. Die Imkerin in mir freut sich da drüber. So kann ich drei Wochen nach dem ersten Frost, wenn die Völker brutfrei sind, die letzte Varroabehandlung durchführen in der Hoffnung das meine braven Immen so einen guten und möglichst gesunden Start ins neue Frühjahr haben.
Aber nicht nur für die Bienen ist der Frost gut. Auch für unsere Wiese brauchen wir dringend Minustemperaturen. Letzten Sommer hatten wir doch arg viel Lausemelle zwischen unseren tollen Blümchen. Nun versuchen wir das meiste an unerwünschten Ackerkräutern erst mal kaputtkriegen zu lassen. Der Boden wird vor dem ersten Frost umgegraben und gelockert. Somit kann der Frost in den Boden und friert hoffentlich einen Großteil an Gänsefuß, Ampfer und co kaputt. Ob das wirklich funktioniert wissen wir nicht. Wir bleiben gespannt.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Eva verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen

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DIY-Vogelfutterhaus

Mittlerweile haben sich auch die Temperaturen der Jahreszeit angepasst und es ist Herbst geworden. Und das ist für viele Tiere eine wichtige Zeit. Jetzt geht es daran die Vorräte für den Winter anzulegen. Im allgemeine in Form von Winterspeck. Denn nur wer sich ein dickes Polster zugelegt hat wir den Winter überstehen. 

Oft hört man, das es garnicht nötig sei die Vögel zu füttern. Die finden doch auch so genug. Früher war das vielleicht noch so. Doch heute ist vieles anders. Das fängt bei einer intensiven Landwirtschaft an, zieht sich weiter durch die Artenverarmung in den Hausgärten und gipfelt im Insektensterben. Wo soll den hier noch ein Vorgel was zu futtern finden?
Also füttern wir. Und damit das ganze auch ein wenig Stil hat habe ich mir ein kleines Futterhaus gebaut, das mittlerweile stark frequentiert wird. Und damit möglichst noch viel mehr Menschen Spaß daran finden den Vögel eine Starthilfe in den Winter zu geben hab ich euch hier mal eine kleine Anleitung zusammengestellt.

An Material braucht ihr garnicht viel.

  • Alte Holzlatten (hier von einer Einwegpalette)
  • Farbe der Wahl (Ich liebe halt Blau)
  • etwas Dachpappe (Geht aber auch ohne)
  • und eine schöne alte Tasse von Großmutters Hochzeitsgeschirr

Werkzeug sollte eigentlich auch in jedem Hobbyhandwerkerhaushalt vorhanden sein

  • Akkuschrauber
  • Bohrer
  • Zollstock
  • Heißkleber 
  • Tacker
  • was zum anzeichnen
  • und Pinsel

Und schon kann es los gehen. Das Holz scheidet ihr euch auf die angegebenen Maße zu. Wenn ihr mögt könnt ihr die Kanten noch ein wenig mit Schleifpapier brechen. Schaut immer etwas schöner aus. Ist aber kein muss. 

Nun könnt ihr das Dach schon mal auf Stoß zusammenschrauben. Das macht das darauffolgende anzeichnen und vorbohren etwas einfacher. Es ist wichtig, das ihr alle Stellen, an denen ins Hirnholz geschraubt wird, auch vorbohrt, da das Holz sonst splittern kann. 

Jetzt kommt der schönste Teil, das anmalen. Hier ist natürlich eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Achtet nur da drauf das ihr die Bohrlöcher nich zu sehr mit Farbe zu schmiert, so das ihr sie nachher noch wieder findet.

Nach einer Trocknungszeit und einem eventuellen zweiten Anstrich könnt ihr alles Zusammenschreiben. Das geht durch das Vorbohren dann auch etwas leichter.

Nun noch flux die Dachpappe auftackern …

und die Tasse ankleben und schon sind wir fertig. Ich muss jedoch dazu sagen das ich im laufe der Zeit die Tasse gegen ein von mir getöpfertes Schälchen mit Loch zum anschrauben getauscht habe. Anschrauben hält eben doch besser als kleben. Oder man könnte auch alternativ ein Loch in die Tasse bohren. Das habe ich mich aber nicht getraut. 

Für mich sind unsere Gartenvögel und ihr Wohlergehen sehr Wichtig. Darum ist es mich auch eine Freude zu sehen wie ihr Bestand in unserem Garten in den letzten zwei Jahren (seit dem fütter ich regelmäßig) stetig gewachsen ist. Aber auch die Artenvielfalt der kleinen gefiederten Gartenbewohner hat zugenommen. Also ist füttern wohl doch nicht so verkehrt. 

Verlinkt mit Dienstasding, Creadienstag und Handmade on Tuesday

 

 

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Die Honigfabrik Eine Betriebsbesichtigung

Die Honigfabrik
Eine Betriebsbesichtigung

Von Diedrich Steen und Jürgen Tautz

Ein Buch das ich schon vor einer ganzen Zeit gelesen habe, das mir aber immer noch gut in Erinnerung geblieben ist. Das ist für mich Grund genug euch Heute mal ein bisschen da drüber zu erzählen.
Diedrich Steen ist der Praktiker und Jürgen Tautz der Wissenschaftler. Beide haben sich zusammen getan, um für uns den Superorganissmus Bien so anschaulich wie möglich zu erklären. Sie geben Antworten auf die Fragen, warum bei den Bienen die Jungs nicht mehr geduldet werden, wenn es gerade so schön kuschelig wird, was es mit den sexuellen Asschweifungen einer jungen Königin auf sich hat und noch viele mehr. Wer glaubt das ist nichts für ihn, weil er von Bienen gar keine Ahnung hat täuscht sich gewaltig.

  • Fesselfaktor: Diedrich Steen ist wie schon erwähnt der Imker der beiden Autoren. Warscheinlich fällt deswegen seine Betrachtung und Beschreibung der Honigfabrik etwas umgänglicher aus, was mir persönlich mehr liegt.
  • Tiefgang / Wissenswertes: Hier kann wiederum Jürgen Tautz mit seinem scheinbar unbegrenzten Wissen über die Welt der Bienen und die Zusammenhänge innerhalb des Superorganismus „Bien“ punkten.
  • Schreibstil: Da es sich um zwei Autoren handelt wird dem Leser auch zwei Schreibstiele geboten. Der eine eher wissenschaftlich geprägt, der andere dafür praktischer und leichter zu verstehen.
  • Empfehlenswert: Auf jeden Fall! Und das ganz sicher nicht nur für Imker oder solche die es werden wollen. Dieses Buch spricht jeden an, der sich für Bienen und ihre ganz andere Art das Leben zu meistern, interessiert. Es stimmt schon, ich kenne wirklich nicht viele Lebewesen die so ganz anders sind als wir. Dieses Buch hilft sie zu verstehen und bringt uns ihnen ein Stück näher.
  • Verständliches Fachwissen: Wie schon erwähnt, man braucht bei weitem kein Imker sein um diese Buch zu verstehen. Doch sollte man bereit sein den einen oder anderen Fachbegriff mal nachzulesen und sich für die Materie auch auf anderen Kanälen zu interessieren.
  • Bilder und Fotos: Im hinteren Teil des Buches sind einige Bilder zum besseren Verständnis abgebildet. Zum Beispiel eine Aufnahme die veranschaulicht wie die Sehwelt einer Biene beschaffen ist. Oder wie eine Varroamilbe mal von Nahem ausschaut. Doch ich bin der Meinung das ein Sachbuch nie genug Bilder haben kann und da hätte ich mir bei diesem Buch durchaus noch ein Paar mehr gewünscht. Auch finde ich es nicht gelungen, das der Bildteil im Anhang von Textteil getrennt ist. So muss man beim lesen immer Umständliche nachschlagen wenn man das zum Text gehörige Bild sehen möchte.
  • Cover / Titel: Das Cover ist nett und ansprechend gestaltet und trifft den Ton der Zeit. Den Titel fand ich erst ein bisschen technisch und finde es auch fast schade das ein Imker seine Bienen auf eine „Fabrik“ reduziert. Für mich sind meine Bienen viel mehr als nur Honiglieferanten.
    Doch die fixe Idee die dahinter steckt ist schon nett und auch unterhaltsam umgesetzt.
  • Inspirierend: ich glaube das nur die wenigsten auf Grund dieser Lektüre sagen: „Ach wie spannend, dann werde ich doch mal Imker“. Aber ich glaube auch das es garnicht die Absicht der beiden Autoren ist. Dieses Buch soll die Leute einfach ein bisschen sensibilisieren für die Bedürfnisse und Lebensart unserer Honigbiene und das tut es ganz hervorragend
  • Persönlicher Bezug: Ich denke das liegt auf der Hand. Was aber vielleicht nicht jeder weis, Diedrich Steen ist unser Vorsitzender im Kreisimkerverein und da ist man natürlich auch neugierig, was der so schlaues von sich gibt. Und ich finde das ist eine ganze Menge.
Zitat

Dienstagsgedanken

Was keiner wagt
Das sollt ihr wagen

Was keiner sagt
Das sagt heraus

Was keiner denkt
Das wagt zu denken

Was keiner anfängt
Das führt aus

Wenn keiner ja sagt
Sollt ihr’s sagen

Wenn keiner nein sagt
Sagt doch nein

Wenn alle zweifeln
Wagt zu glauben

Wenn alle mittun
Steht allein

Wo alle loben
Habt Bedenken

Wo alle spotten
Spottet nicht

Wo alle geizen
Wagt zu schenken

Wo alles dunkel ist
Macht Licht

Witten by: Konstantin Wecker und Lothar Zenetti