Bild

12tel Blick im Mai

Also das mit dem daumendrücken und bitten um Regen hat im Mai ja noch nicht so toll geklappt. Das müssen wir aber noch mal üben. Dafür bin ich um so erstaunter über die exlosionsartige Entwicklung unsere Blühfläche. Trotz des erheblichen Wassermangels und der schirr endlosen Hitzeperioden des Wonnemonats Mai hat sie sich zu einem schönen dichten Teppich gemausert. Irgendwie haben alle Unwetter und Gewitter einen großen Bogen um unser Land gemacht. Ein besseres Bild hätte der letzte Tag im Monat mir nicht bescheren können rundherum Gewitter und Weltuntergang und bei uns, strahlender Sonnenschein. Na, ich will mich mal nicht beschweren. 

Am 9.5. wurde jedejfalls eingesät. Das ist jetzt also drei Wochen her. Ich finde dafür schaut es schon ganz ordentlich aus. Auch wenn ich beim besten Willen noch nicht erkennen kann was da alles so blühen wird, wenn was blühen wird. Wir lassen uns überraschen.

Wir haben auch schon unseren ersten Wiesengast. Der kleine Feldhase sitzt fast jeden Morgen auf unserer Fläche und frühstückt erst mal in aller Ruhe. O.K. Ich gebe zu am 21.5. war noch nicht all zu viel zum fressen da und über diesen Misstand scheint Meister Lampe auch nicht begeistert. Aber mittlerweile scheint es ihm bei uns schon ganz gut zu gefallen und wir bekommen von ihm so regelmäßig besuch das er sich inzwischen auch einen Namen verdient hat. Ich wollte schon immer mal einen Hasen „Rasputin“ nennen. Da drüber kann man jetzt denken was man will. Mir gefällt’s.

21.5.2018

26.5.2018

30.5.2018

Diesen Artikel habe ich mit dem  Blog von Eva  verlinkt.  Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen

 

 

Artikel

Noch eine Edelwanderung

Auf meinem Weg zum eigenen Esel habe ich mich ja bereits letztes Jahr im Verein „Interessengemeinschaft für Esel und Mulifreunde“ angemeldet. Da der Verein deutschlandweit tätig ist und Deutschland nun mal sehr groß ist, teilt er sich in kleinen Regionalgruppen, die aber eigentlich garnicht so klein sind. Ich gehöre zur Regionalgruppe OWL. Und diese OWLler sind ganz schön aktiv. Fast jeden Monat findet eine Veranstaltung statt, an der man teil nehmen kann. Von Eselwandern über Zirkuslektionen mit dem Esel bis hin zu lehrreichen Vorträgen zum Thema der Esel im allgemeinen und die für Equiden giftigen Pflanzen im besonderen ist für jeden was dabei. Na und da Pfingstmontag so ein schönes Wetter war und zufällig eine Wanderung ganz bei uns in der Nähe statt finden sollte, dachte ich mir… Ich geh mal mit. Ich habe sogar meinen eigenen Esel bekommen. Da habe ich mich schon sehr gefreut.
Bevor es los ging wurden die Esel erst noch alle auf Vordermann gestriegelt, die Kutschesel wurden angespannt und los ging’s. Die Kutschen vorne weg und wir, das Fußvolk hinterher. Hinter so einer Kutsche geht es sich ja doch etwas sicherer und vor allem gemütlicher. Auch wenn mein Esel Cindy da ganz anderer Meinung war. Lisa und Pedro, ihre eseligen Freund gingen nämlich vor der Kutsche. Der Herdentrieb eines Esels ist wirklich nicht zu unterschätzen. Und hier hab ich auch gleich meine erste Lektion gelernt. Auch bei einem Esel muss man sich von Zeit zu Zeit mal durchsetzten. Aber genau das ist das tolle wenn man in so einem Verein ist. Es ist immer jemand zur Stelle der sich richtig gut auskennt, von dem du viel lernen kannst und der sein Wissen auch gerne mit dir teilt. Und ich hatte gleich 20 von der Sorte dabei. Auch habe ich das ein oder andere wissenswerte über eselunverträgliche Giftpflanzen gelernt. Ein Thema das mich natürlich berennten interessiert.
So ging er dann dahin, der schöne Nachmittag mit den Langohren und ihren Besitzer. Und Nach c.a. 12Km kamen wir reichlich erschöpft und auch ein bisschen Sonnenverbrannt wieder am Hof an. Nachdem alle Esel und Mulis versorgt waren gab es dann bei einer Tasse Kaffe und einem sagenhaften Kuchenbuffet unterm alten Kirschbaum noch jede Menge eselige Unterhaltung. Die wurde immer mal wieder vom lautstarken Esel-iiiaaaa unterbrochen, da die Langohren direkt auf einer Weide hinterm Garten standen. Wo kriegt man so etwas schon geboten.

Ich konnte an diesem Tag wirklich viel für mich mitnehmen und habe eine Menge gelernt. Vor allem, das es immer das beste ist, wenn man in einem Entscheidungsprozess feststeckt, einfach mal Leute frage die sich schon auskennen. Viele Unsicherheiten und Fragen erledigen sich dann oft von ganz allein. Toll das es solche Leute gibt.

Artikel

Die gewöhnliche Felsenbirne (Gehölz)

Bei uns wurde Anfang des Jahres das Thema Wildgehölz schon sehr groß geschrieben. Mein Mann wollte gerne eine art Windschutz zwischen Scheune und Garagen. Da sag ich doch nicht nein. Klar, zu Thujen Kirschlorbeer und Co. schon. Sinnvoll und einheimisch sollte es sein. Die Gelegenheit für eine Wildgehölzhecke. Und da darf die Felsenbirne, die schon seit letztem Jahr zu meinen Lieblingsgehölzen zählt natürlich nicht fehlen. Sie hat im Frühjahr wunderschöne weiße Blühten, die für Insekten in dieser frühen Zeit schon das ein oder andere Nektartröpfchen bereit hält.
Sie mag Sonne, sie mag Schatten, sie mag trocken sie mag frisch, sie hat keine Dornen und im Herbst ein wunderschönes buntes Kleid an. Was will man mehr als fauler Gärtner? Aber schauen wir uns das kleine Strauchgehölz doch mal genauer an. Ich bin mir sicher das ihr danach auch welche in euren Garten pflanzen werdet. Wer kann so einer anspruchslosen Schönheit schon wiederstehen?

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Amelanchier ovalis
  • Familie: Rosengewächse
  • Blütenfarbe: Sternenförmig und weiß
  • Blütezeit: Frühjahr 
  • Erntezeit: Anfang Juni bis Ende August
  • Blattfarbe: Hellgrün
  • Blattform: Ovale Form; besonders schöne Herbstfärbung
  • Winterhart: Ja, aber nicht wintergrün
  • Wuchseigenschaft: Strauch
  • Wuchshöhe: 1-3m
  • Giftpflanze: Nein
  • Früchte: Früchte sind essbar und im Juni bis Juli reif. Die kleinen Beeren können direkt so vom Strauch genascht werden, aber auch zu Marmelde, Saft oder Likör verarbeitet werden. Man sollte jedoch dran denken, das sich die Vögel ebenso über eine kleine Nascherei freuen. 
Standort und Pflege:
  • Licht: Sonne, Sonne, Sonne. Kommen aber auch im Halbschatten zurecht
  • Bodenart: leicht sandiger, durchlässiger Boden
  • Bodenfeuchte: bevorzugen trockene, durchlässige, eher kalkhaltige Böden. 
  • Schnittfest: durchaus, aber selten nötig
Bienenweide:
  • Nektarwert: Mäßig
  • Pollenwert: Gering, aber besser als nix im Vorfrühling
Heilplanze:

Der gewöhnliche Felsenbirne wird nachgesagt das man durch den verzehr der reifen Früchete den Schlaf und die Herzleistung und den Blutdruck normalisiere kann. Doch sollte man ein bisschen vorsichtig sein beim zerkauen der kleinen Kerne. Diese enthalten wie auch Apfelkerene Blausäure und die kann bei größeren Mengen zu Magenbeschwerden führen

Besonderheiten:

Besonders gut hat mir die erklährung des Nahmens gefallen. Das Wort „Amelanchier“ geht nämlich auf das alte Wort der Kelten für „Äfelchen“ zurück. Das klingt doch wirklich nett oder!?

Quellen

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenportraets/felsenbirne-huebscher-strauch-leckere-fruechte-3666   
https://de.wikipedia.org/wiki/Felsenbirnen
https://www.krautundrueben.de/steckbrief-felsenbirne
https://www.pflanzen-vielfalt.net/bäume-sträucher-a-z/felsenbirne-gewöhnliche/

Bildergalerie

12tel Blick im April

Ist das nicht ein toller Zufall? Jetzt wohne ich schon seit knapp 7 Jahren hier und genau in meinem ersten Bienenjahr steht auch zum ersten mal Raps auf dem Nachbarsfeld. Glück gehört zur Imkerei wohl auch ein bisschen dazu. Und ich deute das mal als Zeichen das meine Imkerei damit unter einem guten Stern steht.

Aber auch auf unseren Flächen hat sich ein bisschen was getan. Durch die vielen ungewöhnlich warmen Tage im April hat nicht nur die weiße Rosskastanie scheinbar über Nacht ihre Blätter explosionsartig aus den Blattknospen geschossen. Auch die anderen Bäume der Gegend wie Eiche Birke und Kopfweide haben bereits ihr frisch-grünes Frühlingskleid übergezogen. Nur unsere Buche lässt wie jedes Jahr auf sich warten. Sie ist halt schon eine alte Dame die sich nicht hetzen lässt.
Und auch ich habe das gute Wetter des letzten Monats genutzt und sage und schreibe 80 Stauden gesetzt. Von Aster über Küchenschelle bis Duffnessel ist alles dabei was Bienen, Hummeln und Co. schmeckt. Bei der Auswahl der Stauden wie auch der Sträucher unserer neuen Wildgehölzhecke, die wir schon einen Mont zuvor gepflanzt haben, habe ich mir sehr viel Mühe gegeben Pflanzen auszuwählen, die mit unserem sehr trockenen wie auch sandigen und nährstoffarmen Boden klar kommen. Außerdem sollten es einheimische Arten sein und einen angemessenen Pollen und Nektarwert haben. Ich war doch wirklich überrascht wie groß die Auswahl hier ist. Bis jetzt scheint sich auch alles in unserem Boden wohl zu fühlen. Bis auf die Frühlingsplatterbse. Der ist es wohl doch zu karg. Aber macht nix. Es gibt ja noch so viele andere tolle Stauden die ich probieren kann. Ich für meinen Teil bin aber jetzt schon gespannt wie sich meine Bepflanzungen über das Jahr entwickeln.

Was unser Blumenwiesenprojekt angeht, so hat sich hier auch schon einiges getan. Der Landwirt war vor drei Wochen bereits da und hat gepflügt und gegrubbert. Rechts der Auffahrt liegen schon Kartoffel in langen reihen im Boden. Es tut mir immer ein bisschen in der Seele weh zusehen zu müssen wie sich Hase und Fasan abmühen um auf den hohen Erdwellen zu laufen. Ich habe aber auch schon beobachtet wie ein Fasan von rechtskommend sich von Erdwall zu Erdwall gequält hat, dann die Zufahrt überquerte um dann glücklich und entspannt auf auf der Fläche links der Zufahrt anfing im Boden zu scharren. Wie Fasane das halt so tun. Also, erst mal alles richtig gemacht würde ich sagen.
Richtig scheint mir auch die Entscheidung gegen die Saatmischung die von der EU für Schon- und Blühflächen vorgegeben ist. Wir nehmen zwar prinzipiell diese Saatmischung, konnten aber noch ein bisschen mehr Sonnenblumen, Kornblumen, und sonstiges Blühgedöhns reinmischen lassen. Hätten wir uns für das Schon- und Blühstreifenprogramm entschieden, hätten wir diese Freiheiten nicht gehabt. Also auch hier erst mal alles richtig gemacht. Ich schätze mal das im Laufe der nächsten Woche eingesät wir und dann hei?t es Daumen drücken das es auch ab und an mal einen leichten Landregen gibt.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Eva verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen

Artikel

Kräuterwanderung

Wie hier schon ein zwei mal erwähnt, kommt mit den Bienen auch ein gesteigertes Interesse an Flora und Fauna im allgemeinen und der Bienenweide im besonderen. Gerne hätte ich so etwas wie ein Kurs für naturnahes Gärtnern gebucht. Aber irgendwie wollte mir da kein Angebot so richtig schmecken. Also dachte ich mir ich versuche es mal mit den Kräuterwanderungen von Frau Dreppenstedt. Hier bei handelt es sich um geführte Miniwanderungen von c.a. 2 Stunden. Das ist dann auch für untrainierte wie mich leicht zu schaffen. Während der Wanderung wir erklärt, was links und rechts am Wegesrand so alles wächst und was davon genießbar ist und was nicht. Und genau das war mein Problem. Ich wollte eigentlich garnicht wissen ob das was da so schön blüht essbar ist oder nicht. Weil ich mir beim besten willen nicht vorstellen kann etwas mit Genuss zu mir zu nehmen wo vorher eventuell jemand dran gepinkelt hat. Weiß man’s!? Aber meine Wanderkolleginnen sahen das ganz anders und schmissen sich mit einem Ausdruck der höchsten Verzückung in den Augen auf den Waldboden und Pflückten was es zu Pflücken gab. Für die was das Abendessen auf jeden Fall gesichert.

Versteht mich bitte nicht falsch. Es war eine wirklich interessant gestaltete Wanderung auf dem Bielefelder Blömkeberg und ich habe mich auch sehr gefreut mal ein Feld aus Buschwindröschen und Lärchensporn gesehen zu haben. Das kommt hier in unserer Sandkuhle nicht so häufig vor. Auch Frau Dreppenstedt als äußerst erfahrene Kräuterkundlerin hat diesen Nachmittag zu einem bunten Strauß aus Wissen über Heilpflanzen und Kräuter gestaltet. Doch leider war es nicht das wonach ich gesucht habe. Wie ich mich ernähren kann weis ich schon. Mich interessiert viel mehr wie ich mein Bienen, aber auch alle anderen meiner Gartenbewohner sinnvoll ernähren kann, so das sich alle wohlfühlen und möglichst sich bei uns ansiedeln. Dafür weis ich jetzt aber wenigstens wie ich mich im Falle einer Apokalypse für einige Zeit ernähren kann.

Nun ja, wenn noch jemand ein passendes Kursangebot für mein Interessensgebiet weis, immer her damit.

Artikel

Die Cherusker sind da!

Und damit ist der Startschuss für mein erstes Bienenjahr gefallen. Ich dachte mir ich bin mal mutig und beginne mit einem Wirtschaftsvolk. Nicht das es mir unbedingt um den Honig gegangen wäre den man nur mit einem Wirtschaftsvolk gewinnen kann, sondern viel mehr um die Zeit. Viele meiner Mitschüler im Kurs letztes Jahr haben im vergangenen Sommer bereits mit Ablegervölkern begonnen. Das ist sicherlich für Anfänger einfacher, da man nicht gleich mit so viel Bienen konfrontiert wird und auch nicht gleich mit der Honigproduktion durchstarten muss. Aber mir war es wichtig mir einmal das ganze Bienenjahr anzuschauen und dann erst im zweiten Jahr, also genau jetzt, zu starten. Und an dem Punkt bin ich nun mit meinen Mädels. Letzten Freitag kam der lang ersehnte Regen und somit auch der Umzugstag. Samstag schien dann direkt wieder die Sonne und die Mädels sind auch gleich durchgestartete die Gegend zu erkunden. Und es hat keinen zwei Stunden gedauert und die Cherustker haben bereits die Pflaumenbäume und sämtliche Tränken der Gegend eingenommen. Sehr zur erschrecken der Katerjungs. Aber sie werden sich schon zusammenraufen.

Wie man hier schön erkennen kann herrscht reger Flugbetrieb.

Und wer genau hinschaut sieht auch die niedlichen kleinen Pollenhöschen die die Mädels alle an haben. Ich bin begeister.

Montag habe ich dann mit viel Rat und Tag und noch mehr Unterstützung eines Imkerkollegen das ganze Volk durchgeschaut, die Königin gezeichnet, Drohnenrahmen rein gehängt und sogar schon den ersten Honigraum aufgesetzt. Und so schaut das ganze nun nach erfolgreichen Umzug in die neue Beute aus. Ich sag euch, Ich bin stolz wie Bolle!

Artikel

Kätes kleines Herbarium – Die kleine Traubenhyazinthe

Und einmal mehr stehe ich vor der selbst aufgestellten Hürde, hier über etwas zu schreiben das im Augenblick in unserem Garten blüht. Da ich aber erst in diesem Jahr mit der Umsetzung meiner neuen Gartenstrucktur beginne ist auch in diesem Monat die Auswahl der Kandidaten sehr mau. Das hat aber auch den großen Vorteil das man sich nicht lange enscheiden muss. Aktuell blüht in unserem Garten nur eine kleine Perlhyazinthe, deren Blühte im letzten Jahr noch meinen Küchentisch geschmückt hat. Ich habe mir nämlich den Rat einer lieben Verwanten zu Hertzen genommen, solche kurzweiligen Zwiebelblumendekorationen nach der Blühte zu trocknen und dann einfach ins nächst beste Beet zu popeln. Hat funtionier. Somit ist also mein Kandidat für den April die „Muscari botryoides“ oder besser bekannt als Perl- oder Traubenhyazinthe.

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Muscari Botryoides
  • Familie: gehört zur Familie der Hyazinthengewächse
  • Blütenfarbe: verschiedene Blautöne, manchmal auch weis
  • Blütezeit: März bis Mai
  • Blattfarbe: helles frisches Grün
  • Blattform: Grundständig und fast so lang wie die Blütenstände
  • Winterhart: überdauert als Zwiebel den Winter
  • Wuchseigenschaft: krautig
  • Wuchshöhe: 15-25cm
  • Giftpflanze: Zählt zu den Giftpflanzen und kann Hautiritationen hervorrufen
Standort und Pflege:
  • Licht: sonnig und warm
  • Bodenart: locker und durchlässig
  • Bodenfeuchte: nicht zu feucht
  • Pflanzzeit: September bis Oktober
  • Die kleine Traubenhyazinthe steht wächst gerne zusammen mit anderen frühblühenden Zwiebelblumen unter unter Laubbäumen. Hier ist der Boden humus und die Lichtverhältnisse im zeitigen Frühjahr optimal.
Bienenweide:
  • Nektarwert: mäßig
  • Pollenwert: mäßig

Die Traubenhyazinthe wird stellenweise zu den Neophyten gezählt, da sie aus dem Mittelmehrraum stammt. Da ihre Verbreitung hierzulande aber eher gering und nicht bedrohlich für andere Pflanzen ist gewähre ich ihr in unsrem Garten gerne Asyl. Genaugenommen ist sie nämlich ein Flüchtling, da sie in ihren Herkunftsländern auf grund der Klimaveränderung keine optimalen Lebensbedingungen mehr findet und dort bereits auf der roten Liste steht.

Kleiner Nachtrag:
Diesen Artikel habe ich bereits letzte Woche schon geschrieben und bin jetzt ganz erstaunt, was die Natur rund um uns in den letzten sonnenverwöhnten Tagen bereits auf die Beine gestellt hat. Und da bin ich doch sehr beruhigt das mittlerweile die Traubenhyazinthe nicht mehr das einzige ist das in unserem Garten blüht.

Bildergalerie

12tel Blick im März

Bei uns wird endlich geackert. Und zwar selber. Wie ich schon in den vorrangegangen 12tel Blicken im Januar und im Februar erwähnt habe wurden uns bei der Verwirklichung unseres Bienweidenprojekts einige Steine in den Weg gelegt. Wie man hier schön erkennen kann handelt es sich um keine kleine Fläche die man nicht mal eben mit Spaten und Grabegaben umpflügt. Wir sprechen hier von 2200 Quadratmeter Ackerland, für deren Bewirtschaftung man Maschinen braucht die wir leider nicht haben. Somit werden wir Lohnunternehmer beauftragen müssen die das ackern und einsähen und später auch schneiden für uns übernehmen werden. Aber die machen das leider auch nicht für umsonst und auch das Saatgut fällt nicht einfach so vom Himmel sonder möchte bezahlt sein. Alles in allem wird es sich um eine Summe handeln, die wir im Augenblick noch gar nicht so richtig absehen können. Nun wird der eine oder andere vielleicht sagen: „Aber das ist doch Umweltschutz. Da gibt es doch bestimmt Zuschüsse von der EU“. Haben wir auch gedacht. Aber leider sind wir Privatleute und für Privatleute gibt es leider Garnix! Und glaubt mir ich habe ne Menge versucht. Ausschließlich ein Landwirt der für ein „Blüh- und Schonstreifenprogramm der EU zugelassen ist kann für so eine Fläche Zuschüsse beantragen, die dann aber so gering sind das wahrscheinlich nicht mal die laufenden Kosten gedeckt sind. Außerdem gibt es für dieses Programm sehr strenge Vorgaben. Unter anderem legt man sich 5 Jahre fest und darf nichts anders mit dieser Blüh- und Schonfläche machen. Kein drauf rum laufen, keine Hühner drauf halten keine Blumen pflücken, keine Bienen rein stellen, nix. Und das fand ich jetzt nun wirklich nicht gut. Ich lass mir doch nicht verbieten mich in meine eigene Blumenwiese zu legen und mich von meinen Bienchen umschwirren zu lassen.
Und somit haben wir uns entschieden die Sache eben selber zu machen. Mein Mann hat den alten Trecker aus der Scheune geholt und die alte Löffelegge ausgemottet und ist hoch professionell über den Acker gelöffelt. Ich war wirklich sehr stolz auf ihn. Wer kann der kann. Aber leider war das auch fürs erste das Ende unserer Eigeninitiative mangels nötiger Gerätschaften. Pflügen, grubbern und einsähen tut dann ein befreundeter Landwirt, den wir aber selbst verständlich auch dafür bezahlen werden. Und das ist der wirklich traurige Aspekt an der Sache. Alle schreien sie „Die Insekten sterben, die Insekten sterben“ Dan will man was tun und zwar was richtig Großes und dann steht man plötzlich allein da und muss alles aus eigener Tasche zahlen. In Marienfeld und Langenberg werden dieses Jahr ähnliche Blühflächen angelegt. In der Zeitung standen Summen die in die Tausende gehen um solche Projekte umzusetzen. Alles schön von Steuergeldern und EU Zuschüssen finanziert die ja auch nichts anderes als Steuergelder sind. Und der kleine Privatmann? Der darf zusehen wie er das allein bezahlt.

Nun ja, wie auch immer. Ich bin mir sehr sicher das unsere Finanzierung weit im dreistelligen Bereich bleiben wir. Und eigendlich sollte ja auch der Sinn dieser Unternehmung im Vordergrund stehen. Einen Platz zu schaffen in dem sich Insekten und Wildtiere wohl und heimisch fühlen können. Mal schauen ob wir das hinbekommen.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.