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Die Tribute von Panem Teil 1+2 „Tödliches Spiel“ und „Gefärliche Liebe“

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt: Im ersten Teil geht es vorrangig um die „Hungerspiele“ und ihre Spielfiguren, von denen eine unsere Heldin Katniss Everdeen ist. Die Welt, in der Katniss lebt, heißt Panem und ist in 13 Distrikte eingeteilt, die vom Kapitol, einer Art oberste Regierung, bestimmt und beherrscht werden. Einmal jährlich werden die „Hungerspiele“ abgehalten, die nichts anderes sind als eine blutige  Demonstration der Macht des Kapitols über alle Distrikte. Hier werden aus allen Distrikten je zwei Tribute erwählt, die sich in einer Arena bekämpfen, bis zuletzt nur einer übrig ist. Klingt ein bisschen nach Gladiatoren-Kämpfen aus dem antiken Rom, ist aber viel weiter entwickelt. Es gibt viele Spezialeffekte und auch eine Menge Action.
Am Ende bleiben, wie zu erwarten, nur noch Kadniss und ihr vermeintlicher Geliebter und Mitstreiter (Peeter) aus der Heimat übrig. Durch eine List schaffen es die Beiden lebend und als Sieger nach Hause und ziehen sich somit den Unmut des Kapitols und die Anerkennung vieler Unterdrückter in den anderen Distrikten zu.

Hier setzt Teil 2 an.
Das Kapitol  lässt sich das natürlich nicht gefallen und befürchtet einen Aufstand in den ärmeren Distrikten. Sie versuchen dem Unmut der Bevölkerung mit erneuten Hungerspielen zu begegnen, in denen nun aus jedem Distrikt je zwei ehemalige Sieger geschickt werden. Und, wer hätte das Gedacht?! Unser Liebespaar ist auch wieder mit von der Partie. Lange Rede, kurzer Sinn: Alle werden wieder in die “Arena“ geschickt, die diesmal mehr einem Dschungel in der Südsee gleicht, und das Gemetzel geht wieder von vorne los.
Doch plötzlich gibt es mysteriöse Allianzen unter den Tributen und es wird schnell klar, dass sich diesmal nicht alle einfach abschlachten lassen wollen und der gemeinsame Feind schnell gefunden ist.

Eigentlich bin ich immer der Meinung gewesen, wenn man einen Film im Kino gesehen hätte, wäre es Zeitverschwendung, das Buch danach zu lesen, oder umgekehrt. Irrtum!
Hier zeigt sich ganz deutlich, wie unterschiedlich ein und dieselbe Geschichte sein kann. Beim Lesen lernt man Kadniss ganz anders kennen: Als eine zutiefst misstrauische junge Frau, die hin und her- gerissen ist zwischen dem Wunsch, sich und ihrem Liebsten die Haut zu retten, oder durch eine Revolution gleich ganz Panem.
Bei der geschriebenen Version standen ganz klar die Figuren, ihre Ängste und Nöte, begründet auf der  Unterdrückung durch das Kapitol, im Vordergrund. Wohingegen in der Verfilmung der Zuschauer mehr durch actionreiche Bilder aus der Arena gut unterhalten wir. So ist halt für jeden etwas dabei. Spannend sind auf jeden Fall beide Versionen und ich bin auch schon sehr gespannt auf Teil 3.