Vom Himmel Hoch

Vom Himmel hoch

Ein „Hinterm Deich Krimi“ von Hannes Nygaard

Der zweit Fall des nordfriesischen Ermitlungstrio’s Johannes, Große Jäger und Mommses geht recht spektakulär mit einer Leiche auf dem Bredstedter Marktplatz los. Laut der Spurensicherung, verkörpert durch den verschrobenen und immer meckernden Kommissar Klaus Jürgensen aus Kiel, muss das Opfer aus 40m Höhe in die Tiefe gestürzt sein, um sich derartige Frakturen zuzuziehen. Nur leider gibt es weit und breit nichts, was so hoch ist. Ein erstes Rätsel von vielen, die im Verlauf des Buches noch folgen werden.

Die zentrale Frage ist jedoch, wer den zu Tode gekommenen Harald Banzer so sehr gehasst hat, um dafür zu morden. Schnell wird klar, dass die Liste der Verdächtigen erstaunlich lang ist. Banzer war Nachwuchsmanager in einem ortsansässigen Unternehmen. Unter seinen Mitarbeiter war er für seine massiven Mobbingattacken gefürchtet und gehasst.

Hannes Nygaard zeigt in seinem zweiten Roman sehr anschaulich, was für erschreckenden Folgen beruflicher Druck und Mobbing haben kann. Das geht dann am Ende soweit, dass die Täter hier zu Opfern werden und umgekehrt. Erstaunlich und beängstigend finde ich, dass dieses Buch, das vor 10 Jahren veröffentlicht wurde, ein Thema behandelt, das noch genauso aktuell ist wie damals. Wann lernen die Menschen endlich, dass man durch das Aufzeigen der Unzulänglichkeiten anderer sich nicht besser stellt, sonder nur seine eigenen Abgründigkeiten unterstreicht.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Also ich muss sagen: Sehr schön machst Du das mit dem Aufmacherbilder-Triptychon. Wirklich sehr elegant, mein Schwesterchen!

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