Freundschaften

Freunde

 

Anfang des Sommers war ich bei einer Freundin im Siegerlang. Das ist für mich ein Weg von c.a. 250km. Da ich permanent im Stau gestanden habe, hatte ich auch mal wieder so richtig schön viel Zeit, mich mit mir und meine Gedanken auseinander zu setzen.
Kurz davor habe ich in der Aktuellen Flow noch einen Artiken über die Bedeutung von “Freundschaften in der heutigen Zeit“ gelesen. Und da kam ich dann auch ein bisschen ins Grübeln.

Besagte Freundin kenne ich schon ewig. Ich kann beim besten Willen nich sagen wann und wie wir uns kennen gelernt habe. Irgendwie war sie halt plötzlich da. Und sie war vor allem immer dann da wenn’s wichtig war. Dann bin ich irgedwann nach Süddeutschland gezogen und wir hatten sehr lange so gut wie keinen Kontakt mehr. Man hat sich halt auseinander gelebt. Wie ich dann nach 12 Jahren aus dem Exil zurück kehrte, war sie aber noch da. Wie ein kleiner Fels… Wir haben uns dann wieder regelmäßig getroffen und obwohl sich unser beider Leben komplett geändert hat, war ich doch sehr froh das sich an unserem zueinander nicht viel geändert hat. Vor 3Jahren ist sie dann weggezogen. Und ich bin sehr froh da drüber, das wir es diesesmal geschafft habe. Wir sehen und sprechen uns, wenn auch nicht wöchentlich, so aber doch öfter bis regelmäßig.

Eigentlich hatte ich immer irgendeine beste Freundin. Mal die eine, mal die andere. Ich habe mich da nie großartig festgelegt. Und so sind im Laufe der Jahre so einige, solcher „immer mal wieder“ Freundschaften entstanden. Die sind wie Wein, je älter, desto besser. Es ist schön zu wissen, das sie immer für mich da sind, wenn denn mal. Aber man muss nicht. Ich glaube auch das gerade das den Sinn einer wirklichen Freundschaft ausmacht. Können, nie müssen. So genommen zu werden wie man ist.

Ich persönlich halte Freundschaften schon für etwas sehr wichtiges im Leben eines jeden, das man hegen und pflegen sollte. Überbewerten will ich sie aber auch nicht. Ich glaube ich habe nie krampfhaft versucht Menschen an mich zu binden um Freunde zu haben. Vielleicht ist genau das der Grund warum immer welche da waren und sind.

Ob solche waren Freundschaften den Stellenwert der Familie ablösen, Wie es in dem Artikel der Flow beschrieben wurde, wage ich aber stark zu bezweifeln. So sehr ich meine Freunde und Freundinnen auch mag und schätze, aber Blut ist immer noch dicker als Wasser.
Meine Familie hat für mich den höchsten Stellenwert vor allem (ja, der Hund gehört auch mit zur Familie). Das liegt aber vielleicht auch da dran, dass in unserer Familie immer alles Freiwillig war. Ich wurde nie zu irgendwelchen Familienkram gezwungen. Vielleicht ist das ja der Schlüssel zum Familienglück. Familien müssen mehr wie Freunde sein. Aber das ist ja eigentlich ein ganz anderes Thema, über das ich vielleicht ein anderes Mal schreibe.

Wie ist das bei euch? Habt ihr beste Freunde und wie wichtig sind die für euch?

P.S.: Nachdem ich nun vier Stunden, für 250Km ohne Klimaanlage bei 35Grad Außentemperatur, gebraucht habe, hatten wir noch einen sehr schönen und Sektgeschwängerten Abend. Schee Wars!

 

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