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12tel Blick im September

12tel Blick September 15

Ja, so ein ganz bisschen bunte Blätter sind schon zu sehen. Und auch schon viele orange Vogelbeeren sind an den Sträuchern. Als Kinder hat man uns immer gesagt, das die Giftig wären. Ob das so stimmt? Ausprobieren möchte ich es aber lieber doch nicht.
Dieses Foto habe ich am 23.9.2015 zur besten Kaffeezeit aufgenommen.
Wobei es fast den ganzen September durch so ausgesehen hat. Schmuddelig und regnerisch. Ich liebe dieses Wetter! Wenn man sich so richtig schön einkuscheln kann mit einer Tasse Tee und einem guten Buch.
Das ist einer von vielen Gründen, warum ich den Herbst so mag. Wenn ihr noch mehr über den Hebst wissen möchtet, dann lest nächsten Mittwoch einfach meinen „Schreibzeit-Artikel“

Durch meine 12tel Blick-Reihe habe ich eine ganz neue Sensibilität für die Jahreszeiten entwickelt. Ich hätte Anfang des Monats noch wetten können, das wir Ende September schon viel mehr bunte Blätter hätten. Aber noch ist alles recht grün und bei meinem Fotospatziergang letztes Wochenende um den Mastholter See, wurde ich jäh enteuscht. Weit und breit kein buntes Blatt. Aber das wird sich hoffentlich bald ändern. Ich werde da jetzt mal ganz regelmäßig nachschauen.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.

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Sternenstühle

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Wie schon im Artikel vom Mittwoch erwähnt habe, habe ich diesen Sommer so einige Stühle neu gepolstert. Wie auch diese beiden Exemplare. Ich habe lange mit mir gehadert, ab ich die beiden überhaupt weiß mache. Aber als ich dann diesen wunderschönen Bezugsstoff in einem kleinen Stoffladen in Bielefeld am Kesselbrink gefunden habe, war es sonnenklar. Manchmal müssen die Dinge einfach zusammen finden. Ich hätte nie gedacht, das ich in so einem, etwas schäbig und billig wirkenden Laden so einen schönen Stoff finde. Da sieht man mal wieder, das man die Dinge nicht nach den Äußerlichkeiten beurteilen sollte.

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Leider schon verkauft.

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Polsterarbeiten in der Guten Stube

In diesem Jahr habe ich mich mit vielen Polsterarbeiten beschäftigt. Unter anderem ein antiker Stuhl meiner Mutter, die mich gebeten hat ihn für mich aufzuarbeiten. Im großen und Ganzen und im Anbetracht seines Alters, war er sehr gut in Schuss. Bis auf den durchgeschlissenen Bezug und die Tatsache, das die Sitzfläche bedenklich und geräuschvoll nachgabt, wenn man sich darauf setzten wollte. Da war ich richtig gespannt wie das Polsterkissen von innen aussieht und ob es mir gelingt es zu reparieren. Also in die Hände gespuckt und los…

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Bei so einem antiken Sitzpolster sollte man ganz behutsam eine Schicht nach der anderen ablösen. Von unten konnte man auch noch erahnen, wie schön der alte Stoff mal ausgesehen hat.

Nachdem ich die unterste Lage Gewebe entfernt hatte konnte man sehr schön sehen das die Sitzfläche nur aus einem simplen Stück Sperrholz bestand, das im laufe der Jahre einfach mal nachgegeben hat.

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Bei der Gelegenheit kann man sich auch ein bisschen abschauen wie der alte Stoff in Falten gelegt war. Das mit dem Falten legen finde ich immer am schwierigsten. Da kann ein bisschen spicken nicht schaden.

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Nachdem ich nun auch den Sitzbezug gelöst und weitere 10000 Tackernadeln aus dem Rahmen gezogen habe, lag das schlichte Schaumstoffkissen vor mir. Auch hier hatte ich mir den Zustand schlimmer vorgestellt. Das war noch top in Ordnung. Das kann man gut nochmal her nehmen. Man muss ja nicht immer gleich alles wegschmeißen. Und oft sind diese alten Materialien viel langlebiger als vergleichbares, was man heute so bekommt.

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Also, das Schaumstoffkissen genauso behutsam abgelöst, wie die Bezüge schon zuvor. Jetzt konnte man auch sehr gut das ganze Ausmaß der Beschädigung sehen. Aber zum Glück stellte es keine große Herausforderung da. Das schwierigste war, einen meiner Kollegen zu bitten, nach der Schablone der alten Platte, eine neue zu Sägen. Ich bin nicht so gut im Sägen und hab auch ein bisschen Bammel um meine Finger. Leute die mich kennen wissen wovon ich rede. Man muss zu seinen Schwächen stehen.

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Aber wie ihr seht habe ich auch diese Schwierigkeit mit ganz viel Bravur bestanden. Nun aber wieder zurück zum Handwerk.
Ab hier ging eigentlich alles wieder rückwärts. Die neue Platte lies sich sehr schön an den gebogenen Holzrahmen tackern. Es ist schon erstaunlich wei viel so eine Tackernadel hält.

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Meine Mama hat wirklich Geschmack bewiesen bei der Wahl des neuen Stoffes. Und Mut, wenn am bedenkt wie oft sie besuch von meinem beiden kleinen Neffen hat…

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Wie immer, wenn ich zu dem Teil kommen, an dem ich den Stoff auf den Rahmen spanne, muss ich an meine Ausbilderin denken. Wie sie mir beigebracht hat, das man immer von der Mitte raus zu den Seiten hin spannt und die Ecken erst einmal frei lässt. Da hab ich dann wohl doch was gelernt in den drei Jahren.

Sie hat mir auch gezeigt wie man die Ecken schön einschlägt, damit sie nicht so wurstig ausschauen. Das ist ne echte Friemel-Arbeit. Und man muss auch ganz schön aufpassen das man sich nicht selber mit festtackert.

Und so erstrahlt er jetzt im neuem Glanz, das gute alte Stück. Ich muss schon sagen… der Stoff ist wirklich sehr schön und passt ganz hervorragend zu dem eleganten Kirschholz des Stuhls. Wie schade, das ich euch hier den noch viel schönere Sekretär nicht zeigen kann, zu dem der Stuhl gehört.
Wenn ich dich im Winter besuchen kommen, liebe Mama, müssen wir da eine kleine Fotostrecke von machen.

 

 

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Eine Schmuckmupfel!

Ich glaube das fast jeder aus meiner Altersgruppe ein bisschen Augsburger Puppenkisten geschädigt ist.
In dieser schönen Silbermupfel mit Glaseinsatz lebt aber weder ein Waran, noch ein Pinuin, sondern nur Schwiegermutters Perlenkette. Wer die Geschichte nicht kenn kann sie hier nochmal nachlesen.

Maße
Höhe zugeklappt: 6cm
Höhe aufgeklappt: 14cm
Durchmesser: 12cm

Leider schon verkauft.

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Fremd sein…

Einsame Bank

BLOGPARADE: ICH WAR FREMD

Ein sehr bewegender und eingängiger Artikel, in dem sich die meisten von uns wohl wiederfinden. Wer von uns ist nicht schon oftmals umgezogen. Neue Stadt, neue Kollegen oder Schulkameraden. Immer wieder von vorne anfangen. In der Wohnung riecht es anders als wie man es gewohnt ist. Auch das Licht ist anders, obwohl es doch die selbe Sonne ist die scheint.

Mein Mann, der kennt das nicht. Und auch sein Vater und dem sein Vater kennen und kannten das nicht. Alle Generation dieser Familie leben ihr ganzes Leben schon auf diesem Hof. Mein Schwiegervater ist jetzt 76 Jahr alt. Und er hat noch nie die Umzugskisten gepackt. Beneiden Tue ich ihn da nicht drum.
Da mein Mann nicht weis was es heißt „fremd zu sein“ fällt es ihm auch schwer zu verstehen, was in mir vorgeht, wenn ich sage: „das hier fühlt sich nicht an wie zuhause“. Er ist dann traurig und meint das wäre aber doch jetzt mein Zuhause, unser Zuhause. Aber wie kann sich etwas nach nur 4Jahren (so lange wohne ich jetzt hier) genauso anfühlen wie mein Zuhause bei meinen Eltern, das übrigens immer mein Zuhause bleiben wird. Ich habe in den fünf Wohnungen, die ich in meine 40 Lebensjahren bezogen habe nicht eine Sekunde etwas auch nur annäherndes empfunden, wie ich es fühle wenn ich bei meinen Eltern in der Küche stehe. Auch wenn die Küche längst nicht mehr die selbe ist, wie die, als ich noch dort wohnte.
Manchmal habe ich Glück und sie sind nicht da wenn ich nur mal schnell was vorbei bringe. Dann setzte ich mich auf das weiche Sofa oben bei Papa im Büro und bin ganz leise. Das ist Zuhause sein.
Wahrscheinlich ist auch das der Grund warum ich Heiligabend immer dort verbringen möchte. Eben Zuhause.

Aber eigentlich wollte ich ja was vom Fremdsein schreiben.
Das ist schon eine komische Sache mit dem fremd sein. Für die meisten scheint es sich sehr negativ dazustellen. Das kann ich so nicht uneingeschränkt stehen lassen. Fremd sein ist auch eine Chance.
Als ich vor 15Jahren nach Ingolstadt gezogen bin war ich auch fremd und bin es auch eigentlich immer geblieben. Aber ich habe viel gelernt. Wie man sich anpassen kann, ohne sich zu verlieren. Wie man neu starten kann ohne den ganzen alten Ballast. Dinge anzunehmen die fremd sind und damit seinen Horizont zu erweitern.
Dieses Glück hatte mein Mann nie. Aber ich erzähle ihm immer fleißig davon und versuche ihm so ein bisschen da dran teil haben zu lassen. Alleine schon, damit er versteht was es heißt „Fremd zu sein“ wenn ich ihm versuch klar zu machen das das hier im Augenblick noch seins und das seiner Eltern ist. Aber nicht meins.

Als ich vor vier Jahren hier ankam, Hatte ich all mein Hab und Gut in 30 Kisten verpackt. Bevor unsere Wohnung bezugsfertig war, musste ich aber alles noch ein Jahr einlagern. Das war eine wirklich schlimme Zeit und zu der Zeit war ich auch viel bei meinen Eltern, die jetzt zum Glück nicht mehr weit weg wohnten. Ja, da war ich wirklich fremd. Wir wohnten besagtes Jahr in einem kleinen Zimmer in der Wohnung meiner Schwiegereltern. Ich war Quasi immer Gast im eigenen Haus. Und ich glaube, so richtig verstanden hat das hier niemand, obwohl sich alle redlich mühe gegeben haben. Aber auch diese Zeit ist verstrichen und ich konnte einiges an Lebenserfahrung dazugewinnen.
Zu der Zeit ist mir klar geworden, wie wichtig es ist, wenn schon alles Fremd ist, doch wenigsten immer seine „Krempel“ Dabei zu haben.
Erst das auspacken seiner gewohnten Sachen und Dinge gibt einem einen Hauch von „Zuhause“ wieder. Es sind gute alte Bekannte, die immer da sind und die wenigstens wie „Zuhause“ riechen. Das wird wohl auch der Grund sein, warum ich alte Möbel so mag und vor allem alte Dinge die mal meinen Eltern gehörten. Ich webe mich ein mit Erinnerungen an „Zuhause“ und schon ist es etwas besser.
Ihr solltet mal sehen, wie mein Auto ausschaut wenn ich für zwei Wochen zum Arbeiten nach München fahre. Ich brauch dringend ein größeres Auto.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf das ich irgendwann mal mit voller Überzeugung sagen kann: „ Dieser Hof und dieses Haus, das ist mein Zuhause“ Aber im Augenblick genieße ich noch die Vorfreude auf diese Zeit.