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Saft-Weinservice

Dieses wunderschöne Saftkrugset ist, wie so viele andere Dinge auch, aus nur einem einzigen Grund bei mir in der Guten Stube gelandet. Weil es mir gut gefällt. Ja O.K., da war jetzt auch noch ein Stempel drunter. Wird wohl kein billiger Ramsch sein.
Wenn ich so einen Porzellanstempel sehe recherchiere ich ganz gerne, was da wohl hinter steckt. In diesem Fall was ich doch sehr erstaunt gleich eine so ausführliche Beschreibung zu Finden.

„Das sogenannte Saft- und Weinservice wurde von der VEB Wallendorfer Porzellanfabrik in den 1960er Jahren ausgeführt. Die … Becher sind in der Form der schlichten und neutralen Zylindervasen von Hubert Petras gestaltet. Die Karaffe von ebenfalls zylindrischer mit sich nach unten hin verbreitender Form und kleinem Ausguss am oberen Rand entwarf Gottfried Stöhr.“ „Alle Stücke sind mit der Bodenmarke Unterglasurgrün W unter bekreuzter Helmkrone, dem Gründungsjahr „1764“ und „GERMANY“ gemarkt. Das Service ist in sehr gutem Zustand mit minimalen Gebrauchsspuren. Die Höhe der Karaffe beträgt 26,5 cm.

Hier jetzt noch ein bisschen Hintergrundwissen zum Hersteller:

Wallendorfer Porzellanmanufaktur (gegr. 1764)
Die Wallendorfer Porzellanmanufaktur wurde 1764 von Wolfgang Hammann im thüringischen Wallendorf (Lichte) gegründet. Die Produktionsvielfalt reicht von Servicen über Figuren bis hin zu Leuchtern. Die Manufaktur befand sich bis 1833 in Familienbesitz und ab dann in den Händen wechselnder, namhafter Besitzer, wie Hutschenreuther, Heubach, Fraureuth und Heinz Schaubach. Heute gehört die Porzellanmanufaktur zur Bruckert Beteiligungsgesellschaft mbH. Die Wallendorfer Porzellanmanufaktur legt Wert auf historische Fertigungsmethoden, so ist der handwerkliche Herstellungsprozess geblieben und die in Jahrzehnten weiterentwickelte Porzellanrezeptur ist immer noch ein sorgsam gehütetes Manufakturgeheimnis. ™“

Also besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

Übrigens wurde dieses Saft-Weinservice, mit jedoch sechs Bechern, für 114€ bei einem Auktionshaus verkauft. Da bin ich doch wirklich günstig gegen.

Preis: 25€
Wenn ihr euch für dieses Produkt interesiert schaut doch einfach mal auf meiner Dawandaseite vorbei:
http://de.dawanda.com/product/90060663-porzellan-saftkrug-mit-drei-bechern-vintage

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12tel Blick im Oktober

12tel Blick

Endlich ist er ab, der Mais. Und man kann wieder lang über die Felder schauen. Für ich ist das immer wie ein Aufatmen. In den Sommermonaten sind wie ganz von Mais umgeben. Und um so höher er wächst, um so weniger kann man sehen. Meine Schwiegermutter findet das ganz toll. So kann einem wenigstens Niemand von der Straße aus in den Garten, oder gar ins Haus schauen. Aber ich schaue halt gerne. Auch bei anderen in den Garten, oder ins Haus. Aber vor allem schaue ich gerne wer alles so vorbeikommt. Wie gerade eben die alte Frau, die hier jeden Tag mehrmals in einem Putzkittel vorbeiläuft. Seit wann hat die denn einen Hund?
Ich bin immer noch sehr erstaunt wie lange es dauert, bis wirklich alle Blätter sich herbstlich gefärbt habe. Erst jetzt, ende Oktober ist unsere kleine Kastanie so richtig gelb geworden. Wogegen die Kopfweiden, die man dank der Maisernte aus diesem Blickwinkel wieder sehen kann, sich noch stetig weigern, sich von ihren Blättern zu trennen. Aber immerhin haben sich die Außentemperaturen in der vorletzten Woche der Jahreszeit angepasst. Wir hatten sogar schon so einige Male den Ofen an. Sehr zur Freude unseres alten Hundes.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.

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Zeit für Karl Heinz

Nun ist der Sommer endgültig vorbei und ich freue mich schon richtig drauf, mich an miesem, nass-kalten Herbstnachmittagen im einer Tasse Karl Heinz auf meinen Lesesessel zu kuscheln.
Es ist nur immer etwas verwirrend für meinen Mann das unser Elektriker genauso heißt. Ich habe Karl Heinz auch mal eine Tasse von seinem Namensvetter angeboten. Aber er mag keinen Tee. Verstehe ich gar nicht.

Maße:
Hohe: 15cm
Durchmesser: 13cm

Preis: 20€
Wenn ihr euch für dieses Produkt interesiert schaut doch einfach mal auf meiner Dawandaseite vorbei:
http://de.dawanda.com/product/89662495-porzellankanne-mit-albhaube-und-teesieb

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Gestalten oder geduldig sein.

Gestalten oder gedultig sein

Nun kann ich schon auf fast 20 Jahre Berufserfahrung zurückblicken.
20 Jahre in denen ich Tag ein Tag aus Fotos für die Werbeindustrie gestaltet habe. Ich habe mir Bauten (Raumsituationen) überlegt, Möbel nach Kamerastandpunkt eingerichtet, Gardinen aufgehangen, Bilder ausgesucht, Dekoration arangiert und vieles mehr um am Ende das best möglichste Foto zu bekommen. Ich und das Team in dem ich arbeite haben zusammen, vom kleinsten Nagel an bis zur Fertigstellung dieses Bildes alles ganz genau gestaltet und eingerichtet.
Wie schon erwähnt habe ich vor einiger Zeit wieder angefangen in meiner Freizeit zu fotografieren. Da kann ein bisschen Bildung nicht schaden dachte ich mir. Zu meinem 17ten Geburtstag bekam ich meine erste Kamera geschenkt. Und damit ich auch weis was ich da tue, dazu ein Buch mit dem einschüchternden Titel „Grundlagen der Fotopraxis“. Das Buch habe ich zum Glück noch. O.K. Seit den letzten 23 Jahren hat sich doch so einiges getan auf dem Kameramarkt. Aber die optischen und physikalischen Gesetze sprich die Grundlagen der Fotografie, haben sich laut meines Wissens nicht geändert. So falsch kann das nicht sein was in einem Buch über Fotopraxis steht, das 23 Jahre alt ist.
Im ersten Kapitel geht es um das Thema „fotografisches Sehen“.Und in der Tat sehe ich die Dinge jetzt mit einem ganz anderen (fotografischen)-Auge als vorher und fühle mich fast ein bisschen erhellt. Habe ich doch zuvor meine Aufnahmen bis ins kleinste Detail ganz bewusst gestaltet, (So, die Kamera steht. Nun mach alles drum herum schön) so versuche ich nun zu sehen, was ohne mein gestalterisches dazutun schön ist und dieses in einem wirkungsvollen fotografischen Bild umzusetzen. Wenn ich beispielsweise eine schöne Blume sehe versuchte ich sie so lange zu drehen und zu verbiegen bis sie im rechten Licht steht. Meist brach ich sie dabei ab und schon war es vorbei mit der Schönheit.
Macht das einen guten Fotografen aus, die Schönheit in den Dingen zu sehen und sie einzufangen ohne sie zu „berühren“? Und die Fähigkeit, zu erkennen, wenn die Blume nicht im rechten Licht steht, ist sie entweder nicht die richtige Blume und man muss weiter suchen, oder man muss die Geduld haben, zu warten bis das Licht wandert.
Mir scheint Fotografie hat mehr mit Geduld zu tun als ich bisher angenommen habe.

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Schalensessel

Wenn man bedenkt das dieser Sessel original aus den 50ger Jahren stammt, dann bin ich doch sehr erstaunt wie gut er sich gehalten hat. Vor allem das Wildleder ist immer noch straff gespannt und hat nicht eine Falte oder Delle. Ich wäre froh, wenn ich mit 60 Jahren noch so faltenfrei aussehe. Ich glaube, das kann ich vergessen.

Leider schon verkauft!

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Das Mächen am Klavier

Das Mächen am Klavier

Von Rosemarie Marschner

Dieses wundervolle Buch habe ich schon letztes Jahr zum Geburtstag bekommen und im Sommer gelesen. Ich veröffentliche diesen Post aber ganz bewusst erst im Herbst, weil ich finde dass es das perfekte Herbstzeitbuch ist. Genau das richtige für die regnerische Jahreszeit, in der man sich gerne mit einer Tasse Tee unter eine kuschelige Decke zurückzieht und sich Zeit nimmt ein gutes Buch zu genießen.
Sich Zeit nehmen und genießen.

Rosemarie Marschner erzählt die Lebensgeschichte der Clara Schuhmann geborene Wieck in einer Sprache, die so „sauber“ und „adrett“ ist. Das ich nach den ersten 50 Seiten das dringende Bedürfnis hatte sofort mein gesamtes Haus zu putzen und zu wienern. Eine Erzählart die einem schon nach den ersten Sätzen in die Zeit um 1800 versetzt. Manche Worte schienen sehr alt und heute nicht mehr gebräuchlich zu sein. Einige habe ich nachgeschlagen, andere erklären sich von selbst.
Auf den nun Folgenden 500 Seiten taucht der Leser ab, in die Welt der Musik zu Zeiten von Paganini, Robert Schumann, Franz List oder Frédéric Chopin, um nur einige große zu nenne, denen die kleine Clara Wieck schon in so jungen Jahren begegnet und die ihr Leben und schaffen geprägt haben.
Aber am stärksten von allen hat ihr Vater Friedrich Wieck seine Tochter, die er als sein Lebenswerk betrachtet, geformt und  gestaltet.
Als Clara 5 Jahren alt war, begann der ehrgeizige Friedrich Wieck seine Tochter im Klavierspielen auszubilden. Er war wie besessen von dem Gedanken aus ihr ein „Wunderkind“ am Klavier zu erschaffen. Eine Virtuosin, wie es damals genannt wurde. Der Ehrgeiz des Vaters ging so weit, das er seine Tochter nicht zur Schule schicken wollte und auch sonst von allen weiteren Zerstreuungen fern hielt. Als sie mit 14 zum Konfirmationsunterricht sollte lernte sie ihr erste Freundin kennen. (Also ich hatte mit 14 schon ein paar mehr verschlissen)
Seine Rechnung ging auf. Da Clara das Talent ihrer begabten Mutter (Marianne Wieck geborene Tromlitz, Später Bargil,)geerbt hat wurde aus dem kleinen Clärchen einer der bekanntesten Pianistinnen Ihrer Zeit.
Wie schon zu Anfang erwähnt wird der Geist der Zeit der großen Romantiker und ihrer Kritiker durch die Erzählart der Autorin sehr eindringlich vermittelt. Aber auch die zu der Zeit vorherschenden Erziehungsmethoden und Ansprüche der Eltern an die Leistung ihrer Sprösslinge. Auch hier beweißt Rosemarie Marschner ihr können, in dem sie Sitten und Gepflogenheiten des 17ten Jahrhunderts mit einer würzigen priese Sarkasmus beschreibt.
Aus meiner Sicht eine sehr gelungene Biografie, durch die man nicht nur ein umfangreiches Hintergrundwissen der musikalischen Gesellschaft um 1800 bekommt, sonder auch einen Einblick in die Lebensweisen und vor allem in die Pädagogischen Ansichten so mancher Leute. Da hat sich bis heute aber ne ganze Menge getan. Gott sei dank.

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Gute Vorbereitung ist alles.

Bis Weihnachten ist es ja nun noch ein bisschen hin. Aber da in den Kaufhausregalen ja auch schon Weihnachtsmänner und Kekse Einzug gehalten haben, kann man zuhause bestimmt auch schon das eine oder andere Blech backen.
Dafür ist man mit diesen fabelhaften Vorratsdosen dann bestens Ausgestattet. Glaubt mir, wenn ihr das erstmal Mehlmotten in so einer alten Typ 405 Tüte hattet wisst ihr wovon ich rede.

Leider schon verkauft!