Das unerhörte Leben des Alex Woods

Das unerhörte Leben des Alex Woods
oder warum das Universum keinen Plan hat

Von Gavin Extence

Dieses Buch ist eines der wenigen Bücher, bei denen ich mit der Wahl des Titel so gar nicht einverstanden bin. Der Original Titel, „The Universe Versus Alex Woods“ ist aber auch nicht besser.
I
ch finde das Leben des Alex Woods gar nicht unerhört, sonder zu Anfang sehr belustigend und zuletzt bemerkenswert.

Wie schon zu vermuten ist, ist dieser Roman eine Erzählung über das Leben des Alex Woods. Es beginnt damit, das Alex im Alter von 10 Jahren von einem Meteor am Kopf getroffen wir und das auch noch überlebt. Von nun an beginnt Alex Leben eine traurige Eigendynamik zu entwickeln. Durch die Kopfverletzung leidet Alex an epileptischen Anfällen, warum er ein Jahr lang nicht zur Schule gehen kann. Von da an verbringt er viel Zeit mit lesen und gilt ein Jahr später in der Schule als Streber. Die anderen Kinder verspotten ihn deswegen und noch einer Auseinandersetzung mit einigen seiner Mitschüler flüchtet sich Alex in den Gartenschuppen des Übellaunigen Mr Peterson.
Die Beiden, die unterschiedlicher nicht sein können freunden sich an und schnell wird klar, das sie in ihrer Gegensätzlichkeit, wie füreinander geschaffen sind. Sie profitieren von einander wie Jing und Jang und eigentlich könnte das Buch auch hier zu ende sein. Und sind sie nicht gestorben, dann leben sie noch heute. Aber wie das nunmal so ist, muss am Ende doch einer Sterben und das ist Mr Peterson. Der alte Mann leidet an PSP. Einer Krankheit, die auf das Nervensystem einwirkt und zur Folge hat, das man nach und nach seine Muskulatur nicht mehr unter Kontrolle hat. Mr Peterson entscheidet für sich, das er so nicht Sterben möchte und versucht seinem Leben ein Ende zu setzen. Alex ist da jedoch ganz anderer Meinung.

In diesem Buch ist das Thema Krankheit und Tod, und wie man damit umgeht ein beherrschendes Thema. In der Sunday Express ist dazu Folgendes geschrieben worden „Mit Witz und Wärme beleuchtet Gavin Extence eines der dunkelsten Themen unserer Zeit“
Ich finde dieser Satz trifft den Kern des Buches. Ich möchte aber gerne Noch ein Paar Zitate anführen, die mich sehr bewegt haben.

  • …aber so ist das nun einmal mit Begräbnissen. Begräbnisse sind nicht für die Toten. Sie sind für die Lebenden.“
  • …es ist ein Satz der von einem Atheisten viel absurder Klingt als er eigendlich ist: „ Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
    (Alex zitiert an dieser Stelle Kurt Vonnegut aus seinem Buch Schlachthof 5)
  • …wenn man sich Gedanken über all das macht, was man noch erledigen muss. Je mehr man in die Zeit hineinpressen will, desto weniger entgegenkommend wird sie.“

Ich Möchte dieses Buch aber nur denjenigen unter euch weiterempfehlen, die die Augen vor der Realität nicht verschließen, sonder hinschauen und und die Dinge anpacken. Und bei aller Tragik des Lebens das Schmunzeln nicht vergessen.

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