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12tel Blick im Februar

12tel Blick Februar 2016

Spektakulär verabschiedet sich meine erster 12tel Blick 2016 im Februar im einer sagenhaften Lichtstimmung. Der ganze Hof war in ein eigenartiges rotes Licht getaucht. Eine tolle Gelegenheit für einen noch tolleren letzten Blick. Ich habe eben mal die ganze Reihe Revue passieren lassen und ich muss sagen ist war ein sehr schönes und auch abwechslungsreiches Jahr und es verabschiedet sich mit einem Paukenschlag. Na ja, Glück muss man haben.


 

12tel Blick im Februar

Mein neuer 12tel Blick geht nun auch schon in die zweite Rund. Es ist Ende Februar und die Saure Gurkenzeit hat ihren Höhepunkt erreicht. Nix los aufm Land. Die Wolken hängen schwer und grau am Himmel und versprechen für diesen Sonntag, an dem die Aufnahme entstand nichts gutes. Da kann man sich eigentlich nur mit einer Tasse Tee und seinem Häkelzeug in den Schaukelstuhl zurückziehen. So ist das auf dem Land. Warten bis Frühling wird.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.

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Häkelkissen mit Suchtfaktor

ZigZag Kissen_1

So schnell wir man süchtig… Süchtig nach Wolle. Einmal angefangen mit der Häkelei kann ich die Nadel erst wieder weglegen, wenn mir schon das Handgelenk weh tut und der Nacken restlos verspannt ist. Aber dieses ruhige schlichte vor sich hin arbeiten hat irgendwie etwas meditatives, beruhigendes. Solltet ihr auch mal ausprobieren.

ZigZag Kissen_2

Und das Ergebnis kann sich auch sehen lassen. Ich finde das Muster wie geschaffen für ein Querformatiges Kissen und habe mich daher für ein rechteckiges Format von 40cm x 50cm entschieden.

Außerdem ist es ein sehr vielseitiges Muster. Durch seine strenge zigzag-Form passt es sehr gut zum aufkommenden Skandy-Style, was auch durch die maritime Farbwahl unterstütz wird. Genauso wohl würde es sich aber auf jedem Vintage-Sofa fühlen, weil häkeln und Vintage immer zusammen passen und durch sein frisches blau/weiß dem Nostalgischen Style noch ein bisschen frische verleiht.

Na und Luna mag es anscheinend auch. Aber das ist kein Maßstab. Sie mag eigentlich alles was weich und flauschig ist und für sie einen warmen Platz in der Sonne darstellt. Da gibt sie sich dann auch gerne mal aus Model her.

Maße:
Höhe: 40cm
Breite: 50cm
Wolle: 55% Polyacryl; 45% Baumwolle

Preis ohne Inlet: 30€
Preis mit Inlet: 40€

Wenn ihr euch für dieses Produkt interessiert schaut doch einfach mal auf meiner Dawandaseite vorbei:
http://de.dawanda.com/product/96174691-kissenhuelle-kissenbezug-gehaekelt-in-blauweiss

Und weil heute Donnerstag ist habe ich diesen Post noch schnell bei Moni und dem Dekodonnerstag verlinkt. Hier gibt es immer wieder ganz tolle Dinge und Dekoideen zu bestaunen. Schaut doch einfach mal rein.

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Ambiente 2016

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Dieses Jahr scheint irgendwie das Jahr der Messen zu werden. Jeden Monat eine. Was ein Stress. Wer glaubt es wär reines Vergnügen, über eine Messe zu bummeln, der hat sich aber geschnitten. Gerade die Ambiente ist für uns mit die anstrengendste. Da wird man von seinen Kolleginnen mit einer art Einkaufzettel losgeschickt und soll sich jetzt in diesem riesigen Jungle aus Unmengen von schönen Dingen zurechtfinden und dann auch noch das finden das alle glücklich macht und das alles mit kleinem Budget und sehr begrenztem Zeitraume. Da ist Mittagspause fehlanzeige und bequemes Schuhwerk gehört ebenso zu Überlebensstrategie wie viel Wasser und ein Hackenporsche. Aber ich hatte das große Glück von zwei alten Messehasen an die Hand genommen zu werden. Unser Requisiteur und meinen ehemalige Ausbilderin haben mich und meine ehemalige Auszubildende mitgenommen und uns sehr geduldig alles gezeigt. Wie lustig, quasi ein Dreigenerationsausflug… Na ja, da möchte ich jetzt nicht näher drauf eingehen.

Es gab wirklich unendlich viel zu sehen. Und dabei waren bestimmt nicht immer so schöne Sachen wie bei House Doctor, Hübsch, Bloomingville und Co. Wobei mir deren Stände schon mit am besten gefallen haben. Das ist halt augenblicklich genau mein Style. Ein bisschen Skandy, ein bisschen Shabby und das ganz gewürzt mit einer Prise Vintage. Hach es gibt so schöne Dinge. Genau so soll es mal in der Guten Stube ausschauen…

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Zurück zur Realität! Die Hülle und Fülle der Dinge die uns die unzähligen Aussteller präsentierten war nach kurzer Zeit schon sehr erdrückend. Spätestens nach dem zehnten „Oh ist das schön hier“ Erlebnis, war ich vollkommen gesättigt und musste immer an diesen Song von Silbermond denken. So Viel Ballast Nippes! Aber wir waren ja im Auftrag des Herrn unserer Schmuckschwestern unterwegs und sollten ja auch ein bisschen was mitbringen. Haben wir auch gemacht.

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Nun Aber mal zu der alles entscheidenden Frage, was ist Trend 2016? Und da war ich doch ein bisschen erstaunt. Wo was das Gelb das auf der Imm noch scheinbar alles beherrscht hat. Anscheinend sind die Ambiente Aussteller den Pantonevorgaben treu. Wo man hinsah viel Rosa kombiniert mit Blau und Kupfer. Wer hat eigentlich nochmal gesagt das Messing das neue Kupfer ist. Sicher gab es einige schöne Dinge in Messing. Aber das das eine das andere ablöst kann ich so nicht unterstreichen. Ihr braucht jetzt also nicht alle euer letztes Jahr erst erstandenes Kupfergedöns in den Keller verbannen um auf Messing umzurüsten. Was aber dieses Jahr ein absolutes „Muss“ zu sein scheint sind Geschirre aus Steingut und Keramiken die wie Handgemacht ausschauen. Wirklich wunderschöne Dinge gibt es da jetzt, die mich stark an die 70ger erinnern. Wie toll das ich zufällig ein neues Geschirr brauche.
Auch Naturmaterialien wie Papier, Ton und Schiefer sind genauso oft vertreten wie Beton und Metalle. Alles kann man wunderbar mit einander kombinieren und kann somit die Dinge Mehrfach nutzen.

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Alle in allem war es ein wirklich toller, wenn auch sehr anstrengender Tag.
Vielen Dank an meine lieben Kollegen, die mich und meine Euphorie den ganzen Tag ertragen mussten. Ich hoffe sie nehmen mich das nächste mal wieder mit. Ich verspreche auch ganz brav zu sein.

 

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Stablehner in weiß 2x

Ich bin nach wie vor ganz begeistert von diesem luftig leichten Vintage Shabby Trend, in dem diese Art von Stühlen eine wichtige Rolle spielen. Keine der angesagten Wohnzeitschriften kommt mehr um die Stablehner herum und darum bin ich auch immer wieder froh wenn ich welche ergattern kann und euch hier zeigen.

Diese zwei schnuckeligen Küchenstühle sind wirklich aus einer anderen Zeit und keine charakterlos Nachbau. Das beweist schon die etwas niedrigere Sitzhöhe. Damals waren die Leute halt noch nicht so groß. Aber keine Sorge. Ich habe natürlich keine Mühen gescheut und gleich mal ausprobiert ob man auf ihnen auch gut am Tisch sitzen kann. Geht wunderbar, wenn man eine durchschnittliche Körpergröße von 1,70cm hat wie ich. Es hat eben doch so manches mal Vorteile, wenn man nur durchschnittlich ist.

 

Leider schon verkauft!

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Der Herr über Ebbe und Flut

Der Blick auf die Eider vom Sperrwerkturm aus, kurz bevor sie in die Nordsee fließt.

Eiderland

Und hier sehen sie den Herren über Ebbe und Flut in der Eideraußenmündung. Es liegt einzig und allein in seiner Hand ob die Menschen hinterm Deich in windgepeitschten Sturmflutnächten den Tod in den tosenden Fluten finden, oder trocken und sicher in ihren Bettchen schlafen können.

Nun Gut, ein bisschen dick aufgetragen. Eigentlich ist es nur mein kleiner Bruder. Sein Arbeitsplatz ist c.a.10m über dem Boden, im Turm des Eidersperrwerks und er ist in der Tat (unter anderem) zuständig für den Wasserstand der Eider.

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Das Sperrwerk wurde 1967 zum Schutz des Hinterlands gebaut. Es verbindet die Eider mit der Nordsee und man kann mit Hilfe riesiger Tore den Wasserstand der Eider regulieren.

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Das Sperrwerk verfügt über einen Innen- und einen Außenbecken in dem die kleine eiderstedter Krabbenkutterflotte fest machen kann um Ihren Fang zu löschen.
Für uns vier Kinder, die teil einer Krabbenfischerfamilie sind, gehört das Sperrwerk genauso zur Nordsee wie der Wind, der Geruch noch Salz und Mole und das alltägliche Krabbenpulen. Oft haben wir am Sperrwerk auf den Kapitän gewartet, wenn er vom fischen wiederkam.
Heute genießt der alte Seebär seine verdiente Rente und mein Bruder hat die Fischerei an den Nagel gehangen. Für einen Fischer ist der Ausdruck „geregelte Arbeitszeiten“ eher ein Fremdwort und er wollte gerne seine Söhne aufwachsen sehen. So ist er also Knöpfchendrücker auf’m Turm geworden.
Und hat mir damit einen lang gehegten Wunsch erfüllen können. „Wie schaut wohl die Nordsee von dort oben aus.“

Es ist immer wieder spannend ihn dort oben zu besuchen. Er zeigt uns dann Seekarten und erklärt uns wie man die Leuchtfeuer im Norden liest.

Wenn man Glück hat erlebt man eine sagenhaften Sonnenuntergang. Wenn man noch mehr Glück hat einen Sonnenstrahl.

Vielen Dank dafür kleiner Bruder.

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Happy Family

Happy Family

von David Safier

Ein Buch, das ich vor einiger Zeit von meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Wir haben beide „mieses Karma“, ebenfalls von David Safier, gelesen und so hat mein schlaues Schwesterherz einfach mal kombiniert, das erste war gut, dann ist es das zweite bestimmt auch. Fast!

„Mieses Karma“ war schon wirklich gut. Lustig und humorvoll geschrieben, mit genau der passenden Mischung an Blödsinn und Fantasterei.
Bei „Happy Family“ hat Herr Safier es aber leider ein bisschen übertrieben mit seiner saloppen Art. Dieses Buch ist leider kein retorischer Leckerbissen, sonder eher ein MC-Sparmenue.  Aber da ich zu den Lesern gehöre, die ein Buch das sie angefangen habe nicht mittendrin weglegt, (und schon gar keins das man in zwei Tagen mal schnell wegschnuckern kann) habe ich es auch zuende gelesen und fand es dann am Ende garnicht mehr so schlecht. Es gab sogar, ganz in Safier-Manier eine Moral von der Geschicht. Aber dazu später.

Handlung und Darsteller sind eigentlich schnell erzählt. Emma Wünschmann ist unglückliche Mutter einer typischen Familie unserer Zeit. Frank Wünschmann ist der chronisch überarbeitete Ehemann. Fee Wünschmann, die  pubertierende Tochter hat permanent stress mit den Alten und Max Wünschmann ist der stille und in sich gekehrte Sohn.
Hoch motiviert zerrt Emma ihr Familie auf ein Kostümfest, um einer alten Bekannten zu beweisen wie fabelhaft ihre Familie ist. Das geht natürlich auf Grund fehlender Fabelhaftigkeit gründlich in die Hose. Zu allem Überfluss werden sie auf dem, recht turbulenten Nachhauseweg auch noch von einer Hexe verzaubert und sind vortan Familie Monster. Sie haben genau drei Tage Zeit um von der Hexe zurückverwandelt zu werden, die längst über alle Berge, Richtung Transsilvanien ist. Aber so schnell geben sich die Wünschmanns nicht geschlagen und jagen die Hexe um den halben Erdball. Auf ihrer Abenteuerlichen Reise begegne sie so gruseligen Gestallten, wie Angela Merkel als Wachsfigur, einer waschechten Mumie und schwäbischen Pauschaltouristen. Die Touristen sind mit das Beste. Ich habe Tränen gelacht. Alleine deswegen lohnt sich das Buch. Es sei denn man ist Pauschaltourist ohne Humor und heißt Bärbel oder Klaus.

Zur Moral:
Im Lauf der leider etwas flachen Erzählung wird aber immer deutlicher wo das eigentliche Problem der Familie liegt. Emma gibt ihr bestes um alle wieder zu einen und zu der Familie zu werden, die sie sich so sehr Wünscht.
Wenn ihr wissen möchtet, ob ihr das gelingt und was sie dafür tun muss, solltet ihr es vielleicht selber lesen. Ich will hier ja nicht zuviel verraten.