Die Seiten der Welt

Die Seiten der Welt

Von Kai Meyer

Wie letzte Woche ja schon angekündigt ist dies nun meine erste Buchbesprechung nach dem neuen Leitfaden und ich bin jetzt und hier beim Schreiben schon sehr gespannt, ob es funktioniert.

Zu erst aber eine kurze Zusammenfassung der Handlung.
Furie wird bald eine Bibliomantin sein. Sie wartet nur noch das ihr Seelenbuch sie findet. Solange hilft sie ihrem Vater, Tiberius Farfax dabei die „Leeren Bücher“ zu finden und mit Hilfe der „schwarzen Tinte“ zu zerstören, um zu verhindern das die „Entscheibung“ eingeleitet wird.  Soweit alles klar?
Beim lesen dieser außerordentlich fantasiereichen Geschichte muss man sich drauf einstellen, das man alle paar Meter über irgendetwas stolpert, das definitiv nicht von dieser Welt ist. Aber keine Angst. Kai Meyer holt den Leser zu jeder Zeit ab und bettet jede Erklärung gefühlvoll in den Kontext ein.
So fantasiereich diese Geschichte auch ist, drängt sich mir doch der Verdacht auf, das Herr Meyer sich die Schnabel Bücher aus der „Stadt der Träumenden Bücher“ geliehen hat. Ebenso so wie die Exlibri Wesen sind, die hier aus den Büchern fallen und bei Tintenherz herausgelesen werden. Und wenn sich unser Helden jetzt nicht in einem Unsichtbaren Refugium, nur sichtbar für Bibliomanten, aufgehalten hätten, sondern am Bahngleis 9 ¾ zusammen mit Harry Potter, hätte mich das auch nicht gewundert. Aber all das verzeihen wir gerne, weil man sich über viel neu Ideen freuen und wundern kann. Wer hat je von einem sprechenden Sessel und einer laufenden Leselampe gehört. Ach Moment mal, war das nicht bei „die Schöne und das Biest…?

  • Humor: Nein, kann ich jetzt nicht behaupten. Die Geschichte ist zwar nicht gerade bierernst, aber an einen richtigen Brüller kann ich mich jetzt nicht erinnern.
  • Fesselfaktor: Auf jeden Fall. Aber von einer Kai Meyer Trilogie habe ich das auch erwartet. Das Buch ist durchweg spannend erzählt und es passiert eigentlich immer irgendwo irgendwas.
  • L’amour: en petit peut… Es gibt eine winzig kleine Leibesgeschichte zwischen Cat und Finian, den Freunden von Furia, die die Erzählung angenehm würzt, aber nicht zu aufdringlich ist. Bin mal gespannt wie es im zweiten Teil mit den beiden weiter geht.
  • Fantasie: Oh ja! So fantasiereich und fiktiv, das es mir schon fast zuviel ist. Immer wenn unsere Helden in Schwierigkeiten geraten, habe sie plötzlich irgendeine, dem Leser völlig unbekannte Fähigkeit und schon sind sie wieder raus aus der Patsche. Alles ein bisschen zu Unvorhersehbar.
  • Tiefgang: Nicht so wirklich. Ist aber auch nicht weiter schlimm. Da ich mit soviel fiktivem Kram abgelenkt wurde, habe ich nichts vermisst.
  • Schreibstil: Wie schon beim Aspekt „Fesselfaktor“ habe ich auch bei diesem Punkt, von einem Kai Meyer Roman nichts anderes erwartet. Wie immer sehr eingängig und gut verständlich geschrieben. Aber nie salopp oder umgangssprachlich.
  • Cover / Titel: „Die Seiten der Welt“ Nicht gerade sehr aussagekräftig, versprechen aber schon eine große Geschichte. Ebenso wie der aufwendig gestaltete Einband, gehalten in schwarz und Gold mit schöner Prägung. Sehr angesagte Kombination. Und ja, ich wurde nicht enttäuscht.
  • Empfehlenswert: Auf jeden Fall. Ich habe das Buch selber von einem Kollegen empfohlen bekommen und würde es jedem weiter empfehlen, der weis was einem beider der Lektüre eines Kai Meyer Romans alles begegnen kann.


							

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi Anne-Katrin,
    ich brauche ja immer jede Menge Buchempfehlungen für den Sommerurlaub!
    Danke dafür! Steht schonmal auf der Liste!
    Liebe Grüße,
    Moni

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    • und wenn dir „Die Seiten der Welt“ nicht reichen, dann gibt es noch „Die Seiten der Welt: Nachtland“ und „Die Seiten der Welt: Blutbuch“. Ist durchaus zu schaffen in einem Urlaub.

      LG, Katrin

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