Artikel

Und plötzlich bleibt die Zeit stehen

Und plötzlich bleibt die Zeit stehen

Wunder schön und scheinbar endlos lang liegen sie vor dir. Drei Wochen Sommerurlaub. Du willst nicht wegfahren, sonder hast dir eine Menge schöner Sachen vorgenommen. die du alle ohne Stress und Hetze machen möchtest. Klar, es ist so einiges was du dir vorgenommen hast. Das neue Katzendomizil vorbereiten. Mit der Nichte in den Zoo oder ins Parkbad gehen. Die angefangenen Stühle lackieren. Einen Baum aussuchen und auf der Wiese pflanzen. Holzspielzeug bauen. Schöne Dinge Fotografieren und viel bloggen. Aber wenn man sich ein bisschen ranhält ist das alles locker zu schaffen. Du hast es dir ja immerhin vorgenommen und dann muss das auch fertig werden. Und so tust du die Dinge doch immer schneller und du willst ja auch alles schaffen und immer mehr schaffen und am Ende auch noch ein bisschen Zeit für dich haben und ganz plötzlich macht die Zeit eine Vollbremsung.

Magenschmerzen, Notarzt, ab ins Krankenhaus. Blinddarm raus, Herzprobleme, Lungenentzündung und alles um dich rum steht still und zerfällt zu einer Bedeutungslosigkeit, die ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht gekannt habe. Nichtmal über die beiden Katzen konnte ich mich mehr freuen, die wir keine 12 Stunden zu vor aus dem Tierheim geholt haben. Da ist nur noch diese Angst. Was passiert hier mit mir. Wie geht es weiter und warum ist hier alles so fremd.
Doch zum Glück hatte ich in den ersten Tagen nach meiner Erkrankung Menschen um mich rum, die mich so toll gepflegt und betreut haben. Mir mit Rat und vor allem mit viel Tat zur Seite gestanden habe. Da ich in meinem Leben noch nie so krank war, war es mir auch nie bewusst, wie wertvoll diese Menschen und ihr Arbeit sind, die sie jeden Tag leisten. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal dafür bedanken, das ihr alle für mich da wart. Auch wenn ich nicht glaube, das ein Mittarbeiter des EvK-Lippstadt hier mitliest, so soll es doch erwähnt werden. Auch soll es eine stellvertretende Anerkennung sein, für die schirr unendliche Zahl an Schwestern, Pflegern und Ärzten, die in unserem Land Tag für Tag dafür sorgen das es Menschen in Not bald besser geht. Das war mir vorher nicht so bewusst.

Jetzt bin ich seit einigen, sehr erfolgreichen Tagen wieder zuhause. Und es geht mir auch schon wirklich bedeutet besser. Doch bin ich nach wie vor sehr erstaunt, wie langsam die Bedeutung der Dinge zurückkommt und wie sehr mir dieser innere Antrieb fehlt. Über die Katzen freue ich mich mittlerweile sehr und es ist sehr schön zu sehen wie sie auch mir gegenüber jeden Tag ein bisschen zutraulicher werden. Aber ob ich dieses Jahr noch einen Baum pflanzen werde, wage ich zu bezweifeln. Doch ich freue mich jetzt schon auf die Zeit, in der ich wieder die Kraft dazu haben werde.

Ende letzten Jahres hat mein Bruder mich gefragt: „Was macht dein Leben gerade lebenswert“. Ich wusste erst gar nicht was ich da so drauf antworten sollte. Aber könnte ich die Frage jetzt noch mal beantworten würde ich die Antwort gerne um „Gesundheit“ ergänzen. Damals war noch alles super und ich wusste nicht wie es ist wirklich Krank zu sein, so das man ins Krankenhaus muss. Und wenn man dann erstmal in einem Krankenhaus ist, und sieht wie viele, noch viel kränkere Menschen dort sind. Dann weis man das das höchste Gute die Gesundheit ist. Und sollte einem das höchste Gute einmal abhanden kommen, wie wichtig es dann ist zu wissen das man nicht allein gelassen wird.

Vielen Dank dafür.

Artikel

7 Abende Nähkurs

Jetzt habe ich meine zwei Nähkurse (einmal drei Abende und einmal 4 Abende) erfolgreich absolviert und bin nach wie vor sehr erstaunt, was ich so alles zustande gebracht habe. Und das nicht nur unter gestrenger Anleitung meiner Lehrerinnen. Einige Dinge habe ich entweder nach Anleitungen aus dem Netz genäht, oder angefangene Arbeiten Zuhause Fertig gestellt. Und wenn ich mir meine gesammelten Werke so anschaue bin ich richtig ein bisschen angefixt weiter zu nähen. Aber schaut selbst.

Für den ersten Abend habe ich mir etwas ganz einfaches ausgesucht. Etwas mit garantiertem Erfolgserlebnis. Und so ein Lesezeichen kann schließlich jeder gebrauchen. Darum kann ich euch auch leider nur noch diese drei zeigen. Alle anderen habe ich schon verschenkt. Die Anleitung dafür habe ich von Makerist. Sie ist wirklich ideal im gerade Nähte und Punktlandungen zu üben.

Die Lunchtüte habe ich dann an einem Samstag Nachmittag mal versucht. Die Anleitung habe ich auf Pinterest gefunden. Sah gar nicht so schwierig aus… war es auch nicht

Als nächstes wurde ich schon mutiger und wollte gerne wissen wie man den einen Reisverschluss einarbeitet. Die Anleitung für dieses schnuckelige Täschchen hatte dann meine Lehrerin auf Lager. Das war dann auch schon etwas kniffliger Reisverschluss, Schnuddel und sämtliche Stofflagen passend übereinander zu bekommen. Aber nachdem ich das einmal raus hatte bin ich gleich in Serie gegangen. Besonders Stolz bin ich das die Hunde von beiden Seiten richtig herum stehen.

Dieser Beutel ist eigentlich der Auftakt für meine Kameraserie. Ich habe eine tolle Anleitung für einen Kameragut und eine Kameratasche gefunden. Also musste ich mir jetzt nur noch überlegen wie ich den passenden Objektivbeutel  zusammen schustere. Das Ding ist zwar noch etwas verbesserungswürdig, aber immerhin habe ich hier mein erstes Knopfloch (wenn auch ohne Knopf) genäht und wie ich das mit dem Tunnelzug hinbekommen weis ich jetzt auch.

Die Handyhülle war dann auch so ein Selbstexperiment am Wochenende. Anleitung von Pinterest und los geht’s. 

Nähkurs_Tunika_1

Nun war der erste Kurs rum (ja, das habe ich alles an drei Abenden gelernt) und der zweite stand schon im Kalender. Irgendwie hatte ich aber keine Lust noch mehr Beutel, Taschen und Gedöns zu nähen. Warum nicht mal ein Kleidungsstück… Ich habe ja immerhin vier Abende Zeit und in der aktuellen Handmade stand auch so eine hübsche Anleitung für eine einfache Sommer-Tunika.

Die Wahl, ein Kleidungsstück zu Nähen erwies sich als goldrichtig. Meine Nählehrerin im zweiten Kurs war gelernte Damenschneiderin und konnte mir so einige gute Tricks und Kniffe zeigen, die ich allein mit der sehr knappen Anleitung nicht hinbekommen hätte. Und das war so einiges. Ich habe ein Schrägband eingenäht, eine Passe aufgesetzt und mich mit Abnähern vertraut gemacht. Jetzt noch schnell alles versäubern und am Ende hat das Ding sogar gepasst.

Das letzte was ich dann noch unbedingt können wollte, war applizieren. Aus einem aktuellen Anlass heraus, der heute nicht näher beschrieben wird habe ich mich dann für dieses niedliche Motiv mit Katze entschieden. Ich hoffe alle haben erkannt, das es sich um eine Katze handelt, die unter einer Lampe sitzt. Applizieren ist nun wirklich etwas knifflig und darum ist das arme Tier auch etwas pummelig geworden. Aber egal! Mir gefällt’s trotzdem. Und weil ich schon mal dabei bin habe ich auch bleich noch eine Paspel eingearbeitet und mich für einen hochprofessionelle  Hotelverschluss entschieden. Aber das war nicht sehr schwierig. Knopfloch konnte ich ja schon.

Alles in allem waren diese 7 Abende Nähkurs schon sehr fruchtbar und ich glaube mit Fug und Recht behaupten zu können, das ich wohl eine Nähmaschine bedienen kann und wohl auch etwas dabei heraus kommt. Eben ausreichend für den Hausgebrauch. Aber ich habe mir vor jeder Stunde auch immer genau überlegt was ich lernen möchte und dann passende Projekte dazu rausgesucht. So viel Eigeninitiative sollte man schon aufbringen. Ich bin ja schließlich diejenige die etwas lernen möchte.

Artikel

Der Bücher-Bollerwagen im Juni

Bücherbollerwagen im Juni 2016

So gut der erste Bücherbollerwagen-Monat war, so verregnet war der zweite. Im Juni konnte ich den Bollerwagen wirklich nur zwei Sonntagen an die Straße ziehen. Das war schon sehr schade. Und auch der Julianfang gestaltet sich schwierig. Wie ich gerade so raus schaue, fängt es nämlich schon wieder an zu stippeln. Und trotzdem sind doch so einige Bücher weggegangen, was mich wirklich sehr gefreut hat. Außerdem haben wir ab nächste Woche Urlaub und dann kann ich den Bollerwagen jeden Tag rausstellen. Das wird toll!

Letztes Wochenende haben ich ihn dann neu bestückt und bin ganz zufrieden mit meiner Auswahl. Ich denke da ist für jeden was dabei.

  • Sofies Welt von Jostein Gaarder
  • Die Schatten von la Rochelle von Tanjs Kinkel
  • Abfahrt Palham von John Godey
  • Seilbahn zu den Sternen – Ein Akte X Buch
  • Hubert Spannt aus von Martin Suter
  • Business Class von Martin Suter
  • Absolut unglaublich von Jennings
  • Die deutsche Rechtschreibung Duden
  • Glauben! Ein Lexikon für Jugendliche
  • Deutsch und anders… von Dieter E. ZimmerDas Monstrum von Steven King
  • Am Bett vorbei ist voll daneben von Candace Buhnell
  • Die Fähigkeit zu lieben von Fritz Riemann
  • Menschenkenntnis von Alfred Adler
  • Geschichten für Mädchen
  • Der Wolfsmann
  • Signale der Persönlichkeit von Max Lüscher
  • Die Kunst des Liebens von Erich Fromm
  • Perfidia von James Ellroy
  • Allgemeine Psychologie
  • Die Wälder von Albion von Marion Zimmer Bradley
  • Westfälische Affären von Katharina Gerwens
  • Die sonderbare Buchhandlung den Mr Penumbra von Robin Sloan
  • Die such nach der vollkommenen Sprache von Umberto Eco
  • Der Kreutzzug der Kinder von Peter Berling
  • Pferde am Fluss von Barbara Estmann
  • Master and Commander von Patrick O´Brian
  • Der Wandermaler von Paul Darcy Boles
  • Adieu, Janette von Harold Robbins
  • Die Kraft Positiven Denkens von Normann Vincent Peale
  • Die Herrin der Kathedrale von Claudia & Nadja Beinert
  • Knaurs Vornamen Lexikon von Dorit Zimmermann
  • Selbstbestimmung von Manfred Spitzer

Eine kleine Anekdote noch am Rande: Eine Nachbarin erzählte mir neulich, das sie gehört hätte das die Stadt Mastholte eine Bücherverleihstelle an unserer Ausfahrt eingerichtet hätte. Auf was für Ideen die Leute so kommen.