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12tel Blick im Oktober

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Endlich Regen! Auch wenn das unsere beiden Fellnasen nicht so toll finden. Jetzt wo sie endlich raus dürfen, regnet es die erste Woche fast durchgehend. Aber egal! Das müssen sie ja schließlich auch mal kennen lernen. Und so kommen sie wenigstens öfter mal ins Haus. Außerdem sorgte der letzte Sonntag wieder für Ausgleich, nachdem der Nebel weg war. Den ganzen Tag Sonnenschein und die Kastanienbäume vor dem Haus sehen aus wie Bäume aus Gold. Ich liebe den Herbst. Letztes Wochenende habe ich es auch in der Tat noch geschafft den Baum zu Pflanzen. Das hatte ich mir ja im Sommer fest vorgenommen. Eigentlich sollte es eine Platane werden, aber nun ist es doch eine Birke geworden. Eine noch ganz kleine, von Hand aufgezogene. Jetzt hoffe ich nur das sie auch durch den Winter kommt. Ich werde hier auf jeden Fall weiter über ihr Schicksal berichten.

Mein 12tel Blick im Oktober ist aber am letzten Samstag aufgenommen worden. Ein grauer Tag, wie so viele diesen Oktober. Und wenn ich mal ein Jahr zurückblättere in meinen 12tel Blicken schien der Oktober letztes Jahr auch nicht anders gewesen zu sein. Die Färbung der Bäume auf dem 12tel Blick von 2015 ist ziemlich die selbe wie dieses Jahr zur selben Zeit. Die Natur ist schon ein sehr präzises Uhrwerk.

Auch Unser Gartenmöbel haben wir letztes Wochenende schon reingeholt und die Katzen müssen sich ab jetzt die Werkstatt mit meinen Topfpflanzen teilen. Da bin ich mir nicht ganz sicher wer die größeren Chancen hat heile durch den Winter zu kommen. Die kleine Birke bei Wind und Wetter draußen, oder die Topfpflanzen drinnen bei den Taschentigern. Wie schon mal gesagt, ich werde berichten.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.

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Das Haus der Schwestern

Das Haus der Schwestern

von Charlotte Link

Jetzt schreibe ich hier schon seit fast zwei Jahren jeden Monat eine Buchbesprechung und muss heute mit Erschrecken feststellen, das ich noch über kein einziges Buch von Charlotte Link berichtet habe. Dabei habe ich schon so einige von Ihr gelesen. Aber anscheinend nicht in der letzten Zeit. Umso begeisterter war ich als mir diese ziemlich zerlesene Taschenbuchausgaben von 1999 über den Weg lief. Endlich mal wieder ein richtig schöner Link-Roman in den man sich fallen lassen kann wie in Omas dickes Federbett. Genau das richtige für die kalte Herbstzeit.

Die Geschichte handelt zunächst von einem deutschen Ehepaar, das ein Paradebeispiel für die Spezies „doubel income no Kids“ sind. Bei Babara und Ralf hängt der Haussegen schon lange schief. Sie wollen über die Weihnachtsfeiertage nach England in ein kleines Cottage in den Hochmooren von Yorkshire fahren und schauen, was noch zu retten ist von ihrer Ehe. Doch sie haben ihre Pläne, die sonst immer so gut funktionieren, ohne den Winter in  North York gemacht. Nach kurzer Zeit schneien sie ein und sind von der Außenwelt abgeschnitten, allein in ihrem Cottage ohne Strohm, Telefon und Heizung. Auf der Suche nach allem was man zum Wärmen verfeuern kann, findet Barbara zufällig die lang vermissten Memoiren der Frances Gray. Sie war einst Besitzerin des Cottage und eine der Schwestern nach denen es benannt wurde. An diesem Punkt wird aus der, bis hierher etwas schnöden Erzählung, eine Geschichte in einer Geschichte, die im Juni 1907 ihren Anfang nahm. Und ab hier wird’s auch richtig gut.

Im Prinzip wird hier die Lebensgeschichte einer durchsetzungs- und willensstarken Frau erzählt, die in einer Zeit lebt, in der man als Frau seinen vorgezeichneten Weg zu gehen hat, und eben genau das nicht gehen will und es auch nicht tut. Vom Kampf mit den Suffragetten über die schrecken des Ersten Weltkriegs bis weiter zum zweiten und letztendlich noch ein Familiendrama ist alles dabei was das Leben im letzten Jahrhundert in England geprägt hat. „England, das so lange zufrieden und träge im Zenit seiner imperialen Macht, seiner geordneten Verhältnisse, seiner scheinbar unangreifbaren gesellschaftlichen Struktur verharrt hat, schwankt nun in seinen Grundfesten. Eine alte Zeit, in der viele Regeln, Gesetze und Traditionen längst ihr Verfallsdatum überschritten haben, stürzte mit Donnergetöse in sich zusammen und war unwiderruflich dahin.“

Leider wir die Geschichte Um Frances, ihre Familie und Wegbegleiter immer wieder unterbrochen. An diesen Stellen wird der verzweifelte Kampf von Barbara und Ralf gegen die Kälte und den Hunger geschildert, die nun in dem selben Haus festsitzen in dem Francis den größten Teil Ihres Lebens verbracht hat. Zum End der zwei Erzählstränge webt die Autorin diese geschickt zu einer Geschichte und gestaltet somit eine spannendes Ende. Aber das war bei einem Link-Roma zu erwarten.

  • Humor: Also sehr lustig war weder das Leben der Frances Gray, noch die Beziehungsprobleme der beiden Yuppies
  • L’amour: Natürlich darf in einer Geschichte die in England in einer Zeit um die beiden großen Weltkriege spielt eine bisschen Herzschmerz nicht fehlen.
  • Fantasie: erste Weltkrieg, zweite Weltkrieg… knallharte Realität, die sich aus der Ferne aber gut liest. Fast so wie wenn es draußen kalt und ungemütlich ist und man selber drinnen am warmen Ofen sitze. Wahrscheinlich passt diese Buch deswegen so gut in den Herbst.
  • Fesselfaktor: Sehr zweigeteilt. Wäre es ausschließlich über die Länge von 599 Seiten um die Eheprobleme von Barbara und Ralf gegangen, so hätte ich das Buch bestimmt nach den ersten 100 Seiten in die Ecke gepfeffert. Aber die Erzählung um Frances und John, Victoria und Laura und all die anderen, aus einer Zeit, lange vor unserer, geht einem richtig unter die Haut.
  • Tiefgang: Ein wenig schon. Es wird sehr eindringlich geschildert, was die Schrecken des Krieges aus den Menschen machten: „Wen der Krieg einmal in seinen Klauen hatte, an dem riss und zerrte er, lud seinem Gedächtnis Bilder unfassbaren Grauens auf, nahm ihm Gesundheit, Ruhe und Lebensfreude und warf ihn dann in eine Ecke, wo er zusehen musste, wie er wieder auf die Beine kam.
  • Schreibstil: Guter solider Schreibstil, der immer wieder mit einigen besonders schönen und bilderreichen Formulierungen glänzt.
  • Cover/Titel „Das Haus der Schwestern“ klingt etwas düster und lässt verborgene Geheimnisse vermuten. Das trifft den Kern der Geschichte schon sehr gut auf den Punkt. Von dem etwas verstaubt wirkenden Cover darf man sich nicht abschrecken lassen. Es ist halt auch eine alte Geschichte. Dazu passt es sehr gut.
  • Empfehlenswert: Sicherlich nicht für jeden was. Aber wer eine bilderreiche Sprache, das Leben in England im letzten Jahrhundert und eine dunkles Familiengeheimniss mag, dem würde ich diese typische Link-Erzählung wärmstens ans Herz legen.

 

 

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DIY-Eichhörnchen

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Nun wird es doch langsam aber sicher Herbst und da das Kastanienmännchen bastel mit meiner Nichte leider etwas fehl geschlagen ist, wolle ich hier mal eine tolle Altenatieve zeigen. Die fand die Lütte dann auch viel spannender.

Und ihr braucht auch gar nicht viel dafür.

Pro Eichhörnchen:

  • zwei Haselnüsse
  • einen braunen Pfeifenputzer
  • Heißkleber
  • schwarzer Feinliner
  • und eine Schere

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Zuerst sucht ihr euch zwei zueinander passende Nüsse raus. Am besten eine große für den Eichhörnchenbauch und eine etwas kleinere für den Kopf. Dann könnt ihr den Pfeifenputzer in entsprechende lände schneiden.

  • c.a. 3cm für die Ohren
  • c.a. 7cm für die Arme
  • und c.a. 22cm für die Füße und den Schwanz

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Nun könnt ihr schon mal den Heißkleber anschmeißen, um die Kopfnuss und die Bauchnuss aufeinander zu kleben. Kurz festhalten, antrocknen lassen und sitz.

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Die Arme habt ihr schon mal vorgebogen und könnt sie nun um Kopf und Bauch kleben.

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Das schwierigste ist sicherlich das festkleben von Füßen und Puschelschwanz. Aber mit ein bisschen Übung geht das dann auch ganz leicht. Man muss nur aufpassen das man nicht mit festklebt. Aber das merkt man dann schon. Wird nämlich heiß.

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Alles andere ist dann ein Kinderspiel. Ohren festkleben,

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Gesicht aufmalen, Fertig

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Und weil,s so einfach war kann man auch gleich eine ganze Bande basteln. Da ist richtig Leben im Geäst und man kann sie bei Bedarf auch mal schnell an ein Geschenk hängen. So als Dazugetue.

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Vielen Dank kleine Meike für die tolle Idee

 

 

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Freigang

Gestern hatte unser beiden Fellnasen Jesse und Johann das erste mal Freigang.

Erst waren sie noch ein bisschen ängstlich und unschlüssig. Da drin war es ja auch ganz nett. Aber dann ging auch schon das Abenteuer los.

Nachdem sie sich erstmal vom Podest runter getraut haben und das erstmal seit fast einem Jahr Sand unter den Pfoten gespürt und die Nasen ins Grass gedrückt haben, waren sie nur noch schwer zu bewegen Abends wieder ins sichere Katzendomizil zu kommen.

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So ein kleiner Kater und so ein weites Land. Jetzt heißt es loslassen lernen

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Einkaufsnetz statt Plastiktüte

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Diese Welt ein klein bisschen besser machen. Das zu tun was man kann, um unseren wundervollen Planeten wenigstens in diesem, wenn nicht sogar in einem besseren Zustand an die Nächsten weiter zu geben. Ein Vorsatz den ein Jeder haben sollte. Und das nicht erst zu Silvester.
Mittlerweile sehe ich es fast als sportliche Herausforderung meinen Wocheneinkauf mit immer weniger Plastik nach Hause zu tragen. Und wirklich, es geht. Wenn man sich nur ein paar Gedanken macht und kreativ an die Sache ran geht. Eine liebe Freundin hat unlängst einen tollen Artikel zu diesem Thema verfasst und mich somit auf die Idee gebracht mein Obst und Gemüse doch einfach mal auf dem Markt zu kaufen. Und weil die Dinge bekanntlich wie von selbst laufen, wenn sie richtig sind, stellte ich fest das der Wochenmarkt in Rietberg genau zu meiner bevorzugten Einkaufszeit, Freitags zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr abgehalten wird. Nun habe ich schon einige Freitage als fleißiger Marktbesucher meinen bescheidene Beitrag zur Plastikvermeidung beigetragen und wurde mit Obst und Gemüse in einer Qualität belohnt, die man im Supermarkt vergebens sucht. Probiert es selber mal aus. Tomaten können wirklich gut schmecken.

Auch hat besagte Freundin mich auf die Idee mit dem Einkaufsnetz gebracht. O.K. Zum abwiegen von Obst und Gemüse, wenn man es dann doch einmal nicht zum Wochenmarkt geschafft hat, ist es leider zu schwer. Aber für den kleinen Spontaneinkauf zwischendurch genau richtig. Passt in jede Handtasche und ist auch viel hübscher als die olle Plastiktüte vom Discounter.

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Was ist dein Beitrag für eine bessere Welt? Vielleicht hast du ja noch einen guten Tip für mich, oder andere die hier lesen. Denn schon der kleinste Denkanstoß „Ach… das könnte ich ja auch mal probieren“ ist ein Schritt in die richtige Richtung und bringt vielleicht etwas Gutes ins rollen.

Wenn ihr euch auch ein so schönes Einkaufsnetz häkeln wollt, dann schaut einfach man bei Grimmskram vorbei. Dort gibt es auch noch andere tolle Anleitungen und ein paar lustige Hühner. Die finde ich ja am allerbesten.