Der Bienenhirte Teil 2

Letztes Wochenende war es wieder so weit. Imkerkurs Teil 2. Die Weiden stehen in voller Blüte und die Obst- im besonderen die Kirschblüte hat gerade eingesetzt. Genau der richtige Zeitpunkt für regelmäßige Schwarmkontrollen und das einsetzen der Drohnenrahmen. Alles verstanden? Ich auch nicht. Der erste Kurstag vor vier Wochen war ja noch ganz entspannt. Aber diesmal wurde das Pensum schon etwas höher geschraubt und ich hatte auch das Gefühl, das ein gewisses Grundwissen, das mir zu fehlen scheint, voraus gesetzt wird. Nun gut, dagegen kann man ja was tun und beim nächsten mal den Praxisteil 3 schon vorab lesen. Aber es stimmt schon, was ein Imker so alles wissen muss ist nicht unerheblich. Also heisst es jetzt büffeln. Und das bei der wenigen Zeit die ich eh schon nicht habe. Aber wenn ich jetzt wirklich schon zwei, drei Völker hätte, dann müsste ich die selbe Zeit ja auch für die Bienen aufbringen. Also sehe ich das jetzt mal als willkommenen Test, wieviel Zeit ich im Alltag wirklich noch investieren kann.

Mit den Biene kommt auch immer mehr die Frage, was wächst da eigentlich so alles in unserem Garten und was kann ich tun damit meine Bienen immer genug Tracht einbringen können, ohne das ich mit ihnen wer weis wohin wandern muss. Ich war wirklich schockiert, als ich feststellen musste das unser Garten quasi eine Wüste für Insekten wie auch Honigbiene ist. Wo das Auge hinschaut, Kirschlorbeer, Forsythie, Buchsbaum und co. Gewächse die weder Pollen noch Nektar liefern und somit für unsere fleißigen Honigbiene keinen Nutzen haben. Auch wusste ich nicht das viele unserer einheimischen Insekten mit so exotischen Arten wie dem Kirschlorbeer überhaupt nichts anfangen können. Viel besser und sinnvoller sind dagegen heimische Stauden und Sträucher. Einiges sinnvolle haben wir ja in unserem Garten. Auch wenn ich bis vor einer Woche gar nicht wusste wie sinnvoller. So wächst zum Beispiel an zwei Stellen auf unserem Grund und Boden der stolze Heinrich, den ich bis lang für besseres Unkraut gehalten habe. Da zeigt es sich mal wieder. Es gibt garkein Unkraut. Auch können wir uns Glücklich schätzen eine Felsenbirne zu unseren Sträuchern zählen zu können, da sie gerade jetzt wirklich schöne Blüten hat und ein prima Pollenlieferant ist. Aber auch das wusste ich bis vor kurzem nicht. Das Obstbäume jeder Art gut und nicht nur für Biene sehr nützlich sind, wuste ich natürlich schon vorher. Daher habe ich bereits vor einigen Wochen angefangen unseren Obstgarten etwas auf zu forsten. Inzwischen haben wir zwei Apfel- und zwei Pflaumenbäume. Kirsche, Mirabelle und Birne werden noch folgen. Und Auch eine Salweide wird einen würdigen Platz in unserem, bald Insektenfreundlicheren Garten finden. Denn die Salweide läutet das Bienenjahr ein und da ist es bestimmt von Vorteil wenn man nur in den eigenen Garten zu gehen braucht um auf den natureigenen Kalender zu schauen.

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