Ein Jahr mit (Kater) Jesse

Heute ist Welt-Katzentag. Grund genug für mich, mir mal so ein paar Gedanken zu diesen possierlichen Fellnasen zu machen, mit denen ich jetzt schon seit etwas mehr als einem Jahr meine Leben teile. Und ich muss sagen, es war ein schönes Jahr. Gut, ich muss auch gestehen, es hatte seine Höhen und Tiefen. Aber alles in allem möchte ich keine Sekunde missen.

Es ist schon etwas ganz anders als das Leben mit einem Hund. Weder besser, noch schlechter. Eben einfach anders. Viele Menschen sagen ja, sie wären Hundemenschen und könnten sich das Leben mit einer Katze gar nicht vorstellen, oder anders herum. Das kann ich so jetzt nicht behaupte. Wenn ein Hund vor meiner Tür steht, dann habe ich eben einen Hund. Wenn aber eine Katze, wie im Augenblick, besser in mein Leben passt, dann lebe ich halt mit Katze. Ich habe im letzten Jahr gelernt, das die Tier die mein Leben mit mir teilen, sich an selbiges anpassen müssen. Sonst bleibt am Ende einer auf der Strecke. Und anpassen kann sich im Augenblick nun mal am besten die Katze oder eben die Biene. Ich muss nun mal leider Arbeiten gehen und bin auch froh das ich es kann. Eine Katze kann ich ohne schlechtes Gewissen den ganzen lieben langen Tag auf dem Hof rum tigern lassen und wenn ich Abends nach Hause komme wird ne Dose Aufgemacht und danach gibt’s noch ne Streicheleinheit oder es wird gespielt. Das kann ich leisten und die beiden Fellnasen brauchen nicht viel mehr. Wir passen eben gut zusammen.

Auch konnte ich von meinen beiden Taschentiegern viel lernen im letzten Jahr. Über mich und meine Kontrollzwang und das es gar nicht mal so gut ist, immer alles im Griff haben zu wollen. An einem gewissen Punkt musste ich lernen die Dinge einfach mal laufen zu lassen. Und siehe da, es hat funktioniert und dafür bin ich den Beiden richtig dankbar.

Auch hätte ich nie gedacht, das ich mal zu einem wahren Gartensüchtlig werde. Ich glaube ich habe seit meiner Kindheit nie wieder so viel freie Zeit draußen auf dem Hof oder im Garten verbracht wie diesen Sommer. Denn da schleicht immer irgendwo einer der beiden Raubtiere durch’s Unterholz oder begleitet dich auf deinem täglichen Rundgang ums Haus. Klar das man sich bei so netter Gesellschaft gerne draußen Aufhält. So, und auch durch die Bienen, kam ich diesen Sommer erstmals zur Gärtnerei. Und wenn sich das bei uns nicht Lohnt wo denn dann!? Einige tolle Projekte konnte ich diesen Sommer schon umsetzen. Beispielsweisen die Baumbank, die auch Kater Jesse toll findet, hat sich zu einer kleinen Oase gemausert in der jeder unserer Hofbewohner und auch Gäste gerne mal verweilt.

Besonderen Wert habe ich diese Jahr in meinen dreiwöchigen Sommerferien darauf gelegt. Nachmittags unterm Abdach hinterm Haus meinen Kaffee zu trinken. Das hatten die beiden Katerjungs relativ schnell raus und irgendeiner von den beiden kam immer vorbeischlawienert um sich ein Leckerli abzuholen. Das ist für mich die beste Entspannung. Mit einem großen Pott Milchkaffee im Schatten zu sitzen und Jello dabei zu zuschaun wie er seine ersten Insekten fängt oder Jesse ihn zum spielen auffordert und dann beide wie angestochen über die Obstwiese springen. Besser geht’s nicht.

 

 

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