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Ein ganz neues Leben

Ein ganz neues Leben

von Jojo Moyes

Für Louisa Clark heißt es jetzt nach dem Will nicht mehr da ist, weiter Leben. Und am besten noch so, wie er es sich für sie gewünscht hat. Aber das ist gar nicht so einfach für Louisa. Allein in einem tristen Apartment in London mit einem wirklich schlechten Job am Flughafen und den Schuldgefühlen nichts von dem erreicht zu haben, was Will von ihr erwartet hätte. So versucht sie einmal zu oft ihre Trauer und Einsamkeit, ihre Selbstanklage und die Unfähigkeit zu verzeihen, mit einer Flasche Rotwein runter zu spülen. Sie stürzt stockbesoffen vom Dach ihres Hauses und kommt gerade noch mal mit dem Leben davon. Doch wie schwer sind ihre Verletzungen und hat sie nun das selbe Schicksal zu tragen wie Will?

Die Fortsetzung des Bestsellers „Ein ganzes halbes Jahr“ ist wirklich durchweg spannend zu lesen, bleibt aber hinter seinem Vorgänger an Tiefgang und Berührungspunkten zurück. Ist aber auch nicht schlimm. Ich weis noch, wie ich mich letztes Jahr in die Geschichte um Will und Louisa festgelesen habe. Da hatte ich wirklich noch Tage später das Gefühl, mir hätte jemand das Herz raus geschnitten.
In „Ein ganz neues Leben“ geht es viel mehr um die Menschen die zurück bleiben, wenn einer geht und wie man in unsere Welt der Vorwürfe und des Anklagens, mit dem Finger auf andere Zeigen, zurecht kommen muss. Dieses Buch lädt zum nachdenken ein, ob wir nicht so manches mal zu schnell urteilen wenn wir wieder mal in der Zeitung lesen „Mehrfache Mutter bringt erst ihre Kinder und dann sich selbst um“. Urteilen wir nicht zu schnell mit „Wie kann man nur“ oder „Was für ein Monster“? Sollte man sich nicht viel mehr die Frage nach dem „warum“ stellen. Da uns das „Warum“ aber oft genug nichts angeht, sollten wir wenigsten aufhören mit dem Finger auf die zu Zeigen die bleiben und die die gegangen sind. Es sind beides Opfer.
Aber nicht genug der schweren Zeit. Auch stehen die Hinterbliebenen oft vor der Hürde, das Weiterleben zu meistern und sich Neuem zu öffnen. Das Leben geht weiter. Ob man will oder nicht. Die Frage ist, was man draus macht und welchen Weg man einschlägt um wieder nach vorne blicken und los lassen zu können. Vor genau dieser Hürde steht nun auch Louis und der Leser darf gespannt sein ob und wie sie es schafft „Ein ganz neues Leben“ zu beginnen.

  • Humor: Sicher, auch ein wenig. Das bleibt bei Louisas Familie nicht aus.
  • Fesselfaktor: Hier würde ich auch wieder 100% geben, aber mit weniger Herzschmerz.
  • L’amour: Louisa ist eine attraktive junge Frau. Da würde schon was fehlen wenn nicht früher oder später ein Kerl auftaucht. Aber ich will hier nicht zuviel verraten.
  • Fantasie: Nein! Oft genug erschreckend realistisch. Man hätte das Buch mit einem Spielgel im Cover versehen sollen.
  • Tiefgang: Auch hier ist das Thema wieder so gewählt, das man um ein gewisses Maß an Tiefgang nicht drum rum kommt. Was ich aber auch hier wieder sehr gut finde. Die Leute sollen gefälligst mal nachdenken was sie mit ihrer ewigen Fingerzeigerei anrichten.
  • Schreibstil: Wie zu erwarten war, nachdem ich den ersten Teil gelesen haben, leicht und eingängig zu lesen. Hat Spaß gemacht.
  • Cover / Titel: Mittlerweile erkenne ich eine Jojo Moyes Roman allein am Cover. Die schauen mit ihrer Scherenschnittoptik immer gleich aus. Schon fast wie ein Markenzeichen. Hat auch seine Vorteile. Muss man nicht lange nach dem Autor suchen.
  • Empfehlenswert: Auf jeden Fall. Ich glaube durch diese Buch könnte noch so manche etwas lernen. Doch sollte man zuerst den Vorgängerroman gelesen haben.
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12tel Blick im September

Also diesen Monat bin ich wirklich viel zu spät dran mit meinem 12tel Blick. Das mag sicherlich auch an unserm Pellwormurlaub liegen den wir in der ersten Oktoberwoche unternommen haben. Ich hatte mir eigentlich fest vorgenommen während des Urlaubes etwas über den September zu schreiben. Aber wie das dann nun mal so ist im Urlaub hatte ich Partout keine Zeit.

Irgendwie habe ich dieses Jahr das Gefühl das der Herbst sehr früh dran ist. Die ersten Bäume färben ihre Blätter und so einige ganz frühe Gesellen werfen sie auch schon ab. Und auch das Wetter scheint zu sagen: „ nun ist Schluss mit Lustig.“ Eben typisch Herbst. Wobei sich das auf meinem 12tel Blick garnicht so ablesen lässt. Ich habe doch tatsächlich einen der wenigen schönen Tage im September erwisch um noch eine schöne Sonnenaufnahme zu machen. Ich mach halt lieber bei schönem Wetter Fotos.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.