Werkstattbericht aus der Töpferei

Hätte ich mir eine Geschichte ausgedacht in der eine Töpferin mitspielt hätte ich sie genau so beschrieben wie Elke Sabatin. Fast schaut sie mit Ihrem grauen Haar und ihren weichen Zügen selber ein bisschen aus wie aus Ton. Liebenswürdig, freundlich und einladend sind die Adjektive die mir Einfall. Auch ihre Hände die rau und rissig sind erzählen von dem irdenen Werkstoff der Tag täglich durch ihre Hände geht und sie eben so gestallte wie ihre Hände den Ton. Und wenn man sich in Ihrem Atelie umschaut könnte man fast meine sie wäre hinein gewachsen in das alte gemauer der ehemaligen Tischlerei. Wo man hinschaut kleine Kostbarkeiten aus Ton in allen Stadien die so Stück nun mal durchläuft.

Und das sind so einige.

Erst ist es nur ein großer massiver Block, aus dem noch was werden möchte. Doch hat man sich erst mal inspirieren lassen von all den schönen Dingen die in Sabines Werkstatt die nur dadrauf waren bewundert zu werden, so wird aus dem unförmigen block schnell eine Schale oder Vase. Vielleicht auch eine Dose oder ein Anhänger. Oder aber eine Vogeltränke wie in meinem Fall. Und zwar nicht irgendeine, sondern eine die auch Katzensicher ist. Das war die Aufganbenstellung. Aber da hatte die Meisterin des Fachs natürlich gleich ein Lösung parat. „Dann machst du eine schöne Schale und drunter einen Zylinder mit Loch. Die beiden teile verbindest du mit einander und steckst eine Stehle durchs Loch. Warte ich zeig dir das mal mit dem verbinden. Dann musst du das hier immer so einritzen. Genau so. sehr schön machst du das“ Das hat mir sowieso am allerbesten gefallen. Immer hat sie gesagt das ich das schön mache. Das ist fast so toll wie wenn die Mama das sagt. Und das ist wahrscheinlich auch der Grund warum man sich bei Elke einfach so wohl fühlt. Trotz der Tatsache das es in der Werkstatt gefühlte 0 Grad waren war es immer warm und herzlich und wir haben viel gelacht und Elke hat ein bisschen was aus dem Töpferdöschen geplaudert.

Sie töpfert schon seit über 20 Jahre und konnte sich in dieser Zeit einen reichhaltigen Erfahungsschatz ansammeln, den man zur Ausübung eines derart umfangreichen Handwerks auch dringend benötigt. Sie weis so Dinge wie, das rote Glasur mehr Sauerstoff beim brennen braucht als andere Farben. Wann der Ton die richtigen Trocknungsgrad erreicht hat um das erste mal gebrannt zu werden und vor allem worauf es ankommt beim Töpfer. Nämlich auf Spaß an der Freude und an schönen Dingen. Und das hatten wir ganz sicher.

Aber jetzt mal so unter uns. Ich bin doch ganz froh das Elke und ihre zauberhafte Werkstatt so weit weg sind von uns. Sonst wär ich glaube ich nur noch bei Ihr und würde mich von ihr adoptieren lassen und dann würde ich auch Töpferin werden und nach Südfrankreich gehen und ein kleines Töpferatelie haben in einem kleinen Steinhaus am Meer. Genau wie sie… Dann hätte ich drei Esel und die Katerjungs würde ich natürlich mitnehmen… Katrin, Aufwachen! Menno!!!

Wenn Ihr jetzt auch Lust bekommen habt bei und mit der Elke zu töpfern, kein Problem. Schreibt Ihr einfach eine Mail an sabatin.1@gmx.de

 

 

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