12tel Blick im März

Bei uns wird endlich geackert. Und zwar selber. Wie ich schon in den vorrangegangen 12tel Blicken im Januar und im Februar erwähnt habe wurden uns bei der Verwirklichung unseres Bienweidenprojekts einige Steine in den Weg gelegt. Wie man hier schön erkennen kann handelt es sich um keine kleine Fläche die man nicht mal eben mit Spaten und Grabegaben umpflügt. Wir sprechen hier von 2200 Quadratmeter Ackerland, für deren Bewirtschaftung man Maschinen braucht die wir leider nicht haben. Somit werden wir Lohnunternehmer beauftragen müssen die das ackern und einsähen und später auch schneiden für uns übernehmen werden. Aber die machen das leider auch nicht für umsonst und auch das Saatgut fällt nicht einfach so vom Himmel sonder möchte bezahlt sein. Alles in allem wird es sich um eine Summe handeln, die wir im Augenblick noch gar nicht so richtig absehen können. Nun wird der eine oder andere vielleicht sagen: „Aber das ist doch Umweltschutz. Da gibt es doch bestimmt Zuschüsse von der EU“. Haben wir auch gedacht. Aber leider sind wir Privatleute und für Privatleute gibt es leider Garnix! Und glaubt mir ich habe ne Menge versucht. Ausschließlich ein Landwirt der für ein „Blüh- und Schonstreifenprogramm der EU zugelassen ist kann für so eine Fläche Zuschüsse beantragen, die dann aber so gering sind das wahrscheinlich nicht mal die laufenden Kosten gedeckt sind. Außerdem gibt es für dieses Programm sehr strenge Vorgaben. Unter anderem legt man sich 5 Jahre fest und darf nichts anders mit dieser Blüh- und Schonfläche machen. Kein drauf rum laufen, keine Hühner drauf halten keine Blumen pflücken, keine Bienen rein stellen, nix. Und das fand ich jetzt nun wirklich nicht gut. Ich lass mir doch nicht verbieten mich in meine eigene Blumenwiese zu legen und mich von meinen Bienchen umschwirren zu lassen.
Und somit haben wir uns entschieden die Sache eben selber zu machen. Mein Mann hat den alten Trecker aus der Scheune geholt und die alte Löffelegge ausgemottet und ist hoch professionell über den Acker gelöffelt. Ich war wirklich sehr stolz auf ihn. Wer kann der kann. Aber leider war das auch fürs erste das Ende unserer Eigeninitiative mangels nötiger Gerätschaften. Pflügen, grubbern und einsähen tut dann ein befreundeter Landwirt, den wir aber selbst verständlich auch dafür bezahlen werden. Und das ist der wirklich traurige Aspekt an der Sache. Alle schreien sie „Die Insekten sterben, die Insekten sterben“ Dan will man was tun und zwar was richtig Großes und dann steht man plötzlich allein da und muss alles aus eigener Tasche zahlen. In Marienfeld und Langenberg werden dieses Jahr ähnliche Blühflächen angelegt. In der Zeitung standen Summen die in die Tausende gehen um solche Projekte umzusetzen. Alles schön von Steuergeldern und EU Zuschüssen finanziert die ja auch nichts anderes als Steuergelder sind. Und der kleine Privatmann? Der darf zusehen wie er das allein bezahlt.

Nun ja, wie auch immer. Ich bin mir sehr sicher das unsere Finanzierung weit im dreistelligen Bereich bleiben wir. Und eigendlich sollte ja auch der Sinn dieser Unternehmung im Vordergrund stehen. Einen Platz zu schaffen in dem sich Insekten und Wildtiere wohl und heimisch fühlen können. Mal schauen ob wir das hinbekommen.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist ganz großartig was ihr da macht und ich finde, Dein Bruder oder eine/r aus seiner Firma sollte Dir hier einen Spenden-Button einbauen. Vielleicht kommt so das ein oder andere wieder rein!

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    • Hallo Jana,

      das ist ja wirklich eine lustige Idee mit dem Spenden-Button. Aber ich bin mir mehr als sicher das man als Privatperson nicht einfach Spenden nehmen darf. Das muss dann bestimmt wieder angemeldet und versteuert werden und das ist den Aufwand dann doch nicht wert. Wenn ich hier meinen Eselschutzhof aufmache, dann denk ich mal ernsthaft über Spenden nach.

      LG, Katrin

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  2. Tolle Idee. In unserem Chaosgarten soll auch nur das gepflanzt werden, was Biene, Piepmatz & Co. nutzt. Mein Gatte wäre glücklich wenn er über so einen Trecker verfügen würde … und ich glaube deiner ist auch glücklich wenn er ihn mal ausführen darf 😉 nichtsdestotrotz bin ich ganz bei dir, dass das eine Menge Geld und Arbeit erfordert, was ihr vorhabt. Hut ab!

    …. und es sieht immer noch so ordentlich aus bei euch 😉

    Schöne Ostern noch
    Aqually

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    • Ach, das mit dem ordentlich täuscht. Die Fläche um die Kastanie rum ist ein neues Beet, das dieses Jahr das erste mal bepflanzt wird. Von dann wird es auch vorbei sein mit der Ordnung. Aber ich mag Unordnung in meinem Garten. Das sieht meine Schwiegermutter allerdings ganz anders.

      LG, Katrin

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  3. Ich möchte unbedingt für dieses tolle Projekt spenden. Das ist so toll, was ihr da für die Umwelt tut. Es ist so wichtig, etwas gegen das Insekten- und Bienensterben zu tun. Wenn du bei uns bist, sprechen wir mal drüber, wie man euch unterstützen kann.

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    • Hallo Anne,

      also sprengen ist doch eher schwierig. Aber wenn ihr mögt können wir ja vielleicht alle zusammen mal ein „sinnvolles“ Insektenhotel bauen und auf der Fläche aufstellen. Das könnte ne Lustige Aktion werden.

      LG, Katrin

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      • Ob beim Spenden oder beim Hotel bauen: Ich bin dabei! 🙂

        Soweit ich weiß, fällt „Spenden“ bei Privatpersonen unter Schenkung… Ich als Privatperson schenke Dir Geld ohne eine Gegenleistung dafür zu bekommen. Damit ist es nicht steuerlich relevant. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__516.html

        Der leitmedium hat zum Beispiel einfach einen Link zu seinem Paypal-me eingebettet, das ist sehr leicht einzurichten: https://www.paypal.me/leitmedium/2,9
        „Lade mich auf einen Kaffee ein“ heißt das da. Man kann den Betrag vorausfüllen oder offen lassen, ich hab auch ein paypal-me. Können wir ja mal drüber schnacken wenn Du magst.

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    • Hihi, ja mein Mann fand das nicht ganz so malerisch. Der war ganz schön durchgeschaukelt danach. Aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht und einem Strahlen in den Augen.

      LG, Katrin

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    • Hallo Karen,
      ne, den Markus Gastl kenn ich noch nicht. klingt nach nem tollen Projekt. Aber da braucht man wirklich Zeit um sich da mit dem nötigen Respekt einzulesen. Freue mich schon drauf mich da am Wochenende mit zu befassen. Lieben Dank für den Tipp.

      LG, Katrin

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