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Noch eine Edelwanderung

Auf meinem Weg zum eigenen Esel habe ich mich ja bereits letztes Jahr im Verein „Interessengemeinschaft für Esel und Mulifreunde“ angemeldet. Da der Verein deutschlandweit tätig ist und Deutschland nun mal sehr groß ist, teilt er sich in kleinen Regionalgruppen, die aber eigentlich garnicht so klein sind. Ich gehöre zur Regionalgruppe OWL. Und diese OWLler sind ganz schön aktiv. Fast jeden Monat findet eine Veranstaltung statt, an der man teil nehmen kann. Von Eselwandern über Zirkuslektionen mit dem Esel bis hin zu lehrreichen Vorträgen zum Thema der Esel im allgemeinen und die für Equiden giftigen Pflanzen im besonderen ist für jeden was dabei. Na und da Pfingstmontag so ein schönes Wetter war und zufällig eine Wanderung ganz bei uns in der Nähe statt finden sollte, dachte ich mir… Ich geh mal mit. Ich habe sogar meinen eigenen Esel bekommen. Da habe ich mich schon sehr gefreut.
Bevor es los ging wurden die Esel erst noch alle auf Vordermann gestriegelt, die Kutschesel wurden angespannt und los ging’s. Die Kutschen vorne weg und wir, das Fußvolk hinterher. Hinter so einer Kutsche geht es sich ja doch etwas sicherer und vor allem gemütlicher. Auch wenn mein Esel Cindy da ganz anderer Meinung war. Lisa und Pedro, ihre eseligen Freund gingen nämlich vor der Kutsche. Der Herdentrieb eines Esels ist wirklich nicht zu unterschätzen. Und hier hab ich auch gleich meine erste Lektion gelernt. Auch bei einem Esel muss man sich von Zeit zu Zeit mal durchsetzten. Aber genau das ist das tolle wenn man in so einem Verein ist. Es ist immer jemand zur Stelle der sich richtig gut auskennt, von dem du viel lernen kannst und der sein Wissen auch gerne mit dir teilt. Und ich hatte gleich 20 von der Sorte dabei. Auch habe ich das ein oder andere wissenswerte über eselunverträgliche Giftpflanzen gelernt. Ein Thema das mich natürlich berennten interessiert.
So ging er dann dahin, der schöne Nachmittag mit den Langohren und ihren Besitzer. Und Nach c.a. 12Km kamen wir reichlich erschöpft und auch ein bisschen Sonnenverbrannt wieder am Hof an. Nachdem alle Esel und Mulis versorgt waren gab es dann bei einer Tasse Kaffe und einem sagenhaften Kuchenbuffet unterm alten Kirschbaum noch jede Menge eselige Unterhaltung. Die wurde immer mal wieder vom lautstarken Esel-iiiaaaa unterbrochen, da die Langohren direkt auf einer Weide hinterm Garten standen. Wo kriegt man so etwas schon geboten.

Ich konnte an diesem Tag wirklich viel für mich mitnehmen und habe eine Menge gelernt. Vor allem, das es immer das beste ist, wenn man in einem Entscheidungsprozess feststeckt, einfach mal Leute frage die sich schon auskennen. Viele Unsicherheiten und Fragen erledigen sich dann oft von ganz allein. Toll das es solche Leute gibt.

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Die gewöhnliche Felsenbirne (Gehölz)

Bei uns wurde Anfang des Jahres das Thema Wildgehölz schon sehr groß geschrieben. Mein Mann wollte gerne eine art Windschutz zwischen Scheune und Garagen. Da sag ich doch nicht nein. Klar, zu Thujen Kirschlorbeer und Co. schon. Sinnvoll und einheimisch sollte es sein. Die Gelegenheit für eine Wildgehölzhecke. Und da darf die Felsenbirne, die schon seit letztem Jahr zu meinen Lieblingsgehölzen zählt natürlich nicht fehlen. Sie hat im Frühjahr wunderschöne weiße Blühten, die für Insekten in dieser frühen Zeit schon das ein oder andere Nektartröpfchen bereit hält.
Sie mag Sonne, sie mag Schatten, sie mag trocken sie mag frisch, sie hat keine Dornen und im Herbst ein wunderschönes buntes Kleid an. Was will man mehr als fauler Gärtner? Aber schauen wir uns das kleine Strauchgehölz doch mal genauer an. Ich bin mir sicher das ihr danach auch welche in euren Garten pflanzen werdet. Wer kann so einer anspruchslosen Schönheit schon wiederstehen?

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Amelanchier ovalis
  • Familie: Rosengewächse
  • Blütenfarbe: Sternenförmig und weiß
  • Blütezeit: Frühjahr 
  • Erntezeit: Anfang Juni bis Ende August
  • Blattfarbe: Hellgrün
  • Blattform: Ovale Form; besonders schöne Herbstfärbung
  • Winterhart: Ja, aber nicht wintergrün
  • Wuchseigenschaft: Strauch
  • Wuchshöhe: 1-3m
  • Giftpflanze: Nein
  • Früchte: Früchte sind essbar und im Juni bis Juli reif. Die kleinen Beeren können direkt so vom Strauch genascht werden, aber auch zu Marmelde, Saft oder Likör verarbeitet werden. Man sollte jedoch dran denken, das sich die Vögel ebenso über eine kleine Nascherei freuen. 
Standort und Pflege:
  • Licht: Sonne, Sonne, Sonne. Kommen aber auch im Halbschatten zurecht
  • Bodenart: leicht sandiger, durchlässiger Boden
  • Bodenfeuchte: bevorzugen trockene, durchlässige, eher kalkhaltige Böden. 
  • Schnittfest: durchaus, aber selten nötig
Bienenweide:
  • Nektarwert: Mäßig
  • Pollenwert: Gering, aber besser als nix im Vorfrühling
Heilplanze:

Der gewöhnliche Felsenbirne wird nachgesagt das man durch den verzehr der reifen Früchete den Schlaf und die Herzleistung und den Blutdruck normalisiere kann. Doch sollte man ein bisschen vorsichtig sein beim zerkauen der kleinen Kerne. Diese enthalten wie auch Apfelkerene Blausäure und die kann bei größeren Mengen zu Magenbeschwerden führen

Besonderheiten:

Besonders gut hat mir die erklährung des Nahmens gefallen. Das Wort „Amelanchier“ geht nämlich auf das alte Wort der Kelten für „Äfelchen“ zurück. Das klingt doch wirklich nett oder!?

Quellen

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenportraets/felsenbirne-huebscher-strauch-leckere-fruechte-3666   
https://de.wikipedia.org/wiki/Felsenbirnen
https://www.krautundrueben.de/steckbrief-felsenbirne
https://www.pflanzen-vielfalt.net/bäume-sträucher-a-z/felsenbirne-gewöhnliche/