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Mit dem Mond oder hinter dem Mond?

Unter Berücksichtigung der Mondphasen zu gärtnern ist nichts neues. Ganz im Gegenteil sogar eine jahrhunderte alte Lehre, die heute aber wie so vieles gute in den Hintergrund gerückt wurde. Hinter die modernen Dünger und Pestizide der großen Chemiekonzerne. Man wird heute oft belächelt, wenn man sein Leben ein Stückweit nach dem Mond richtet, als die die hinterm Mond leben. Aber ist da nicht vielleicht doch was dran an dem alten Wissen um die unterschiedlichen Mondphasen, seine Zyklen und ihre Auswirkungen auf alles was auf unserem Erdball so vor sich geht?

Auf das Thema bin ich eigentlich einmal mehr über die Imkerei gestoßen. Ein Kollege erzählte mir von einer Imkerin, die ihre Völkerbearbeitung nach dem Mond ausrichtet und das sie damit ganz erstaunliche Erfolge erzielt. Könnte also doch was dran sein und somit für mich Grund genug mir die Sache mit unserm altbekannten Trabanten und seinem Einfluss auf uns, die Natur im allgemeinen und die Bienen im Speziellen mal genauer anzuschauen.

Da ich aber null Ahnung davon habe was so ein Mondzyklus überhaupt ist und auch nur ganz entfernt mal was über den aufsteigende und absteigende Mond (nicht zu verwechseln mit abnehmendem und zunehmenden Mond) gehört habe, dachte ich mir ich fange vielleicht mal mit den Grundlagen an. Wer kreist da eigentlich um wen und warm soll das was mit uns zu tun haben.
Also, Fakt ist: Der Mond umkreist in einer elyptischen Bahn in 27.321Tagen die Erde. Und wir, die Erde, umkreist inklusiver des Mondes innerhalb von 365 Tagen die Sonne. Und ohne den Mond, der mit seiner Anziehungskraft Ebbe und Flut bestimmt gäbe es vermutlich kein Leben auf unserm schönen Planeten. Somit steht auch fest das der Mond Wasserbewegungen beeinflusst, oder besser gesagt hervorruft. Und da alle Lebewesen so wie auch die Bienen und die Pflanzen und wir auch zu einem  beachtlichen Teil aus Wasser bestehen ist es doch nur logisch das wir eigentlich irgendwie ……Wobei ich an dieser Stelle gestehen muss das die Verfechter des gärtnern’s (Und auch Imkern’s) nach dem Mond von kosmischen Strahlungen reden.

Nun ist die nächste Frage wann der Mond wo ist um welchen Einfluss auch immer auf uns zu haben. Um das beantworten zu können muss man erst mal wissen welche Mondstände und Phasen es überhaupt gibt. Und da bin ich schon mal sehr froh das es eigentlich nur zwei gibt, die zu beachten sind. Den ab- oder zunehmende Mond, und den auf- oder absteigende Mond und und seine Wanderung durch die jeweiligen Sternzeichen. Na, verwirrt? Nicht schlimm. Ist alles ganz einfach.
Der ab und zunehmende Mond ist das was wir sehen können. Nämlich die  Phasen des Mondes von Neumond (hier ist der Mond nicht zu sehen) über den zunehmenden Mond ( Er stellt sich uns als umgekehrtes „C“ da). Dann kommt der legendenumwobene Vollmond, der abnehmende Mond (in Form eines „C“) und letztendlich wieder der Neumond.
Vom aufsteigenden Mond spricht man, wenn der Selbige seinen tiefsten Stand über den Horizont passiert und von hier aus seine Wanderung durch die Sternzeichen Steinbock, Wassermann, Fische, Widder, Stier und Zwilling antritt. Bis er nach c.a. 12Tagen seinen höchsten Stand erreicht und ab hier wieder abwärts durch die Sternkreiszeichen Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage Skorpion und Schütze wandert.

Der Zeitraum in dem der Mond aufsteigt wird im allgemeinen als Zeit des Wachstums und des Vermehrens betrachtet. Wogegen die Zeit in der der Mond absteigt als Zeit der Ernte, des Loslösens und der Verringerung gesehen wir. Hat eben alles seine Vor und Nachteile.
Nun kommt es bei dieser Betrachtungsweise also da drauf an vor welchem Tierkreiszeichen der Mond steht und danach wird dann die Wirkung auf uns Erdenbewohner festgelegt. Die Tierkreiszeichen werden ja bekanntlich in vier Elemente eingeteilt

  • Feuer: Widder Löwe Schütze
  • Luft: Zwilling, Waage, Wassermann
  • Erde: Stier, Jungfrau, Steinbock
  • Wasser: Krebs, Skorpion, Fische

Und jedes dieser Elemente wird einem Pflanzenorgan zugeordnet, welches  durch die kosmischen Stahlen an den jeweiligen Tagen begünstigt werden.

  • Feuer/Wärme = Frucht
  • Luft/Licht = Blüte und Samen
  • Erde = Wurzel
  • Wasser = Blatt

In der Praxis schaut das dann so aus, das man die jeweiligen gärtnerischen Tätigkeiten auf die Tage verlagert, an denen die Sterne günstig stehen. Zum Beispiel erntet man seine Kirschen am besten an einem Tag an dem der Mond im Widder, Löwe oder Schütze steht. Also einem Feuertag, der auch für die zu erntende Frucht steht. Ist doch alles ganz leicht. Vorausgesetzt man weis wann der Mond im Widder oder Löwen oder Schützen steht. Also ich weis das nicht. Aber ich weis wo ich es nachlesen kann. Und das ist schon mal ein entscheidender Vorteil.

Maria Thun hat durch zahlreiche Versuche die Wirkung der Himmelskörper und ihre Verbindungen untereinander, auf das gärtnerische tun untersucht und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in Zahlreichen Büchern für die Nachwelt verfasst. Außerdem hat sie einen Kalender entwickelt in dem man Tag für Tag die genaue Planetenkostellation nachschlagen kann und schon weis man was man an dem Tag zu tun oder auch noch besser zu lassen hat. Dieser Kalender wurde nach ihrem Tod von Ihrem Sohn Matthias Tuhn bis zum heutigen Tage weitergeführt und ist über den Thunverlag zu beziehen.

Und jetzt kommen wir mal wieder zurück zu den Bienen. Gott sei’s gedankt, Matthias Thun ist Imker. Und der hat sich hingesetzt und geschaut ob die Sache mit den viel Elementen auch auf die Biene übertragbar ist. Was er rausgefunden hat kann man natürlich auch nachlesen in seinem Buch Die Biene – Haltung und Pflege: Unter Berücksichtigung kosmischer Rhythmen. Die Kurzfassung findet ihr hier. Und die noch kürzere bei mir.

  • Feuer/Wärme = Frucht = Honig
  • Luft/Licht = Blüte und Samen = Brut / Völkervermehrung
  • Erde = Wurzel = Bau
  • Wasser = Blatt = Stich

Also, die ganze Sache mal sehr Laienhaft zusammengefasst: An Honigtagen bearbeitet man die Völker am besten wenn man möglichst bald ernten möchte. An Bruttagen macht man Ableger. An Bautagen gibt man ihnen einen zweiten Brutraum, oder was auch immer zu bauen und an Stichtagen lässt man besser die Finger von den netten kleinen Immen. An diesen Tagen möchte sie nämlich nicht gestört werden. Und ob ihr das jetzt glaubt oder nicht. Letzten Sonntag  stand der Mond im … somit war es ein Wasser / Blatttag. Also auch ein Stichtag. Ich bin zwar nicht gestochen worden, aber so zickig waren meine Ladys noch nie. Ist ja vielleicht doch was dran.

So, nun noch schnell ein Fazit. Im Prinzip klingt das alles sehr interessant und auf jeden Fall lohnenswert sich ein mal intensiver mit der Materie auseinander zu setzen. Wenn das ganze für berufstätige auch eher schwer umzusetzen ist. Da bleibt mir manchmal gar nichts anderes übrig die Völker an einem „Stichtag“ zu bearbeiten. Aber wenn man dann beobachtet das sie wirklich Stechlustiger sind weis man wenigstens wo’s her kommt

Quellen:
http://www.bienenliebe.info/konstellationen.html
https://www.krautundrueben.de/mondkalender-gaertnern-nach-dem-mond
http://www.mondkraft.com
http://www.aussaattage.de/Maria_Thun_Aussaattage/Aussaattage.html
https://www.amazon.de/Die-Biene-Berücksichtigung-kosmischer-Rhythmen/dp/3928636618/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1529664510&sr=8-2&keywords=matthias+thun

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12tel Blick im Mai

Also das mit dem daumendrücken und bitten um Regen hat im Mai ja noch nicht so toll geklappt. Das müssen wir aber noch mal üben. Dafür bin ich um so erstaunter über die exlosionsartige Entwicklung unsere Blühfläche. Trotz des erheblichen Wassermangels und der schirr endlosen Hitzeperioden des Wonnemonats Mai hat sie sich zu einem schönen dichten Teppich gemausert. Irgendwie haben alle Unwetter und Gewitter einen großen Bogen um unser Land gemacht. Ein besseres Bild hätte der letzte Tag im Monat mir nicht bescheren können rundherum Gewitter und Weltuntergang und bei uns, strahlender Sonnenschein. Na, ich will mich mal nicht beschweren. 

Am 9.5. wurde jedejfalls eingesät. Das ist jetzt also drei Wochen her. Ich finde dafür schaut es schon ganz ordentlich aus. Auch wenn ich beim besten Willen noch nicht erkennen kann was da alles so blühen wird, wenn was blühen wird. Wir lassen uns überraschen.

Wir haben auch schon unseren ersten Wiesengast. Der kleine Feldhase sitzt fast jeden Morgen auf unserer Fläche und frühstückt erst mal in aller Ruhe. O.K. Ich gebe zu am 21.5. war noch nicht all zu viel zum fressen da und über diesen Misstand scheint Meister Lampe auch nicht begeistert. Aber mittlerweile scheint es ihm bei uns schon ganz gut zu gefallen und wir bekommen von ihm so regelmäßig besuch das er sich inzwischen auch einen Namen verdient hat. Ich wollte schon immer mal einen Hasen „Rasputin“ nennen. Da drüber kann man jetzt denken was man will. Mir gefällt’s.

21.5.2018

26.5.2018

30.5.2018

Diesen Artikel habe ich mit dem  Blog von Eva  verlinkt.  Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen