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Die Geschichte der Bienen

Die Geschichte der Bienen

von Maja Lunde

Kunststück… Ein Roman mit einer Biene im Titel und einer selbigen, tot abgebildet auf dem Cover. In einer Zeit in der das „Bienensterben“ in aller Munde ist. Und daraus nun einen Bestseller zu machen. Da wollte ich doch nun mal wissen ob Maja Lunde einfach nur auf der „Welle“ mitschwimmt, oder ob sie doch Ahnung von den Dingen hat, die Zusammenhänge sieht und etwas bewegen möchte um unseren Kindern eine besser Zukunft zu bieten als die, die sie so düster in die Geschichte dieses Romanes malt.

Die Geschichte der Bienen besteht eigentlich drei Geschichten in einer, die über die Jahrhunderte eng miteinander verwoben sind.
Alles beginnt mit dem Forscher und Samenhändler William der in England im Jahre 1852 den Grundstein der modernen Imkerei, wie wir sie heute kennen legt. Auf Grund seiner Forschungen und Beobachtungen lässt er eine der ersten Bienenbeuten bauen und macht somit ein bienenschonenderes Imkern möglich. Quasi steht dieser Engländer für den Start der kommerzielle Bienenhaltung
C.a.: 150 Jahr später macht der Leser bekanntschaft mit dem Berufsimker George in Ohio USA. Er ist einer der typischen Wanderimker wie es sie in den USA so viele gibt. Sie karren ihre hunderte von Völkern durch das ganze Land um von einer Massentracht zu nächsten zu wandern. Ohne Rücksicht auf Verluste. Doch diese stellten sich im Jahr 2007 auch bei Georg ein. Von heute auf morgen waren seine Beuten leer. Woran das wohl liegen mag.
Der Leser macht einen weiteren Zeitsprung von c.a. 90 Jahren. An der Seite der chinesischen „besteuberin“ (die braucht man jetzt, weil es ja keine Bienen mehr gibt) Tao wird dem Leser eine Zukunftsversion vorgehalten, die düster und grau ist. Sie nennen es die Zeit nach dem Kopals. Was auch immer das sein soll und was genau alles kollabiert ist wir nicht weiter verraten.

  • Humor: Ich bitte euch, es geht hier um ein erstes Thema. Es geht um das Bienensterben und unsere auch so düstere Zukunft.

  • Fesselfaktor: ich war in sofern gefesselt, das ich eigentlich immer nur auf die Stellen gewartet habe, in denen es um die Bienen geht. Aber leider waren so viele andere Nebenhandlungen wichtiger.

  • L’amour: Also meine Liebe zu den Bienen habe ich hier nicht wiedergefunden.

  • Fantasie: Naja, für die düstere Zukunftsversion in der die arme Tao ihr dasein als „Bestäuberin“ fristet braucht man eigentlich nicht viel Fantasie. Ich glaube es ist und allen klar was geschieht wenn unsere Bienen nicht mehr da sind.

  • Tiefgang: Sollte man wohl meinen. Aber für meinen Geschmack standen die Nebengeschichten zu stark im Vordergrund. So hat es die Autorin leider nicht geschafft wirklich nachdrücklich auf das Problem, dessen Ursache mit keiner Silbe erwähnt wird, hinzuweisen. Legt nahe das sie die Zusammenhänge doch nicht kennt?

  • Schreibstil: Der ist durchaus gutverständlich und man kann flüssig vor sich hin lesen. Maja Lunde schriebt sonst Jugend und Kinderbücher. Ihr leicht verständlicher Erzählstil, der für Jugendbücher wichtig ist, kommt ihr hier zugute.

  • Cover / Titel: Wie am Anfang schon erwähnt ist es in der heutigen Zeit nicht schwer aus einem Titel, in dem eine Biene vorkommt und ein totes Exemplar dieser Spezies auf dem Cover, ein viel gefragtes Buch zu machen. Und ja, es geht in diesem Roman auch um Bienen und auch um tote Bienen. Aber keines Fall’s um die „Geschichte der Bienen“. Für mich ist das eine bewusste Irreführung.

Alles in allem bin ich von diesem hoch titulierten Bestseller etwas enttäuscht. Es geht in diesem Roman in keinster weise um die Geschichte der Bienen, als viel mehr um die Geschichte der kommerziellen Bienenhaltung, welche lediglich unsere Honigbienen Apis melifera einschließt. Von den c.a. 560 Wildbienenarten die es in Deutschland gibt und denen es erheblich schlechter geht als unseren gut behüteten Wirtschaftsbienen, wird kein Sterbenswörtchen erwähnt. Ich finde es immer wieder erschreckend wie wenig Menschen wissen das es zwischen Wildbienen und Honigbienen gravierende Unterschied gibt. Und dieses Buch tut rein garnichts, um aufzuklären oder Möglichkeiten aufzuzeigen wie es unseren Bienen bald besser gehen kann. Wie schon gesagt, enttäuschend.

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Ein neues Blatt

„Zufriedenheit ist ein Stiller Garten in dem man sich ausruhen kann“

Und das habe ich gestern auch getan. Aber heute ist die Sonne wieder aufgegangen und ein neues Jahr liegt frisch und unberührt vor mir. Fast wie ein weißes Blatt das beschrieben oder bemalt, eben gestaltet werden möchte. Ich habe mir vorgenommen es bunt auszumalen. Mit vielen Blumen und Pflanzen in allen Farben auf einer großen Wiese. Natürlich sollen auch Tiere auf diesem Bild zu sehen sein. Manche denen wir helfen können ein besseres Leben zu führen, andere die unser Leben bereichern werden. Auch unser Garten darf auf meinem Bild nicht fehlen. Ich denke das ich ihn 2019 noch ein bisschen bunter und voller malen kann als im Jahr davor. sicher werde ich die eine oder andere Bank in den Garten malen. Da kann ich mich dann vielleicht mal ausruhen und die beiden Samtpfoten leisten mir und meinem Mann, der neben mir auf der Bank sitzt Gesellschaft. Denn ein paar mehr Pausen würde ich mir schon wünschen.
Warum ich keine anderen Menschen in mein Bild gemalt habe wollt ihr wissen? Na ja, ihr könnt doch alle selber malen oder nicht. Nehmt euch einfach einen Stift und malt euch in mein Bild. Eingeladen seit ihr alle. Aber hinterher laufen tue ich keinem. Dazu habe ich keine Zeit. Bin viel zu beschäftigt mit malen.