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Der Bienenhirte Teil drei

Verfressene Hummel ohne Tischmanieren in einem Schmuckkörbchen
Bild von Sylvia Heide

Und ehe man es sich versieht steht man mitten im Frühling und die kleinen Bienchen summen nur so um einen herum um fleißig alles zu bestäuben was ihnen so vor den Rüssel kommt. Nur bei uns sind es mehr Hummeln als Bienen, die vom Nachbarn mal eine Stippvisite bei uns machen. Wer will auch schon immer nur Himbeeren. Die Abwechslung macht’s. Und das die bald reichlich vorhanden ist in unserem Garten, dafür habe ich schon mal die ersten Grundsteine gelegt, beziehungsweise gepflanzt. So lustige und hübsche Dinge wie Prachtscharte, Kronen-Lichtnelke, Salbei, Baumspinat, Agastache, oder Taglilie werden bald für Biene und Co unseren Garten in ein Schlaraffenland verwandeln. Aber nicht nur für das Summsegetier, sondern auch für unsere beiden Samtpfoten haben wir Baldrian und Katzenminze gepflanzt. Für jeden ist halt was dabei.

Nebenbei habe ich auch den dritten Teil des Imkerkurses absolviert und war positiv überrascht. Beim letzten mal hatte ich noch das Gefühl das ich nur Bienenbahnhof verstehe und mir die ganze Imkerei vielleicht doch nicht so mein Ding ist. Inzwischen sind vier Wochen vergangen in den ich das erlernte ein bisschen verinnerlichen und mich nochmal mit der Materie auf meine etwas langsamere Art beschäftigen konnte. Außerdem war ich inzwischen schon beim monatlichen Treffen des Mastholter Imkervereins, bei dem ich viele Fragen und Bedenken ansprechen und ausräumen konnte. Und siehe da, ich hatte wirklich das Gefühl zu verstehen, was da so vor sich geht in dieser brummenden und summenden Kiste. Besonderes der praktische Teil des dritten Kursnachmittags hat mir dieses mal gut gefallen. Wir haben an Drohne (männlichen Bienen die nicht stechen können) geübt, selbige zu fangen und Stellvertretend für eine Königin zu markieren. Das war schon toll diese kleine Biene ganz vorsichtig zwischen zwei Fingern zu halten. Als meine die Prozedur überstanden hatte saß sie noch ein bisschen auf meiner Hand und ich hatte wirklich das Gefühl das sie sich da wohl fühlt. Ihr könnt mich ja für ein bisschen verschroben halte, aber es ist mir schon wichtig das ich mich mit den Tieren um die ich mich kümmere auch verbunden fühle. So sitze ich mittlerweile Abends auf unserer Baumbank unter der roten Kastanie die zur Zeit in voller Blühte steht und genieße ganz angstfrei das summen und brummen um mich rum.

Die Leute vom Verein haben mich eingeladen kommenden Samstag mit zu kommen auf Rapsfahrt. Viele der Mastholter Imker haben einige Ihrer Völker in den großen Rapsfeldern im Sauerland stehen. Bei einer Rapsfahrt wir jeder Stand einmal angefahren und beschaut. Da freue ich mich schon sehr drauf und bin gespannt was mich erwartet und hoffe wieder etwas lernen zu können.

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Markttag

In Herford auf dem Biohof Meyer-Arend war letzten Sonntag Markttag und die Gute Stube war mit einem Stand dabei. Aufregende Sache! Das erste mal, das ich meine liebevollen Handarbeiten direkt zum Kauf anbiete und nicht das Internet dazwischen ist. So richtig von Mensch zu Mensch.

Den Stand habe ich mir mit einer Freundin geteilt, die überhaupt die Idee dazu hatte und den Kontakt zum Hof. Ich glaube allein hätte ich mich das auch nicht getraut und so haben sich unsere feil gebotenen Waren auch zu einem bunten Potpourri vereint. Sie hatte wundervoll duftende Seifen. Töpferware und ebenfalls einige Kissen im Angebot. Aus der Guten Stube kam ein Mix aus Interior, wie Kissen und Decken aber auch Schals, Socken, Täschchen und Lesezeichen hatte ich mit dabei. Nicht unbedingt alles von mir. Von der Kunst des Sockenstrickens bin ich noch Lichtjahre entfernt. Die Mama hat in den Letzten Wochen und Monaten fleißig mit produziert.

Es war ein wirklich schöner und sonniger Tag, was die Herforder Befölkerung dazu veranlasst hat, in Herrscharen zum Markttag zu strömen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl das mehr Kinder als Eltern sich auf dem großen Hofplatz tummelten. Könnte aber auch dadran gelegen haben, das der Mann meiner Freundin seine Bogenbaubank direkt vor uns aufgebaut hat. Das wirkte quasi wie ein Kindermagnet und somit war eigentlich immer los bei uns. Aber auch der Andrang an unserem Stand war beachtlich und das Interesse für Handgearbeitetes groß. Doch alles in allem habe ich nicht das meiste Verkauft und man konnte merken, das die Leute die Dinge sehr schön fanden, aber ja auch leicht selber machen könnten. Warum sollte man dann Geld dafür ausgeben. Aber nicht schlimm. Ich bin eigentlich sehr froh, das ich meine gerade erst fertig gestellte Regenbogendecke und das geliebte blau-weiße Kissen wieder mit nach Hause nehmen konnte. Und Socken kann man schließlich immer gebrauchen.

Spaß hat’s gemacht und ich habe viele nette Menschen kennen gelernt. Wie zum Beispiel die Töpferin vom Stand nebenan. Ich würde gerne bei ihr mal töpfern und freue mich schon drauf ihr Atelier zu besuchen. So bin ich am letzten Sonntag zwar nicht reich an Geld geworden, aber reich an Erfahungen und Bekanntschaften, was für mich viel mehr wiegt.

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12tel Blick im April

Die Tatsache, das ich meine 12tel Blick im April erst am 2ten Mai veröffentliche ist schickt und ergreifen der dem Umstand geschuldet, das ich im April für all meine Baustellen viel zu wenig Zeit hatte. Klavier lernen, Imkern, Garten Arbeit und Katzentherapeutin spielen fordern ihren Tribut. Da muss halt mal was zurückstehen. Und das war im April die Gute Stube.

Trotz all der Zeitnot war der April ein schöner Monat, der Wettertechnisch alles zu bieten hatte, was zu einem ordentlichen April eben dazu gehört. Nur etwas mehr Regen hätte es sein dürfen. Aber vielleicht kommt das jetzt noch im Mai. Heute schaut es auf jeden Fall ganz danach aus.

Auch die beiden Katerjungs haben ein paar Fortschritte gemacht. Manchmal habe ich für den bruchteil einer sekund sogar das Gefühl sie könnten sich mal irgendwann mögen. In Katzenzeit geht halt alles etwas langsamer. Immerhin hat Jello mittlerweile seine eigene Katzenklappe und geht auch schon raus, die große weite Welt erkunden. Zum Glück weis er nicht wie weit die Welt ist und bleibt immer ganz in der Nähe der Klappe sitzen und beobachtet erst mal alles ganz genau. Sonntag hat er gelernt was Wind ist und Heute wir er das erste mal erleben ohne Glasscheibe oder Gitter dazwischen. Das ist alles sehr spannend für ihn und auch für mich. Mal schauen was und der Mai so bringt.

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Der Bienenhirte Teil 2

Letztes Wochenende war es wieder so weit. Imkerkurs Teil 2. Die Weiden stehen in voller Blüte und die Obst- im besonderen die Kirschblüte hat gerade eingesetzt. Genau der richtige Zeitpunkt für regelmäßige Schwarmkontrollen und das einsetzen der Drohnenrahmen. Alles verstanden? Ich auch nicht. Der erste Kurstag vor vier Wochen war ja noch ganz entspannt. Aber diesmal wurde das Pensum schon etwas höher geschraubt und ich hatte auch das Gefühl, das ein gewisses Grundwissen, das mir zu fehlen scheint, voraus gesetzt wird. Nun gut, dagegen kann man ja was tun und beim nächsten mal den Praxisteil 3 schon vorab lesen. Aber es stimmt schon, was ein Imker so alles wissen muss ist nicht unerheblich. Also heisst es jetzt büffeln. Und das bei der wenigen Zeit die ich eh schon nicht habe. Aber wenn ich jetzt wirklich schon zwei, drei Völker hätte, dann müsste ich die selbe Zeit ja auch für die Bienen aufbringen. Also sehe ich das jetzt mal als willkommenen Test, wieviel Zeit ich im Alltag wirklich noch investieren kann.

Mit den Biene kommt auch immer mehr die Frage, was wächst da eigentlich so alles in unserem Garten und was kann ich tun damit meine Bienen immer genug Tracht einbringen können, ohne das ich mit ihnen wer weis wohin wandern muss. Ich war wirklich schockiert, als ich feststellen musste das unser Garten quasi eine Wüste für Insekten wie auch Honigbiene ist. Wo das Auge hinschaut, Kirschlorbeer, Forsythie, Buchsbaum und co. Gewächse die weder Pollen noch Nektar liefern und somit für unsere fleißigen Honigbiene keinen Nutzen haben. Auch wusste ich nicht das viele unserer einheimischen Insekten mit so exotischen Arten wie dem Kirschlorbeer überhaupt nichts anfangen können. Viel besser und sinnvoller sind dagegen heimische Stauden und Sträucher. Einiges sinnvolle haben wir ja in unserem Garten. Auch wenn ich bis vor einer Woche gar nicht wusste wie sinnvoller. So wächst zum Beispiel an zwei Stellen auf unserem Grund und Boden der stolze Heinrich, den ich bis lang für besseres Unkraut gehalten habe. Da zeigt es sich mal wieder. Es gibt garkein Unkraut. Auch können wir uns Glücklich schätzen eine Felsenbirne zu unseren Sträuchern zählen zu können, da sie gerade jetzt wirklich schöne Blüten hat und ein prima Pollenlieferant ist. Aber auch das wusste ich bis vor kurzem nicht. Das Obstbäume jeder Art gut und nicht nur für Biene sehr nützlich sind, wuste ich natürlich schon vorher. Daher habe ich bereits vor einigen Wochen angefangen unseren Obstgarten etwas auf zu forsten. Inzwischen haben wir zwei Apfel- und zwei Pflaumenbäume. Kirsche, Mirabelle und Birne werden noch folgen. Und Auch eine Salweide wird einen würdigen Platz in unserem, bald Insektenfreundlicheren Garten finden. Denn die Salweide läutet das Bienenjahr ein und da ist es bestimmt von Vorteil wenn man nur in den eigenen Garten zu gehen braucht um auf den natureigenen Kalender zu schauen.

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Granny’s Kissen

Dieses wunderschöne Häkelmuster, das aus immer wieder ineinander greifenden Stäbchen in Dreierfolge besteht, nennt sich wohl Granny Square. Warum das so heißt konnte ich leider nicht rausfinden. Vielleicht weil dieses hübsche kleine Quadratmuster schon so alt ist, das unsere Großmütter es schon gehäkelt haben.
Es ist wirklich kinderleicht und auch sehr beruhigend, Decken oder Kissen im Granny Square Muster zu häkeln, da man eigentlich immer nur drei Stäbchen und dann zwei Luftmaschen häkeln muss. Da kann man nicht viel falsch machen und beim arbeiten ein bisschen die Seele baumeln lassen.
Diese Technik eignet sich bestimmt auch sehr gut zur Resteverwertung. Man fängt einfach mit einem Kreis an und häkelt dann immer so lange in der Runde (oder besser im Quadrat,) bis alle Reste aufgebraucht sind. Das wird dann bestimmt eine wunderschön bunte Decke mit unbestimmter Größe.
Das einzig doofe beim Granny Square sind die Löcher im Muster, so das  man am ersten noch einen Unterbezug nähen sollte. Hier habe ich nur die Vorderseite des Kissens gehäkelt und auf einen selbstgenähten Bezug aus weißem Baumwollstoff mit dezentem Rankenmuster genäht. Ich muss schon sagen, das war wirklich das schwierigste an diesem Kissenbezug.

Verlinkt habe ich diesen Beitrag mit Creadienstag und Handmade on Tuesday.

 

 

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12tel Blick im März

Gerade eben habe ich mir den 12tel Blick im März 2016 durchgelesen und ich muss feststellen, das wir diese Jahr mit der Natur und dem schönen Wetter schon ein bisschen früher dran sind. Letztes Wochenende haben wir bereits alle Gartenmöbel raus geholt und sogar den Bücherbollerwagen das erstmal an die Straße gestellt. Auch diesen Rückblick auf den Monat März habe ich draußen in der Sonne geschrieben. Zwar noch dick eingemummelt, weil der Wind ja schon noch sehr frisch ist, aber immerhin. Doch dann ging es rasent schnell und bereits am Dienstag habe ich in der Mittagspause im T-Shirt in der Sonne gesessen und Heute Abend haben wir das erstmal angegrillt.

Die letzten zwei Wochen hatte ich Urlaub und bis auf zwei oder drei Tage war es wirklich schönes Wetter, so das ich viel draußen machen konnte. Sehr zur Freude unseres Katers, der immer mit dabei ist wenn ich mich draußen aufhalte. Ich bin mir sicher, das wird ein sehr geselliger Sommer. Auch wenn ich, nach den letzten Tagen, die für Ende März eigentlich viel zu warm waren, ( Ich habe sie trotzdem sehr genossen) doch ein bisschen Bammel habe was uns da im Sommer noch erwarten wird. Ich habe auf jeden Fall noch nie Ende März meine Blumen und Büsche im Garten gegossen.

Auf dem 12tel Blick ist auch sehr schön zu sehen das bereits jetzt schon Viele Bäume anfangen zu blühen. So auch der große Baum links im Bild, von dem ich zu gerne wüste was es für einer ist. Weis das zufällig jemand hier. Eigendlich schade, das man so viele Planzen Blumen und Bäume garnicht erkennt, weil einem einfach das Wissen dazu fehlt. Doch dem wird jetzt bald abhilfe geschaffen. Den in unserem Bücherbollerwagen hat sich ein Buch über Pflanzenbestimmung eingeschlichen. Sehr praktisch.

 

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.