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12tel Blick im Oktober

Der Oktober war in diesem Jahr definitiv der Sturmmonat. Zwar gab es den ersten Herbststurm des Jahres schon im September, doch die Anderen beiden, zu Anfang und Ende des Monats, hatten es ebenso in sich. Ich kann mich noch gut erinnern wie wir in der ersten Oktoberwoche auf Pellworm fast weggeflogen sind. Da hatten wir schon ganz schön bammel um unser Zuhause, das nun inclusive aller Bewohner ganz ohne uns den Sturm überstehen musste. Zum Glück stand alles noch als wir zurückkamen und es war auch kein Kater weggeflogen. Der Sturm in der letzten Woche ist dann etwas glimpflicher an uns vorbeigerauscht. Was man von der alten Mühle in Oldenswort nicht behaupten kann. Ich hoffe sie wird wieder aufgebaut.
So stürmisch uns der Oktober begrüßt und verabschiedet hat, so versöhnlich war er zur Mitte. Eine Spätsommerwoche wie sie im Buche steht mit Höchsttemperaturen von bis zu 24 Grad. Als wollte der Oktober etwas wieder gut machen.

Den 12tel Blick habe ich, mal wieder ziemlich spät dran, am letzten Tag des Monats geschossen. Ein typisch grauer Herbsttag mit seiner unverkennbar klaren Luft die schon langsam nach altem Laub riecht. Ich liebe diese Jahreszeit. Wer nicht! Auch wenn ich jetzt schon anfange den Sommer zu vermissen. Es war ein wirklich schöner Sommer für mich. Und wenn ich so zurückdenke, was ich von meinen Outdoor-Projekten alles umsetzten konnte und was ich im Garten noch alles machen möchte, da freu ich mich jetzt schon sehr auf den nächsten Sommer. Aber bis dahin müssen sich erst noch alle Blätter färben, von den Bäumen fallen, eine Zeit (die man Weihnachten nennt) liegen bleiben und dann im Frühjahr die Bäume wieder rauf klettern. Das dauert ja noch ewig. Da leg ich mich lieber nochmal hin.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.

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Der große Mann und das kleine Klavier

Kenn ihr diese schwarzen Tage? Du stehst auf mit Kopfschmerzen. Dann fällt dir auf dem Weg zum Auto dein Lieblingsthermobecher runter und ist kaputt. Also nix lecker Tee auf dem Weg zur Arbeit. Bei selbiger hast du noch ordentlich Knies mit den Kollegen und bekommst von einer Vorgesetzten ein Tritt mit Anlauf. Abends hast du Karten für son schnulziges Klavierkonzert in Hannover. Das heißt mindestens eine Stunde hinfahren dann sich schrecklich viel Mühe geben nicht einzuschlafen und ne Stund wieder zurück fahren. Das braucht man an sonem miesen Tag nun wirklich nicht auch noch. Aber die Karten waren nun schon mal da und Absagen kam nicht in Frage. GOTT SEI DANK. Sonst hätte ich eines der schönsten Konzert meines bisherigen Lebens verpasst.

Das Leibniz-Theater in Hannover ist eine charmante kleine Örtlichkeit in der man nicht nur Theater geboten bekommt. Von Literaturkaffee über Kabarett bis hin zu guter Musik wird einem in diesen frisch renovierten Räumlichkeiten alles geboten, was das kulturelle Herz begehrt. Und es ist so richtig nach meinem Geschmack. Klein und gemütlich, aber auch mit viel liebe zum Detail eingerichtet und gestaltet. Schade das Hannover so weit weg ist.
Im Leibniz-Theater spielte auf jeden Fall am letzten Freitag Martin Herzberg. Ein Pianist, der mir bis dato fast gänzlich unbekannt war. Meine Freundin hat den irgendwo im Internet ausgegraben und meinet, das würde mir gefallen gefallen. Da müssen wir hin. Recht hatte sie! Ich hätte nie gedacht, das ein so großer und ungelenk wirkender Mann aus einem so kleinen Klavier derart verzückende Töne locken kann. Glücklicher weise haben wir uns einen Platz ausgesucht von dem aus man auf die Klaviatur schauen konnte. Es war ein wares Schauspiel zu sehen wie er die Tasten anschlägt. Wobei er das gar nicht zu tun scheint. Er streichelt sie, berührt sie, umschmiegt sie, schlägt sie, hämmert auf sie ein, knetet sie, bewegt sie und verführt sie um ihnen das zu entlocken was uns alle für gut zwei einhalb Stunden in eine Welt jenseits von Stress und Hektik (und nervigen Vorgesetzten) versetzt hat, schlicht weg seine Musik. Zwischen den Songs konnte man ein bischen erschnuppern wer Martin Herzberg eigendlich ist.  Klar, gehört zu so einem Pianisten immer auch eine gute Portion Herzschmerz dazu. Aber er gibt seinen Songs Arbeitstietel wie „Crazy Shit“ und hat es noch nicht ganz raus auf der Bühne gekonnt einen Schluck wasser zu trinken. Und das hat diesen eh schon so tollen Abend noch ganz fein abgerundete. Martin scheint nämlich ein Mensch wie du und ich zu sein. So hat er mit  seinen kleinen Moderation zwischen den Songs es immer wieder geschafft seinem Publikum ein „Wir“ Gefühl zu vermitteln, was mir besonders gut gefallen hat. Er ist halt auch nur irgend ein lustiger Typ, der vielleicht etwas besser Klavier spielt als ich. Und mit so jemanden verbringe ich gerne mal eine netten Abend in einem kleinen Theater mitten in Hannover bei richtig guter Musik.

 

Einen lieben Dank auch noch an Diana. Sie ist extra für dieses Konzert aus Kiel angereist und hat mir die Bilder das Aufmacherbild zu verfügung gestellt.

Und wenn ihr jetzt auch mal Lust auf so einen schönen Abend habt findet ihr hier die nächsten Termine. Glaubt mir, es lohnt sich.

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Ein ganz neues Leben

Ein ganz neues Leben

von Jojo Moyes

Für Louisa Clark heißt es jetzt nach dem Will nicht mehr da ist, weiter Leben. Und am besten noch so, wie er es sich für sie gewünscht hat. Aber das ist gar nicht so einfach für Louisa. Allein in einem tristen Apartment in London mit einem wirklich schlechten Job am Flughafen und den Schuldgefühlen nichts von dem erreicht zu haben, was Will von ihr erwartet hätte. So versucht sie einmal zu oft ihre Trauer und Einsamkeit, ihre Selbstanklage und die Unfähigkeit zu verzeihen, mit einer Flasche Rotwein runter zu spülen. Sie stürzt stockbesoffen vom Dach ihres Hauses und kommt gerade noch mal mit dem Leben davon. Doch wie schwer sind ihre Verletzungen und hat sie nun das selbe Schicksal zu tragen wie Will?

Die Fortsetzung des Bestsellers „Ein ganzes halbes Jahr“ ist wirklich durchweg spannend zu lesen, bleibt aber hinter seinem Vorgänger an Tiefgang und Berührungspunkten zurück. Ist aber auch nicht schlimm. Ich weis noch, wie ich mich letztes Jahr in die Geschichte um Will und Louisa festgelesen habe. Da hatte ich wirklich noch Tage später das Gefühl, mir hätte jemand das Herz raus geschnitten.
In „Ein ganz neues Leben“ geht es viel mehr um die Menschen die zurück bleiben, wenn einer geht und wie man in unsere Welt der Vorwürfe und des Anklagens, mit dem Finger auf andere Zeigen, zurecht kommen muss. Dieses Buch lädt zum nachdenken ein, ob wir nicht so manches mal zu schnell urteilen wenn wir wieder mal in der Zeitung lesen „Mehrfache Mutter bringt erst ihre Kinder und dann sich selbst um“. Urteilen wir nicht zu schnell mit „Wie kann man nur“ oder „Was für ein Monster“? Sollte man sich nicht viel mehr die Frage nach dem „warum“ stellen. Da uns das „Warum“ aber oft genug nichts angeht, sollten wir wenigsten aufhören mit dem Finger auf die zu Zeigen die bleiben und die die gegangen sind. Es sind beides Opfer.
Aber nicht genug der schweren Zeit. Auch stehen die Hinterbliebenen oft vor der Hürde, das Weiterleben zu meistern und sich Neuem zu öffnen. Das Leben geht weiter. Ob man will oder nicht. Die Frage ist, was man draus macht und welchen Weg man einschlägt um wieder nach vorne blicken und los lassen zu können. Vor genau dieser Hürde steht nun auch Louis und der Leser darf gespannt sein ob und wie sie es schafft „Ein ganz neues Leben“ zu beginnen.

  • Humor: Sicher, auch ein wenig. Das bleibt bei Louisas Familie nicht aus.
  • Fesselfaktor: Hier würde ich auch wieder 100% geben, aber mit weniger Herzschmerz.
  • L’amour: Louisa ist eine attraktive junge Frau. Da würde schon was fehlen wenn nicht früher oder später ein Kerl auftaucht. Aber ich will hier nicht zuviel verraten.
  • Fantasie: Nein! Oft genug erschreckend realistisch. Man hätte das Buch mit einem Spielgel im Cover versehen sollen.
  • Tiefgang: Auch hier ist das Thema wieder so gewählt, das man um ein gewisses Maß an Tiefgang nicht drum rum kommt. Was ich aber auch hier wieder sehr gut finde. Die Leute sollen gefälligst mal nachdenken was sie mit ihrer ewigen Fingerzeigerei anrichten.
  • Schreibstil: Wie zu erwarten war, nachdem ich den ersten Teil gelesen haben, leicht und eingängig zu lesen. Hat Spaß gemacht.
  • Cover / Titel: Mittlerweile erkenne ich eine Jojo Moyes Roman allein am Cover. Die schauen mit ihrer Scherenschnittoptik immer gleich aus. Schon fast wie ein Markenzeichen. Hat auch seine Vorteile. Muss man nicht lange nach dem Autor suchen.
  • Empfehlenswert: Auf jeden Fall. Ich glaube durch diese Buch könnte noch so manche etwas lernen. Doch sollte man zuerst den Vorgängerroman gelesen haben.
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12tel Blick im September

Also diesen Monat bin ich wirklich viel zu spät dran mit meinem 12tel Blick. Das mag sicherlich auch an unserm Pellwormurlaub liegen den wir in der ersten Oktoberwoche unternommen haben. Ich hatte mir eigentlich fest vorgenommen während des Urlaubes etwas über den September zu schreiben. Aber wie das dann nun mal so ist im Urlaub hatte ich Partout keine Zeit.

Irgendwie habe ich dieses Jahr das Gefühl das der Herbst sehr früh dran ist. Die ersten Bäume färben ihre Blätter und so einige ganz frühe Gesellen werfen sie auch schon ab. Und auch das Wetter scheint zu sagen: „ nun ist Schluss mit Lustig.“ Eben typisch Herbst. Wobei sich das auf meinem 12tel Blick garnicht so ablesen lässt. Ich habe doch tatsächlich einen der wenigen schönen Tage im September erwisch um noch eine schöne Sonnenaufnahme zu machen. Ich mach halt lieber bei schönem Wetter Fotos.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.