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Mit dem Mond oder hinter dem Mond?

Unter Berücksichtigung der Mondphasen zu gärtnern ist nichts neues. Ganz im Gegenteil sogar eine jahrhunderte alte Lehre, die heute aber wie so vieles gute in den Hintergrund gerückt wurde. Hinter die modernen Dünger und Pestizide der großen Chemiekonzerne. Man wird heute oft belächelt, wenn man sein Leben ein Stückweit nach dem Mond richtet, als die die hinterm Mond leben. Aber ist da nicht vielleicht doch was dran an dem alten Wissen um die unterschiedlichen Mondphasen, seine Zyklen und ihre Auswirkungen auf alles was auf unserem Erdball so vor sich geht?

Auf das Thema bin ich eigentlich einmal mehr über die Imkerei gestoßen. Ein Kollege erzählte mir von einer Imkerin, die ihre Völkerbearbeitung nach dem Mond ausrichtet und das sie damit ganz erstaunliche Erfolge erzielt. Könnte also doch was dran sein und somit für mich Grund genug mir die Sache mit unserm altbekannten Trabanten und seinem Einfluss auf uns, die Natur im allgemeinen und die Bienen im Speziellen mal genauer anzuschauen.

Da ich aber null Ahnung davon habe was so ein Mondzyklus überhaupt ist und auch nur ganz entfernt mal was über den aufsteigende und absteigende Mond (nicht zu verwechseln mit abnehmendem und zunehmenden Mond) gehört habe, dachte ich mir ich fange vielleicht mal mit den Grundlagen an. Wer kreist da eigentlich um wen und warm soll das was mit uns zu tun haben.
Also, Fakt ist: Der Mond umkreist in einer elyptischen Bahn in 27.321Tagen die Erde. Und wir, die Erde, umkreist inklusiver des Mondes innerhalb von 365 Tagen die Sonne. Und ohne den Mond, der mit seiner Anziehungskraft Ebbe und Flut bestimmt gäbe es vermutlich kein Leben auf unserm schönen Planeten. Somit steht auch fest das der Mond Wasserbewegungen beeinflusst, oder besser gesagt hervorruft. Und da alle Lebewesen so wie auch die Bienen und die Pflanzen und wir auch zu einem  beachtlichen Teil aus Wasser bestehen ist es doch nur logisch das wir eigentlich irgendwie ……Wobei ich an dieser Stelle gestehen muss das die Verfechter des gärtnern’s (Und auch Imkern’s) nach dem Mond von kosmischen Strahlungen reden.

Nun ist die nächste Frage wann der Mond wo ist um welchen Einfluss auch immer auf uns zu haben. Um das beantworten zu können muss man erst mal wissen welche Mondstände und Phasen es überhaupt gibt. Und da bin ich schon mal sehr froh das es eigentlich nur zwei gibt, die zu beachten sind. Den ab- oder zunehmende Mond, und den auf- oder absteigende Mond und und seine Wanderung durch die jeweiligen Sternzeichen. Na, verwirrt? Nicht schlimm. Ist alles ganz einfach.
Der ab und zunehmende Mond ist das was wir sehen können. Nämlich die  Phasen des Mondes von Neumond (hier ist der Mond nicht zu sehen) über den zunehmenden Mond ( Er stellt sich uns als umgekehrtes „C“ da). Dann kommt der legendenumwobene Vollmond, der abnehmende Mond (in Form eines „C“) und letztendlich wieder der Neumond.
Vom aufsteigenden Mond spricht man, wenn der Selbige seinen tiefsten Stand über den Horizont passiert und von hier aus seine Wanderung durch die Sternzeichen Steinbock, Wassermann, Fische, Widder, Stier und Zwilling antritt. Bis er nach c.a. 12Tagen seinen höchsten Stand erreicht und ab hier wieder abwärts durch die Sternkreiszeichen Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage Skorpion und Schütze wandert.

Der Zeitraum in dem der Mond aufsteigt wird im allgemeinen als Zeit des Wachstums und des Vermehrens betrachtet. Wogegen die Zeit in der der Mond absteigt als Zeit der Ernte, des Loslösens und der Verringerung gesehen wir. Hat eben alles seine Vor und Nachteile.
Nun kommt es bei dieser Betrachtungsweise also da drauf an vor welchem Tierkreiszeichen der Mond steht und danach wird dann die Wirkung auf uns Erdenbewohner festgelegt. Die Tierkreiszeichen werden ja bekanntlich in vier Elemente eingeteilt

  • Feuer: Widder Löwe Schütze
  • Luft: Zwilling, Waage, Wassermann
  • Erde: Stier, Jungfrau, Steinbock
  • Wasser: Krebs, Skorpion, Fische

Und jedes dieser Elemente wird einem Pflanzenorgan zugeordnet, welches  durch die kosmischen Stahlen an den jeweiligen Tagen begünstigt werden.

  • Feuer/Wärme = Frucht
  • Luft/Licht = Blüte und Samen
  • Erde = Wurzel
  • Wasser = Blatt

In der Praxis schaut das dann so aus, das man die jeweiligen gärtnerischen Tätigkeiten auf die Tage verlagert, an denen die Sterne günstig stehen. Zum Beispiel erntet man seine Kirschen am besten an einem Tag an dem der Mond im Widder, Löwe oder Schütze steht. Also einem Feuertag, der auch für die zu erntende Frucht steht. Ist doch alles ganz leicht. Vorausgesetzt man weis wann der Mond im Widder oder Löwen oder Schützen steht. Also ich weis das nicht. Aber ich weis wo ich es nachlesen kann. Und das ist schon mal ein entscheidender Vorteil.

Maria Thun hat durch zahlreiche Versuche die Wirkung der Himmelskörper und ihre Verbindungen untereinander, auf das gärtnerische tun untersucht und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in Zahlreichen Büchern für die Nachwelt verfasst. Außerdem hat sie einen Kalender entwickelt in dem man Tag für Tag die genaue Planetenkostellation nachschlagen kann und schon weis man was man an dem Tag zu tun oder auch noch besser zu lassen hat. Dieser Kalender wurde nach ihrem Tod von Ihrem Sohn Matthias Tuhn bis zum heutigen Tage weitergeführt und ist über den Thunverlag zu beziehen.

Und jetzt kommen wir mal wieder zurück zu den Bienen. Gott sei’s gedankt, Matthias Thun ist Imker. Und der hat sich hingesetzt und geschaut ob die Sache mit den viel Elementen auch auf die Biene übertragbar ist. Was er rausgefunden hat kann man natürlich auch nachlesen in seinem Buch Die Biene – Haltung und Pflege: Unter Berücksichtigung kosmischer Rhythmen. Die Kurzfassung findet ihr hier. Und die noch kürzere bei mir.

  • Feuer/Wärme = Frucht = Honig
  • Luft/Licht = Blüte und Samen = Brut / Völkervermehrung
  • Erde = Wurzel = Bau
  • Wasser = Blatt = Stich

Also, die ganze Sache mal sehr Laienhaft zusammengefasst: An Honigtagen bearbeitet man die Völker am besten wenn man möglichst bald ernten möchte. An Bruttagen macht man Ableger. An Bautagen gibt man ihnen einen zweiten Brutraum, oder was auch immer zu bauen und an Stichtagen lässt man besser die Finger von den netten kleinen Immen. An diesen Tagen möchte sie nämlich nicht gestört werden. Und ob ihr das jetzt glaubt oder nicht. Letzten Sonntag  stand der Mond im … somit war es ein Wasser / Blatttag. Also auch ein Stichtag. Ich bin zwar nicht gestochen worden, aber so zickig waren meine Ladys noch nie. Ist ja vielleicht doch was dran.

So, nun noch schnell ein Fazit. Im Prinzip klingt das alles sehr interessant und auf jeden Fall lohnenswert sich ein mal intensiver mit der Materie auseinander zu setzen. Wenn das ganze für berufstätige auch eher schwer umzusetzen ist. Da bleibt mir manchmal gar nichts anderes übrig die Völker an einem „Stichtag“ zu bearbeiten. Aber wenn man dann beobachtet das sie wirklich Stechlustiger sind weis man wenigstens wo’s her kommt

Quellen:
http://www.bienenliebe.info/konstellationen.html
https://www.krautundrueben.de/mondkalender-gaertnern-nach-dem-mond
http://www.mondkraft.com
http://www.aussaattage.de/Maria_Thun_Aussaattage/Aussaattage.html
https://www.amazon.de/Die-Biene-Berücksichtigung-kosmischer-Rhythmen/dp/3928636618/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1529664510&sr=8-2&keywords=matthias+thun

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12tel Blick im Mai

Also das mit dem daumendrücken und bitten um Regen hat im Mai ja noch nicht so toll geklappt. Das müssen wir aber noch mal üben. Dafür bin ich um so erstaunter über die exlosionsartige Entwicklung unsere Blühfläche. Trotz des erheblichen Wassermangels und der schirr endlosen Hitzeperioden des Wonnemonats Mai hat sie sich zu einem schönen dichten Teppich gemausert. Irgendwie haben alle Unwetter und Gewitter einen großen Bogen um unser Land gemacht. Ein besseres Bild hätte der letzte Tag im Monat mir nicht bescheren können rundherum Gewitter und Weltuntergang und bei uns, strahlender Sonnenschein. Na, ich will mich mal nicht beschweren. 

Am 9.5. wurde jedejfalls eingesät. Das ist jetzt also drei Wochen her. Ich finde dafür schaut es schon ganz ordentlich aus. Auch wenn ich beim besten Willen noch nicht erkennen kann was da alles so blühen wird, wenn was blühen wird. Wir lassen uns überraschen.

Wir haben auch schon unseren ersten Wiesengast. Der kleine Feldhase sitzt fast jeden Morgen auf unserer Fläche und frühstückt erst mal in aller Ruhe. O.K. Ich gebe zu am 21.5. war noch nicht all zu viel zum fressen da und über diesen Misstand scheint Meister Lampe auch nicht begeistert. Aber mittlerweile scheint es ihm bei uns schon ganz gut zu gefallen und wir bekommen von ihm so regelmäßig besuch das er sich inzwischen auch einen Namen verdient hat. Ich wollte schon immer mal einen Hasen „Rasputin“ nennen. Da drüber kann man jetzt denken was man will. Mir gefällt’s.

21.5.2018

26.5.2018

30.5.2018

Diesen Artikel habe ich mit dem  Blog von Eva  verlinkt.  Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen

 

 

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Die gewöhnliche Felsenbirne (Gehölz)

Bei uns wurde Anfang des Jahres das Thema Wildgehölz schon sehr groß geschrieben. Mein Mann wollte gerne eine art Windschutz zwischen Scheune und Garagen. Da sag ich doch nicht nein. Klar, zu Thujen Kirschlorbeer und Co. schon. Sinnvoll und einheimisch sollte es sein. Die Gelegenheit für eine Wildgehölzhecke. Und da darf die Felsenbirne, die schon seit letztem Jahr zu meinen Lieblingsgehölzen zählt natürlich nicht fehlen. Sie hat im Frühjahr wunderschöne weiße Blühten, die für Insekten in dieser frühen Zeit schon das ein oder andere Nektartröpfchen bereit hält.
Sie mag Sonne, sie mag Schatten, sie mag trocken sie mag frisch, sie hat keine Dornen und im Herbst ein wunderschönes buntes Kleid an. Was will man mehr als fauler Gärtner? Aber schauen wir uns das kleine Strauchgehölz doch mal genauer an. Ich bin mir sicher das ihr danach auch welche in euren Garten pflanzen werdet. Wer kann so einer anspruchslosen Schönheit schon wiederstehen?

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Amelanchier ovalis
  • Familie: Rosengewächse
  • Blütenfarbe: Sternenförmig und weiß
  • Blütezeit: Frühjahr 
  • Erntezeit: Anfang Juni bis Ende August
  • Blattfarbe: Hellgrün
  • Blattform: Ovale Form; besonders schöne Herbstfärbung
  • Winterhart: Ja, aber nicht wintergrün
  • Wuchseigenschaft: Strauch
  • Wuchshöhe: 1-3m
  • Giftpflanze: Nein
  • Früchte: Früchte sind essbar und im Juni bis Juli reif. Die kleinen Beeren können direkt so vom Strauch genascht werden, aber auch zu Marmelde, Saft oder Likör verarbeitet werden. Man sollte jedoch dran denken, das sich die Vögel ebenso über eine kleine Nascherei freuen. 
Standort und Pflege:
  • Licht: Sonne, Sonne, Sonne. Kommen aber auch im Halbschatten zurecht
  • Bodenart: leicht sandiger, durchlässiger Boden
  • Bodenfeuchte: bevorzugen trockene, durchlässige, eher kalkhaltige Böden. 
  • Schnittfest: durchaus, aber selten nötig
Bienenweide:
  • Nektarwert: Mäßig
  • Pollenwert: Gering, aber besser als nix im Vorfrühling
Heilplanze:

Der gewöhnliche Felsenbirne wird nachgesagt das man durch den verzehr der reifen Früchete den Schlaf und die Herzleistung und den Blutdruck normalisiere kann. Doch sollte man ein bisschen vorsichtig sein beim zerkauen der kleinen Kerne. Diese enthalten wie auch Apfelkerene Blausäure und die kann bei größeren Mengen zu Magenbeschwerden führen

Besonderheiten:

Besonders gut hat mir die erklährung des Nahmens gefallen. Das Wort „Amelanchier“ geht nämlich auf das alte Wort der Kelten für „Äfelchen“ zurück. Das klingt doch wirklich nett oder!?

Quellen

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenportraets/felsenbirne-huebscher-strauch-leckere-fruechte-3666   
https://de.wikipedia.org/wiki/Felsenbirnen
https://www.krautundrueben.de/steckbrief-felsenbirne
https://www.pflanzen-vielfalt.net/bäume-sträucher-a-z/felsenbirne-gewöhnliche/

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Stine

Stine

von Marlies Wiedenhaupt

Anneline Petersen war ein ganz besonderer Mensch, der in keinen Rahmen passte“ So beschrieb Pastor Melf Binge Anneline in ihrer Grabrede und ich habe bei der Lektüre dieser Biografie den Eindruck gewonnen, das er sie nicht hätte treffender beschreiben können. Und weil Stine nun mal war wie sie war möchte ich auch die Rezension ihrer Biografie in keinen Rahmen zwängen und schreib heute mal ein bisschen frei von der Leber weg.

Stine war eine Landwirtin, die auf dem elterlichen Hof mitten im alten Husum mehr als 17 Hektar Land bewirtschaftete. Und das ganz allein. Das war schon sehr ungewöhnlich für die damalige Zeit. Eine Frau die in der Landwirtschaft ihren Mann steht. Doch sie hatte wohl keine andere Wahl. Ihr Bruder sollte den Hof nach dem zweiten Weltkrieg übernehmen. Doch Stine wartete ihr Leben lang vergebens auf seine Rückkehr. Immer in der Hoffnung er käme eines Tages nach Hause, hielt sie den Hof so gut sie eben konnte aufrecht. Und das bis sage und schreibe zwei Wochen vor Ihrem Tod. Da war sie 85 Jahr alt. Das soll ihr erst mal einer nachmachen.

Doch Stine konnte nicht nur Arbeiten. Alte Schulbücher belegen das sie ein außergewöhnlich intelligentes Mädchen war. Sie spielte Klavier, kannte Unmengen von alten Volksliedern, konnte blitzschnell im Kopf rechnen (Wer kann denn das heute noch) und hatte eine ganz besonders innige Bindung zu ihren Tieren. Das Kapitel das sich mit der Verbundenheit zu ihren Tieren befasst, wird wie folgt eingeleitet: „Anneline Petersen war „mit dem Land und den Tieren verbunden wie der Wind und das Meer“. Das versicherte sie einem NDR-Reporter und das bestätigen die Menschen die sie kannten“. Dieser Satz ist mir noch lange im Gedächtnis geblieben. Auch wenn es vielleicht nicht der vorgezeichnete Weg diese gescheiten Mädchens war sich von Morgens bis Abend’s auf dem Hof krumm zu buckeln, so glaube ich doch das es ihre Bestimmung war. Diese innige Verbundenheit mit den Tieren, für die sie sorgte und mit dem Land auf dem sie lebte, hat ihr scheinbar ein erfülltes Leben beschert.  Und darum Ist sie vielleicht auch ein Stück weit Vorbild für mich geworden.

Man darf auch nicht vergessen, das sie eine der reichsten Frauen Husums war und doch nie Geld auf der Tasche hatte. Das Land das sie besaß und bewirtschaftetet lag schon fast im Husumer Stadtkern und muss ein Vermögen wert gewesen sein. Sie hätte leicht alles hinwerfen, Land und Tiere verkaufen und die Füße hochlegen können. Tat sie aber nicht. Und vor so viel Courage ziehe ich meinen Hut.

Doch leider nimmt die Geschichte ein weniger ehrenvolles Ende. Die Tatsache das eine Nacht nach Stines Beerdigung ihr alter Hof im Stadtweg 42 bis auf die Grundmauern nieder brannte hat mich sehr traurig gemacht. Doch wahrscheinlich ist es besser so. Mit Stine ging anscheinend auch ein Stück des alten Husums und nun ist auch ihr Hof nicht mehr. Übrig bleiben uns die Geschichten und kuriosen Erzählungen der Hinterbliebenen die Stine noch gekannt haben wie sie war. Diese Zeitzeugnisse trägt Marlies Wiedenhaupt in dieser kleinen Biografie zusammen und lässt Stine wieder ein Stück weit lebendig und vielleicht auch unsterblich werden. Ich für meinen Teil bin dankbar, das ich Stine wenigstens auf diese Art und Weise kennen lerne durfte und von ihr lernen konnte, das ihre tiefe Verbundenheit  mit ihrem Land und ihren Tieren mehr bedeuten als Geld und Wohlstand. Davon könnten sich mal so einige Leute eine Scheibe Abschneiden.

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Der Igelfreundliche Garten

Der Igelfreundliche Garten

von Wolf Richard Günzel

Es ist ja wirklich traurig das bei uns auf dem Land sich die Igel scheinbar gar nicht mehr wohlfühlen. Wir haben in unserem Garten zumindestens keinen. Woran liegt das eigentlich und was muss ich tun damit sich die kleine Stacheltierchen bei uns wieder ansiedeln? Zum Geburtstag habe ich ein Igelhaus geschenkt bekommen. Alleine das aufstellen dieser artgerechten Behausung wird es aber nicht bringen. Darum habe ich gleich dazu noch dieses nette kleine Büchlein bekommen, um nun zu erfahren was diese possierlichen Gesellen so brauchen. Und obwohl es nur ein kleines Din-A6 großes Buch, ist das gerade mal eine Stärke von c.a. 120 Seiten aufweist, hat sich mein Bewusstsein wie ein naturnaher Garten auszusehen hat im allgemeinen und wie man dem Igel ein artgerechtes Zuhause gestallten kann im besonderen, um ein vielfaches gemehrt. Da kann ich nur sagen: Das hat sich wirklich mal gelohnt.

  • Fesselfaktor: Als fesselnd würde ich es jetzt nicht unbedingt beschreiben. Aber Langweilig ist es ganz und garnicht
  • Tiefgang / Wissenswertes: Auf jeden Fall. Zum einen lehrnt man sehr viel und das nicht nur über Igel. Zum anderen handelt es sich auch um ein nachhaltiges Wissen, wie man seinen Garten für Wildtiere und Insekten zu einem besseren Lebensraum gestalten kann. Ich finde ein Thema das uns alle (und damit meine ich nicht nur die Gartenbesitzer) angeht.
  • Schreibstil: Eingänig und wunderbar leicht zu lesen. Keine Spur trocken oder arogant.
  • Empfehlenswert: Durch aus. Ich bin vor einiger Zeit schon auf den Pala Verlag aufmerksam geworden, da mein Kalender den ich nun schon im zweiten Jahr habe, auch hier veröffentlicht wird. Ich muss wirklich sagen das die ne Menge toller Bücher im Angebot haben die derzeit genau mein Interessensgebiet abdecken. Schau ruhig mal rein.
  • Verständliches Fachwissen: Auch hier ein großes Plus. Die wenigen Fachbegriffen, wie zum Beispiel das Jacobsonsche Organ, werden sehr gut und allgemeinverständlich erklärt.
  • Bilder und Fotos: Hier hätte ich mir vielleicht ein paar mehr von den hübschen bunten Zeichnungen wie auf dem Cover gewünscht
  • Cover / Titel: Der Titel ist ja wirklich erfrischent unmissverständlich. Da ist devinitif drin was drauf steht.
  • Inspirierend: Auf Grund der Tatsache das sich das Buch nicht nur auf den Igelfreundlichen Garten bezieht durchaus. „So machen sie ihren Garten zum Paradies nicht nur für Igel“ ist schließlich der Untertitle und somit bekommt man jede Menge Anregungen seinen Garten Naturfreundlich zu gestallten und wird angeregt sich mehr mit dem Thema Naturnaher Garten zu beschäftigen.
  • Persönlicher Bezug: Vor ewig vielen Jahren habe ich in Der „Nistkasten AG“ mit meiner damals besten Freundin ein Igelhaus selber gebaut und in unserm Garten aufgestellt. Meine Eltern haben noch jahre später immer wieder beobachten können, Das das Igelhaus auch wirklich bewohnt war. Nun habe ich erstmals einen eigenen Garten großen und frei zugänglichen Garten. Aber leider lebt da drin kein Igel. Das werden wir jetzt mal ändern.

 

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Leitfaden für Sachbücher

In den Letzen Wochen und Monaten habe ich vermehr Sachbücher verschlungen und der Stapel der Bücher, die noch gelesen werden wollen besteht ebenfalls zu einem beträchtlichen Teil aus den Selbigen. Doch habe ich über nur wenige Exemplare geschrieben. Ich finde über ein Sachbuch zu rezensieren ist noch mal schwieriger als über eine Roman. Darum nehme ich mir noch mal meinen Leitfaden der Buchbesprechung zur Hand und werde ihn mal etwa bearbeiten.

  • Humor: hat in einem Sachbuch nicht viel verloren und wird deshalb gestrichen

  • Fesselfaktor: auch ein Sachbuch kann fesselt und spannend geschrieben sein. Ist wirklich so.
  • L’amour: Ist mir in einem Sachbuch noch nicht begegnet. Wird gestrichen
  • Fantasie: Auch nicht. Wird ebenfalls gestrichen
  • Tiefgang: Oder eher die Frage ob es mich weiter gebracht hat.
  • Schreibstil: Gerade der Schreibstil ist bei einem Sachbuch ein wichtiger Faktor. Denn wenn der zu vermittelde Stoff noch so spannend ist kan ein schlechter Schreibstil die Lust am lesen und lernen schnell verderben.
  • Empfehlenswert:Ist hier genau so wichtig wie bei einem Roman
  • Cover / Titel: Das ist oft das große Problem bei einem Sachbuch. Man stellt sehr hohe Ansprüche an ein solches Buch. Es soll einem etwas beibringe und das macht eben so bekanntlich nicht so viel Spaß wie sich in einen spannenden Roma zu vertiefen. Ein Sachbuch bedeutet Arbeit und die soll natürlich so angenehm wie möglich sein. Aber wie das richtige raus finden unter der ganzen Flut von all dem gedruckten Wissen. Da liegt es doch am nächsten das zu nehmen, das ma schönsten ausschaut. Aber, wen wundert’s, mit dieser Taktik bin ich schon oft auf die Nase gefallen. Also nicht immer nur nach dem Umschlag beurteilen.

Ergänzen möchte ich meinen Leitfaden der Sachbücher nun noch um folgende Punkte.

  • Wissenswert: In wie weit habe ich etwas durch die lektyre dieses Buches etwas gelernt und wenn ja, war es auch das was ich erwartet habe…
  • Inspirierent: Ich hate es für wichtig immer neue Bereiche für mich zu entdecken um immer mal wieder etwas dazu zu lernen. Man lernt ja schließlich nie aus und so ein Sachbuch kann da durchaus ein lenkendes Element sein.
  • Persönlicher Bezug. (Zu diesem Punkt hat mich mein lieber Bruder inspiriert) Das hier ist schliesslich ein Blog, und vielleicht interessiert es den einen oder anderen, was Dich mit dem Buch verbindet.
  • Bilder und Foto’s: bei vielen Büchern gibt es eine Menge toller Bilder die mir aber dann am Ende doch nicht weiterhelfen, weils ie eben nur hübsch und nicht nützlich sind.
  • Verständliches Fachwissen: Es kann schon sehr frustrierend sein wenn man beim lesen in jedem zweiten Satz über irgendwelche unnützen Fachwörter stolpert die man dann, um den Text in Ansätzen zu verstehen erst mal umständlich nachgoogeln muss.

Und nun bin ich mal gespannt ob das auch alles so klapp. Morgen an dieser Stelle Mehr dazu.