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Der große Mann und das kleine Klavier

Kenn ihr diese schwarzen Tage? Du stehst auf mit Kopfschmerzen. Dann fällt dir auf dem Weg zum Auto dein Lieblingsthermobecher runter und ist kaputt. Also nix lecker Tee auf dem Weg zur Arbeit. Bei selbiger hast du noch ordentlich Knies mit den Kollegen und bekommst von einer Vorgesetzten ein Tritt mit Anlauf. Abends hast du Karten für son schnulziges Klavierkonzert in Hannover. Das heißt mindestens eine Stunde hinfahren dann sich schrecklich viel Mühe geben nicht einzuschlafen und ne Stund wieder zurück fahren. Das braucht man an sonem miesen Tag nun wirklich nicht auch noch. Aber die Karten waren nun schon mal da und Absagen kam nicht in Frage. GOTT SEI DANK. Sonst hätte ich eines der schönsten Konzert meines bisherigen Lebens verpasst.

Das Leibniz-Theater in Hannover ist eine charmante kleine Örtlichkeit in der man nicht nur Theater geboten bekommt. Von Literaturkaffee über Kabarett bis hin zu guter Musik wird einem in diesen frisch renovierten Räumlichkeiten alles geboten, was das kulturelle Herz begehrt. Und es ist so richtig nach meinem Geschmack. Klein und gemütlich, aber auch mit viel liebe zum Detail eingerichtet und gestaltet. Schade das Hannover so weit weg ist.
Im Leibniz-Theater spielte auf jeden Fall am letzten Freitag Martin Herzberg. Ein Pianist, der mir bis dato fast gänzlich unbekannt war. Meine Freundin hat den irgendwo im Internet ausgegraben und meinet, das würde mir gefallen gefallen. Da müssen wir hin. Recht hatte sie! Ich hätte nie gedacht, das ein so großer und ungelenk wirkender Mann aus einem so kleinen Klavier derart verzückende Töne locken kann. Glücklicher weise haben wir uns einen Platz ausgesucht von dem aus man auf die Klaviatur schauen konnte. Es war ein wares Schauspiel zu sehen wie er die Tasten anschlägt. Wobei er das gar nicht zu tun scheint. Er streichelt sie, berührt sie, umschmiegt sie, schlägt sie, hämmert auf sie ein, knetet sie, bewegt sie und verführt sie um ihnen das zu entlocken was uns alle für gut zwei einhalb Stunden in eine Welt jenseits von Stress und Hektik (und nervigen Vorgesetzten) versetzt hat, schlicht weg seine Musik. Zwischen den Songs konnte man ein bischen erschnuppern wer Martin Herzberg eigendlich ist.  Klar, gehört zu so einem Pianisten immer auch eine gute Portion Herzschmerz dazu. Aber er gibt seinen Songs Arbeitstietel wie „Crazy Shit“ und hat es noch nicht ganz raus auf der Bühne gekonnt einen Schluck wasser zu trinken. Und das hat diesen eh schon so tollen Abend noch ganz fein abgerundete. Martin scheint nämlich ein Mensch wie du und ich zu sein. So hat er mit  seinen kleinen Moderation zwischen den Songs es immer wieder geschafft seinem Publikum ein „Wir“ Gefühl zu vermitteln, was mir besonders gut gefallen hat. Er ist halt auch nur irgend ein lustiger Typ, der vielleicht etwas besser Klavier spielt als ich. Und mit so jemanden verbringe ich gerne mal eine netten Abend in einem kleinen Theater mitten in Hannover bei richtig guter Musik.

 

Einen lieben Dank auch noch an Diana. Sie ist extra für dieses Konzert aus Kiel angereist und hat mir die Bilder das Aufmacherbild zu verfügung gestellt.

Und wenn ihr jetzt auch mal Lust auf so einen schönen Abend habt findet ihr hier die nächsten Termine. Glaubt mir, es lohnt sich.

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Markttag

In Herford auf dem Biohof Meyer-Arend war letzten Sonntag Markttag und die Gute Stube war mit einem Stand dabei. Aufregende Sache! Das erste mal, das ich meine liebevollen Handarbeiten direkt zum Kauf anbiete und nicht das Internet dazwischen ist. So richtig von Mensch zu Mensch.

Den Stand habe ich mir mit einer Freundin geteilt, die überhaupt die Idee dazu hatte und den Kontakt zum Hof. Ich glaube allein hätte ich mich das auch nicht getraut und so haben sich unsere feil gebotenen Waren auch zu einem bunten Potpourri vereint. Sie hatte wundervoll duftende Seifen. Töpferware und ebenfalls einige Kissen im Angebot. Aus der Guten Stube kam ein Mix aus Interior, wie Kissen und Decken aber auch Schals, Socken, Täschchen und Lesezeichen hatte ich mit dabei. Nicht unbedingt alles von mir. Von der Kunst des Sockenstrickens bin ich noch Lichtjahre entfernt. Die Mama hat in den Letzten Wochen und Monaten fleißig mit produziert.

Es war ein wirklich schöner und sonniger Tag, was die Herforder Befölkerung dazu veranlasst hat, in Herrscharen zum Markttag zu strömen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl das mehr Kinder als Eltern sich auf dem großen Hofplatz tummelten. Könnte aber auch dadran gelegen haben, das der Mann meiner Freundin seine Bogenbaubank direkt vor uns aufgebaut hat. Das wirkte quasi wie ein Kindermagnet und somit war eigentlich immer los bei uns. Aber auch der Andrang an unserem Stand war beachtlich und das Interesse für Handgearbeitetes groß. Doch alles in allem habe ich nicht das meiste Verkauft und man konnte merken, das die Leute die Dinge sehr schön fanden, aber ja auch leicht selber machen könnten. Warum sollte man dann Geld dafür ausgeben. Aber nicht schlimm. Ich bin eigentlich sehr froh, das ich meine gerade erst fertig gestellte Regenbogendecke und das geliebte blau-weiße Kissen wieder mit nach Hause nehmen konnte. Und Socken kann man schließlich immer gebrauchen.

Spaß hat’s gemacht und ich habe viele nette Menschen kennen gelernt. Wie zum Beispiel die Töpferin vom Stand nebenan. Ich würde gerne bei ihr mal töpfern und freue mich schon drauf ihr Atelier zu besuchen. So bin ich am letzten Sonntag zwar nicht reich an Geld geworden, aber reich an Erfahungen und Bekanntschaften, was für mich viel mehr wiegt.

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Der Bienenhirte Teil 1

Vor einer ganzen Zeit habe ich beim Zahnarzt im Wartezimmer einen Artikel über einen Imker gelesen, der sich selbst als Bienenhirte bezeichnet. Er passt auf seine Bienen auf, das sie immer genug Tracht einbringen können. Er achtet drauf das sie keine Krankheiten haben und lässt ihnen mehr als genug eigenen Honig zum überwintern. Die meiste Arbeit tun ja eh die Bienen. Er passt nur auf sie auf und schafft die Rahmenbedingungen, das die Bienen das tun können, wofür sie eigentlich da sind. Die Natur am laufen zu halten.
Wusstet ihr das es in Deutschland keine Wildbienen mehr gibt? Ohne den Imker und eine durch ihn durchgeführte Varroabekämpfung kann kein Bienenvolk dauerhaft überleben. So weit ist es schon gekommen mit unserer Natur.
Zwei Gedankenansätze die mich dazu veranlasst haben, darüber nachzudenken, ob ich nicht vielleicht auch ein Bienenhirte sein könnte. Genügend Platz haben wir ja. Auch wenn das Imkern auf dem Land Heute schwieriger ist als in der Stadt. Paradox!

Also habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht und rumgefragt, wie man eigentlich Imker wird. glücklicher Weise bietet der Kreisimkerverein Gütersloh e.V. ein Rundumpaket für angehende Jungimker an. Ein über das ganze Bienenjahr begleitender Kurs mit ausführlichem Theorie und Praxisteil, verbunden mit der Möglichkeit dort auch Ausrüstung und sogar Völker zu erwerben. Das nenn ich doch mal sinnvolle Starthilfe.
Letzten Samstag war es dann soweit. Erster Kurstag, spanende Sache!
Zunächst ging es mal mit ein wenig Theorie los über die Frage was braucht ein Imker und vor allem was brauchen die Bienen. Auch über sinnvolle Standorte und Aufstellmöglichkeiten wurde Gesprochen. Ein bisschen Grundwissen halt, das unterhaltend und anschaulich erklärt wurde. Doch dann ging es an die anstehenden Arbeiten. Die Frühjahrsnachschau. Hier wird erstmal geschaut ob die Bienen den Winter überhaupt überstanden haben. Ein fürchterlicher Gedanke, das so ein ganzes Volk von mehreren 1000 Bienen über Winter verreckt, weil man nicht genug eingefüttert hat oder die Varroabekämpfung nicht ausreichend war. Doch das passiert leider immer wieder, und auch den erfahrensten Imkern. Da muss man dann halt schauen, woran hat es gelegen, damit man den Fehler kein zweites mal macht. Außerdem wird geschaut ob noch genügend Futter da ist für die nächsten vier Wochen bis zu Kirschblüte. Sonst muss nachgefüttert werden.
Diese Verbindung, der Bienen mit der Frage wann blüht was, woraus sich die jeweiligen Tätigkeiten eines Imkers ergeben, gefällt mit fast am besten an der Imkerei. Man erlebt die Jahrszeiten und den Lauf der Natur viel bewusster.
Die anstehenden Arbeiten der Frühjahrsnachschau haben wir nicht nur theoretisch gelernt, sondern auch gleich an echten, lebenden und summenden Bienen durchgeführt. Ich muss gestehen, das mir schon ein wenig mulmig war so zwischen dem ganzen Gesummse. Alle durften auch einmal ein Rähmchen mit Bienen in die Hand nehmen. Und es ist auch keiner gestochen worden. Waren aber auch sehr liebe Bienen.

Alles in allem hat mich der erste Kurstag einmal mehr überzeugt, mit der Imkerei einen guten Beitrag zu unsere Umwelt zu leisten, den ich auch gut leisten kann. Doch dies war erst der erste Tag. Ich bin schon sehr gespannt wie es beim nächsten mal, wenn hoffentlich die Kirschblüte eingesetzt hat, weiter geht.

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Jello

Ich hatte mir letztes Jahr vorgenommen das wir nur Tier „in Not“ aufnehmen. So welche die eigentlich keiner haben will. Denen man ein schönes Zuhause schenken kann. Die Heime sind voll und das Leid der Tiere groß. Da ist es mir unbegreiflich warum sich die Menschen immer noch kleine Katzen vom Bauern holen oder sogar kleine Hund von irgendwelchen dubiosen Händlern aus dem Ausland. So werden die Bauern niemals lernen wie wichtig die Kastrationspflicht ist. Die niedlichen kleinen Kitten werden sie ja immer ganz leicht wieder los. Und was ist mit den armen Teufeln im Tierheim…?

Ich hätte aber nicht gedacht, das ich, nachdem Jesse und Johann bei uns eingezogen sind, so schnell wieder an meinen guten Vorsatz erinnert werde.
Johann wurde vor Fünf Wochen bei und an der Straße, direkt vorm Haus überfahren. Es ist hart, aber wenn man seinen Katzen Freigang gewähren möchte muss man mit so etwas rechnen und ich bin froh das ich ihm wenigstes noch ein schönes halbes Jahr hier bei uns auf dem Hof ermöglichen konnte.
Nachdem Johann nicht mehr da war wurde sein kleiner Bruder Jesse immer anhängliche. (An dieser Stelle kann man mal sehen wie zutraulich und verschmust ein vermeintlicher Problemkater werden kann. Nach etwas mehr als einem halben Jahr hört Jesse auf seinen Namen und mein Wort. Oft sogar besser als mein Hund es ja getan hat.) Wir dachten er sucht unsere Nähe, weil er ja nun viel alleine war und beschlossen uns mal umzuschauen. Und so kamen wir zu Jello oder besser er zu uns. Ein gut 10 Monate alter Kater, der den größten Teil seines Lebens im Heim zugebracht hat. Da er in seinem kleinen Leben schon viel krank war findet er Menschen und besonders das, was ihre Hände tun, ganz schlimm. Außerdem hat er eine kleine motorische Störung beim laufen, weshalb er in der Gruppe, in der er lebte auch immer der rangniedrigste war. Dazu kommt noch das er seine Angst und Unsicherheit, allem und jedem gegenüber, mit einem sehr niedlichen Fauchen überspielte. Klar das so einen keiner haben will, wenn es auch beim Züchter so liebe und gesunde Kätzchen gibt. Es war wirklich herz zerreißend mit anzusehen wie die anderen im immer die Leckerlis weggenommen haben die ich ja eigentlich für ihn mitgebracht habe.
Also wurde das kleine fauchende etwas unter Einsatz unseres Lebens und das des Tierheimpersonals eingepackt und Jesse vor die Nase gesetzt. „Schau mal was wir dir mitgebracht haben. Ein Freund mit dem du nun wieder gemeinsam die blöde Nachbarskatze verjagen kannst“. Leider sah Jesse das etwas anders. Es sind halt doch wilde Tiere die ihre ganz eigenen Regeln haben. Jesse findet Jello extrem doof und hat auch sehr schnell durchschaut das Jello ihm, durch seine motorische Einschränkung,  körperlich unterlegen ist. Es kam immer öfter zu Auseinandersetzungen und das Ende vom Lied war dann, das Jello sich nur noch in einem offenen Regalfach aufhalten durfte, ohne das Jesse ihn sofort attackiert. Es hat mich wirklich unglaublich viel Nerven und Kraft gekostet, das mitansehen zu müssen. Ebenso der Verdacht, das es ihm im Heim wohl doch besser gegangen wäre. Aber so schnell wollte ich mich jetzt doch nicht geschlagen geben. Getreu nach dem Motte „Am Ende wird alle gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es nicht das End“ Also habe ich mir Hilfe geholt. Unter anderem von einer Tier-Heilpraktikerin die mir einige homöopathische Mittel an die Hand gegeben hat, aber auch den Rat die beiden Stresspusteln räumlich zu trennen. Also haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und letztes Wochenende ein Katzennetz quer durch meine Werkstatt gespannt. So kann Jesse Jello nicht mehr verprügeln und Jello kann endlich ganz in Ruhe lernen das die menschliche Hand vielleicht ja doch ganz nützlich ist. Nun setzen wir auf den Faktur Zeit und das die beiden Streitkater sich im laufe der nächsten Wochen oder Monate soweit annähern das vielleicht ja doch ein nebeneinander möglich macht. Ich glaube zwar nicht, das die Zwei jemals zusammen in einem Körbchen schlummern werden, aber wer weis. Ich hätte vor einem halben Jahr auch noch nicht gedacht das Jesse mir mal freiwillig auf den Schoß springt und sich da selig schnurrend einrollt. Wunder geschehen halt immer wieder. Aber man muss auch was dafür tun.

Apropro tun… An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal bei dem unfreiwilligen Katzenfreund an meiner Seite bedanken. Eigentlich wollte mein Mann gar keine Katzen und nun schlägt er sich die Wochenenden mit katzennetzinstalations Aktionen um die Ohren. Aber so ist das halt in einer Familie. Da ist man für einander da und lässt den Anderen auch nicht hägen, auch wenn es gerade mal ein bisschen unbequem wird. Und Jello gehört jetzt eben auch zu Familie.

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Vorfreude auf 2017

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Wie jedes Jahr beginnt auch dieses mit vielen guten Vorsätzen und der großen Hoffnung, das dieses Jahr nun alles besser werden würde. Mir erschien es bislang immer etwas rätselhaft, warum sich das Schicksal unbedingt an einem, von uns Menschen ausgesuchten Datum im Kalender halten sollte um sich zum Guten zu wenden. Und warum man sich immer nur zum „neuen Jahr“ etwas vornimmt. Zum neuen Jahr sind wir immer so voller Motivation und Übermut, das wir uns meist viel zuviel vornehmen. Also werden wir hier in der Guten Stube den Trend des Vorsätze setzens mal mitspielen, aber dabei schön bescheiden bleiben. Stress habe ich schon wirklich genug in meinem Leben. Da muss ich ihn mir nicht noch selber machen.

2017 steht bei mir auf jeden Fall im Zeichen des Lernens. Letztes Jahr habe ich mir schon überlegt, das ich gerne Imkern möchte und mich auch gleich für einen ganzjährigen Imkerkurs angemeldet. Da freue ich mich schon sehr drauf. Nicht nur wegen des leckeren Honigs, sondern vor allem wegen des Naturschutzgedankens. Den Bienen geht es in unsere Pestizietverseuchten Welt nicht gut. Das ist nichts neues. Aber vielleicht kann ich dem einen oder anderen Volk helfen in einer Welt zurechtzukommen, an der wir schuld sind. Mal schauen vielleicht werde ich auch regelmäßig über das erlernet und dem Umgang mit dem Summsegetier schreiben.

Klavierspielen steht auch ganz oben auf meiner Liste der Dinge für 2017. Durch Zufall habe ich eine ganz tolle Klavierlehrerin kennen gelernt die das Wagnis auf sich nehmen will mich unter ihre Fittiche zu nehmen. Mal schauen wie geschickt ich mich anstelle und ob es mir wirklich so viel Spaß machen wir wie ich mir das vorstelle.

Nun ja, Imkern und Klavierspielen sind zwei Dinge die viel Zeit in Anspruch nehmen werden. Und eigentlich möchte ich noch einiges Mehr machen dieses Jahr. Ich habe mir eine ganze Reihe von Workshops rausgesucht die ich besuchen möchte um meine Fähigkeiten im handwerklichen Bereich noch zu verbessern. Darüber möchte ich hier natürlich dann auch berichten. Und ich hoffe das ich dieses Jahr auch wieder mehr Zeit für meine Möbel finden werde. Das Thema kam letzes Jahr wirklich ein bisschen zu kurz. Aber so hat eben alles seine Zeit.

Letztes Jahr habe ich auch dadrüber nachgedacht, das ich wirklich gerne mal ein Buch schreiben würde. Aber das war alles noch nichts konkretes. Inzwischen habe ich immerhin schon mal eine Idee bezüglich des Themas.  Jetzt könnte ich diese Jahr eigentlich mit der Ausarbeitung und Umsetzung anfangen. Mal schauen ob mir dafür noch Zeit bleibt. Schön wärs ja.

Ich denke man kann gespannt sein, was ich von all diesen spannenden Vorhaben wirklich durchziehe. Denn eines ist absolut unumstößlich und wir allem anderen diese Jahr untergeordnet. Ja, auch ihr und die Gute Stube werden sich hinten anstellen müssen.

Nachdem ich nun schon gut ein halbes Jahr ohne Seelenhund leben muss, was ich mir selbst auferlegt habe, ist meine Vorfreude auf ein neues Familienmitglied nur schwer in Worte zu fassen. Es fällt mir wirklich nicht leicht dieses Gefühl zu beschreiben und wird der nachfolgenden Beschreibung auch nicht gerecht. Es fühlt sich an als hätte man die ganze zeit tierischen Hunger. Und man weis auch wodrauf man Hunger hat… aber man hat es halt gerade nicht da. Ich hätte wirklich nicht gedacht das ein Leben ohne Hund sich so anfühlen kann. Schlimm ist das und für mich, einfach nicht ertragbar. Und so habe ich auch schon mal ganz vorsichtig angefangen zu suchen, werd denn so in unser ziemlich komplexes Leben passen könnte. Die Anforderungen sind sehr hoch, aus Gründen die ich leider nicht ändern kann und somit gestaltet sich die Suche auch recht schwierig. Aber ich bin sicher das wir den richtigen schon finden werden. Es gibt so viele die Niemanden haben und 2017 wird doch schließlich alles besser. Ist doch so.

 

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Jahresrückblick 2016

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Gerade habe ich mir mal den Jahresrückblick vom letzten Jahr durchgelesen und somit auch meine Wünsche und Projekte für 2016 nochmal vor Augen geführt. Nun ja, das mit den umfangreichen Polsterarbeiten wurde wohl nichts. Aber vielleicht dann nächstes Jahr. Nähen kann ich immerhin schon.
Den Bücherbollerwagen habe ich damals angekündigt, dann umgesetzt und er ist auch wirklich toll angenommen worden. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für die vielen Bücherspenden auch aus dem Freundeskreis. Weiter so, denn ohne Bücher keine Bollerwagen. Und den soll es doch nächstes Jahr mit ein paar neuen Extras auf jeden Fall wieder geben.

Ja, was war denn sonst noch so los in der Guten Stube? Wenn ich so durch die Beiträge des letzten Jahres blättere fällt mir auf, das die Handarbeit doch etwas überhand genommen hat und ich meine Möbel aus gesundheitlichen Gründen schändlich vernachlässigten musste. Aber dafür kann ich jetzt auch Häkeln, Stricken und Nähen und kann mich nächstes Jahr wieder meinem übervollen Möbellager widmen. Das soll nochmal einer sagen ich wär Pessimistin.

Der große Anteil an Handarbeit, der meine doch sehr knapp bemessene Freizeit ausfüllt hat aber auch zur Folge, das ich jetzt wieder mehr Hörbücher höre. Ich könnte ganze Tage mit Häkelnadel und Wollknäuel in meinem großen Schaukelsessel verbringen und den spannenden Erzählungen von Cornelia Funke lauschen. Den ganzen Herbst arbeite ich mich schon durch die drei Teile der Tintenwelt. Ein Hochgenus für jeden Freund der bilderreichen Sprache.
Aber selber lesen ist immer noch besser. Und das habe ich diese Jahr auch sehr fleißig getan. Jeden Monat konnte ich euch hier ein neues Buch vorstellen und ich hoffe, das ich das im nächsten Jahr auch schaffe. Generell gefällt mir meine derzeitiger Veröffentlichungsrythmus sehr gut.
Ein, maximal zwei Artikel und ein Bild fürs Fotoalbum pro Woche. Das ist eine Menge, die ich noch gut bewältigen kann ohne dabei in Stress zu geraten.

Ich glaube eins der schönsten Ereignisse diese Jahr war der Einzug unserer beiden Fellnasen und das sie sich so toll entwickelt haben. Sie bereiten mir jeden Tag so viel Freude und bereichern meine Alltag. Es ist immer das schönste am Tag, Morgens früh aufzustehen, von beiden in der Werkstatt freudigst begrüßt zu werden und dann, nachdem ich sie raus gelassen habe, bei Wind und Wetter draußen zu stehen und ihnen zuzuschauen, wie sie durch den Garten oder übers Feld toben. Soviel pure Lebensfreude und Übermut ist fast ein bisschen ansteckend.

Aber natürlich gab es in diesem, wie in jedem Jahr, nicht nur schöne Momente in der Guten Stube und somit auch in unserem Leben hier draußen auf dem Land. Aber auch dieses wie letztes Jahr möchte ich eigentlich nicht viel Worte dadrüber verlieren. Denn es wird dadurch nicht  besser. Es kann halt nicht immer die Sonne scheinen. Und man muss auch an Regentagen versuchen das beste draus zu machen. Ich gebe es zu, 2016 war wohl ein Regenjahr. Aber vielleicht scheint 2017 dann wieder die Sonne und mit etwas Glück bekommen wir auch einen Regenbogen geschenkt.

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In letzter Minute

Mark Twain hat gesagt: „Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig. Aber es gibt sie und so habe ich es auf den letzten Drücker noch geschafft, ein paar kleine Geschenke für liebe Freund zu basteln, die man Weihnachten eigentlich gar nicht sieht, man ihnen aber trotzdem sagen möchte das man an sie gedacht hat.

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Aber diese simplen wie schönen kleinen Holzkugelsterne eignen sich nicht nur als kleine Aufmerksamkeit. Man kann mit ihnen auch ganz wunderbar Geschenkverpackungen verzieren. Und wenn man dann alle beschenkt hat und immer noch Sterne übrig sind häng man sie einfach an den eigenen Tannenaum. Ein wirklich vielseitiger kleiner Stern.

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Wobei mir der große Stern mit den naturbelassenen Kugeln am besten gefällt. Aber da ich diese Jahr, wie ja schon erwähnt, etwas spät dran war mit meiner vorweihnachtlichen Bastelaktion, habe ich leider von den großen Kugel nur noch genug für gerade mal einen Stern bekommen. Ich habe das dumpfe Gefühl, den hat dieses Jahr ganz OWL gebastelt. Das hat man dann halt davon, wenn man alles auf in der letzten Minute macht. Das passiert mir nächstes Jahr nicht nochmal 😉

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Wenn ihr diesen fabelhaften Stern nachrasten wollt, dann findet ihr hier die Anleitung.

Verlinkt mit Mittwoch mag ich.

 

 

 

 

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Weihnachtliche Tischdekoration

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Meine liebe Familie, die hier hoffentlich mitliest, wird sich bestimmt wundern das sie diese Bilder schon kennt. Genau, das sind die Bilder vom letzten Weihnachtsfest. Da hatte ich sie alle bei mir in der Bude und wir haben ein schönes Weihnachtskaffe mit nachmittäglicher Bescherung gemacht. Ich kann mich noch gut erinnern das es für Weihnachten viel zu warm war und wir bei fast 15Grad einen schöne Weihnachtsspaziergang gemacht haben… Und so schnell ist ein Jahr schon wieder rum.

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Letztes Jahr hatte ich nach dem ganzen Weihnachtstrubel irgendwie keine Lust die Fotos zu verbloggen und wer will im Januar schon Weihnachtsdeko sehen. Umso mehr freue ich mich jetzt, das ich sie euch zeigen und gleichzeitig ein bisschen in Erinnerungen schwelgen kann.

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Die kleinen weißen Tannenbäumchen habe ich natürlich selber gehäkelt. Die Anleitung dafür habe ich bei Ars Textura gefunden. Da ich zu der Zeit noch ganz am Anfang meiner Häkelkarriere stand und das große Fest ja auch näher rückte, hatte ich schon einige Mühe. Aber im Prinzip ist es ganz einfach und hat auch wirklich Spaß gemacht.

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Auch diese Jahr gefällt mir die Farbkombination schwarz, weiß und Rot noch genauso gut. Das ist nicht so kitschig und hat doch etwas traditionelles. Ein guter Kompromiss, der Zeitlos ist und mit dem man eine menge Dinge kombinieren kann, die nicht nur für Weihnachten geeignet sind. So leistet mein kleiner Freund das Eichhörnchen mir das ganze Jahr Gesellschaft. Nur zu Weihnachten mogelt er sich ins Rampenlicht.

Verlinkt mit Deko-Donnerstag

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Der Adventskalender

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Noch vor ungefähr zwei Wochen hätte ich diese Jahr nichts dagegen gehabt, Weihnachten einfach ausfallen zu lassen. Aber wie ich meinem Mann dann verkündet habe, das er auch keine Adventskalender bekommt, weil ich da schlicht und einfach keine Lust (und oben drein auch keine Idee) zu habe, da fand er das schon nicht so gut. Um nicht zu sagen, ich glaube er war fast ein bisschen enttäuscht.

Zum Glück bin ich bei einem kleinen Besuch auch Hof 9 dann über diesen bezaubernden Adventskalender gestolpert. Dank der tollen Anleitung ganz einfach nachzumachen.

Außerdem ist es ein Adventskalender mit Mehrwert. Man kann ihn nächstes Jahr wieder verwenden und hat nicht so viel Geschenkpapiermüll.
Das hat mir eigentlich am besten gefallen. Und meinem Gatten, das er heute das erste „Säckchen“ aufmachen darf.

Ich habe übrigens auch einen Adventskalender bekommen. Aber den zeige ich euch nächste Woche.

Verlinkt mit Deko-Donnerstag und Handmade on Tuesday

 

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Adventskalender in der Streichholzschachtel

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Nun steht sie „endlich“ wieder vor der Tür, die stade Zeit. Aber ich muss schon sagen, das es mir die Vorfreude auf die ach so besinnliche Zeit dieses mal wirklich schwer gefallen ist. Vielleicht lieg es dadran, das dieses Jahr alles ein bisschen anders ist. Das ist mir wieder einmal mehr bewusst geworden, als ich die Bilder meiner weihnachtlichen Tischdekoration vom letzten Jahr bearbeitet habe. (Letztes Jahr habe ich es nicht geschafft, die hier zu zeigen. Zu viel Weihnachtsstress) Bestimmt auf jedem zweiten Bild war meine kleine Luna mit drauf. Sie hat immer so lieb unterm Baum gelegen und geschlafen. Dieses Jahr wird da keiner liegen…

Vielleicht ist der Grund für meine Weihnachtsflaute aber auch im all gegenwertigen Konsumwahn zu finden. Man kann schon seit Wochen weder Radio noch der Fernseher anmachen ohne mit Weihnachtswerbung bombardiert zu werden. Normales einkaufen ist ebenfalls nicht mehr möglich. Permanent steht einem son nerviger Weinachtssüßigkeitenaufsteller im Weg und es scheint kein Produkt mehr zu geben das nicht mit dem Fest der Stille wirbt. Da finde ich Weihnachtstoilettenpapier noch das normalste. Das braucht man wenigstens auf dem stillen Örtchen.

Es ist doch wirklich ein Jammer wie unsere Konsumgesellschaft es schafft, einem das schönste Fest des Jahres zu vermiesen. Da war ich richtig entzückt, als ich auf Lena’s Seite diese schöne und doch einfache Idee fand, den Menschen um einen rum einfach eine kleine Freude zu machen.

Man braucht nicht viel. Nur ein paar Dinge, Geduld und Spucke. Und so sollte Weinachten doch auch sein. Ein paar Kleinigkeiten für die Lieben, ohne dabei gleich die ganze Weltwirtschaft ankurbeln zu müssen. Einfach nur ein Zeichen, schau mal ich hab an dich gedacht. Dieses Gefühl kann man in keine Laden und keinem Onlineshop der Welt kaufen. Zum Glück.

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