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Artgerecht um jene Preis!?

Ein Begriff mit dem ich seit Anfang des Jahres immer öfter konfrontiert werde. Das ist wohl so wenn man es sich auf die Fahne geschrieben hat ausschließlich Tiere in Not aufzunehmen. Da kommt man um den Tierschutz nicht drum rum. Und die sagen dir dann schon was Artgerechte Haltung ist und was nicht. Prinzipiel ja auch nicht verkehrt. Ich bin schon sehr froh das man mich ausführlichst über die Bedürfnisse eines Zwerghamsters aufgeklärt hat. Es ist auch sehr schön das es Leute gibt die sich dem Wohl der Straßenhunde in aller Welt veschrieben haben und sich bemühen für dies armen Seelen ein angemessenes Zuhause zu finden. Doch was manche Tierschützer meinen was ein angemessenes Zuhause ist und was nicht und nach welchen Maßstäben dieses bewertet wird, möchte ich hier und jetzt doch mal in Frage stellen.
Schon mal versucht ein Tier von einer Hilfsorganiesation aufzunehmen? Da gibt es erst mal eine Ellen lange Liste die zu erfüllen ist. Auslaufgröße, Futterbeschaffenheit, ob man berufstätig ist oder nicht, ob man an einer Straße wohnt oder nicht, (wo soll der Ort sein, an dem man an keiner Straße wohnt? Auf dem Mond?) und so weiter und so fort. Auf der einen Seite bin ich wie schon erwähnt sehr froh das man als Halterneulig eine art Anleitung an die Hand bekommt was das erwählte Tier alles braucht um ein glückliche Leben führen zu können. Doch was ist wenn ich eine Vorderung dieser Liste nicht, oder nur eingeschränkt erfüllen kann? Bedeutet das dann das ich nicht fähig bin diesem Tier ein schönes Zuhause zu geben? Soll das an dieser Stelle heißen, das meine Hündin, die ich oftmals länger als acht Stunden allein gelassen habe und sie tagsüber während ich arbeiten war in eine Tagespension gebracht habe, kein schönes Leben hatte? Ich denke, nein Ich weis, das das Blödsinn ist und das alle die mich kenn, das auch so unterschreiben würden. Klar hätte Luna es am liebsten gehabt, wenn sie jeden Tag mit mir zuhause auf dem Sofa hätte rumhängen können. Aber das ging nun mal nicht. Und so habe ich mich halt bemüht diesen „Defizit“ auf andere Art auszugleichen. Ich habe sie abgöttisch geliebt und sie mich. Und hätte sie sich damals, als sie vor unserer Tür stand, zwischen einem Leben mit uns und eben ab und zu mal alleine auf der Coutsch oder in der Tagespflege sein, oder einem Leben im Tierheim (das war die Alternative) entscheiden können, da bin ich mir doch sehr sicher wie sie sich entschieden hätte.

Und genau das meine ich eben. Viele derer, die Tiere welcher art auch immer vermitteln, schauen oft zu starr auf ihre Prinziepien und sehen bedauerlicher weise die Alternativen nicht. Da muss man sich doch zwangsläufig fragen wer die Tiere eigentlich vor den Tierschützern schützt. Denn ich bin mir sehr sicher das so manche Notnase ein schönes Zuhause finden könnten, aber die Tierschützer halt anderer Meinung waren.

Doch wie kann man das Problem lösen?

In erster Liene muss jemand der sich anmaßt für ein Tier zu sprechen und zu entscheiden eine besonders gute Menschenkenntnis haben.  Denn es gibt immer wieder Fälle in denn nicht alle Wünsche und Vorstellungen eingehalten werden können. Doch wird oft ein Ausgleich angeboten, der  aber leider so manches mal keine Beachtung findet. An dieser Stelle möchte ich einmal mehr unserer lieben Katzentante danken, das sie uns vom ersten Tag an ihr Vertrauen geschenkt hat und uns Jesse, Johann und später Jello vermittelt hat. Viele andere Vermittler wären vielleicht her gegangen und hätten gesagt, das geht nicht, Katzen die nie ins Haus dürfen und im Winter in der kalten Werkstatt frieren müssen.  Doch Susi kannte ihre Schützlinge besser und wusste das Johann nie ein Schmusekater werden würde und statt dessen tausendmal lieber auf dem Dachboden Mäuse jagt als im Haus die Möbel zu zerkratzen. Jeder Tag den die beiden früher aus dem Tierheim raus kamen war ein Tag mehr Lebensqualität für die zwei. Natürlich hätte sie noch fordern können, das wir beispielsweise eine Heizung in die Werkstatt ein bauen sollen. Aber sie wusste das wir dann wahrscheinlich abgesprungen wären und dann würden die beiden Unglücksraben Immer noch im Tierheim sitzen. Ein trauriger Gedanke finde ich.

Und das ist in meinen Augen die einzig wahre Form des Tierschutzes. Jedes Tier ist anders und hat andere Bedürfnisse. Und jemand der die Vormundschaft für ein solches Tier übernimmt sollte erst mal sein eigenes Ego zurückschrauben und schauen was die Alternativen sind. Das ist sicherlich ein bisschen mehr Arbeit als eine Liste abzuarbeiten und Häkchen zu machen. Doch ist genau und ausschließlich das, Handeln im Sinne den Tieres.

Ich beabsichtige mit diesem Artikel niemanden persönlich oder einzelne Organisationen anzugreifen. Doch würde ich mir ein Umdenken wünschen. Das sich diejenigen, die meinen für ein Tier entschieden zu können, hinterfragen wie sich das Tier entscheiden würde. Ein liebevolles Heim mit kleinen Einschränkungen oder ein Leben im Tierheim, auf der Straße oder in Not?

Abschließend betrachtet komme ich nicht um hin meine Absichten bezüglich Tierhaltung und meine Einstellung zum Tierschutz zu überdenken. Ich halte Tierschutz für richtig und für wichtig. Doch bitte alles in Maßen. Und immer mit dem Blick auf die wirklichen Bedürfnisse eines einzelnen Individuums. Lasst die Tiere doch einfach Tiere sein. Mehr wollen sie garnicht.

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Vorfreude auf 2017

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Wie jedes Jahr beginnt auch dieses mit vielen guten Vorsätzen und der großen Hoffnung, das dieses Jahr nun alles besser werden würde. Mir erschien es bislang immer etwas rätselhaft, warum sich das Schicksal unbedingt an einem, von uns Menschen ausgesuchten Datum im Kalender halten sollte um sich zum Guten zu wenden. Und warum man sich immer nur zum „neuen Jahr“ etwas vornimmt. Zum neuen Jahr sind wir immer so voller Motivation und Übermut, das wir uns meist viel zuviel vornehmen. Also werden wir hier in der Guten Stube den Trend des Vorsätze setzens mal mitspielen, aber dabei schön bescheiden bleiben. Stress habe ich schon wirklich genug in meinem Leben. Da muss ich ihn mir nicht noch selber machen.

2017 steht bei mir auf jeden Fall im Zeichen des Lernens. Letztes Jahr habe ich mir schon überlegt, das ich gerne Imkern möchte und mich auch gleich für einen ganzjährigen Imkerkurs angemeldet. Da freue ich mich schon sehr drauf. Nicht nur wegen des leckeren Honigs, sondern vor allem wegen des Naturschutzgedankens. Den Bienen geht es in unsere Pestizietverseuchten Welt nicht gut. Das ist nichts neues. Aber vielleicht kann ich dem einen oder anderen Volk helfen in einer Welt zurechtzukommen, an der wir schuld sind. Mal schauen vielleicht werde ich auch regelmäßig über das erlernet und dem Umgang mit dem Summsegetier schreiben.

Klavierspielen steht auch ganz oben auf meiner Liste der Dinge für 2017. Durch Zufall habe ich eine ganz tolle Klavierlehrerin kennen gelernt die das Wagnis auf sich nehmen will mich unter ihre Fittiche zu nehmen. Mal schauen wie geschickt ich mich anstelle und ob es mir wirklich so viel Spaß machen wir wie ich mir das vorstelle.

Nun ja, Imkern und Klavierspielen sind zwei Dinge die viel Zeit in Anspruch nehmen werden. Und eigentlich möchte ich noch einiges Mehr machen dieses Jahr. Ich habe mir eine ganze Reihe von Workshops rausgesucht die ich besuchen möchte um meine Fähigkeiten im handwerklichen Bereich noch zu verbessern. Darüber möchte ich hier natürlich dann auch berichten. Und ich hoffe das ich dieses Jahr auch wieder mehr Zeit für meine Möbel finden werde. Das Thema kam letzes Jahr wirklich ein bisschen zu kurz. Aber so hat eben alles seine Zeit.

Letztes Jahr habe ich auch dadrüber nachgedacht, das ich wirklich gerne mal ein Buch schreiben würde. Aber das war alles noch nichts konkretes. Inzwischen habe ich immerhin schon mal eine Idee bezüglich des Themas.  Jetzt könnte ich diese Jahr eigentlich mit der Ausarbeitung und Umsetzung anfangen. Mal schauen ob mir dafür noch Zeit bleibt. Schön wärs ja.

Ich denke man kann gespannt sein, was ich von all diesen spannenden Vorhaben wirklich durchziehe. Denn eines ist absolut unumstößlich und wir allem anderen diese Jahr untergeordnet. Ja, auch ihr und die Gute Stube werden sich hinten anstellen müssen.

Nachdem ich nun schon gut ein halbes Jahr ohne Seelenhund leben muss, was ich mir selbst auferlegt habe, ist meine Vorfreude auf ein neues Familienmitglied nur schwer in Worte zu fassen. Es fällt mir wirklich nicht leicht dieses Gefühl zu beschreiben und wird der nachfolgenden Beschreibung auch nicht gerecht. Es fühlt sich an als hätte man die ganze zeit tierischen Hunger. Und man weis auch wodrauf man Hunger hat… aber man hat es halt gerade nicht da. Ich hätte wirklich nicht gedacht das ein Leben ohne Hund sich so anfühlen kann. Schlimm ist das und für mich, einfach nicht ertragbar. Und so habe ich auch schon mal ganz vorsichtig angefangen zu suchen, werd denn so in unser ziemlich komplexes Leben passen könnte. Die Anforderungen sind sehr hoch, aus Gründen die ich leider nicht ändern kann und somit gestaltet sich die Suche auch recht schwierig. Aber ich bin sicher das wir den richtigen schon finden werden. Es gibt so viele die Niemanden haben und 2017 wird doch schließlich alles besser. Ist doch so.

 

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Jahresrückblick 2016

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Gerade habe ich mir mal den Jahresrückblick vom letzten Jahr durchgelesen und somit auch meine Wünsche und Projekte für 2016 nochmal vor Augen geführt. Nun ja, das mit den umfangreichen Polsterarbeiten wurde wohl nichts. Aber vielleicht dann nächstes Jahr. Nähen kann ich immerhin schon.
Den Bücherbollerwagen habe ich damals angekündigt, dann umgesetzt und er ist auch wirklich toll angenommen worden. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für die vielen Bücherspenden auch aus dem Freundeskreis. Weiter so, denn ohne Bücher keine Bollerwagen. Und den soll es doch nächstes Jahr mit ein paar neuen Extras auf jeden Fall wieder geben.

Ja, was war denn sonst noch so los in der Guten Stube? Wenn ich so durch die Beiträge des letzten Jahres blättere fällt mir auf, das die Handarbeit doch etwas überhand genommen hat und ich meine Möbel aus gesundheitlichen Gründen schändlich vernachlässigten musste. Aber dafür kann ich jetzt auch Häkeln, Stricken und Nähen und kann mich nächstes Jahr wieder meinem übervollen Möbellager widmen. Das soll nochmal einer sagen ich wär Pessimistin.

Der große Anteil an Handarbeit, der meine doch sehr knapp bemessene Freizeit ausfüllt hat aber auch zur Folge, das ich jetzt wieder mehr Hörbücher höre. Ich könnte ganze Tage mit Häkelnadel und Wollknäuel in meinem großen Schaukelsessel verbringen und den spannenden Erzählungen von Cornelia Funke lauschen. Den ganzen Herbst arbeite ich mich schon durch die drei Teile der Tintenwelt. Ein Hochgenus für jeden Freund der bilderreichen Sprache.
Aber selber lesen ist immer noch besser. Und das habe ich diese Jahr auch sehr fleißig getan. Jeden Monat konnte ich euch hier ein neues Buch vorstellen und ich hoffe, das ich das im nächsten Jahr auch schaffe. Generell gefällt mir meine derzeitiger Veröffentlichungsrythmus sehr gut.
Ein, maximal zwei Artikel und ein Bild fürs Fotoalbum pro Woche. Das ist eine Menge, die ich noch gut bewältigen kann ohne dabei in Stress zu geraten.

Ich glaube eins der schönsten Ereignisse diese Jahr war der Einzug unserer beiden Fellnasen und das sie sich so toll entwickelt haben. Sie bereiten mir jeden Tag so viel Freude und bereichern meine Alltag. Es ist immer das schönste am Tag, Morgens früh aufzustehen, von beiden in der Werkstatt freudigst begrüßt zu werden und dann, nachdem ich sie raus gelassen habe, bei Wind und Wetter draußen zu stehen und ihnen zuzuschauen, wie sie durch den Garten oder übers Feld toben. Soviel pure Lebensfreude und Übermut ist fast ein bisschen ansteckend.

Aber natürlich gab es in diesem, wie in jedem Jahr, nicht nur schöne Momente in der Guten Stube und somit auch in unserem Leben hier draußen auf dem Land. Aber auch dieses wie letztes Jahr möchte ich eigentlich nicht viel Worte dadrüber verlieren. Denn es wird dadurch nicht  besser. Es kann halt nicht immer die Sonne scheinen. Und man muss auch an Regentagen versuchen das beste draus zu machen. Ich gebe es zu, 2016 war wohl ein Regenjahr. Aber vielleicht scheint 2017 dann wieder die Sonne und mit etwas Glück bekommen wir auch einen Regenbogen geschenkt.

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Adventskalender in der Streichholzschachtel

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Nun steht sie „endlich“ wieder vor der Tür, die stade Zeit. Aber ich muss schon sagen, das es mir die Vorfreude auf die ach so besinnliche Zeit dieses mal wirklich schwer gefallen ist. Vielleicht lieg es dadran, das dieses Jahr alles ein bisschen anders ist. Das ist mir wieder einmal mehr bewusst geworden, als ich die Bilder meiner weihnachtlichen Tischdekoration vom letzten Jahr bearbeitet habe. (Letztes Jahr habe ich es nicht geschafft, die hier zu zeigen. Zu viel Weihnachtsstress) Bestimmt auf jedem zweiten Bild war meine kleine Luna mit drauf. Sie hat immer so lieb unterm Baum gelegen und geschlafen. Dieses Jahr wird da keiner liegen…

Vielleicht ist der Grund für meine Weihnachtsflaute aber auch im all gegenwertigen Konsumwahn zu finden. Man kann schon seit Wochen weder Radio noch der Fernseher anmachen ohne mit Weihnachtswerbung bombardiert zu werden. Normales einkaufen ist ebenfalls nicht mehr möglich. Permanent steht einem son nerviger Weinachtssüßigkeitenaufsteller im Weg und es scheint kein Produkt mehr zu geben das nicht mit dem Fest der Stille wirbt. Da finde ich Weihnachtstoilettenpapier noch das normalste. Das braucht man wenigstens auf dem stillen Örtchen.

Es ist doch wirklich ein Jammer wie unsere Konsumgesellschaft es schafft, einem das schönste Fest des Jahres zu vermiesen. Da war ich richtig entzückt, als ich auf Lena’s Seite diese schöne und doch einfache Idee fand, den Menschen um einen rum einfach eine kleine Freude zu machen.

Man braucht nicht viel. Nur ein paar Dinge, Geduld und Spucke. Und so sollte Weinachten doch auch sein. Ein paar Kleinigkeiten für die Lieben, ohne dabei gleich die ganze Weltwirtschaft ankurbeln zu müssen. Einfach nur ein Zeichen, schau mal ich hab an dich gedacht. Dieses Gefühl kann man in keine Laden und keinem Onlineshop der Welt kaufen. Zum Glück.

Verlinkt mit Handmade on Tuesday

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Einkaufsnetz statt Plastiktüte

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Diese Welt ein klein bisschen besser machen. Das zu tun was man kann, um unseren wundervollen Planeten wenigstens in diesem, wenn nicht sogar in einem besseren Zustand an die Nächsten weiter zu geben. Ein Vorsatz den ein Jeder haben sollte. Und das nicht erst zu Silvester.
Mittlerweile sehe ich es fast als sportliche Herausforderung meinen Wocheneinkauf mit immer weniger Plastik nach Hause zu tragen. Und wirklich, es geht. Wenn man sich nur ein paar Gedanken macht und kreativ an die Sache ran geht. Eine liebe Freundin hat unlängst einen tollen Artikel zu diesem Thema verfasst und mich somit auf die Idee gebracht mein Obst und Gemüse doch einfach mal auf dem Markt zu kaufen. Und weil die Dinge bekanntlich wie von selbst laufen, wenn sie richtig sind, stellte ich fest das der Wochenmarkt in Rietberg genau zu meiner bevorzugten Einkaufszeit, Freitags zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr abgehalten wird. Nun habe ich schon einige Freitage als fleißiger Marktbesucher meinen bescheidene Beitrag zur Plastikvermeidung beigetragen und wurde mit Obst und Gemüse in einer Qualität belohnt, die man im Supermarkt vergebens sucht. Probiert es selber mal aus. Tomaten können wirklich gut schmecken.

Auch hat besagte Freundin mich auf die Idee mit dem Einkaufsnetz gebracht. O.K. Zum abwiegen von Obst und Gemüse, wenn man es dann doch einmal nicht zum Wochenmarkt geschafft hat, ist es leider zu schwer. Aber für den kleinen Spontaneinkauf zwischendurch genau richtig. Passt in jede Handtasche und ist auch viel hübscher als die olle Plastiktüte vom Discounter.

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Was ist dein Beitrag für eine bessere Welt? Vielleicht hast du ja noch einen guten Tip für mich, oder andere die hier lesen. Denn schon der kleinste Denkanstoß „Ach… das könnte ich ja auch mal probieren“ ist ein Schritt in die richtige Richtung und bringt vielleicht etwas Gutes ins rollen.

Wenn ihr euch auch ein so schönes Einkaufsnetz häkeln wollt, dann schaut einfach man bei Grimmskram vorbei. Dort gibt es auch noch andere tolle Anleitungen und ein paar lustige Hühner. Die finde ich ja am allerbesten.

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Fair zu Pfoten Award

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Letzte Woche wurde mir, ob ihr’s glaubt oder nicht, der Fair zu Pfoten Award verliehen. Ja genau, das habe ich mich auch gefragt. Was ist denn das?
Es gibt da scheinbar einen Einsiedler in Spanien, der auf einer art Finca ein Leben lebt, das für einen Einsiedler doch recht gesellig daher kommt. Jedoch scheint seine Gesellschaft vorwiegend aus Tieren zu bestehen.
Ich habe mich mal etwas länger mit seinem Blog beschäftigt und bin auf dieses bezaubernde Video gestoßen. Auf dem Video ist zu sehen, wie er mit Eseln, Ziegen und Schafen, einer Unzahl von Hunden und Katzen auf besagter Finca, ein miteinander von Mensch und Tier geschaffen hat, das in respektvoller Zuneigung und Liebe seines gleichen sucht.

Seit dem unsere Luna nicht mehr bei uns ist, habe ich erst gemerkt, wie still es im Haus ohne sie ist. Wie trist sich ein Spaziergang ohne sie anfühlt. Wie sehr ich es genossen habe, für sie da sein zu können. Ihr all das zu geben, was sie für ein glückliches Hundeleben braucht und ein unendlichfaches zurück zu bekommen. Das kannst du nicht mit Geld bezahlen. Und dann merkst du auch erst wie egal es dir war, das fast dein ganzes Geld zuletzt für Tierarztkosten drauf gegangen ist. Dann merkst du erst, wie viel lieber du dein Geld für den Tierarzt ausgegeben hast, damit es deinem, dir anvertrauten  Tier besser geht, als irgendein neuer Pullover zu kaufen oder sogar eine Urlaubsreise zu buchen.
Wie ich das begriffen habe, das meine Leben ohne Tier an Wert verloren hat, war für mich sonnenklar, ich muss noch viel mehr tun.
Vor ziemlich genau einem Monat habe ich schon einmal die Frage meines Bruder nach dem Wert meines Lebens Mit „Gesundheit“ neu beantwortet, nur um an dieser Stelle meine Ergänzung nochmal’s zu ergänzen.
So kommt es mir mittlerweile vor als wollte mir das Schicksal erstmalig sehr deutlich vor Augen führen, was ich alles hatte in meinem Leben. Fast wie eine Rüge, für meine arrogante erste Antwort letztes Jahr. Geliebtes Tier – Weg, Gesundheit – Weg. Auch Menschen die zu meiner Vergangenheit und Gegenwart gehörten sind diese Jahr so plötzlich aus dem Leben gerissen worden. Erst durch ihren unerwarteten Verlust wird mir vor Augen geführt, wie untrennbar der Wert des eigenen Lebens mit den Menschen die dir am Herzen liegen verbunden ist. Aber das ist ein anderes Thema und will ein andermal berührt werden.

An das Schicksal: Ich hab es ja verstanden. Jetzt hätte ich gerne alles zurück.  

Gesundheit ist die Grundvoraussetzung um das tun zu können was meinem Leben besagten Wert gibt. (Wie gut, das ich erst krank geworden bin als Luna nicht mehr da war) Aber bald bin ich ja wieder kerngesund und kann dann noch so viel gutes tun und der einen oder anderen kleinen Seele da draußen helfen. Sicherlich, wenn auch bedauerlicher Weise wird es auf unserem Hof nie aussehen wie beim Einsiedler. Aber ich möchte versuchen auf meine Weise die Welt ein bisschen besser zu machen, denn das macht mich anscheinend Glücklich. Und wenn es nur Hunde und Katzen sind, denen ich ein Zuhause geben kann. Aber wer weis, vielleicht kommt ja noch der ein oder andere langohrige Geselle dazu.

Aus diesem Grund freue ich mich sehr über den Fair zu Pfoten Award. Ich nehme das jetzt mal als Zeichen, das der Weg, den ich gehen möchte zu einem Leben führt, das am End des Tages einen Sinn hat.

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Und plötzlich bleibt die Zeit stehen

Und plötzlich bleibt die Zeit stehen

Wunder schön und scheinbar endlos lang liegen sie vor dir. Drei Wochen Sommerurlaub. Du willst nicht wegfahren, sonder hast dir eine Menge schöner Sachen vorgenommen. die du alle ohne Stress und Hetze machen möchtest. Klar, es ist so einiges was du dir vorgenommen hast. Das neue Katzendomizil vorbereiten. Mit der Nichte in den Zoo oder ins Parkbad gehen. Die angefangenen Stühle lackieren. Einen Baum aussuchen und auf der Wiese pflanzen. Holzspielzeug bauen. Schöne Dinge Fotografieren und viel bloggen. Aber wenn man sich ein bisschen ranhält ist das alles locker zu schaffen. Du hast es dir ja immerhin vorgenommen und dann muss das auch fertig werden. Und so tust du die Dinge doch immer schneller und du willst ja auch alles schaffen und immer mehr schaffen und am Ende auch noch ein bisschen Zeit für dich haben und ganz plötzlich macht die Zeit eine Vollbremsung.

Magenschmerzen, Notarzt, ab ins Krankenhaus. Blinddarm raus, Herzprobleme, Lungenentzündung und alles um dich rum steht still und zerfällt zu einer Bedeutungslosigkeit, die ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht gekannt habe. Nichtmal über die beiden Katzen konnte ich mich mehr freuen, die wir keine 12 Stunden zu vor aus dem Tierheim geholt haben. Da ist nur noch diese Angst. Was passiert hier mit mir. Wie geht es weiter und warum ist hier alles so fremd.
Doch zum Glück hatte ich in den ersten Tagen nach meiner Erkrankung Menschen um mich rum, die mich so toll gepflegt und betreut haben. Mir mit Rat und vor allem mit viel Tat zur Seite gestanden habe. Da ich in meinem Leben noch nie so krank war, war es mir auch nie bewusst, wie wertvoll diese Menschen und ihr Arbeit sind, die sie jeden Tag leisten. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal dafür bedanken, das ihr alle für mich da wart. Auch wenn ich nicht glaube, das ein Mittarbeiter des EvK-Lippstadt hier mitliest, so soll es doch erwähnt werden. Auch soll es eine stellvertretende Anerkennung sein, für die schirr unendliche Zahl an Schwestern, Pflegern und Ärzten, die in unserem Land Tag für Tag dafür sorgen das es Menschen in Not bald besser geht. Das war mir vorher nicht so bewusst.

Jetzt bin ich seit einigen, sehr erfolgreichen Tagen wieder zuhause. Und es geht mir auch schon wirklich bedeutet besser. Doch bin ich nach wie vor sehr erstaunt, wie langsam die Bedeutung der Dinge zurückkommt und wie sehr mir dieser innere Antrieb fehlt. Über die Katzen freue ich mich mittlerweile sehr und es ist sehr schön zu sehen wie sie auch mir gegenüber jeden Tag ein bisschen zutraulicher werden. Aber ob ich dieses Jahr noch einen Baum pflanzen werde, wage ich zu bezweifeln. Doch ich freue mich jetzt schon auf die Zeit, in der ich wieder die Kraft dazu haben werde.

Ende letzten Jahres hat mein Bruder mich gefragt: „Was macht dein Leben gerade lebenswert“. Ich wusste erst gar nicht was ich da so drauf antworten sollte. Aber könnte ich die Frage jetzt noch mal beantworten würde ich die Antwort gerne um „Gesundheit“ ergänzen. Damals war noch alles super und ich wusste nicht wie es ist wirklich Krank zu sein, so das man ins Krankenhaus muss. Und wenn man dann erstmal in einem Krankenhaus ist, und sieht wie viele, noch viel kränkere Menschen dort sind. Dann weis man das das höchste Gute die Gesundheit ist. Und sollte einem das höchste Gute einmal abhanden kommen, wie wichtig es dann ist zu wissen das man nicht allein gelassen wird.

Vielen Dank dafür.

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Ich werd für immer an deiner Seite sein.

In Gedenken

Ich hab gewartet und gehofft,
dass der Moment vielleicht niemals kommt.
Das er einfach vorübergeht.
Oder vielleicht niemals geschieht.

Ich schau zurück
auf eine Wunderschöne Zeit.
Warst die Zuflucht
und die Liebe meines Seins.
Hast gekämpft
und jeden Moment mit mir geteilt.
Ich bin stolz
auch jetzt bei dir zu sein.

Ich Fang ein Bild von dir
und schließ die Augen zu.
Dann sind die Räume nicht mehr leer.
Lass alles andere einfach ruhen.
Ich fang ein Bild von dir
und dieser eine Augenblick
bleibt mein gedanklicher Besitz.
Den kriegt der Himmel nicht zurück.

Du kamst zu mir
als das Zeitglas unerschöpflich schien.
Du hast gelebt,
in jedem Sturm mit mir gekämpft.
Nie etwas verlangt,
nur gegeben und geschenkt.

Hast mir gezeigt,
was wirklich wichtig ist.
Hast ein Lächeln gezaubert
mit deinem stillen Blick.
Ohne jedes Wort,
doch voll von Liebe und Leben.
Hast so viel von dir
an mich gegeben.

Ich lass dich gehen
und wünsch dir alles Glück der Welt.
In diesem Augenblick
bist du das Einzige was zählt.
Lass dich fallen
und schlaf ganz einfach ein.
Ich werd für immer an deiner Seite sein.

Luna – 15.07.2001 bis 10.06.2016

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Am Ende wird alles gut…

Am Ende wird alles gut

und ich finde es immer wieder sehr ermutigend und motivierend zu sehen, das es wirklich so sein kann.
Mein, seit kurzem „ehemaliger“ Kollege, Stefan Carstensen ist das beste Beispiel dafür.
Steve hat Anfang des Jahres in den Sack gehauen. Er wollte, nach eigener Auskunft: „ jetzt son paar eigene Dinge machen“. Aus son paar eigenen Dingen ist dann die Werkstatt Bild und Sprache geworden. Wie ich das gesehen habe bin ich fast geplatzt vor Neid. Aber auch vor Freude. Vor Freude für Steve, seine Frau Sabine und all die Hunde, Katzen und sonstigen Bewohner der alten Schule in Meldorf. Und auch vor Freude, zu sehen, das es möglich ist, sich seine eigene Zukunft zu schaffen, auch wenn man kein knackiger Jungunternehmer mehr ist. Nimm’s bitte nicht persönlich Steve, aber wir sind alle nicht mehr die jüngsten.
Ich habe ja nun auch schon die 40 erreicht und frage mich täglich, ob das denn schon alles gewesen sein soll. Ist man nicht schon viel zu alt um noch was auf die Beine zu stellen? Aber anscheinend ist das keine Frage des Alters, sondern der Beharrlichkeit. Wenn ich daran zurück denke wie lange Steve schon von seinem Dachbodenstudio gefaselt hat. Und wir haben ihn alle nicht wirklich ernst genommen. Aber er ist anscheinend immer dran geblieben und hat sich etwas ganz tolles geschaffen, vor dem ich nur ehrfürchtig meinen Hut ziehen kann.
Ist Beharrlichkeit der Schlüssel zum Erfolg? Wahrscheinlich nicht ausschließlich, aber sicher ein großer Teil davon. Das werde ich mir mal merken.

Ich möchte auf jeden Fall, auf diesem Weg Danke sagen. Danke Steve für die Betthupferl und den Schokopudding vor meiner Tür. Danke für dein immer offenes Ohr und deinen friesischen Schnack den du dir immer bewahrt hast. Und Luna sagt auch danke für all die ungezählten Leckerlis und das Müsli das ihr euch allmorgendlich geteilt habt.
Es ist schön zu sehen das es ein Leben nach der Tretmühle geben kann. Und auch noch so ein tolles.

Ich glaube ich werde spätestens nächstes Jahr mal einen Workshop bei dir buchen. Ist da auch wieder so ein tolles Frühstück im Strandkorb inbegriffen?

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Ich kündige meinen Zeitsparvertrag

Ich kündige meinen Zeitvertrag

Sehr geehrte graue Herren,

oder soll ich Sie doch lieber Zeitdiebe nennen? Ich find das trifft es besser. Hiermit möchte ich offiziell meinen Zeitsparvertrag bei der Zeitsparbank kündigen. Ich habe es nämlich satt immer nur zu hetzen und mich zu eilen um dann am End doch nichts geschafft zu haben. Zahlen sie mir bitte mein bisher gespartes Guthaben in homöopathischen Dosen aus. Das muss ja inzwischen ein beträchtliches Zeitvermögen sein, wenn ich mal so zurückschaue seit wann diese Gefühl „ ich habe viel zu wenig Zeit“ teil meines Lebens ist.

Mit freundlichen Grüße,
Anne-Katrin Birkenhake

Wer denkt, die hat jetzt wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank, der sollte sich unbedingt mal mit Michael Endes Meisterstück Momo und der bezaubernden Geschichte um Kassiopeia, Gigi Fremdenführer, Beppo Straßenkehrer und nicht zu letzt Momo, beschäftigen.

Ich kenne die Erzählung schon aus Kindertage, aber scheine sie doch ganz vergessen zu haben. Neulich habe ich durch Zufall wieder dran gedacht und habe mir aus Neugier das Hörbuch bestellt. „Wie war das denn noch gleich mit Meister Hora und den Stundenblumen?“ Ich habe mich seit langem mal wieder hingesetzt und mir diese Geschichte von Anfang bis Ende angehört. Und am Ende wurde mir einiges klarer. Kennt ihr das auch, ihr hetzt und eilt euch, weil ihr noch so viel erledigen wollt und werdet immer hektischer, damit ihr am Ende vielleicht doch noch etwas Zeit für euch übrig habt? Aber es bleibt nie etwas übrig.

Von da an habe ich mal versucht die Dinge ganz langsam und ordentlich und mit „Muße“ zu tun. So wie Beppo Straßenkehrer. Atemzug, Schritt und Besenstrich. Und siehe da, nach all dem was ich mir vorgenommen habe hatte ich am Ende noch soviel Zeit, das ich diesen ziemlich langen Artikel schreiben konnte. Verrückt! Das ist wie in der Niemals-Gasse, in der man rückwärts gehen muss um Vorwärts zu kommen. Das probiere ich mal als nächstes.

Aber mal Spaß bei Seite. Michael Ende mahlt uns in seinem Werk eine Welt aus, die der Heutigen erschreckend ähnelt. Keiner hat mehr Zeit für irgendwas und schon gar nicht für den anderen und alle stöhnen nur sie hätten zu wenig Zeit. Dabei ist doch gerade Zeit der Faktor, der in unserer Welt am gerechtesten Verteilt ist. Jeder Mensch hat 24Stunden am Tag.

Michael Ende hat Momo bereits 1973 veröffentlicht. Eine Zeit in der es mich noch gar nicht gab. Also habe ich mich mal mit ein paar Leuten aus dieser Zeit unterhalten. Klar, früher war eh immer als besser. Aber wenn man mal ein bisschen zuhört (ganz nach Momoart), dann kann man doch sehr deutlich raus hören, das der (Zeit)Druck früher nicht so groß war. Vor allem im Beruf, aber auch schon im privaten Bereich, legte man doch mehr Wert auf Qualität anstelle auf Quantität. Heute muss immer alles sofort sein. Immer mehr, immer schneller. Und am End bleibt wieder nicht hängen.
Und ich glaube auch das das Phänomen „Burn out“ Anfang der 70ger noch nicht so weit verbreitet war wie heute.
Ich finde es zum einen bemerkenswert und auch ein bisschen erschreckend das Michael Ende diese Zeit vorausgesehen hat und ihm niemand zuhörte. Ja sicher, eine putzige Geschichte die alle gern gelesen haben. Aber geholfen hat es anscheinend doch nichts. Es ist genau so gekommen wie er es prophezeit hat. Die Frage nach dem Warum kann ich leider auch nicht beantworte. Und Herrn Ende kann ich leider nicht mehr Fragen. Muss ich vielleicht aber auch gar nicht. Ich muss nur für mich einen Weg finden damit umzugehen. Und da sieht meine Strategie ganz einfach aus. Ich kündige meinen Zeitsparvertrag. Ich Spare keine Zeit mehr, sonder gebe jede Stundenblume aus, sobald sie mir von Meister Hora zugeteilt wird. Und ich werde jede einzelne genießen.