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Fair zu Pfoten Award

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Letzte Woche wurde mir, ob ihr’s glaubt oder nicht, der Fair zu Pfoten Award verliehen. Ja genau, das habe ich mich auch gefragt. Was ist denn das?
Es gibt da scheinbar einen Einsiedler in Spanien, der auf einer art Finca ein Leben lebt, das für einen Einsiedler doch recht gesellig daher kommt. Jedoch scheint seine Gesellschaft vorwiegend aus Tieren zu bestehen.
Ich habe mich mal etwas länger mit seinem Blog beschäftigt und bin auf dieses bezaubernde Video gestoßen. Auf dem Video ist zu sehen, wie er mit Eseln, Ziegen und Schafen, einer Unzahl von Hunden und Katzen auf besagter Finca, ein miteinander von Mensch und Tier geschaffen hat, das in respektvoller Zuneigung und Liebe seines gleichen sucht.

Seit dem unsere Luna nicht mehr bei uns ist, habe ich erst gemerkt, wie still es im Haus ohne sie ist. Wie trist sich ein Spaziergang ohne sie anfühlt. Wie sehr ich es genossen habe, für sie da sein zu können. Ihr all das zu geben, was sie für ein glückliches Hundeleben braucht und ein unendlichfaches zurück zu bekommen. Das kannst du nicht mit Geld bezahlen. Und dann merkst du auch erst wie egal es dir war, das fast dein ganzes Geld zuletzt für Tierarztkosten drauf gegangen ist. Dann merkst du erst, wie viel lieber du dein Geld für den Tierarzt ausgegeben hast, damit es deinem, dir anvertrauten  Tier besser geht, als irgendein neuer Pullover zu kaufen oder sogar eine Urlaubsreise zu buchen.
Wie ich das begriffen habe, das meine Leben ohne Tier an Wert verloren hat, war für mich sonnenklar, ich muss noch viel mehr tun.
Vor ziemlich genau einem Monat habe ich schon einmal die Frage meines Bruder nach dem Wert meines Lebens Mit „Gesundheit“ neu beantwortet, nur um an dieser Stelle meine Ergänzung nochmal’s zu ergänzen.
So kommt es mir mittlerweile vor als wollte mir das Schicksal erstmalig sehr deutlich vor Augen führen, was ich alles hatte in meinem Leben. Fast wie eine Rüge, für meine arrogante erste Antwort letztes Jahr. Geliebtes Tier – Weg, Gesundheit – Weg. Auch Menschen die zu meiner Vergangenheit und Gegenwart gehörten sind diese Jahr so plötzlich aus dem Leben gerissen worden. Erst durch ihren unerwarteten Verlust wird mir vor Augen geführt, wie untrennbar der Wert des eigenen Lebens mit den Menschen die dir am Herzen liegen verbunden ist. Aber das ist ein anderes Thema und will ein andermal berührt werden.

An das Schicksal: Ich hab es ja verstanden. Jetzt hätte ich gerne alles zurück.  

Gesundheit ist die Grundvoraussetzung um das tun zu können was meinem Leben besagten Wert gibt. (Wie gut, das ich erst krank geworden bin als Luna nicht mehr da war) Aber bald bin ich ja wieder kerngesund und kann dann noch so viel gutes tun und der einen oder anderen kleinen Seele da draußen helfen. Sicherlich, wenn auch bedauerlicher Weise wird es auf unserem Hof nie aussehen wie beim Einsiedler. Aber ich möchte versuchen auf meine Weise die Welt ein bisschen besser zu machen, denn das macht mich anscheinend Glücklich. Und wenn es nur Hunde und Katzen sind, denen ich ein Zuhause geben kann. Aber wer weis, vielleicht kommt ja noch der ein oder andere langohrige Geselle dazu.

Aus diesem Grund freue ich mich sehr über den Fair zu Pfoten Award. Ich nehme das jetzt mal als Zeichen, das der Weg, den ich gehen möchte zu einem Leben führt, das am End des Tages einen Sinn hat.

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Und plötzlich bleibt die Zeit stehen

Und plötzlich bleibt die Zeit stehen

Wunder schön und scheinbar endlos lang liegen sie vor dir. Drei Wochen Sommerurlaub. Du willst nicht wegfahren, sonder hast dir eine Menge schöner Sachen vorgenommen. die du alle ohne Stress und Hetze machen möchtest. Klar, es ist so einiges was du dir vorgenommen hast. Das neue Katzendomizil vorbereiten. Mit der Nichte in den Zoo oder ins Parkbad gehen. Die angefangenen Stühle lackieren. Einen Baum aussuchen und auf der Wiese pflanzen. Holzspielzeug bauen. Schöne Dinge Fotografieren und viel bloggen. Aber wenn man sich ein bisschen ranhält ist das alles locker zu schaffen. Du hast es dir ja immerhin vorgenommen und dann muss das auch fertig werden. Und so tust du die Dinge doch immer schneller und du willst ja auch alles schaffen und immer mehr schaffen und am Ende auch noch ein bisschen Zeit für dich haben und ganz plötzlich macht die Zeit eine Vollbremsung.

Magenschmerzen, Notarzt, ab ins Krankenhaus. Blinddarm raus, Herzprobleme, Lungenentzündung und alles um dich rum steht still und zerfällt zu einer Bedeutungslosigkeit, die ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht gekannt habe. Nichtmal über die beiden Katzen konnte ich mich mehr freuen, die wir keine 12 Stunden zu vor aus dem Tierheim geholt haben. Da ist nur noch diese Angst. Was passiert hier mit mir. Wie geht es weiter und warum ist hier alles so fremd.
Doch zum Glück hatte ich in den ersten Tagen nach meiner Erkrankung Menschen um mich rum, die mich so toll gepflegt und betreut haben. Mir mit Rat und vor allem mit viel Tat zur Seite gestanden habe. Da ich in meinem Leben noch nie so krank war, war es mir auch nie bewusst, wie wertvoll diese Menschen und ihr Arbeit sind, die sie jeden Tag leisten. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal dafür bedanken, das ihr alle für mich da wart. Auch wenn ich nicht glaube, das ein Mittarbeiter des EvK-Lippstadt hier mitliest, so soll es doch erwähnt werden. Auch soll es eine stellvertretende Anerkennung sein, für die schirr unendliche Zahl an Schwestern, Pflegern und Ärzten, die in unserem Land Tag für Tag dafür sorgen das es Menschen in Not bald besser geht. Das war mir vorher nicht so bewusst.

Jetzt bin ich seit einigen, sehr erfolgreichen Tagen wieder zuhause. Und es geht mir auch schon wirklich bedeutet besser. Doch bin ich nach wie vor sehr erstaunt, wie langsam die Bedeutung der Dinge zurückkommt und wie sehr mir dieser innere Antrieb fehlt. Über die Katzen freue ich mich mittlerweile sehr und es ist sehr schön zu sehen wie sie auch mir gegenüber jeden Tag ein bisschen zutraulicher werden. Aber ob ich dieses Jahr noch einen Baum pflanzen werde, wage ich zu bezweifeln. Doch ich freue mich jetzt schon auf die Zeit, in der ich wieder die Kraft dazu haben werde.

Ende letzten Jahres hat mein Bruder mich gefragt: „Was macht dein Leben gerade lebenswert“. Ich wusste erst gar nicht was ich da so drauf antworten sollte. Aber könnte ich die Frage jetzt noch mal beantworten würde ich die Antwort gerne um „Gesundheit“ ergänzen. Damals war noch alles super und ich wusste nicht wie es ist wirklich Krank zu sein, so das man ins Krankenhaus muss. Und wenn man dann erstmal in einem Krankenhaus ist, und sieht wie viele, noch viel kränkere Menschen dort sind. Dann weis man das das höchste Gute die Gesundheit ist. Und sollte einem das höchste Gute einmal abhanden kommen, wie wichtig es dann ist zu wissen das man nicht allein gelassen wird.

Vielen Dank dafür.

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Ich werd für immer an deiner Seite sein.

In Gedenken

Ich hab gewartet und gehofft,
dass der Moment vielleicht niemals kommt.
Das er einfach vorübergeht.
Oder vielleicht niemals geschieht.

Ich schau zurück
auf eine Wunderschöne Zeit.
Warst die Zuflucht
und die Liebe meines Seins.
Hast gekämpft
und jeden Moment mit mir geteilt.
Ich bin stolz
auch jetzt bei dir zu sein.

Ich Fang ein Bild von dir
und schließ die Augen zu.
Dann sind die Räume nicht mehr leer.
Lass alles andere einfach ruhen.
Ich fang ein Bild von dir
und dieser eine Augenblick
bleibt mein gedanklicher Besitz.
Den kriegt der Himmel nicht zurück.

Du kamst zu mir
als das Zeitglas unerschöpflich schien.
Du hast gelebt,
in jedem Sturm mit mir gekämpft.
Nie etwas verlangt,
nur gegeben und geschenkt.

Hast mir gezeigt,
was wirklich wichtig ist.
Hast ein Lächeln gezaubert
mit deinem stillen Blick.
Ohne jedes Wort,
doch voll von Liebe und Leben.
Hast so viel von dir
an mich gegeben.

Ich lass dich gehen
und wünsch dir alles Glück der Welt.
In diesem Augenblick
bist du das Einzige was zählt.
Lass dich fallen
und schlaf ganz einfach ein.
Ich werd für immer an deiner Seite sein.

Luna – 15.07.2001 bis 10.06.2016

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Am Ende wird alles gut…

Am Ende wird alles gut

und ich finde es immer wieder sehr ermutigend und motivierend zu sehen, das es wirklich so sein kann.
Mein, seit kurzem „ehemaliger“ Kollege, Stefan Carstensen ist das beste Beispiel dafür.
Steve hat Anfang des Jahres in den Sack gehauen. Er wollte, nach eigener Auskunft: „ jetzt son paar eigene Dinge machen“. Aus son paar eigenen Dingen ist dann die Werkstatt Bild und Sprache geworden. Wie ich das gesehen habe bin ich fast geplatzt vor Neid. Aber auch vor Freude. Vor Freude für Steve, seine Frau Sabine und all die Hunde, Katzen und sonstigen Bewohner der alten Schule in Meldorf. Und auch vor Freude, zu sehen, das es möglich ist, sich seine eigene Zukunft zu schaffen, auch wenn man kein knackiger Jungunternehmer mehr ist. Nimm’s bitte nicht persönlich Steve, aber wir sind alle nicht mehr die jüngsten.
Ich habe ja nun auch schon die 40 erreicht und frage mich täglich, ob das denn schon alles gewesen sein soll. Ist man nicht schon viel zu alt um noch was auf die Beine zu stellen? Aber anscheinend ist das keine Frage des Alters, sondern der Beharrlichkeit. Wenn ich daran zurück denke wie lange Steve schon von seinem Dachbodenstudio gefaselt hat. Und wir haben ihn alle nicht wirklich ernst genommen. Aber er ist anscheinend immer dran geblieben und hat sich etwas ganz tolles geschaffen, vor dem ich nur ehrfürchtig meinen Hut ziehen kann.
Ist Beharrlichkeit der Schlüssel zum Erfolg? Wahrscheinlich nicht ausschließlich, aber sicher ein großer Teil davon. Das werde ich mir mal merken.

Ich möchte auf jeden Fall, auf diesem Weg Danke sagen. Danke Steve für die Betthupferl und den Schokopudding vor meiner Tür. Danke für dein immer offenes Ohr und deinen friesischen Schnack den du dir immer bewahrt hast. Und Luna sagt auch danke für all die ungezählten Leckerlis und das Müsli das ihr euch allmorgendlich geteilt habt.
Es ist schön zu sehen das es ein Leben nach der Tretmühle geben kann. Und auch noch so ein tolles.

Ich glaube ich werde spätestens nächstes Jahr mal einen Workshop bei dir buchen. Ist da auch wieder so ein tolles Frühstück im Strandkorb inbegriffen?

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Ich kündige meinen Zeitsparvertrag

Ich kündige meinen Zeitvertrag

Sehr geehrte graue Herren,

oder soll ich Sie doch lieber Zeitdiebe nennen? Ich find das trifft es besser. Hiermit möchte ich offiziell meinen Zeitsparvertrag bei der Zeitsparbank kündigen. Ich habe es nämlich satt immer nur zu hetzen und mich zu eilen um dann am End doch nichts geschafft zu haben. Zahlen sie mir bitte mein bisher gespartes Guthaben in homöopathischen Dosen aus. Das muss ja inzwischen ein beträchtliches Zeitvermögen sein, wenn ich mal so zurückschaue seit wann diese Gefühl „ ich habe viel zu wenig Zeit“ teil meines Lebens ist.

Mit freundlichen Grüße,
Anne-Katrin Birkenhake

Wer denkt, die hat jetzt wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank, der sollte sich unbedingt mal mit Michael Endes Meisterstück Momo und der bezaubernden Geschichte um Kassiopeia, Gigi Fremdenführer, Beppo Straßenkehrer und nicht zu letzt Momo, beschäftigen.

Ich kenne die Erzählung schon aus Kindertage, aber scheine sie doch ganz vergessen zu haben. Neulich habe ich durch Zufall wieder dran gedacht und habe mir aus Neugier das Hörbuch bestellt. „Wie war das denn noch gleich mit Meister Hora und den Stundenblumen?“ Ich habe mich seit langem mal wieder hingesetzt und mir diese Geschichte von Anfang bis Ende angehört. Und am Ende wurde mir einiges klarer. Kennt ihr das auch, ihr hetzt und eilt euch, weil ihr noch so viel erledigen wollt und werdet immer hektischer, damit ihr am Ende vielleicht doch noch etwas Zeit für euch übrig habt? Aber es bleibt nie etwas übrig.

Von da an habe ich mal versucht die Dinge ganz langsam und ordentlich und mit „Muße“ zu tun. So wie Beppo Straßenkehrer. Atemzug, Schritt und Besenstrich. Und siehe da, nach all dem was ich mir vorgenommen habe hatte ich am Ende noch soviel Zeit, das ich diesen ziemlich langen Artikel schreiben konnte. Verrückt! Das ist wie in der Niemals-Gasse, in der man rückwärts gehen muss um Vorwärts zu kommen. Das probiere ich mal als nächstes.

Aber mal Spaß bei Seite. Michael Ende mahlt uns in seinem Werk eine Welt aus, die der Heutigen erschreckend ähnelt. Keiner hat mehr Zeit für irgendwas und schon gar nicht für den anderen und alle stöhnen nur sie hätten zu wenig Zeit. Dabei ist doch gerade Zeit der Faktor, der in unserer Welt am gerechtesten Verteilt ist. Jeder Mensch hat 24Stunden am Tag.

Michael Ende hat Momo bereits 1973 veröffentlicht. Eine Zeit in der es mich noch gar nicht gab. Also habe ich mich mal mit ein paar Leuten aus dieser Zeit unterhalten. Klar, früher war eh immer als besser. Aber wenn man mal ein bisschen zuhört (ganz nach Momoart), dann kann man doch sehr deutlich raus hören, das der (Zeit)Druck früher nicht so groß war. Vor allem im Beruf, aber auch schon im privaten Bereich, legte man doch mehr Wert auf Qualität anstelle auf Quantität. Heute muss immer alles sofort sein. Immer mehr, immer schneller. Und am End bleibt wieder nicht hängen.
Und ich glaube auch das das Phänomen „Burn out“ Anfang der 70ger noch nicht so weit verbreitet war wie heute.
Ich finde es zum einen bemerkenswert und auch ein bisschen erschreckend das Michael Ende diese Zeit vorausgesehen hat und ihm niemand zuhörte. Ja sicher, eine putzige Geschichte die alle gern gelesen haben. Aber geholfen hat es anscheinend doch nichts. Es ist genau so gekommen wie er es prophezeit hat. Die Frage nach dem Warum kann ich leider auch nicht beantworte. Und Herrn Ende kann ich leider nicht mehr Fragen. Muss ich vielleicht aber auch gar nicht. Ich muss nur für mich einen Weg finden damit umzugehen. Und da sieht meine Strategie ganz einfach aus. Ich kündige meinen Zeitsparvertrag. Ich Spare keine Zeit mehr, sonder gebe jede Stundenblume aus, sobald sie mir von Meister Hora zugeteilt wird. Und ich werde jede einzelne genießen.

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Der Herr über Ebbe und Flut

Der Blick auf die Eider vom Sperrwerkturm aus, kurz bevor sie in die Nordsee fließt.

Eiderland

Und hier sehen sie den Herren über Ebbe und Flut in der Eideraußenmündung. Es liegt einzig und allein in seiner Hand ob die Menschen hinterm Deich in windgepeitschten Sturmflutnächten den Tod in den tosenden Fluten finden, oder trocken und sicher in ihren Bettchen schlafen können.

Nun Gut, ein bisschen dick aufgetragen. Eigentlich ist es nur mein kleiner Bruder. Sein Arbeitsplatz ist c.a.10m über dem Boden, im Turm des Eidersperrwerks und er ist in der Tat (unter anderem) zuständig für den Wasserstand der Eider.

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Das Sperrwerk wurde 1967 zum Schutz des Hinterlands gebaut. Es verbindet die Eider mit der Nordsee und man kann mit Hilfe riesiger Tore den Wasserstand der Eider regulieren.

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Das Sperrwerk verfügt über einen Innen- und einen Außenbecken in dem die kleine eiderstedter Krabbenkutterflotte fest machen kann um Ihren Fang zu löschen.
Für uns vier Kinder, die teil einer Krabbenfischerfamilie sind, gehört das Sperrwerk genauso zur Nordsee wie der Wind, der Geruch noch Salz und Mole und das alltägliche Krabbenpulen. Oft haben wir am Sperrwerk auf den Kapitän gewartet, wenn er vom fischen wiederkam.
Heute genießt der alte Seebär seine verdiente Rente und mein Bruder hat die Fischerei an den Nagel gehangen. Für einen Fischer ist der Ausdruck „geregelte Arbeitszeiten“ eher ein Fremdwort und er wollte gerne seine Söhne aufwachsen sehen. So ist er also Knöpfchendrücker auf’m Turm geworden.
Und hat mir damit einen lang gehegten Wunsch erfüllen können. „Wie schaut wohl die Nordsee von dort oben aus.“

Es ist immer wieder spannend ihn dort oben zu besuchen. Er zeigt uns dann Seekarten und erklärt uns wie man die Leuchtfeuer im Norden liest.

Wenn man Glück hat erlebt man eine sagenhaften Sonnenuntergang. Wenn man noch mehr Glück hat einen Sonnenstrahl.

Vielen Dank dafür kleiner Bruder.

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Wenn die Zukunft kürzer wird als die Vergangenheit.

zum 40sten

Nun sitze ich hier und blicke auf die verstrichenen 40Jahr meines Lebens zurück. Das ist schon eine wirklich lange Zeit. Und der Gedanke, das ich jetzt mal gerade die Hälfte habe ist doch sehr beruhigend. Ich habe also noch soviel Zeit, um all die Dinge zu tun. Die Dinge von denen man immer sagt: „Das würde ich gerne mal machen. Aber es passt jetzt nicht“.
Manche Leute meinen, man muss solche Dinge gleich tun und das Leben auskosten solange es noch geht. Das sehe ich ein bisschen anders. Ich tue die Dinge dann wenn sie passen. Das ist mir sonst viel zu stressig, meinen Wünschen hinterherzuhetzen und ewig unzufrieden zu sein. Es ist viel schöner, wenn sich ein Wunsch erfüllt, ohne das eigene Zutun, einfach nur weil sich die Dinge gerade so gefügt haben. Aber diese Einsicht hat auch mich erst das Alter und die Erfahrung gelehrt. Wohl eines der wenigen Dinge die ich bedaure wenn ich so zurückblicke, das ich diese Einsicht nicht schon früher hatte.

40 Jahre sind eine so lange Zeit, die ich gar nicht auf einen Blick fassen kann. Da sind die 10 Jahre, die seit der letzten „0“ verstrichen sind schon überschaubarer.
Vor genau 10 Jahren habe ich meinen Geburtstag auch hier an der Nordsee gefeiert. Jedoch mit einer etwas anderen Besetzung. Manche Personen gab es in meinen Leben noch gar nicht, Manche waren noch gar nicht auf der Welt. Doch eine war immer da, die letzten 10 Jahr. Sie ist zwar nur ein Hund, aber gerade deswegen ist sie die einzige die seit über 10Jahr alle Hoch’s und Tief’s mit mir erlebt hat, ebenso wie ich mit ihr. Und was wir alles erlebt haben in dieser Zeit. Beziehungen kamen, gingen und blieben. Beruf, Alltag und Urlaube. Freud und Leid, immer war sie dabei. Wie gut das sie nicht reden kann. Das schätze ich sehr an ihr.
Auch beruflich gesehen habe ich jetzt so ziemlich die Hälfte. Auf 20 Jahre Berufserfahrung kann man doch schon stolz sein. Beim 20Jährigen Abitreffen letzte Jahr kam ich mir erst ein bisschen blöd vor. Viele haben nach dem Abi studiert und diverse Berufe ausprobiert, sind ins Ausland gegangen und wieder zurückgekommen. Sie haben sich ihren Weg gesucht (und einige scheinen ihn bis heute nicht gefunden zu haben). Wenn ich gefragt wurde: „Was hast du eigentlich so nach dem Abi gemacht?“ Konnte ich immer nur Antworten: „Ich habe eine Ausbildung gemacht und bin genau das geblieben“  Mehr nicht! Ziemlich einfach, ziemlich schnörkellos. Bis dann eine sagte: „20 Jahr Berufserfahrung! Das ist wirklich eine Menge Wert. Und das auch noch in einem Beruf der dir damals wie heute Spaß macht. Da hast du wohl was richtig gemacht“ Ja, da habe ich vielleicht etwas richtig gemacht. Schade nur das ich da nicht von allein drauf gekommen Bin. Ach übrigens, sollte Mein Chef das hier lesen, sollten wir vielleicht nochmal über mein Gehalt reden. 20Jahre, das ist doch wohl was wert?!

Vielleicht ist es auch noch nicht zu spät was Neues zu machen. Eine Restaurationswerkstatt mit Cafè, Gnadenhof und vielen Workshops. Wie schön das man mit 40 immer noch Träumen kann.
Ich würde auch gerne mal ein Buch veröffentlichen. Vielleicht einen Bildband. Es ist ja noch soviel Zeit.
Und doch rennt sie, die Zeit und das Karusell dreht sich immer schnell. Darum bin ich hier in der Heimat im Geiste, und der die Uhren anders rum laufen. Ich habe mir für eine Woche (fast) nichts vorgenommen. Ich steige mal für eine Woche aus. Das schenke ich mir.

So verbringe ich diesen Tag im Kreise vieler Lieben. Und wenn ich mir etwas wünschen könnet so, das die nächsten 40 Jahr genau so ablaufen. Mit Kaffee, Kuchen und bunten Servierten. Und wer bis Abends bleibt der bekommt Schnittchen.
Diejenigen, die heute nicht bei mir sein könne, an die denke ich ganz fest und esse ein Stück Kuchen für sie mit.

 

 

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Ben möchte so einiges wissen

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Mein Bruder nennt es „ein Stöckchen zugeworfen bekommen“. Na das kennt man ja als kleine Schwester, das man mit Dingen beworfen wird. Dieses mal waren es aber keine Bauklötze oder Legosteine, sondern knallharte Fragen. Ja, ja, so ändern sich die Zeiten.
Das ganze nennt sich in Bloggerkreisen „Liebster Award“ und beinhaltet das beantworten von 11 Frage, die den drei Nominierten, also auch mir, gestellt werden. Und eins will ich euch sagen. Das war nicht leicht.

Ben möchte gerne wissen:

  • Was ist Dein Lieblingsgericht?
    Also das ist ja noch einfach: Königsberger Klopse so wie der Käpten sie macht.
  • Was ist Dein liebstes vegetarisches oder sogar veganes Gericht?
    Das ist auch nicht so schwierig. Meine Freundin Yvonne macht ein Veganes Chili, da lasse ich jedes Con Carne für stehen.
  • Was hat dir musikalisch 2015 am besten gefallen?
    Das ist zwar jetzt nicht mehr ganz brand aktuell, habe ich diese Jahr aber viel gehört. Mein Mann hat mir die neue Live-CD „Gib mir Musik“ von Reinhard May 2014 zu Weihnachten geschenkt. Ja, ich bin bekennender Reinhard May Fan und schäme mich kein Stück dafür! Die habe ich dieses ja wirklich viel gehört. An aktuellen Sachen hatte es mir die „Wolke 4“ im Sommer sehr angetan. Da konnte man die Füßen nicht still halten.
  • Welchen Fortschritt würdest Du mit Deinem Blog nächstes Jahr gerne machen.
    Ich glaube das für die Gute Stube das Wort „Fortschritt“ nicht das richtige ist. Ich würde es eher umzusetzende Projekte nennen. Fortschritt klingt so Gewinnorientiert.
    Ich Spiele schon länger mit dem Gedanken eine Serie zu schreiben in der es um die „Geschichten der Alten“ geht. Ich habe in letzter Zeit sehr viele ältere Menschen kennen gelernt, die so viele tolle Erinnerungen haben, sie aber nie aufschreiben werden. Und so werden dann diese Erinnerungen vergessen werden, was ich sehr schade finde. Das müsste man doch alles mal aufschreiben und festhalten. Außerdem kann man das ganze noch mit einer tollen Portaitserie verbinden. Ich trau mich nur noch nicht zu fragen, ob mir einer seine Geschichte erzählt, damit ich sie weiter erzähle. Na mal schauen…
  • Gibt es jemanden (kann auch schon tot sein) von dem Du Dir wünschen würdest, er oder sie würde Dein Blog lesen und kommentieren?
    Eine wirklich schwierige Frage, da ich ja gar nicht so genau weis wer hier alles mitliest. Und von denen die mir wichtig sind weis ich das sie diese Zeilen hier lesen.
    Schauen wir mal bei den Toten… Elvira Degering, Freundin meiner Eltern und nicht nur, aber vor allem in beruflichen Fragen, so eine Art Mentorin für mich. Wenn sie nicht gewesen wäre, hätte ich heute nicht den Beruf den ich seit 20 Jahren mit Freude ausübe. Ich glaube ihr hätte gefallen, was ich euch hier so alles zeige und schreibe.
    Danke liebe Elvira für diesen tollen Start.
  • Von wem (kann auch wieder schon tot sein, muss aber latürnich nicht) würdest Du Dir wünschen, dass er oder sie (mehr) bloggen würde?
    Meine Großeltern. Die die ich nicht mehr Fragen kann, wie das damals so alles war. Wenn die einen Blog wie ein Tagebuch geschrieben hätten, könnte ich all die alten Geschichten jetzt nochmal nachlesen.
  • Wenn Dir eine gute Fee jeden Monat 10.000 Euro überweisen würde, Du aber im Gegenzug Deinen Job an den Nagel hängen und „Gutes“ tun müsstest, was würdest Du dann Gutes tun?
    Jeden Monat 10.000 Euro? Das würde ich glaube ich aufteilen. Wenn ich nicht mehr in die alte Tretmühle müsste würde ich hier auf unserm Hof mich um alte und herrenlose Tiere kümmern wollen. Sone art Gnadenhof. Klar, das kostet Geld. Aber bestimmt keine 10.000€. Den Rest kann ich dann einer Kinderhilfsorganisation spenden. Man muss ja auch etwas für die armen Kinderlein tun. Sonst denken hier alle noch ich wäre Herzlos…
    Aber ein Hof voller Esel, Hühner, Hunden, Katzen, Schafen, Schweinen… Das wär toll.
  • Welche gedruckte Zeitung, Zeitschrift oder Magazin hast Du zuletzt wirklich gerne, mit Freude oder Interesse oder Genuss gelesen und warum?
    Die Schöner Wohnen Styling. Nicht zu verwechsel mit der herkömmlichen „Schöner Wohnen. Für Leute wie mich eine wirklich sehr schönes Druckerzeugnis, mit vielen interessanten Beiträgen zu Trends im Interieurbereich. Außerdem gefallen mir die Aufnahmen sehr gut und geben mir Anregungen zu eigenen Projekten. Auch das Papier und der Druck sind gut gewählt und haben eine tolle Haptik.
  • Welches Tier fasziniert Dich und warum?
    Mein Hund? Nein, nicht wirklich. Mensch Ben! Hättest du nicht fragen können „Welches Tier magst du am liebste?
    Also, faszinieren tun mich eigentlich alle Tiere die ohne uns Menschen ganz fabelhaft und meist noch besser zurecht kommen. Wenn ich mir so die Feldhasen anschaue, die bei uns rumhoppeln. Die kommen doch ganz fabelhaft ohne Handy, Supermark und Zentralheizung aus. Das würde von uns doch keiner länger als drei Tage aushalten.
  • Was ist schlimmer, Fussball oder Facebook?
    Ach, so schlimm finde ich Facebook ja gar nicht. Es ist in meinen Augen immer eine Frage, wie man damit umgeht und ich muss ja nicht allen Schund lesen, der da so geschrieben wird.
  • Was macht Dein Leben gerade lebenswert?
    Na super! Das beste immer zum Schluß. Da drüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht. Ich finde mein Leben im Augenblick fabelhaft so wie es ist und ich finde auch es hat sich nie besser angefühlt. Ich werte das mal aus Aufwärtstrend und freue mich auf die tollen Dinge die da in den nächsten 40 Jahren noch kommen werden. Ich glaube, die Neugier macht ein und vor allem mein Leben Lebenswert. Und die Hoffnung das es besser wird, oder alles so schön bleibt, wie es ist.

Nachdem ich nun all diese kniffligen Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet habe, würde ich gerne von

Landlebenblog
epipa und
Findesatz

die Antworten zu folgenden Fragen erfahren.

01. Was bedeutet dir dein Blog und wie wichtig ist er dir?
02. Wie wichtig ist dir dein Beruf?
03. Was bedeutet dir Familie?
04. Wenn du ein Ereigniss aus den letzten 10 Jahren ungeschehen machen könntest, welches wäre das?
05. Dein bisher schönstes Weihnachtserlebnis.
06. Wer oder was motiviert dich?
07. Was verändert sich für dich positiv durch deinen Blog?
08. Hast du ein Lebensmotto und wenn ja welches?
09. Welche Fertigkeit würdest du gerne beherrschen können.
10. Hast du ein besonderes Talent und wie nutz du es?
11. Die Frage nach dem Wert des Lebens finde ich schon sehr spannend. Darum „Was macht Dein Leben     gerade lebenswert?“

Und hier die Regeln, die ich aufführen soll:
– Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser   Person mit deinem Beitrag
– Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
– Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
– Schreibe diese Regeln in deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
– Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel.

Abschließen möchte ich mich natürlich noch bei Ben bedanken, das er mich dazu gebracht hat den wohl längsten Artikel meine bisherigen Bloggerdaseins zu verfassen. Im selben Zug möchte ich allen gratulieren, die hier unten angekommen sind. So einen Langen Artikel hatte ich wirklich noch nie.

 

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Schreibzeit „Gedanken zum Bloggen“

Schreibzeit Gedanken zu Bloggen

Vor etwas mehr als einem halben Jahr habe ich mir die Frage gestellt, wo soll es hingehen mit der Guten Stube. Und ich habe viele tolle Antworten bekommen, die mir genau den richtigen Weg gezeigt habe, so das ich mit der Guten Stube heute zufriedener bin den je. Dazu kam das ich kurze Zeit später an einem Punkt in meinem Leben ankam, an dem ich einfach gemerkt habe, das es so nicht weiter geht. Ich habe mich zu sehr unter Druck gesetzt. Und damit meine ich ganz sicher nicht nur das bloggen. Aber zum Glück habe ich einen tollen Mann, der mich mit seiner sanften und ganz eignen Art einfach wieder auf die Spur gebracht hat. Fragt mich bitte nicht wie er das gemacht hat. Und von da an hat sich der Knoten gelöst und die Dinge sind einfach in die richtige Richtung gelaufen. Ich habe mich nicht mehr drum geschert, was der Sinn meines Blogs ist und ob das hier alles zum Konzept passt. Ich habe es einfach wachsen lassen und versucht mitzuwachsen. Dinge die mir leicht von der Hand gingen und sich richtig anfühlten habe ich weiter verfolgt. Anderes das mir Mühe bereitet hat habe ich sein gelassen.
Eine Kollegin, die in energetischen Themen etwas weiter ist als die meisten, hat mal zu mir gesagt: „Wenn die Dinge einfacher werden und scheinbar von alleine laufen, dann sind sie richtig“ Und genau so ist es auch. Ich versuche heute so zu bloggen wie es sich (ausschließlich für mich) richtig anfühlt und dann bereitet es mir auch keinen Stress mehr.

Klar gibt es immer Blogs mit schöneren Bilder und besseren Texten (vor allem welche mit korrekter Rechtschreibung), aber so bin ich eben, nicht perfekt und bestimmt nie die Beste. Aber das muss ich auch gar nicht, denn ich habe gelernt das ich für das gemocht werde was ich halt bin und genau das zeige ich euch hier.

Inzwischen ist die Gute Stube eineinhalb Jahr alt und ich schaue immer wieder gerne in meinen Artikel und Bildern zurück. Es ist wirklich so wie die ganzen Langzeit-Blogger sagen. Es ist eine art Tagebuch. Aber, obwohl es so öffentlich ist, kann nur ich es lesen. Denn nur ich weis, das ich am 30.01.2015 eigentlich zu meiner Nichte wollte und wegen des Schneesturms nicht durch kam, oder was an dem Morgen nachdem ich am See war noch passiert ist.  An all diese Momente kann ich mich noch sehr gut erinnern und dank der Guten Stube werde ich das auch noch sehr lange tun können. Als ich das erkannt habe, habe ich auch verstanden was immer alle damit meinen, wenn sie sagen, du musst das für dich tun und nicht dafür, das hier möglichst viele Leute mitlesen und kommentieren. Ich weis gar nicht wieviele Leute hier täglich unterwegs sind. Und ich glaube ich möchte das auch gar nicht wissen. Machmal schreibe ich etwas und denke dabei an Freunde oder Verwandte. „Wenn Simone das jetzt lies, dann lacht sie bestimmt“ und ich kann es dann richtig hören, ihr lautes Lachen, das so sehr von Herzen kommt. Das sind doch die wichtigsten Leser, von denen ich auch weis, das sie mitlesen.

Ja, Bloggen kostet Zeit. Aber was sollte ich denn sonst mit all meiner Zeit anfangen. Ich habe gelernt die Dinge zu tun die mir Spaß machen, wie lesen, fotografieren, restaurieren, und dann dadrüber zu schreiben. Ganz ohne Druck. Ich habe zwar nach wie vor einen Blog-Kalender, in dem ich eintrage, wann ich welchen Artikel veröffentlichen möchte, aber der setzt mich nicht unter Druck. Ansonsten würde ich die ganzen tollen Ideen über die ich schreiben möchte immer wieder vergessen. Und ich bin auch mittlerweile so weit, das wenn ich einen Bericht bis zum angedachten Termin nicht fertig habe, ich ihn eben einfach einem Monat später veröffentliche. Wie diese Schreibzeit, für die ich diesen Artikel schreibe schon vor Tagen von Bine veröffentlicht wurde. So schreibe ich diese Sätze doch erst Heute. Weil es erst heute passt und sie mir auch erst heute einfallen.