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Was Katzen wirklich wollen

Was Katzen wirklich wollen

von Dr. Mircea Pfleiderer und Birgit Rödder

Eine Frage die ich mir bei der aktuellen Katzenproblematik schon so einige mal gestellt habe. Daher fand ich es mehr als passend, einmal hier diese Sachbuch über das erstaunliche und für viele schier unergründliche Tier Katze vorzustellen.

Letztes Jahr haben wir uns ganz bewusst für Jesse und Johann entschieden. Für mich die ersten Katzen in meinem Leben. Mein Mann hingegen ist mit Landwirtschaft aufgewachsen, in der es natürlich auch Katzen gab. Doch hatte ich das Gefühl, das auch sein Wissen über die samtweichen Taschentiger eher von Vorurteilen und Halbwissen geprägt war.
Wenn man eine ganz neue Tierart in seine Familie aufnimmt und eigentlich gar keine Ahnung hat was einem da plötzlich gegenüber steht, ist es aus meiner Sicht das mindeste sich mal zu informieren wie dieses Tier so tickt. Unsere Katzenpatentante hat mir ihre Ausgabe von „Was Katzen wirklich wollen“ geliehen und zu Weihnachten bekam ich dann mein eignes Exemplar von meinem Mann geschenkt, der inzwischen auch festgestellt hat, das Katzen doch viel mehr sind als nur Mäusejäger und ganz anders Ticken als Hunde. Ich habe diese Buch letztes Jahr in den Sommerferien schon einmal komplett durchgelesen.
Ich war angenehm überrascht wie fesselnd ein Sachbuch sein kann. Es werden Fragen angesprochen wie „Was ist eine Hauskatze, Das Wildtier in unsere Hauskatze, Der Rhythmus eines Katzenalltags, welche Katze passt zu mir oder auch sehr interessant, Wie Katzen sich mit ihresgleichen verständigen“ und vieles Mehr. Am Anfang eines jeden Kapitels gibt es eine kleine Geschichte über die Katzen der beiden Autorinnen, die das jeweilige Thema einleitet und somit dem Lesenden einen Augenblick Lernpause gönnen. Ebenfalls gut gefallen hat mir die bilderreiche Gestaltung des Buches, die anhand vieler Fotos und Grafiken anschaulich erklärt wie ein Katze denn nun ausschaut bevor sie dir mordlüstern ans Bein spring.
Viele Tips und Erklärungen zum Verhalten unserer kleinen Fellnasen und wie wir am besten mit ihnen Umgehen haben mir  in den ersten Wochen sehr geholfen zu verstehen was die zwei denn eigentlich von mir wollen. Ja, auch Katzen können reden. Man muss nur ihre Sprache verstehen. Und so ein fachkundiges Nachschlagewerk wie diese Hilft da schon enorm.

Auch bei der wirklich schwierigen Zusammenführung unseres altkaters Jesse und dem neuzugang Jello, habe ich versucht einiges über ihr Verhalten aus diesem Buch in Erfahrung zu bringen. Zum Beispiel, warum Jello sich immer so lautstark mitteilt. Was will er mir mit seinem ewigen Gejammere, das auch irgendwie ein bisschen niedlich klingt, mitteilen. Oder ist es vielleicht doch angeboren und er sabbelt halt einfach nur gern. Einige kleine Fragen konnten wir durch das Buch beantworten. Und hätten wir uns von Anfang an an die empfohlene Weise einer Zusammenführung, wie sie in diesem Buch beschrieben ist gehalten, so wär vielleicht auch alles gut gegangen. Aber auch das steht hier geschrieben. Wenn man nicht weiter kommt sollte man sich professionelle Hilfe holen und das haben wir dann auch getan.

Alles in allem ein wirklich sehr lehrreiche Sachbuch das durch seine netten kleinen Erzählungen das lesen leichter macht und für den Hausgebrauch und die Dinge des Alltags (die auch nicht zu unterschätzen sind) sehr lehrreich sein kann. Doch wenn es ans Eingemachte geht ist es sicherlich ratsam, wie in unserem Fall, eine Fachfrau um Hilfe zu bitten, und nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen.

Am Ende sein noch kurz erwähnt das mir besonders der geschichtliche Teil zur Entwicklung unsere Hauskatze gefallen hat. Es steckt in einer Katze eben doch noch viel mehr Wildtier als in einem Hund. Das kann man an einer Katze jetzt mögen oder nicht, aber es erklärt so einiges.

 

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Der Pfau

Der Pfau

von Isabel Bogdan

So ein nettes kleines Buch hab ich aber schon lange nicht mehr gelesen und ich muss gestehen, das ich am Ende fast ein bisschen traurig war, das es eben schon zu Ende war. Und es hat so schön in die Jahreszeit gepasst. Eine Komödie die in den eingeschneiten Highlands spielt, ist genau die richtige Medizin für diese miese Erkältung mit der ich mich die letzte Woche rumgequält habe.

Lord und Lady McIntosh leben sehr beschaulich auf ihrem Landsitz in den Schottischen Highlands zusammen mit ihren zwei Hunden, einer eigensinnigen Gans und eben einer Herde Pfauen, von denen einer ganz plötzlich etwas gegen die Farbe blau hat, insbesondere gegen blaue Autos. Das wär nicht weiter schlimm, da das Auto der Macintosh nicht blau ist und sie sonst auch keinen weiteren Bezug zu der Farbe blau haben. Wären da nicht eine Gruppe von Investmentbanker, die sich für ein Wochenende in den Westflügel der Macintosh, zwecks einer Teambuildingmaßnahme eingemietet hätten. Der Wagen der leicht überspannten Chefin ist blau und damit nimmt diese unterhaltsame Komödie in bester britischer Manier ihren Lauf.

Kurze Geschichte kurze Handlung, aber deswegen nicht weniger gut. Besonders gut hat mir gefallen, das die Geschichte immer mal aus einer anderen Perspektive erzählt wir und somit auch der etwas dösige Jagdhund der Chefin zu Wort kommt, den aber keiner nach seiner Meinung fragt. Hätten sie mal.

  • Humor: Wunderbar britischer Humor, der der mir ebenso gut schmeckt wie den Protagonisten am Ende das Geflügelcurry…
  • L’amour: Nein nein, wär hier auch fehl am Platz.
  • Phanatsie: Also für eine so verworrenen Geschichte brauchte die Autorin sicherlich einiges an Phantasie, aber durchaus nachvollziehbar.
  • Fesselfaktor: Ich habe jetzt schon von zwei Leuten gehört, die sagten: „ach ganz nett mal so zwischendurch“ aber ich konnte es ehrlich gesagt nicht weglegen. So unterschiedlich ist das manchmal.
  • Tiefgang: Ja, vielleicht ein bisschen. Alle beteiligten des Teambuildingseminars kommen an besagtem Wochenende jeder für sich an seine Grenzen und lernen auch ein Stück weit daraus. Wenn auch meist etwas anders, als im Sinne der mitgereisten Psychologin. Wer da was für sich mitnehmen möchte kann das ja gerne tun.
  • Schreibstil: Oh ja, ganz hervorragend. Ich könnte über den Schreibstil mindestens genauso schwärmen wie die Köchin über einen Pfauenbraten. Ups, jetzt aber bloß nicht zuviel verraten.
  • Couver / Titel: Na ja, der Titel sagt jetzt nicht so viel aus aber der Einband ist wirklich sehr schön gestaltet.
  • Empfehlenswert: Ich finde auf jeden Fall und weis auch schon so einige denen ich es Leihen werde. Schade das ich es der Mama nicht leihen kann. Von der hab ich es ja.

Übrigens schreibt die Autorin anscheinend auch einen recht unterhaltsamen Blog den ich gleich mal abonniert habe.

 

 

 

 

 

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Wunder kommen leise

Wunder kommen leise
Ein Adventskalender 

von Paula Roose

Anscheinend dreht sich dieses Jahr in der Guten Stube alles um den Adventskalender. Sicher, ich bin ein großer Freund der kleinen Überraschungen, des alltäglichen Rituals des Öffnens und einfach freuen, das jemand an mich gedacht hat. Wobei ich an dieser Stelle gestehen muss, das ich die beim lesen dieses Artikels  auch sehr schmunzeln musste. Das nur mal so am Rande.

Diesen zauberhaften Adventskalender habe ich von meinem Mann bekommen. Eine kleine Geschichte in 24 Kapiteln. Mit der Bitte jeden Abend beim Abendbrottisch das entsprechende Kapitel vorzulesen. Das ist eine wirklich schöne Vorweihnachtszeremonie und man hat jeden Tag einen Augenblick der Besinnlichkeit. Das sind die Dinge die mir an Weihnachten immer am besten gefallen (außer die Unmengen von Geschenken natürlich) die kleinen Rituale, die jedes Jahr dazu gehören. Und jetzt gehört für dieses Jahr halt das allabendliche Vorlesen dazu.

Die Kapitel sind nur 1 bis 2 Seiten lang und haben somit die ideale Abendbrot länge. Über die Geschichte Kann ich noch nicht viel sagen, da ich ja erst … Kapitel gelesen habe. So kann ich an dieser Stelle nur die Inhaltsbeschreibung Rezitieren.

„An einem nasskalten Abend in der Adventszeit nimmt der gescheiterte Geschäftsmann Johannes Bublitz den obdachlosen Rudi mit zu sich nach Hause und bewahrt ihn so vor dem Erfrieren. Dieser bedankt sich mit einem vergoldeten Schließfachschlüssen. Johannes macht sich auf, das Geheimnis des Schlüssels zu lüften. Was als kleines Abenteuer beginnt, wird zu einer reise in seine Vergangenheit und öffnet ein Fenster in eine bessere Zukunft.“

Na das klingt doch spannend.

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Bücherbollerwagen im Oktober

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Der Herbst hat für dieses Jahr die Bücherbollerwagensaison beendet. Auch wenn es im Oktober noch mehr schöne Tage gab als erwartet, so war es mir doch meist zu gefährlich den Bollerwagen rauszustellen, da trotz des einem oder anderen Sonnenblitzers auch immer wieder düstere Regenwolken drohten. Jedoch nicht so am 16 Oktober, als ich dieses letzte Bild der Saison gemacht habe. Es war ein wunderschöner Herbsttag, der uns mit viel Sonne, frischer Luft und dem Duft von trockenen Laub verwöhnt hat.

Den ganzen Sommer über habe ich gehofft das mal jemand ein paar Kinderbücher vorbeibringt, den Kinderbücher sind ja bekanntlich die schönsten Bücher. Außerdem habe ich oft beobachtet das Kinder am Bollerwagen angehalten haben und ganz enttäuscht mit leeren Händen weiterzogen weil halt nur son Erwachsenenkram dabei war. Anfang Oktober haben dann aber sehr liebe Nachbarn eine riesige Kiste voll mit Kinderbüchern vorbei gebracht, über die ich mich wirklich sehr gefreut habe. Wenn es heutzutage wirklich noch Kinder gibt, die ein richtig gedrucktes Buch in die Hand nehmen anstelle eines Tabelts, dann sollte man das doch unterstützen.

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Wie schon erwähnt geht nun der Sommer zur Neige und es wird Zeit ein Resümee zu ziehen. Im großen und ganze ist der Bücherbollerwagen ein voller Erfolg gewesen. Woran ich keine Sekunde gezweifelt habe. Viele Menschen habe sich Bücher geholt und einige auch welche gebracht. Oft ist man mit den Menschen ins Gespräch gekommen und hat einige neue Leute kennen gelernt. Sehr gefreut habe ich mich über die Buchspenden aus den Bekanntenkreisen, die manchmal sehr unverhofft kamen, mir aber gezeigt haben das hier doch mehr mitlesen als wie ich immer meine. Vielen Dank an dieser Stelle für eure Treu und vor allem für eure Unterstützung. Denn nur so kann ich den Bücherbollerwagen nächstes Frühjahr wieder an die Straße ziehen und darauf freue ich mich schon sehr. Ich habe mir auch vorgenommen für nächstes Jahr eine kleine Markise und evt. sogar eine zweite Etage einzubauen. Mal schauen was mir da so zu einfällt. Der Winter ist ja noch lang.

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Das Haus der Schwestern

Das Haus der Schwestern

von Charlotte Link

Jetzt schreibe ich hier schon seit fast zwei Jahren jeden Monat eine Buchbesprechung und muss heute mit Erschrecken feststellen, das ich noch über kein einziges Buch von Charlotte Link berichtet habe. Dabei habe ich schon so einige von Ihr gelesen. Aber anscheinend nicht in der letzten Zeit. Umso begeisterter war ich als mir diese ziemlich zerlesene Taschenbuchausgaben von 1999 über den Weg lief. Endlich mal wieder ein richtig schöner Link-Roman in den man sich fallen lassen kann wie in Omas dickes Federbett. Genau das richtige für die kalte Herbstzeit.

Die Geschichte handelt zunächst von einem deutschen Ehepaar, das ein Paradebeispiel für die Spezies „doubel income no Kids“ sind. Bei Babara und Ralf hängt der Haussegen schon lange schief. Sie wollen über die Weihnachtsfeiertage nach England in ein kleines Cottage in den Hochmooren von Yorkshire fahren und schauen, was noch zu retten ist von ihrer Ehe. Doch sie haben ihre Pläne, die sonst immer so gut funktionieren, ohne den Winter in  North York gemacht. Nach kurzer Zeit schneien sie ein und sind von der Außenwelt abgeschnitten, allein in ihrem Cottage ohne Strohm, Telefon und Heizung. Auf der Suche nach allem was man zum Wärmen verfeuern kann, findet Barbara zufällig die lang vermissten Memoiren der Frances Gray. Sie war einst Besitzerin des Cottage und eine der Schwestern nach denen es benannt wurde. An diesem Punkt wird aus der, bis hierher etwas schnöden Erzählung, eine Geschichte in einer Geschichte, die im Juni 1907 ihren Anfang nahm. Und ab hier wird’s auch richtig gut.

Im Prinzip wird hier die Lebensgeschichte einer durchsetzungs- und willensstarken Frau erzählt, die in einer Zeit lebt, in der man als Frau seinen vorgezeichneten Weg zu gehen hat, und eben genau das nicht gehen will und es auch nicht tut. Vom Kampf mit den Suffragetten über die schrecken des Ersten Weltkriegs bis weiter zum zweiten und letztendlich noch ein Familiendrama ist alles dabei was das Leben im letzten Jahrhundert in England geprägt hat. „England, das so lange zufrieden und träge im Zenit seiner imperialen Macht, seiner geordneten Verhältnisse, seiner scheinbar unangreifbaren gesellschaftlichen Struktur verharrt hat, schwankt nun in seinen Grundfesten. Eine alte Zeit, in der viele Regeln, Gesetze und Traditionen längst ihr Verfallsdatum überschritten haben, stürzte mit Donnergetöse in sich zusammen und war unwiderruflich dahin.“

Leider wir die Geschichte Um Frances, ihre Familie und Wegbegleiter immer wieder unterbrochen. An diesen Stellen wird der verzweifelte Kampf von Barbara und Ralf gegen die Kälte und den Hunger geschildert, die nun in dem selben Haus festsitzen in dem Francis den größten Teil Ihres Lebens verbracht hat. Zum End der zwei Erzählstränge webt die Autorin diese geschickt zu einer Geschichte und gestaltet somit eine spannendes Ende. Aber das war bei einem Link-Roma zu erwarten.

  • Humor: Also sehr lustig war weder das Leben der Frances Gray, noch die Beziehungsprobleme der beiden Yuppies
  • L’amour: Natürlich darf in einer Geschichte die in England in einer Zeit um die beiden großen Weltkriege spielt eine bisschen Herzschmerz nicht fehlen.
  • Fantasie: erste Weltkrieg, zweite Weltkrieg… knallharte Realität, die sich aus der Ferne aber gut liest. Fast so wie wenn es draußen kalt und ungemütlich ist und man selber drinnen am warmen Ofen sitze. Wahrscheinlich passt diese Buch deswegen so gut in den Herbst.
  • Fesselfaktor: Sehr zweigeteilt. Wäre es ausschließlich über die Länge von 599 Seiten um die Eheprobleme von Barbara und Ralf gegangen, so hätte ich das Buch bestimmt nach den ersten 100 Seiten in die Ecke gepfeffert. Aber die Erzählung um Frances und John, Victoria und Laura und all die anderen, aus einer Zeit, lange vor unserer, geht einem richtig unter die Haut.
  • Tiefgang: Ein wenig schon. Es wird sehr eindringlich geschildert, was die Schrecken des Krieges aus den Menschen machten: „Wen der Krieg einmal in seinen Klauen hatte, an dem riss und zerrte er, lud seinem Gedächtnis Bilder unfassbaren Grauens auf, nahm ihm Gesundheit, Ruhe und Lebensfreude und warf ihn dann in eine Ecke, wo er zusehen musste, wie er wieder auf die Beine kam.
  • Schreibstil: Guter solider Schreibstil, der immer wieder mit einigen besonders schönen und bilderreichen Formulierungen glänzt.
  • Cover/Titel „Das Haus der Schwestern“ klingt etwas düster und lässt verborgene Geheimnisse vermuten. Das trifft den Kern der Geschichte schon sehr gut auf den Punkt. Von dem etwas verstaubt wirkenden Cover darf man sich nicht abschrecken lassen. Es ist halt auch eine alte Geschichte. Dazu passt es sehr gut.
  • Empfehlenswert: Sicherlich nicht für jeden was. Aber wer eine bilderreiche Sprache, das Leben in England im letzten Jahrhundert und eine dunkles Familiengeheimniss mag, dem würde ich diese typische Link-Erzählung wärmstens ans Herz legen.

 

 

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Der Bücher-Bollerwagen im September

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Das war bis hier hin aber wirklich ein rekordverdächtiger September. Wenn man das auch leider nur vom Wetter und nicht von den Besuchern am Bollerwagen berichten kann. Ich schätze mal es war einfach zu heiß zum Fahrradfahren und darum wurde auch weniger getauscht. Vielleicht lag es auch am Angebot. Ich werde mal versuchen mehr Gewicht auf Romane und Erzählungen zu legen. War vielleicht ein bisschen zu viel von Herr Peale und seinem Psychogedöns.

Aber was den Versuch mit den Lesezeichen anging, die sind mir regelrecht aus dem Wagen gerissen worden. Innerhalb von zwei Tagen waren alle weg und es wurden keine gestohlen. Da war ich fast genauso überrascht wie mein ewig skeptischer Gatte. Aber gefreut hat es mich natürlich auch und dierekt dazu veranlasst das Angebot für die nächste Saison aufzustocken.

Aber jetzt wollen wir erstmal die letzten schönen Spätsommertage nutzen und schauen ob das neue Angebot im Bücherbollerwagen den Leuten die hier so vorbeikommen besser schmeckt.

Übrigens bin ich lange nicht die einzige, die die Idee hatte Dinge an die Straße zu stellen um den Überschuß mit anderen zu teilen. Die Idee von Finn Kliemann, eine Eierverschenkmaschine zu bauen ist einfach nur genial. Da hab ich für nächstes Jahr gleich schon ein paar anregungen, den Bücherbollerwagen ein bisschen auszubauen.

  • Die Kunst des Liebens von Erich Fromm

  • Die Kraft des positiven Denkens von Normann Peale

  • Selbstbestimmung von Manfred Spitzer

  • Deutsch und anders von Dieter E. Zimmer

  • Die Fähigkeit zu lieben von Fritz Riemann

  • die letzte Reifung von Carsten Sebastian Henn

  • Remember Celia Jones von Valerie Wilson Wesley

  • Business Class von Martin Suter

  • Der Hüter des Kelchs von Wargery Allingham

  • Glauben ein Lexikon für Jugendliche von Gundlach und Meister

  • Illuminati von Dan Brown

  • Die Falsche Diva Reinhard Rohn

  • Am Bett vorbei ist voll daneben von Candace Buhnell

  • Flammenbrut von Simon Beckett

  • Bis einer Heult von Nina Schmidt

  • Kindergebete von Albert Bichler

  • Die Sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra von Robin Sloan

  • So hast du mehr vom Leben von Norman V. Peale

  • Die Suche nach dem vollkommenden Sprache von Umberto Eco

  • Das sexuelle Bollwerk von Harry Mulisch

  • Traumfänger von Marlon Morgan

  • Böse Sterne von Dietmar Bittrich

  • Filmen macht Spaß von Hanns Rolf Monse

  • Wie ich die Welt retten Olaf Schubert

  • Als der Blues begann von Janice Deaner

  • System Neustart von William Gibson

  • Die Welt Ohne uns von Alan Weisman

  • Luthers Frau von Marianne Wintersteiner

  • Voodoo Queen von J.P.Rhodes

  • Treue Punkte von Susamme Fröhlich

  • Wenn ich bleibe von Gayle Forman

  • Geo Themenlexikon Unsere Erde

  • Das Gnu und du Tierische Geschichten von Midas Dekkers

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Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

Die Kunst ein kreatives Leben zu führen
Anregung zur Achtsamkeit

Von Frank Berzbach

Als ich dieses Buch das erste mal gesehen habe, hätte ich nicht gedacht, das ich es wirklich lesen würde. Ich habe es als Dekoration auf einem Messestadt gesehen und ich fand es so schön. Mit seinem schlichten grauen Einband aus rauem Papier und der edlen Kupferprägung, die in einem spannenden Kontrast zu einander stehen, ein echter Hingucker. Das ist bei mir wie bei den Elstern. Etwas so schönes muss ich haben. O.K. Der Titel klingt jetzt auch nicht ganz unspannend, Aber bestimmt son trockenes Sachbuch das einem vorschreibt wo rechts und wo links ist. Egal, es ist hübsch und ich muss es haben. Nur leider ist es mit 29,80€ auch nicht ganz günstig. Also ab auf meinen Amazon-Wunschzettel (Der Link ist für alle, die mir noch etwas schenken möchten. Bin ja auch noch krank.).
Als ich dann letzten Monat im Krankenhaus war wollte mein liebster Bruder mir etwas gutes tun und hat ein bisschen auf besagtem Wunschzettel gestöbert. Er wurde fündig und ich Besitzerin diese Buches. Ich habe mich riesig gefreut. Krankengeschenke sind glaube ich die besten Geschenke. Sie haben soviel Mehrwert, weil sie zusätzlich zu ihrem eigentlichen Sinn auch noch so schön trösten. Und wenn man ein so tolles Krankengeschenk bekommt, dann muss man es auch lesen. Das war mein Glück. Denn so bin ich, zu einer Zeit in der ich viel Ruhe hatte, die braucht man für diese ganz besondere Buch, in den Genuss gekommen diese wirklich ansprechende und alles andere als trockene Sachbuch zu lesen.
Ich habe es so sehr genossen und mit soviel Muße gelesen, das ich mir nicht mal Notizen gemacht habe und somit hier auch nichts zitieren kann. Mal schau ob ich es noch zusammen kriege.

Auf den ersten Seiten findet der Leser ein sehr fein geschriebenes Vorwort des Verlags. Hier wird beschrieben wie ungewöhnlich die Entstehung dieses Buches war. Kein Abgabetermin, keine Weihnachtsgeschäft, keine Vorabauszug, keine Messe und kein Titel sollte das schaffen des Autors unter Druck setzen. Beim Lesen dieser ersten Zeilen ist man als Leser schon so auf Stressfrei eingestellt, das man neugierig wird wie es weiter geht. Was hält dieses Buch für tolle Tips für mich bereit, die mich Achtsamkeit lehren. Was ist das überhaupt, Achtsam? Diesem Themen und noch viele mehr wie „Kreativität ist eine stille Angelegenheit“, „Unzufrieden mit sich und der Welt“ oder „Frieden in einer Teeschale – Die Wirkung einer Schale Tee“ werden von Frank Berzbach mit einer Ruhe und Selbstverständlichkeit behandelt, das man als Leser ganz ruhig wir und runter fährt. Man lernt Achtsamkeit durchs lesen allein.

Gut gefallen hat mir auch, das der Autor immer wieder auf andere Werke kluger Köpfe verweist, so das man viel Anregungen bekommt, sich noch weiter mit diesem Thema, oder Art-Verwanten Themen zu beschäftigen. Man lernt ja schließlich nie aus.

Also, für alle die ein bisschen weniger Ballast in ihrem Kopf haben möchten, kann ich diese Buch nur empfehlen. Aber ihr braucht bestimmt nicht drauf warten das ich es mal in den Bücher-Bollerwagen lege. Das müsst ihr euch dann schon selber kaufen, oder eben schenken lassen.

 

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Der Bücher-Bollerwagen im August

Bücher-Bollerwagen im August_1

Vielleicht fragt sich der eine oder andere schon, was aus dem Bücher-Bollerwagen im Juli geworden ist. Ganz einfach, Das hätte für einen Artikel nicht gereicht. An den paar Tagen, an denen wir gutes Wetter hatten und ich nicht im Krankenhaus lag, schienen die Leute nicht gerade tauschfreudig zu sein. Ich habe mittlerweile auch festgestellt, das es sich nicht wirklich lohnt, den Bollerwagen an Werktagen an die Straße zu ziehen. Ich mach’s aber trotzdem gerne und es ist aber auch nicht weiter schlimm. Normalerweise bin ich an Werktagen ja eh nicht zuhause. Aber was ist dieses Jahr schon normal.

Der August lief sich auf jeden Fall schon mal viel besser an, so das ich hier in meiner Liste eine Menge neuer Bücher präsentieren kann. Ich bin ein bisschen erstaunt, wie oft Herr Peale mit einem seiner Werke hier vertreten ist. Habe gerade gelesen, das Herr Peale nicht nur ein ausgesprochen fleißiger Autor war, sondern auch noch Pfarrer und Freimaurer. Interessante Mischung.

Vielleicht ist es dem aufmerksamen Betrachter nicht entgangen, das es im Bücher-Bollerwagen eine Neuheit gibt. Hier kann man jetzt selbstgenähte Lesezeichen kaufen, die ich natürlich höchst persönlich und im Schweiße meines Angesichts gefertigt habe. Eigentlich ist es erstmal nur ein Test. Mal schauen ob das vorbeikommende Volk bereit ist für eine schöne Handarbeit eine Heller springen zu lassen, oder ob es alles Langfinger sind und am Ende des Tages sowohl Spardose wie auch Lesezeichen gemopst wurden. Damit für jeden auch was dabei ist (nicht nur für die Mopser) habe ich eine kleine Sammlung aus 10 verschiedenen Stoffen und farbigen Webbändern gestaltet. Ich bin ja so gespannt, wieviele da nächste Woche noch drin sind.

Bücher-Bollerwagen im August_2

Bücher-Bollerwagen im August_3

  • Nackte Väter von Margit Schreiner
  • Zeit im Wind von Nicholas Sparks
  • Treue Punkte von Susanne Fröhlich
  • Die Falsche Diva von Reinhard Rohn
  • Am Bett vorbei ist voll daneben von Candace Bushnell
  • Die Kunst des Liebens von Erich Fromm
  • Durch Teebaumöl gesund und schön von Heidelore Kluge
  • Die Kraft des positiven Denkens von Norman Peale
  • Illuminati von Dan Brown
  • Lebensfreude neu entdecken und Die Antwort heißt Vertrauen von Norman Peale
  • 100000 Tatsachen schlag es nach
  • Der Wolfsmann Siegmund Freuds berühmtester Fall von S.Fischer
  • Deutsch und anders… von Dieter E. Zimmer
  • Adieu Janette von Harold Robbins
  • Selbstbestimmen von Manfred Spitzer
  • Die Fähigkeit zu lieben von Fritz Riemann
  • Glauben, ein Lexikon für Judendliche von Gundlach und Meister
  • Walpurgisnacht von Gustav Meyrink
  • Der Hüter des Kelchs von Margery Allingham
  • Voodoo Queen von J.p. Rhodes
  • Remember Celia Jones von Valerie Wilson Wesley
  • Business Class von Martin Suter
  • Signale der Persönlichkeit von Max Lüscher
  • Allgemeine Psychologie
  • Lebe ich richtig? Von P.Oderich
  • So hast du mehr vom Leben von Norman Peale
  • Die letzte Reifung von Carsten Sebastian Henn
  • Die Suche nach der vollkommenen Sprache von Umberto Eco
  • Wenn ich liebe von Gayle Forman
  • Sommer am Meer und anderswo, Neue Geschichten aus aller Welt Herausgegeben von Iris Grädler
  • So kommt der Mensch zur Sprache von Dieter e. Zimmer.
  • Das sexuelle Bollwerk von Harry Mulisch

 

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Nähen, so einfach geht’s

Nähen, so einfach geht’s

Von Andrea Müller

Wenn ich mal so durch meine ganzen Buchbesprechungen blättere, fällt mir auf das ich schon seit über einem Jahr kein „Sachbuch“ mehr vorgestellt habe. Und dabei habe ich mir letztes Jahr eine ganze Menge Sachbücher angeschafft.
Unter anderem auch das kleine Standardwerk Nähen, so einfach geht’s aus der GU Serie. Ich hatte mir vor zwei Jahren schon Häkeln, so einfach geht’s gekauft um meine Grundkenntnisse ein wenig aufzufrischen und fand es wirklich sehr Lehrreich. Dieses Jahr habe ich nun mit dem Nähen angefangen und da dachte ich mir, als kleines Nachschlagewerk bestimmt nicht verkehrt.
Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Es werden sämtliche Grundkenntnisse wie Zickzacknaht, gerade Steppnaht, einfacher Saum, doppelter Saum, Applizieren oder Reisverschluss einnähen behandelt. Eben alles was man für den Hausgebrauch benötigt.

Das kleine Büchlein ist wie alle Bücher dieser Serie um die 60 Seiten stark.  Es werden alle Themen nur kurz angerissen und mit Zeichnungen und Bildern erklärt. Man sollte also wenigstens in Grundzügen schon nähen können. Dieses kleine Heft ist mehr so eine Art Helferlein oder Gedankenstütze. „Hach wie ging das mit dem Ecken nähen doch noch gleich… Mal schnell nachschlagen“.
Außerdem sind viel schöne Anleitung in dem Buch, die man dann nach nähen kann und auch gleich noch etwas lernt. Vor allem die Kissen gefallen mir sehr gut (wen wundert’s). Und hier habe ich mir auch diereckt nachgelesen wie man eine Paspel einnäht. Das brauchte ich nämlich für meine Katzenkissen, das ich euch dann nächste Woche zeigen möchte.

Alles in allem ein sehr schönes Heftchen aus einer sehr schönen Serie die einem das Handarbeiten versüßt und Lust auf größere Projekte macht. Nächstes Jahr kaufe ich mir dann Stricken, so einfach geht’s.

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Der Bücher-Bollerwagen im Juni

Bücherbollerwagen im Juni 2016

So gut der erste Bücherbollerwagen-Monat war, so verregnet war der zweite. Im Juni konnte ich den Bollerwagen wirklich nur zwei Sonntagen an die Straße ziehen. Das war schon sehr schade. Und auch der Julianfang gestaltet sich schwierig. Wie ich gerade so raus schaue, fängt es nämlich schon wieder an zu stippeln. Und trotzdem sind doch so einige Bücher weggegangen, was mich wirklich sehr gefreut hat. Außerdem haben wir ab nächste Woche Urlaub und dann kann ich den Bollerwagen jeden Tag rausstellen. Das wird toll!

Letztes Wochenende haben ich ihn dann neu bestückt und bin ganz zufrieden mit meiner Auswahl. Ich denke da ist für jeden was dabei.

  • Sofies Welt von Jostein Gaarder
  • Die Schatten von la Rochelle von Tanjs Kinkel
  • Abfahrt Palham von John Godey
  • Seilbahn zu den Sternen – Ein Akte X Buch
  • Hubert Spannt aus von Martin Suter
  • Business Class von Martin Suter
  • Absolut unglaublich von Jennings
  • Die deutsche Rechtschreibung Duden
  • Glauben! Ein Lexikon für Jugendliche
  • Deutsch und anders… von Dieter E. ZimmerDas Monstrum von Steven King
  • Am Bett vorbei ist voll daneben von Candace Buhnell
  • Die Fähigkeit zu lieben von Fritz Riemann
  • Menschenkenntnis von Alfred Adler
  • Geschichten für Mädchen
  • Der Wolfsmann
  • Signale der Persönlichkeit von Max Lüscher
  • Die Kunst des Liebens von Erich Fromm
  • Perfidia von James Ellroy
  • Allgemeine Psychologie
  • Die Wälder von Albion von Marion Zimmer Bradley
  • Westfälische Affären von Katharina Gerwens
  • Die sonderbare Buchhandlung den Mr Penumbra von Robin Sloan
  • Die such nach der vollkommenen Sprache von Umberto Eco
  • Der Kreutzzug der Kinder von Peter Berling
  • Pferde am Fluss von Barbara Estmann
  • Master and Commander von Patrick O´Brian
  • Der Wandermaler von Paul Darcy Boles
  • Adieu, Janette von Harold Robbins
  • Die Kraft Positiven Denkens von Normann Vincent Peale
  • Die Herrin der Kathedrale von Claudia & Nadja Beinert
  • Knaurs Vornamen Lexikon von Dorit Zimmermann
  • Selbstbestimmung von Manfred Spitzer

Eine kleine Anekdote noch am Rande: Eine Nachbarin erzählte mir neulich, das sie gehört hätte das die Stadt Mastholte eine Bücherverleihstelle an unserer Ausfahrt eingerichtet hätte. Auf was für Ideen die Leute so kommen.