Artikel

Noch eine Edelwanderung

Auf meinem Weg zum eigenen Esel habe ich mich ja bereits letztes Jahr im Verein „Interessengemeinschaft für Esel und Mulifreunde“ angemeldet. Da der Verein deutschlandweit tätig ist und Deutschland nun mal sehr groß ist, teilt er sich in kleinen Regionalgruppen, die aber eigentlich garnicht so klein sind. Ich gehöre zur Regionalgruppe OWL. Und diese OWLler sind ganz schön aktiv. Fast jeden Monat findet eine Veranstaltung statt, an der man teil nehmen kann. Von Eselwandern über Zirkuslektionen mit dem Esel bis hin zu lehrreichen Vorträgen zum Thema der Esel im allgemeinen und die für Equiden giftigen Pflanzen im besonderen ist für jeden was dabei. Na und da Pfingstmontag so ein schönes Wetter war und zufällig eine Wanderung ganz bei uns in der Nähe statt finden sollte, dachte ich mir… Ich geh mal mit. Ich habe sogar meinen eigenen Esel bekommen. Da habe ich mich schon sehr gefreut.
Bevor es los ging wurden die Esel erst noch alle auf Vordermann gestriegelt, die Kutschesel wurden angespannt und los ging’s. Die Kutschen vorne weg und wir, das Fußvolk hinterher. Hinter so einer Kutsche geht es sich ja doch etwas sicherer und vor allem gemütlicher. Auch wenn mein Esel Cindy da ganz anderer Meinung war. Lisa und Pedro, ihre eseligen Freund gingen nämlich vor der Kutsche. Der Herdentrieb eines Esels ist wirklich nicht zu unterschätzen. Und hier hab ich auch gleich meine erste Lektion gelernt. Auch bei einem Esel muss man sich von Zeit zu Zeit mal durchsetzten. Aber genau das ist das tolle wenn man in so einem Verein ist. Es ist immer jemand zur Stelle der sich richtig gut auskennt, von dem du viel lernen kannst und der sein Wissen auch gerne mit dir teilt. Und ich hatte gleich 20 von der Sorte dabei. Auch habe ich das ein oder andere wissenswerte über eselunverträgliche Giftpflanzen gelernt. Ein Thema das mich natürlich berennten interessiert.
So ging er dann dahin, der schöne Nachmittag mit den Langohren und ihren Besitzer. Und Nach c.a. 12Km kamen wir reichlich erschöpft und auch ein bisschen Sonnenverbrannt wieder am Hof an. Nachdem alle Esel und Mulis versorgt waren gab es dann bei einer Tasse Kaffe und einem sagenhaften Kuchenbuffet unterm alten Kirschbaum noch jede Menge eselige Unterhaltung. Die wurde immer mal wieder vom lautstarken Esel-iiiaaaa unterbrochen, da die Langohren direkt auf einer Weide hinterm Garten standen. Wo kriegt man so etwas schon geboten.

Ich konnte an diesem Tag wirklich viel für mich mitnehmen und habe eine Menge gelernt. Vor allem, das es immer das beste ist, wenn man in einem Entscheidungsprozess feststeckt, einfach mal Leute frage die sich schon auskennen. Viele Unsicherheiten und Fragen erledigen sich dann oft von ganz allein. Toll das es solche Leute gibt.

Artikel

Die gewöhnliche Felsenbirne (Gehölz)

Bei uns wurde Anfang des Jahres das Thema Wildgehölz schon sehr groß geschrieben. Mein Mann wollte gerne eine art Windschutz zwischen Scheune und Garagen. Da sag ich doch nicht nein. Klar, zu Thujen Kirschlorbeer und Co. schon. Sinnvoll und einheimisch sollte es sein. Die Gelegenheit für eine Wildgehölzhecke. Und da darf die Felsenbirne, die schon seit letztem Jahr zu meinen Lieblingsgehölzen zählt natürlich nicht fehlen. Sie hat im Frühjahr wunderschöne weiße Blühten, die für Insekten in dieser frühen Zeit schon das ein oder andere Nektartröpfchen bereit hält.
Sie mag Sonne, sie mag Schatten, sie mag trocken sie mag frisch, sie hat keine Dornen und im Herbst ein wunderschönes buntes Kleid an. Was will man mehr als fauler Gärtner? Aber schauen wir uns das kleine Strauchgehölz doch mal genauer an. Ich bin mir sicher das ihr danach auch welche in euren Garten pflanzen werdet. Wer kann so einer anspruchslosen Schönheit schon wiederstehen?

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Amelanchier ovalis
  • Familie: Rosengewächse
  • Blütenfarbe: Sternenförmig und weiß
  • Blütezeit: Frühjahr 
  • Erntezeit: Anfang Juni bis Ende August
  • Blattfarbe: Hellgrün
  • Blattform: Ovale Form; besonders schöne Herbstfärbung
  • Winterhart: Ja, aber nicht wintergrün
  • Wuchseigenschaft: Strauch
  • Wuchshöhe: 1-3m
  • Giftpflanze: Nein
  • Früchte: Früchte sind essbar und im Juni bis Juli reif. Die kleinen Beeren können direkt so vom Strauch genascht werden, aber auch zu Marmelde, Saft oder Likör verarbeitet werden. Man sollte jedoch dran denken, das sich die Vögel ebenso über eine kleine Nascherei freuen. 
Standort und Pflege:
  • Licht: Sonne, Sonne, Sonne. Kommen aber auch im Halbschatten zurecht
  • Bodenart: leicht sandiger, durchlässiger Boden
  • Bodenfeuchte: bevorzugen trockene, durchlässige, eher kalkhaltige Böden. 
  • Schnittfest: durchaus, aber selten nötig
Bienenweide:
  • Nektarwert: Mäßig
  • Pollenwert: Gering, aber besser als nix im Vorfrühling
Heilplanze:

Der gewöhnliche Felsenbirne wird nachgesagt das man durch den verzehr der reifen Früchete den Schlaf und die Herzleistung und den Blutdruck normalisiere kann. Doch sollte man ein bisschen vorsichtig sein beim zerkauen der kleinen Kerne. Diese enthalten wie auch Apfelkerene Blausäure und die kann bei größeren Mengen zu Magenbeschwerden führen

Besonderheiten:

Besonders gut hat mir die erklährung des Nahmens gefallen. Das Wort „Amelanchier“ geht nämlich auf das alte Wort der Kelten für „Äfelchen“ zurück. Das klingt doch wirklich nett oder!?

Quellen

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenportraets/felsenbirne-huebscher-strauch-leckere-fruechte-3666   
https://de.wikipedia.org/wiki/Felsenbirnen
https://www.krautundrueben.de/steckbrief-felsenbirne
https://www.pflanzen-vielfalt.net/bäume-sträucher-a-z/felsenbirne-gewöhnliche/

Artikel

Kräuterwanderung

Wie hier schon ein zwei mal erwähnt, kommt mit den Bienen auch ein gesteigertes Interesse an Flora und Fauna im allgemeinen und der Bienenweide im besonderen. Gerne hätte ich so etwas wie ein Kurs für naturnahes Gärtnern gebucht. Aber irgendwie wollte mir da kein Angebot so richtig schmecken. Also dachte ich mir ich versuche es mal mit den Kräuterwanderungen von Frau Dreppenstedt. Hier bei handelt es sich um geführte Miniwanderungen von c.a. 2 Stunden. Das ist dann auch für untrainierte wie mich leicht zu schaffen. Während der Wanderung wir erklärt, was links und rechts am Wegesrand so alles wächst und was davon genießbar ist und was nicht. Und genau das war mein Problem. Ich wollte eigentlich garnicht wissen ob das was da so schön blüht essbar ist oder nicht. Weil ich mir beim besten willen nicht vorstellen kann etwas mit Genuss zu mir zu nehmen wo vorher eventuell jemand dran gepinkelt hat. Weiß man’s!? Aber meine Wanderkolleginnen sahen das ganz anders und schmissen sich mit einem Ausdruck der höchsten Verzückung in den Augen auf den Waldboden und Pflückten was es zu Pflücken gab. Für die was das Abendessen auf jeden Fall gesichert.

Versteht mich bitte nicht falsch. Es war eine wirklich interessant gestaltete Wanderung auf dem Bielefelder Blömkeberg und ich habe mich auch sehr gefreut mal ein Feld aus Buschwindröschen und Lärchensporn gesehen zu haben. Das kommt hier in unserer Sandkuhle nicht so häufig vor. Auch Frau Dreppenstedt als äußerst erfahrene Kräuterkundlerin hat diesen Nachmittag zu einem bunten Strauß aus Wissen über Heilpflanzen und Kräuter gestaltet. Doch leider war es nicht das wonach ich gesucht habe. Wie ich mich ernähren kann weis ich schon. Mich interessiert viel mehr wie ich mein Bienen, aber auch alle anderen meiner Gartenbewohner sinnvoll ernähren kann, so das sich alle wohlfühlen und möglichst sich bei uns ansiedeln. Dafür weis ich jetzt aber wenigstens wie ich mich im Falle einer Apokalypse für einige Zeit ernähren kann.

Nun ja, wenn noch jemand ein passendes Kursangebot für mein Interessensgebiet weis, immer her damit.

Artikel

Die Cherusker sind da!

Und damit ist der Startschuss für mein erstes Bienenjahr gefallen. Ich dachte mir ich bin mal mutig und beginne mit einem Wirtschaftsvolk. Nicht das es mir unbedingt um den Honig gegangen wäre den man nur mit einem Wirtschaftsvolk gewinnen kann, sondern viel mehr um die Zeit. Viele meiner Mitschüler im Kurs letztes Jahr haben im vergangenen Sommer bereits mit Ablegervölkern begonnen. Das ist sicherlich für Anfänger einfacher, da man nicht gleich mit so viel Bienen konfrontiert wird und auch nicht gleich mit der Honigproduktion durchstarten muss. Aber mir war es wichtig mir einmal das ganze Bienenjahr anzuschauen und dann erst im zweiten Jahr, also genau jetzt, zu starten. Und an dem Punkt bin ich nun mit meinen Mädels. Letzten Freitag kam der lang ersehnte Regen und somit auch der Umzugstag. Samstag schien dann direkt wieder die Sonne und die Mädels sind auch gleich durchgestartete die Gegend zu erkunden. Und es hat keinen zwei Stunden gedauert und die Cherustker haben bereits die Pflaumenbäume und sämtliche Tränken der Gegend eingenommen. Sehr zur erschrecken der Katerjungs. Aber sie werden sich schon zusammenraufen.

Wie man hier schön erkennen kann herrscht reger Flugbetrieb.

Und wer genau hinschaut sieht auch die niedlichen kleinen Pollenhöschen die die Mädels alle an haben. Ich bin begeister.

Montag habe ich dann mit viel Rat und Tag und noch mehr Unterstützung eines Imkerkollegen das ganze Volk durchgeschaut, die Königin gezeichnet, Drohnenrahmen rein gehängt und sogar schon den ersten Honigraum aufgesetzt. Und so schaut das ganze nun nach erfolgreichen Umzug in die neue Beute aus. Ich sag euch, Ich bin stolz wie Bolle!

Artikel

Kätes kleines Herbarium – Die kleine Traubenhyazinthe

Und einmal mehr stehe ich vor der selbst aufgestellten Hürde, hier über etwas zu schreiben das im Augenblick in unserem Garten blüht. Da ich aber erst in diesem Jahr mit der Umsetzung meiner neuen Gartenstrucktur beginne ist auch in diesem Monat die Auswahl der Kandidaten sehr mau. Das hat aber auch den großen Vorteil das man sich nicht lange enscheiden muss. Aktuell blüht in unserem Garten nur eine kleine Perlhyazinthe, deren Blühte im letzten Jahr noch meinen Küchentisch geschmückt hat. Ich habe mir nämlich den Rat einer lieben Verwanten zu Hertzen genommen, solche kurzweiligen Zwiebelblumendekorationen nach der Blühte zu trocknen und dann einfach ins nächst beste Beet zu popeln. Hat funtionier. Somit ist also mein Kandidat für den April die „Muscari botryoides“ oder besser bekannt als Perl- oder Traubenhyazinthe.

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Muscari Botryoides
  • Familie: gehört zur Familie der Hyazinthengewächse
  • Blütenfarbe: verschiedene Blautöne, manchmal auch weis
  • Blütezeit: März bis Mai
  • Blattfarbe: helles frisches Grün
  • Blattform: Grundständig und fast so lang wie die Blütenstände
  • Winterhart: überdauert als Zwiebel den Winter
  • Wuchseigenschaft: krautig
  • Wuchshöhe: 15-25cm
  • Giftpflanze: Zählt zu den Giftpflanzen und kann Hautiritationen hervorrufen
Standort und Pflege:
  • Licht: sonnig und warm
  • Bodenart: locker und durchlässig
  • Bodenfeuchte: nicht zu feucht
  • Pflanzzeit: September bis Oktober
  • Die kleine Traubenhyazinthe steht wächst gerne zusammen mit anderen frühblühenden Zwiebelblumen unter unter Laubbäumen. Hier ist der Boden humus und die Lichtverhältnisse im zeitigen Frühjahr optimal.
Bienenweide:
  • Nektarwert: mäßig
  • Pollenwert: mäßig

Die Traubenhyazinthe wird stellenweise zu den Neophyten gezählt, da sie aus dem Mittelmehrraum stammt. Da ihre Verbreitung hierzulande aber eher gering und nicht bedrohlich für andere Pflanzen ist gewähre ich ihr in unsrem Garten gerne Asyl. Genaugenommen ist sie nämlich ein Flüchtling, da sie in ihren Herkunftsländern auf grund der Klimaveränderung keine optimalen Lebensbedingungen mehr findet und dort bereits auf der roten Liste steht.

Kleiner Nachtrag:
Diesen Artikel habe ich bereits letzte Woche schon geschrieben und bin jetzt ganz erstaunt, was die Natur rund um uns in den letzten sonnenverwöhnten Tagen bereits auf die Beine gestellt hat. Und da bin ich doch sehr beruhigt das mittlerweile die Traubenhyazinthe nicht mehr das einzige ist das in unserem Garten blüht.

Artikel

Wir haben jetzt Würmer

Klingt komisch, is aber so. Allerdings muss man dazu sagen, das unser c.a. 1000 Kompostwürmer in einer eigens für sie her- und aufgestellten Wurmfarm wohnen und liebevoll von mir gehegt und gepflegt und vor allem gefüttert werden.
Warum das, mag sich nun der eine oder andere angewidert fragen. Dafür gibt es eine Menge guter Gründe. Ich habe mich letztes Jahr ein bisschen mit Sepp Holzer und seiner Permakultur beschäftigt und fand den Gedanken von einem Gartensystem das fast von alleine funktioniert sehr spannend. Und eine Wurmfarm ist nix anderes und außerdem noch ein hilfreicher Baustein beim naturnahen gärtner. Sehr vereinfacht dargestellt: Man tut Würmer und Bioabfälle in eine Kiste. Die Würmer machen aus dem Grünzeug Humus und Dünger. Damit düngt man sein angebautes Obst und Gemüse, das man dann Essen kann. Was davon übrig bleibt verwerten wieder die Würmer zu Humus und Dünger und immer so weiter. Na klar ein Kompost macht nix anderes und da sind auch im besten Fall jede Menge Würmer drinn. Doch soll der Humus den man aus einer Wurmfarm ernten kann noch viel gehaltvoller sein als Kompost. Ganz zu schweigen von den wertvollen Wurmtee, der mit kostenlosem Flüssigdünger in absolut reinster Bioqualität gleich zu setzten ist. Außerdem habe ich gerne etwas was ich hegen und pflegen kann. Wenn ich schon keine Esel haben kann dann doch wenigstens Würmer.

Und ich muss sagen das sie wirklich Spaß machen. Ich finde es sehr spannend zu beobachten wie sich so ein kleiner Mikroorganismus in der Kiste entwickelt. Ich habe diese Wurmfarm zu Weihnachten bekommen (Ja, ich weis… man soll keine Haustiere zu Weihnachten verschenken. Aber bei Würmern kann man ja mal eine Ausnahme machen.) und in den letzten drei Monaten haben sich die Burschen (sie heißen alle Erwin) ganz fein entwickelt. Auch wenn mein Mann die letze Wurmflucht nicht so lustig fand. Wenn in so einem kleinen Lebensraum etwas nicht so läuft wie es soll, können auch schon mal einige Würmer die Flucht ergreifen und man findet am nächsten Morgen lauter kleine Mumien im Flur. Ich habe alle Erwinse anständig beerdigt und erst mal eine Fehleranalyse gemacht Gut beobachten ist hier die Devise. Dann habe ich zwei drei Dinge anders gemacht und schon verändert sich das ganze System. Im Augenblick sind sie sehr zufrieden und produzieren fleißig Dünger. Quasi meine erste Nutztierhaltung.

Wer jetzt Lust bekommen hat auch Wurmfarmer zu werden kann sich hier mal umschauen. Da findet ihr viel wissenswertes über diese possierlichen kleinen Kerlchen.

Artikel

Kätes kleines Herbarium – Die Christrose

Lange habe ich im Januar rumüberlegt welche Pflanze ich im ersten Monat des Jahres vorstellen möchte. Es sollte ja gerne etwas sein, das in besagten Monat blüht und das auch in unserem Garten vorkommt. Also ganz erlich… in unserem Garten blüht im Januar garnix. Das kann ich schon mal dierekt vergessen. Aber die liebe Sylvia hat wunderschöne Christrosen in ihrem Garten und war auch so lieb ein zwei Fotos davon zu machen. Und weil im Januar in jeder Gartenzeitschrifft etwas über dieses hübsche kleine Gewächs zu lesen ist dachte ich mir warum nicht. Nächstes Jahr haben wir dann bestimmt auch welche in unserem Garten.

Steckbrief
  • Lateinischer Name: Helleborus niger
  • Familie: gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse
  • Gattung: Nieswurz
  • Blütenfarbe: Weiß bis rosa
  • Blütezeit: Januar bis März
  • Blattfarbe: Dunkelgrün
  • Blattform: 4-9 fach geteilt
  • Winterhart: Immergrün und winterhart
  • Wuchseigenschafft: Horstbildenses Staudengewächs
  • Wuchshöhe: Kann bis zu 30cm groß werden
  • Giftpflanze: Die Wurzel sind giftig
  • Lebensdauer: Mehrjährig bis zu 30 Jahren

Standort und Pflege
  • Licht: Halbschattig bis schattig. Gerne unter Bäumen
  • Bodenart: Sandig bis Lehmig gerne frisch
  • Bodenfeuchte: Trocken bis mäßig feucht
  • Närstoffbedarf: Närstoffreicher und Humoser Boden. Also unter Laubabwerfenden Bäumen ideal
  • Pflanzzeit: Oktober
Bienenweide
  • Nektarwert: Mäßig
  • Pollenwert: Reichlich

Man könnte die Christrose für eine besonders wichtichtige Trachtplaze halten, da sie in einer Zeit blüht in der fast garnichts blüht und dann auch noch viel Pollen liefert, was für die Aufzucht der ersten Brut wichtig ist. Doch leider sind wie jetzt im Februar, die Hauptblütezeit der Schneerose, auf grund der niedrigen Temperaturen auch nur wenige Bienen unterwegs.

Heilpflanze

Da die Christrose wie oben bereits erwähnt stark giftig ist, wird vor einer Anwendung der frischen Pflanze in Selbstbehandlung abgeraten. Jedoch findet sie heute in Fertigpräparaten oder in der Homöopathie vielfälltige Anwendung.
Sowohl in der behandlung von Alzheimer und Demenz, wie auch in der Krebstherapie kommt sie zum Einsatz.

Geschichtliches

Beim meinen Recherchen bin ich noch auf eine Nette Geschichte gestoßen die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Ein Armer Hirte war auf dem Weg nach Bethlehem um das Jesuskind zu begrüße. Doch da er bettel arm war und kein Geschenk dabei hatte und zu dieser Jahreszeit anscheinend auch in Betlehem keine Blumen am Wegesrand stehen, die der arme Hirte dem Kind hätte mitbringen können, weinte er bitterlich. Doch als eine seiner Tränen auf die Erde fiel, wuchs aus aus ihr eine wunder schöne Rose. Überglücklich überbrachte der Hirte die „Christ-Rosen“ als Geschenk dem Jesus-Kind.

Nächstes mal schreibe ich dann vielleicht etwas über Krokusse. Die haben wir nämlich auch selber im Garten. Diese hier sind allerdings auch aus Sylvias Garten. Die die mich kennen hätten sich warscheinlich auch gefragt, wem denn diese Hübschen und schlanken Beine links im Bild gehöhren. Sylvias Huhn Emilia Galoppi wollte halt auch mit auf’s Foto.
An dieser Stelle noch mal lieben Dank an dich Sylvia Heide für die tollen Bilder.

Quellen

https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/christrose-lenzrose/christrose-schneerose-helleborus-niger
https://www.die-honigmacher.de/kurs2/pflanze_48.html
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/christrose.htm

 

 

Artikel

Kätes kleines Herbarium – Die Mistel – Mythen und Mysterien zur Wintersonnenwende

Heute ist Wintersonnenwende und das ist für mich Grund genug, mich mal  etwas näher mit dieser sagenumwobene und mythenreiche Pflanze zu beschäftigen. So finde ich es doch sehr verblüffend das es einer so unscheinbaren Pflanze zuzuschreiben ist das das große Götterreich Asgard unterging. Doch wenn man ein bisschen Später in der Zeitgeschichte nachschaut hat die Mispel plötzlich ganz positive Eigenschaffen. Denn beispielsweise die alten German wussten nicht nur um Ihre heilenden Kräfte, sondern verehrten die Mistel auch als Glücksbringer wenn sie am Tag der Wintersonnenwende, also genau heute, geschnitten wird. Heute ist der Brauch etwas abgewandelt aus Amerika zu uns geschwappt. Wenn man sich unter einem Mistelzweig küsst bringt eben das Glück. Und wenn man noch bedenkt das sie eine ausgesprochen vielseitige Heilpflanze ist, die sogar in der Krebstherapie Anwendung findet weis man ihren Wert durch aus zu schätzen. Zumindestens als Mensch. Denn die Bäume die von so einem Halbschmarotzer befallen werden, der die Mispel nun mal ist, finden es bestimmt nicht toll von ihr angezapft und um wertvolles Wasser und Nährstoffe gebracht zu werden. Doch die Mispel ist auch schlau. Im allgemeine lebt sie in Symbiose mit ihrem Wirt und zapft im nie soviel ab das der Baum nicht mehr überleben kann. Wär ja auch zu doof sich selber den Ast auf dem man sitzt abzusägen.
Aber schauen wir sie uns doch mal ein wenig genauer an.

Steckbrief
  • Lateinischer Name: Viscum Album
  • Familie: Gehört zu den Sandelholzgewächsen

  • Arten: Laubholzmispel (bevorzugen weichhölzer), Tannenmispel, Kiefernmispel

  • Blütenfarbe: Unaufällige, kleine, gelblichgrüne Blüten

  • Blütezeit: Anfang April bis Ende Mai

  • Früchte: Bildet kleine weißliche Beeren, die im Dezember reif sind

  • Blattfarbe: Grün

  • Blattform: Ledrig, Eiförmig

  • Winterhärte: Wintergrün

  • Wuchseigenschaften: Verankert Ihre Wurzel in der Rinde ihrer Baumwirte

  • Wuchshöhe: Kugelförmig 30cm – 60cm

  • Giftpflanze: Am Giftigsten sind die Blätterstängel. Aber auch die Beeren sind nicht unbedenklich und daher sollte Die Mistel nicht in Reichweite von Kindern wachsen.

Standort und Pflege:
  • Licht: Im Winter wenn Ihr Wirt keine Blätter trägt kann sie zu viel Sonnet nicht gut vertragen
  • Bodenart: Sie berührt niemals den Boden und wächst ausschließlich auf Bäumen
  • Bodenfeuchte: Sie mag am liebsten hohe Luftfeuchtigkeit und wächst verbreitet an Flussauen
  • Beschnitt: Sie kann ganzjährig geschnitten werden, steht aber unter Naturschutz und sollte nicht zum gewerblicher Gebrauch aus der freien Natur geschnitten werden. Ein gesunder Rückschnitt zum erhalt des Wirts ist jedoch erlaubt.
  • Sie ist ein Halbschmarotzer, da sie selber Photosynthese betreibt

Bienenweide
  • Necktarwert: Gering
  • Pollenwert: Gering

Da die Mistel nicht geraden das üppigsten Angebot an Pollen und Nektar bietet ist sie als Bienenweide eher zu vernachlässigen. Trotzdem wird sie bei den Honigmachern aufgeführt

Heilpflanze

Als Heilpflanze ist die Liste der Beschwerden gegen die sie angewendet werden kann schier unendlich. Kein Wunder das die alten Druiden sie so verehrten, das sie nur mit goldenen Sicheln geschnitten werden durfte. Ich werde hier nur die wichtigsten nennen.

  • Blutdruck regulierent

  • Schmerzlinder besonders bei Rheumaerkrankungen

  • verdauungsbeschwerden

  • gegen Kopfschmerzen und Schindel

  • beruhigt die Nerven

  • Wirkt Blutsillen und wir bei Menstruationsbeschwerden, in den Wechseljahren und blutungen nach entbindungen empfohlen.

Bei der inneren Anwendung sollte man immer drauf achten ein Tee als Kaltauszug anzusetzen. Die gefährlichen Giftstoffe der Mispel werden so nicht gelöst und der Tee kann bedenkenlos in kleinen Schlücken getrunken werden.

Auch in der Homöopathie findet man die Mispel zu meist in Form von Globuli die aus dem Saft der weißlichen Beeren hergestellt werden. Hier wird sie ebenfalls gegen die oben beschriebenen Symptome eingesetzt. bevorzugt auch wenn sie mit schweren Gemütszuständen und Depressionen einhergehe

Qellen:

https://www.die-honigmacher.de/kurs2/pflanze_291.html
https://www.globuli.de/einzelmittel/globuli-von-t-bis-z/viscum-album/
http://heilkraeuter.de/lexikon/mistel.htm
https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/ziergaerten/mistel-geheimnisvoller-baum-bewohner-4426

 

 

Artikel

Kätes kleines Herbarium – Das Heidekraut

Als angehende Jungimkerein entwickelt man ganz automatisch ein Interesse für alles was blüht und eine gute Bienenweide abgibt. Da ich aber mit großem bedauern feststellen muss, das ich von der Materie nicht den leisesten Schimmer habe, habe ich also angefangen die kleinen und großen Dinge, die da so kräuchen und fläuchen in und um unser Land, mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aber was sieht man da? Eine Blume die Lila blüht. Was ist das für eine Blume? Keine Ahnung. Also wurde mein Bibliothek um so einige Pflanzenbestimmungsbücher reicher. Aber wie das immer so ist mit der Wissenschaft wenn man eine Frage beantwortet hat ploppen gleich fünf neue auf. Und wenn dann auch noch ein unterschwelliges Interesse an den Wirkungen von Heilkräutern, Homöophatie im allgemeinen und Bachblüten im speziellen dazu kommt, kommt man nicht umhin mal etwas Struktur in den ganzen Wissenswust zu bringen. So bin ich nun bei dem Grund dieses Artikels und meiner neuen Beitragsreihe angekommen. Ich möchte mir jeden Monat (oder so wie es gerade passt) eine Pflanze passend zu Jahreszeit raussuchen und eine Art Porträt oder digitales Herbarium erstellen. Ich werde versuchen einen allgemeingehaltenen Steckbrief über die ausgewählte Pflanze zu recherchieren, in wie weit sie interessant für Bienen und andere Insekten ist und welche Heilwirkung sie hat. Eben alles was mich interessiert. So hoffe ich das diese Beitragsreihe bald zu einem lehrreichen kleinen Nachschlagewerk wird, das dem einen oder anderen vielleicht auf der Suche nach dem richtigen Kraut für Garten, Gebrechen, Geist und Getier hilft.

 

Das Heidekraut gehört für mich in den Herbst wie für andere das Kürbis ausschneiden oder Kastanien sammeln. Seit ich denken kann steht im Herbst vor unserer Haustür ein schön bepflanzter Korb mit Heidekraut. Und weil ich nun mal ein Mensch bin der Traditionen mag steht auch in diesem Jahr wieder ein solcher Korb vor unserer Tür und begrüß mich jeden Abend mit seinen freundlichen lila Miniblüten. Und wie das immer so ist mit den Verknüpfungen, so weis ich wenn die Heide in den Vorgärten blüht wir es behaglich in den Wohnungen.
Diese positive Assoziation mit einer so unscheinbaren Pflanze war Grund genug, mich einmal näher mit ihr zu befassen. Und siehe das, sie ist eine war Wunderpflanze. Sowohl in der Bienenweide wie auch der Heilkräuterkunde und als Bachblühte findet man sie wieder. Aber schaut selbst.

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Calluna Vulgaris
  • Blütenfarbe: Violett, gelb, orange, rot, rosa, weiß
  • Blütezeit: Juli bis November
  • Blütenform: Glocken, Knospen, Trauben
  • Blattfarbe: grün
  • Blattform: nadelförmig
  • Winterhärte: winterhart
  • Wuchseigenschaft: aufrecht, dicht, bodendecken
  • Höhe: 20-80cm
  • Alter: mehrjährig bis zu 40 Jahre
Standort und Pflege:
  • Licht: sonnig bis halbschattig
  • Bodenart: steinig bis sandig
  • Bodenfeuchte: trocken bis mäßig feucht
  • ph-Wert: schwach sauer bis sauer
  • Kalkverträglich: kalkempfindlich
  • Närstoffbedarf: nährstoffarm mis mäßig nährstoffreich
  • Humus: humusreich
  • Gartenstil: Dachgarten, Heidegarten, Rhododendronbeete, Gut auch als Topfplanze
  • Beschnitt: Im Frühjahr die alten Blütentriebe zurückschneiden. So blühen sie im nächsten Spätsommer wieder schön aus.
Bieneweide und Insektenbonus:
  • Nektarwert: hoch
  • Pollenwert: hoch

Die Besenheide oder auch Heidekraut ist eine besonders ergiebige Trachtpflanze und hat einen hohen Nektar und Pollenwert. Aus ihr wird der besonders begehrte Heidehonig gewonnen, der auf Grund der späten Blühzeit auch erst sehr spät geerntet wird.
Weiterhin bieten die Blätter, oder besser Nadel von Heidekraut für die Raupen vieler Schmetterlingsarten Nahrung.
Alleine schon aus dem Grund sollte Heide einen dauerhaften Platz in den Gärten finden und nicht nur zur Herbstdekoration herhalten.

Heilpflanze:

Heidekraut ist auch als Heilpflanze bekannt, da sie eine reinigende Wirkung hat. So ist auch ihr Name aus dem Griechischen mit „Ich reinige“ zu übersetzen. Es wirkt auf den Körper vor allem blutreinigend und harntreibend.
Dem Heidekraut wird nachgesagt folgende Beschwerden zu lindern:

  • Schmerzlindernd bei Reuhma und Gichterkrankungen
  • bei Blasen und Nierensteinen
  • bei Infektionen der Harnwege oder Blase
  • Da es schleimlösende Wirkung hat wird es auch bei Erkältungskrankheiten eingesetzt
  • Hautproblemeund Ekseme

Das Kraut kann innerlich als Aufguss-Tee verwendet werden, oder zu äußerlichen Anwendung in Form von Kompressen oder Aufguss-Bädern zum Einsatz kommen.

Bachblüte:
  • Nr.14 Heather
  • Bedeutung: Selbstbezogenheit, Aufmerksamkeitsbedürftigkeit

Diese Bachblüte kann zum Einsatz kommen bei Menschen die extrem „Ich-bezogen“ sind und durch ihre Selbstzentriertheit und egomanischen Züge auffallen. Diese Menschen benötigen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und versuchen sich immer in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Bachblüte Heather kann diese Bedürfnisse in den Hintergrund treten lassen und den Blick des Betroffenen für das Interesse an seinen Mitmenschen öffnen.

Alles in Allem kling das Heidekraut in der Tat nach einer Pflanze, die ich nächstes Jahr unbedingt in unserer Gartenplanung berücksichtigen sollte. Nicht das ich jetzt anfange eigenen Tee zu trocknen. Aber alleine schon für unsere Bienen ist sie ein echter Gewinn.

 

Quellen:

http://symptomat.de/Heidekraut
https://www.bach-blueten-portal.de/bachblueten/heather/
https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/sommerheide-besenheide/besenheide-knospenheide-calluna-vulgaris
https://www.die-honigmacher.de/kurs2/pflanze_90.html
https://www.amazon.de/gp/product/3440123189/ref=oh_aui_detailpage_o07_s00?ie=UTF8&psc=1
https://www.amazon.de/gp/product/3258078440/ref=oh_aui_detailpage_o01_s00?ie=UTF8&psc=1