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12tel Blick im Juli

Also diesen Monat lag es bestimmt nicht an meiner fehlenden Motivation, bei schönem Wetter mal zu See zu radeln um den 12tel Blick aufzunehmen. Viel mehr mangelte es an gutem Wetter oder Gelegenheiten. Aber an einem der wenigen sonnigen Abenden habe ich es dann letztendlich geschafft, mich auf’s Rädchen zu schwingen und zum See zu strampeln. Belohnt wurde ich mit einem schönen warmen Hochsommerabendlicht (und einen nicht so eleganten Schatten), das eigentlich typisch für den Juli sein sollte. Doch nicht für diesen. Meine Wetteraufzeichnungen zu folge hatten wir sage und schreibe 15Tage an denen es geregnet hat. Hatte aber auch den Vorteil, das ich so gut wie gar nicht gießen brauchte. Die meiste meiner neuen Pflänzchen fanden das auch ganz prima und und so blühen Duftnessel, Sonnenblume und Bronzefenchel im Vorgarten gerade um die Wette. Aber manche, eher trockenheitsliebende Exemplare wie meine Margeriten in den Töpfen finden es gar nicht lustig permanent nasse Füße zu bekommen. Aber so ist es halt. Man kann es nicht jedem recht machen. Aber man kann das beste draus machen. Und so habe ich die verregnete Zeit in meinem Urlaub genutzt und viel Wissenswertes über die Grundgedanken und die praktische Umsetzung der Permakultur im Garten, aber auch in der Landwirtschaft gelesen. Ein spannendes Thema, das aktueller nicht sein könnte und das sich prima verbinden lässt mit der Notwendigkeit eines Imkers, seinen Garten möglichst bienen- und insektenfreundlich zu gestallte. Ich denke das ich da nächstes Jahr, wenn ich einige Dinge in unserem Garten grundsätzlich verändern möchte, von einsetzen und umgestallten kann. Neugierig geworden? Dann findet ihr hier und hier ein paar Infos zu der Materie.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.

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Ein Jahr mit (Kater) Jesse

Heute ist Welt-Katzentag. Grund genug für mich, mir mal so ein paar Gedanken zu diesen possierlichen Fellnasen zu machen, mit denen ich jetzt schon seit etwas mehr als einem Jahr meine Leben teile. Und ich muss sagen, es war ein schönes Jahr. Gut, ich muss auch gestehen, es hatte seine Höhen und Tiefen. Aber alles in allem möchte ich keine Sekunde missen.

Es ist schon etwas ganz anders als das Leben mit einem Hund. Weder besser, noch schlechter. Eben einfach anders. Viele Menschen sagen ja, sie wären Hundemenschen und könnten sich das Leben mit einer Katze gar nicht vorstellen, oder anders herum. Das kann ich so jetzt nicht behaupte. Wenn ein Hund vor meiner Tür steht, dann habe ich eben einen Hund. Wenn aber eine Katze, wie im Augenblick, besser in mein Leben passt, dann lebe ich halt mit Katze. Ich habe im letzten Jahr gelernt, das die Tier die mein Leben mit mir teilen, sich an selbiges anpassen müssen. Sonst bleibt am Ende einer auf der Strecke. Und anpassen kann sich im Augenblick nun mal am besten die Katze oder eben die Biene. Ich muss nun mal leider Arbeiten gehen und bin auch froh das ich es kann. Eine Katze kann ich ohne schlechtes Gewissen den ganzen lieben langen Tag auf dem Hof rum tigern lassen und wenn ich Abends nach Hause komme wird ne Dose Aufgemacht und danach gibt’s noch ne Streicheleinheit oder es wird gespielt. Das kann ich leisten und die beiden Fellnasen brauchen nicht viel mehr. Wir passen eben gut zusammen.

Auch konnte ich von meinen beiden Taschentiegern viel lernen im letzten Jahr. Über mich und meine Kontrollzwang und das es gar nicht mal so gut ist, immer alles im Griff haben zu wollen. An einem gewissen Punkt musste ich lernen die Dinge einfach mal laufen zu lassen. Und siehe da, es hat funktioniert und dafür bin ich den Beiden richtig dankbar.

Auch hätte ich nie gedacht, das ich mal zu einem wahren Gartensüchtlig werde. Ich glaube ich habe seit meiner Kindheit nie wieder so viel freie Zeit draußen auf dem Hof oder im Garten verbracht wie diesen Sommer. Denn da schleicht immer irgendwo einer der beiden Raubtiere durch’s Unterholz oder begleitet dich auf deinem täglichen Rundgang ums Haus. Klar das man sich bei so netter Gesellschaft gerne draußen Aufhält. So, und auch durch die Bienen, kam ich diesen Sommer erstmals zur Gärtnerei. Und wenn sich das bei uns nicht Lohnt wo denn dann!? Einige tolle Projekte konnte ich diesen Sommer schon umsetzen. Beispielsweisen die Baumbank, die auch Kater Jesse toll findet, hat sich zu einer kleinen Oase gemausert in der jeder unserer Hofbewohner und auch Gäste gerne mal verweilt.

Besonderen Wert habe ich diese Jahr in meinen dreiwöchigen Sommerferien darauf gelegt. Nachmittags unterm Abdach hinterm Haus meinen Kaffee zu trinken. Das hatten die beiden Katerjungs relativ schnell raus und irgendeiner von den beiden kam immer vorbeischlawienert um sich ein Leckerli abzuholen. Das ist für mich die beste Entspannung. Mit einem großen Pott Milchkaffee im Schatten zu sitzen und Jello dabei zu zuschaun wie er seine ersten Insekten fängt oder Jesse ihn zum spielen auffordert und dann beide wie angestochen über die Obstwiese springen. Besser geht’s nicht.

 

 

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Der Bienenhirte Teil 5

…und ehe man es sich versieht ist man schon bei dem Thema „Spätsommerpflege“ angelangt. Also für mich ist der Spätsommer aber noch ein bisschen hin. Und eigentlich beginnt die Spätsommerpflege auch erst Mitte August. Ende Juli werden nur die Völker behandelt. In denen sich viel zu viele Varroamilben aufhalten.

Die Varroamilbe ist von jetzt an bis spät in den Herbst hinein das vorherrschende Thema. Ein Parasit, den wir Europäer höchst persönlich, vor noch gar nicht all zu langer Zeit aus Ostasien eingeschleppt haben. In seiner ursprünglichen Heimat lebt diese hoch interessante und gar nicht so kleine Milbe in einer friedlichen Koexistenz auf der Apis cerana, was besagte Östliche Honigbiene ist. Die Östliche Honigbiene unterscheidet sich in einigen Merkmalen von ihrer westlichen Schwester und an genau diesen Punkten kommt die lästige Milbe ins Spiel. Womit Apis cerana kein Problem hat gehen hier zu Lande reihenweise Völker zu Grund. Leider hat es die Milbe bis heute nicht geschafft sich ihrem neuen Wirt so anzupassen, das er ihr nicht unter den Fühlern wegstirbt. Ganz schön dumm eigentlich. Aber zum Glück gibt es ja die schlauen Pharmaindustriene die längst einen Markt gewittert haben und selbigen mit mehr oder weniger intelligenten Bekämpfungsmittelchen überfluten. Da bin ich als Jungimkerrin schon sehr froh das mir im Kurs die Vor und Nachteile der vielen Behandlungsmethoden aufgezeigt werden und wie ich meine Völker möglichst Varroaarm halte. Denn bei der Behandlung gegen diesen hoch intelligenten Schmarotzer kann man ziemlich viel falsch machen und im schlimmsten Fall ein ganzes Volk töten. Das schafft ein schlecht informierter Imker dann auch ganz ohne Varroa.

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Der Hut des Präsidenten

Der Hut des Präsidenten

von Antoine Laurain

Stell dir vor, du willst dir einfach mal was gutes tun und gehst Abends essen. Ganz allein, nur so für dich. Und plötzlich setzt sich eine berühmte Persönlichkeit (in diesem Fall der französische Präsident) an den Nachbartisch. Du bist begeistert, das diese Person nun zum greifen nahe neben dir sitzt und bist den ganzen Abend damit beschäftigt ein bisschen zu lauschen, was sich die Großen und Mächtigen den so alles zu erzählen haben. Ein toller Abend, von dem du noch deinen Enkeln erzählen wirst. So erging es auch Daniel Mercier, der am Ende dieses besagten Abends den Hut des Präsidenten findet, den selbiger direkt auf der Bank neben ihm hat liegen gelassen. Im ersten Augenblick will Daniel hinter her und dem Präsidenten seinen Hut wieder geben. Aber zu spät… So probiert er ihn einmal selber auf und ist auf’s angenehmste überrascht, wie gut er sich mit diesem Hut fühlt. Der Hut scheint ihm ein ganz neues Selbstbewusstsein zu verleihen. Und er ist plötzlich zu Taten fähig, die er sich vorher nie getraut hätte, wodurch sein Leben eine ganz neue Richtung bekommt. Doch an diesem Punkt der Erzählung verliert er den Hut, der daraufhin von einer hübschen jungen Dame gefunden wird, deren Leben durch den Besitz des Hutes, zwar eine ganz andere aber dadurch nicht minder einschneidende Wendung erlebt. So geht es nun weiter und der Hut durchläuft noch einige Besitzer, deren Leben einen Hut dringend brauchen und tut nun mal, das was ein Hut so tut. Eigentlich nichts. Oder etwa doch?

Es bleibt dem Leser überlassen in dem Hut zu sehen was er sehen möchte. Wundermittel gegen schlechtes Selbstbewusstsein, oder eben doch nur ein Hut. Sehr passen zu dieser Frage finde ich das Zitat von Tristan Bernard, das am Anfang dieser kleinen Geschichte steht

Ein Hut auf dem Kopf verleiht einem eine unleugbare Autorität über die , die keinen tragen.

  • Humor: Nicht wirklich, Vielleicht ein Priese Situationskomik. Aber die Geschichte kommt auch ganz gut ohne aus.
  • L’amour: Da es sich hier ja um eine vier geteilte Geschichte handelt, Jenachdem bei welchem Besitzer der Hut sich gerade befindet, gibt es in einer der Vieren auch ein bisschen was fürs Hertz. Eine angenehme kleine Dosis.
  • Fantasie: Der Weg den der Hut geht ist zwar sehr unwarscheinlich, aber doch möglich. Aber ich glaube das man diesen Gedanken, außer acht lassen sollte. Man würde so den Zauber der Erzählung kaputt macht. Wäre schade drum.
  • Fesselfaktor: Die Erzählung um den Weg des Hutes plätschert so nett dahin. Als Leser war ich schon immer sehr gespannt wo der Hut als nächstes landet, doch hatte ich nie das Gefühl diese Buch vor Spannung nicht mehr aus der Hand legen zu können. Ich fand das eigndlich zur Abwechlung auch ganz angenehm.
  • Tiefgang: Ein bisschen schon. Es scheint doch sehr erstaunlich wozu ein Mensch und in diesem Fall gleich Vier, so alles fähig ist, nur weil sie einen Hut auf dem Kopf haben. Hat es denn da wirklich an dem Hut gelegen, oder hätte sich Funny letztendlich auch ohne Hut von Ihrem geliebten getrennt, der ihr nun wirklich nicht gut tat. Die Menschen brauchen oft nur einen Grund oder Auslöser um sich selbst zu mobilisieren. Und wenn’s halt nur ein Hut ist.
  • Schreibstil: Eingänig und sehr ordentlich. Ein wahres Lesevergnügen.
  • Couver / Titel: Das Couver ist schlicht und schön in angesagten Farben gestaltet. Sehr passend für eine kleine kurzweilige Unterhaltung. Auch der Titel ist treffend und auf den Punkt, verspricht aber nicht zuviel.
  • Empfehlenswert: Für Freunde der kurzweiligen Unterhaltung allemal.
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12tel Blick im Juni

So viel dann zu den guten Vorsätzen. Ich haben es im Juni nicht ein einziges mal geschafft ,Abends mit dem Fahrrad zum See zu fahren und einen schönen 12tel Blick im Abendlicht zu fotografiere. Keine Zeit, keine Lust, keine Gelegenheit. Sucht euch was aus. Das hat man nun davon. Schon wieder ein 12tel Blick ohne Sonne. Und dabei hat im Juni schon ganz schön viel die Sonne geschienen. Wenn ich mir das so anschaue habe ich auf nur zwei von sechs Monatsbildern Sonnenschein. Da könnte man ja meinen das es bei uns in Mastholte immer nur regnet. Sehr ärgerlich.

Aber wenigstens die Natur tut brav ihnen Job und produziert fleißig Biomasse, wie man auf diesem 12tel Blick ganz fabelhaft erkennen kann. Auch wenn im Mai schon einiges an Grün dazu gekommen ist. Da hat der Juni noch mal eine Schüppe drauf gelegt, so das die Zweige der Weide links im Bild schon richtig tief runter hängen. Auch ist es lustig zu beobachten wie die Bank im Laufe der letzten drei Monate immer mehr zu wächst. Schön zu sehen, das hier keiner zum Unkraut schneiden vorbei kommt.

Diesen Artikel habe ich mit dem Blog von Tabea Heinicker verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen.

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Regenbogendecke

Eigentlich bin ich gar nicht so für Kunterbunt. Aber als ich die Anleitung für diese traumhaftschöne Regenbogendecke in die Finger gekriegt habe war ich von den vielen schönen Farben, die alle so harmonisch ineinander spielen ganz begeistert. Die wollte ich auch haben. Habe ich mich erst mal auf die Suche nach der richtigen Wolle mit ausreichend (24 unterschiedliche) Farben gemacht. Garnicht so einfach, wenn man nicht ein kompetentes Fachgeschäft weis. Aber zum Glück weis ich eins und die haben mich immer schön mit Wolle versorgt. Und das war nicht wenig. Insgesamt habe ich 34 Knäule von 24 unterschiedlichen Farben und 27 Knäule in weiß verarbeitet. An unserem Markttag hatte ich die Decke ja auch dabei. Ich wurde sehr häufig gefragt wie lange ich denn da dran gesessen hätte. Ich glaube es war ungefähr ein halbes Jahr. Ob das jetzt schnell ist oder nicht kann ich nicht beurteilen, da ich sonst niemanden kenne der so eine Decke schon mal gehäkelt hat. Ist aber auch egal. Wichtig ist das es Spaß gemacht hat und das hat es in der tat. Selbst das vernähen der Fäden war nicht weiter schlimm, wenn man selbige direkt nach der Fertigstellung eines jeden Hexagon vernäht.

Alles in allem habe ich hier 61 Knäule der Wolle Star (100% Baumwolle) von Lana Grossa zu 174 Hexagonen verhäkelt. Das alles zusammen ergab dann eine Gesamtgröße von 180cm x 120cm. Ich würde sagen meine aktuell nicht nur aufwendigste, sondern auch meine größte Arbeit. Mir gefällt sie.

Verlinkt mit Handmade on Tuesday und Creadienstag