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Radio Activity

Von Karin Kalisa

Kiel hat eine neue Radiostimme. Eine die ins Ohr geht, bei der man nicht weghören mag. Aber es ist auch eine Stimme die etwas zu sagen hat. Etwas was die Welt vielleicht nicht hören will. Aber hören sollte. Denn bei diesem Thema sollte niemand weghören und schon garnicht wegschauen.

Karin Kalisa thematisiert in Ihrem Roman „ Radio Activity“ sexuellen Kindesmissbrauch und den schwierigen Umgang mit der juristischen Verjährung eines solchen Missbrauchs. Keine leichte Kost. Und kein Leichtes Thema. Wen wundert es das auch das Buch nicht leicht zu lesen ist. Genau wie die missbrauchten Kinder die nicht reden können über das, was da mit ihnen passiert ist.
Erst viel Jahre später kommt die Wahrheit ans Licht. Aber dann ist es oft zu spät für Gerechtigkeit. Und das nur, weil unsere Gesetzgebung das so vorsieht.

Humor: Ich überlege… nein, das ist alles nicht zum Lachen.

Fesselfaktor: Wenn man sich durch die ersten 100 Seiten gequält hat kann man es nicht mehr weg legen. Der Weg dahin ist aber etwas steinig.

L’amour: Vielleicht nicht im klassischen Sinne. Aber Liebe kann viel Gesichter haben.

Fantasy: Bedauerlicher weise nein. Diese Geschichte kann genau so überall in Deutschland passiert sein.

Tiefgang: Die Autorin schneidet hier ein Thema an, das trauriger weise immer wieder aktuell ist und tief unter die Haut geht. Wer diese Geschichte unter seine Haut lässt schau hoffendlich nicht mehr weg. Wir brauchen mehr Menschen die nicht wegschauen.

Schreibstil: Ich muss leider gestehen das ich noch nie ein Buch gelesen habe, das so lange Sätze hat. Die ersten 100 Seiten sind tatsächlich eine Herrausforderung. Und ich kenn Leute die dieser Sprache nicht gewachsen waren. Aber wenn man erst mal drinn ist in der Geschichte geht es ganz leicht. Und die Mühe Lohnt sich wirklich.

Cover / Tietel: Eigentlich nichts besonderes und wenig aussagekräftig. Glaubt mir, dahinter steckt mehr.

Empfehlenswert: Trotz all dieser nicht ganz so verlockenden Beschreibungen möchte ich hier eine eindeutige Empfehlung für dieses etwas andere Buch aussprechen. Es weckt auf. Und das ist wichtig.

Diesen Beitrag habe ich mit dem karminroten Lesezimmer und der dortigen Aprilbüchern verlinkt.

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Frühlingsfrisch im Gästebad

Heute möchte ich Euch zeigen, wie man selbst in eine so kleine Kammer wie dem Gästebad ein bisschen Frische zaubern kann, ohne das es kühl oder steril wirkt. 
Klar, durch den mutigen Einsatz von ein wenig dezenter Farbe hat man es gleich ein bisschen frischer im Raum. Aber kann das gerade bei einem Gästebad mit wenig Möglichkeiten für auflockernde Dekoration auch schnell kippen. Und schon hat man mit der weißen Keramik eine Art Medizinstimmung. Da geht kein Gast gerne mal auf`s Örtchen und man selber fühlt sich auch nicht wohl. 

Das finde ich immer sehr schade, denn das Gäste-WC sollte nicht nur für Gäste sein. Ich empfehle bei der Verwendung von so kühlen Tönen wie hier dem Salbei, kombiniert mit dem Aquaton in den Accessoires, immer einen warmen Gegenpol. Da bot sich der Waschtischunterschrank in Eiche direkt an. Auch das kleine Einbauregal und der Bilderrahmen sind aus Eichenholz gefertigt und runden die Gestaltung ab. Damit das Ganze aber noch ein bisschen mehr Grip und Halt bekommt habe ich mich für die modernen Drahtlampen als Highlight entschieden. Zum Schluß noch ein frischer Grüntupfer in Form einer Pflanze und schon haben wir es gleich ein wenig wohnlicher. 

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12tel Blick im März

Ein stressiger Monat endet nun. Ich habe es mit Ach und Krach geschafft die Hochbeet noch vor Ostern aufzustellen und heute am letzten Tag des Monats konnte ich auch erst das Bild mach. Ich wollte ja unbedingt das die Beet mit auf dem Märzbild sind. Und sie sind so schön geworden unsere neuen Hochbeet. Ich bin richtig verliebt. Ob ich diese beiden Giganten immer noch so toll find wenn ich sie in den nächsten Tagen befülle, bleibt abzuwarten. Das sind immerhin 4 Kubikmeter Erde die wir da bewegen müssen.

Was im März nicht so schön war, war der Ausbruch der Vogelgrippe in der Nachbargemeinde. So müssen unsere fleißigen Damen eingestallt bleiben und können im März nicht mit aufs Bild. Und sie sind gerade so fleißig. Pünktlich zu Ostern sind sie wieder in die Eierproduktion eingestiegen. Heute gab es bei viel Hennen 3 Eier. Sie sind wirklich sehr fleißig…

Ich hoffe mal das ich euch bis ende April die ersten Bilder mit befülten Beeten und auch schon den ersten Pflänzchen zeigen kann.

Diesen Artikel habe ich mit dem 12tel Blick von verfuchstundzugenäht verlinkt. Hier könnt ihr bei Interesse nochmal alles über diese tolle Projekt nachlesen

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Sprechen ist das neue schreiben.

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle bereits über Ewa´s fabelhaften Podcast berichtet. Letzte Woche durfte ich selber mal ans Mikro. Das war wirklich spannend. Ewa und ich haben uns ein bisschen über das Thema Nachhaltigkeit unterhalten und was so die Dinge sind die mich bewegen und begleiten.
Ich bin wirklich sehr glücklich wie schön diese Folge geworden ist und würde sie sehr gerne mit dir teilen.
Wenn du also ein Bisschen mehr über mich, meine aktuelle Situation und meine Einstellung zu Nachhaltigkeit und Kreisläufen erfahren möchtest, dann hör doch einfach mal rein.

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Ich mag keinen Schnee

Stell dir vor, du ziehst morgens die Rollos hoch und es ist draußen alles weiß.

Was denkst du dann? Ich kann dir sagen was ich gedacht habe.

Oh nein!

Wenn ich morgens die Rollo hochziehe und es schaut draußen so aus, bedeutet das für mich, das die Hühner sich die ganze Woche nicht aus dem Stall trauen und ich mehrmals täglich damit zu tun habe ihnen das Wasser aufzutauen, Futter zu bringen und nach ihnen zu schauen.

Es bedeutet, das die Kater sich alle Schnurrbarthaare abgefroren haben, weil sie nur ihre Nasen aus der Klappe gehalten haben. Auch sie sind freiwillig eine Woche in der Werkstatt geblieben. Die Kaninchen mussten in die Waschküche evakuiert werden. Das fanden sie zwar nicht witzig, aber immer noch besser als bis über beide Ohren eingeschneit zu werden. Das Kaninchengehege war bis zum Knie eingeschneit.

Dieses Wetterextrem bedeutet für uns auch viele viele Sorgen. Was machen die Temperaturen im Versorgungsraum? Hoffentlich frieren die Leitungen nicht zu. Wie kriegen wir diesen großen Hof und die lange Einfahrt geräumt? Wie kriegen wir den Schnee vom Dach und was machen wir wenn das mal alles wieder taut und und und.
Kurtz um, ich mag den Schnee nicht. Und ich kann ihm, wenn ich mir anschauen muss wie sehr unsere  Gartenvögel unter diesen extremen Temperaturen leiden müssen, auch nichts abgewinnen.

Zugegeben, es schaut bei Sonnenschein ganz hübsch aus. Aber wenn ich hübsche Schneelandschaften sehen will, dann kaufe ich mir ein Bildband von den Kitzbühler Alpen.

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Ein Blick in die Glaskugel

Seit einigen Wochen bin ich damit beschäftigt meinen Businessplan für meine bevorstehende Selbständigkeit zu schreiben. Das ist an und für sich nicht schlimm und ganz im Gegenteil sogar recht spannend. Zumindestens wenn es um den Textteil geht. Was will ich überhaupt genau machen und anbieten? Wie das alles Umsetzten? Und noch viel wichtiger, wer sollen meine Kunden sein. Wichtige Fragen, für die es sich lohnt, sich auch mal eine bisschen Zeit zu nehmen. Mir hat das Schreiben auf jeden Fall geholfen, meine Ideen und Vorstellungen noch mal besser auf den Punkt zu bringen. Das hat sich echt gelohnt. Bis dann der Finanzteil dran war. Eine Auflistung der Zahlen die ich „glaube“ in den ersten vier Jahren Umzusetzen. Na, da kann man sich ja ne ganze Menge wünschen. Aber wir sind hier doch nicht bei „wünsch dir was“. Hier wird von mir erwartet eine realistische Darstellung meiner zukünftigen beruflichen Umsetzung zu Papier zu bringen. Mit Wachstumsrate, Liquiditätsvorschau und Rentabilitätsansicht. Zum Glück gibt es Menschen die von der Materien mehr Ahnung haben als ich und mir geholfen haben das alles zu verstehen und zu durchschauen (ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die IHK). 

Aber wie ich da so meine Zahlen von links nach rechts jongliert habe, da dachte ich mir, sone Glaskugel wär jetzt schon was tolles… Dann bräuchte ich meine Kugel einfach nur Frage, „Wie stehe ich am Ende des Jahres da?“ und schwupp wär mein Finanzplan Wasserdicht und fertig. Und nicht nur der. Ich könnte ja alles Frage.  „Wird meine altes kleines Autochen noch eine Zeit lang halten“ „Wird es wieder so ein heißer Sommer?“ „Werde ich und alle die ich liebe Gesund bleiben?“ „Was bringt uns 2021?“ Ich glaube eine Frage die dieses Jahr niemanden kalt lässt. Die wir alle gerne beantwortet haben möchten. Aber was ist wenn mir die Antwort nicht gefällt? Will ich wirklich jetzt schon wissen wenn ein geliebter Mensch oder eines meiner Tiere am Ende des Jahres nicht mehr an meiner Seite ist? OK, man könnte die Zeit die einem noch bleibt besser nutzen. Mehr Zeit miteinander verbringen und sie so schön gestalten wie es nur geht. Aber kann man das nicht sowieso? Sollte man nicht aus jedem Tag das beste machen? 

Na klar sollte man. Und darum bin ich sehr froh, das ich keine Glaskugel habe. Und mich auf jeden neuen Tag freuen kann der vor mir liegt. Ich kann Pläne machen. Und wenn sie mal nicht gelingen, dann mache ich beim nächsten mal bessere Pläne. Und da ist es ganz egal ob es ein Businessplan, ein Finanzplan oder ein Plan für einen Hummelkasten ist. Was das für Pläne sind, die ich für 2021 habe hat tatsächlich neulich mal jemand gefragt. Aber das ist ein anderes Thema und will ein andermal beschrieben werden.