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Freundschaften

Freunde

 

Anfang des Sommers war ich bei einer Freundin im Siegerlang. Das ist für mich ein Weg von c.a. 250km. Da ich permanent im Stau gestanden habe, hatte ich auch mal wieder so richtig schön viel Zeit, mich mit mir und meine Gedanken auseinander zu setzen.
Kurz davor habe ich in der Aktuellen Flow noch einen Artiken über die Bedeutung von “Freundschaften in der heutigen Zeit“ gelesen. Und da kam ich dann auch ein bisschen ins Grübeln.

Besagte Freundin kenne ich schon ewig. Ich kann beim besten Willen nich sagen wann und wie wir uns kennen gelernt habe. Irgendwie war sie halt plötzlich da. Und sie war vor allem immer dann da wenn’s wichtig war. Dann bin ich irgedwann nach Süddeutschland gezogen und wir hatten sehr lange so gut wie keinen Kontakt mehr. Man hat sich halt auseinander gelebt. Wie ich dann nach 12 Jahren aus dem Exil zurück kehrte, war sie aber noch da. Wie ein kleiner Fels… Wir haben uns dann wieder regelmäßig getroffen und obwohl sich unser beider Leben komplett geändert hat, war ich doch sehr froh das sich an unserem zueinander nicht viel geändert hat. Vor 3Jahren ist sie dann weggezogen. Und ich bin sehr froh da drüber, das wir es diesesmal geschafft habe. Wir sehen und sprechen uns, wenn auch nicht wöchentlich, so aber doch öfter bis regelmäßig.

Eigentlich hatte ich immer irgendeine beste Freundin. Mal die eine, mal die andere. Ich habe mich da nie großartig festgelegt. Und so sind im Laufe der Jahre so einige, solcher „immer mal wieder“ Freundschaften entstanden. Die sind wie Wein, je älter, desto besser. Es ist schön zu wissen, das sie immer für mich da sind, wenn denn mal. Aber man muss nicht. Ich glaube auch das gerade das den Sinn einer wirklichen Freundschaft ausmacht. Können, nie müssen. So genommen zu werden wie man ist.

Ich persönlich halte Freundschaften schon für etwas sehr wichtiges im Leben eines jeden, das man hegen und pflegen sollte. Überbewerten will ich sie aber auch nicht. Ich glaube ich habe nie krampfhaft versucht Menschen an mich zu binden um Freunde zu haben. Vielleicht ist genau das der Grund warum immer welche da waren und sind.

Ob solche waren Freundschaften den Stellenwert der Familie ablösen, Wie es in dem Artikel der Flow beschrieben wurde, wage ich aber stark zu bezweifeln. So sehr ich meine Freunde und Freundinnen auch mag und schätze, aber Blut ist immer noch dicker als Wasser.
Meine Familie hat für mich den höchsten Stellenwert vor allem (ja, der Hund gehört auch mit zur Familie). Das liegt aber vielleicht auch da dran, dass in unserer Familie immer alles Freiwillig war. Ich wurde nie zu irgendwelchen Familienkram gezwungen. Vielleicht ist das ja der Schlüssel zum Familienglück. Familien müssen mehr wie Freunde sein. Aber das ist ja eigentlich ein ganz anderes Thema, über das ich vielleicht ein anderes Mal schreibe.

Wie ist das bei euch? Habt ihr beste Freunde und wie wichtig sind die für euch?

P.S.: Nachdem ich nun vier Stunden, für 250Km ohne Klimaanlage bei 35Grad Außentemperatur, gebraucht habe, hatten wir noch einen sehr schönen und Sektgeschwängerten Abend. Schee Wars!

 

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Deko-Donnerstag „Vasen Sammelsurium“

Die Kategorie, die in der Guten Stube definitiv am besten gefüllt ist, sind die Vasen. Und da dachte ich mir, das ist doch mal was für den Deko-Donnerstag.

Meine Vasen-Sammelleidenschaft hat vor etwas mehr als drei Jahren angefangen. Da war ich bei einer Kollegin zu besuch und die hatte so eine ganz tolle und große Sammlung, aus weißen alten Vasen auf der Fensterbank stehen. Das sah wirklich ganz toll aus. Und weil bekanntlich alles was sie hat, ich auch haben will (Insider) fing ich unbewusst auch an zu sammeln. Mein erstes gutes Stück würde ich auch nie hergeben. So nach und nach wurden es aber immer mehr und damit man Platz für noch mehr hat muss ich mich halt manchmal von der einen oder anderen trennen. Aber so ist das halt beim Sammeln. Wenn man immer alles behalten würde, würde es ja horten heißen.

Ich kombiniere meine Vasensammlung auch immer gerne neu und stelle sie wieder anders zusammen. Das ist ähnlich wie mit dem Geschirr. So schaut es in der Guten Stube immer wieder ein bisschen anders aus, ohne das ich dafür viel Geld ausgeben muss.

P.S. Das sind die ersten offiziellen Aufnahmen mit der neuen Kamera. Ist doch ganz gut geworden, oder?

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Schreibzeit – Was bedeutet Glück für mich?

Schreibzeit_Glück

Diese Frage stellt Bine ihren Lesern in der aktuellen Schreibzeit. Im ersten Augenblick fängt man dann schon mal an zu grübeln. Aber wenn man es genau betrachtet, hatte ich in meinem Leben schon eine ganze Menge Glück.
– Ich habe Glück gehabt, zwei so tolle Eltern zu haben.
– Ich habe dann auch gleich noch mal Glück gehabt, denn auch bei den Geschwistern hätte man          Schlechtere haben können.
– Eine glückliche unbeschwerte Kindheit
– Eine Schule, die meine Schwächen gezielt förderte und mir so zu einem Abschluss mit Abitur       verhalf.
– Eine Freundin meiner Eltern, die mir zu meiner Ausbildungsstelle verhalf und so weiter und so fort…
Ich kürz das mal ein bisschen ab, sonst wird das doch etwas langatmig.

Aber alles in allem sind das Dinge und Gegebenheiten, die ich nicht, oder nur bedingt beeinflussen konnte. Wer kann sich seine Eltern schon aussuchen.
Ich glaube, dass Glück etwas ist, das zu einem kommt und man es ergreifen muss, wenn es da ist. Nur leider erkennt man es nicht immer. Wie viele Gelegenheiten hatte ich in meinem Leben wohl schon, die mir Glück gebracht hätten, hätte ich sie nur erkannt, oder mehr Mut gehabt.
Aber es macht keinen Sinn, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Viel sinniger ist doch die Frage, ob man glücklich ist mit den Entscheidungen, die man für sich und sein Leben getroffen hat.

Klar, ein bisschen Glück zu haben, kann bei dem Umstand, glücklich zu sein, nicht schaden. Aber die Frage, ob man glücklich ist oder nicht, hängt doch in erster Linie von der inneren Einstellung zu den Dingen ab.
Ich bin durchaus zufrieden mit meinem Leben, wie es jetzt ist. Allein die Tatsache, sonntagnachmittags vorm Haus mit einer Tasse Kaffe sitzen zu können und einfach nur seine Ruhe zu haben, macht mich wirklich restlos glücklich.
Aber den Umstand habe ich ja auch ganz bewusst so herbeigeführt: Der schöne Platz vorm Haus ist nicht vom Himmel gefallen und der Pott Kaffee auch nicht. (zum Glück, sonst wäre er jetzt nämlich kaputt). Der Volksmund würde jetzt sagen: „Ich habe da meinem Glück etwas auf die Sprünge geholfen.“ Ich selbst würde eher sagen: “Ich habe einige Weichen gestellt, um Glücklich zu sein.“  Dann gibt es aber auch Situationen, die man nicht beeinflussen kann. Beispielsweise, wenn jetzt jemand Nerviges auf den Hof geeiert käme. Dann wäre es vorbei mit der Glückseligkeit. Aber ich bin ja schlau. Ich gräme mich nicht weiter darüber, halte einen netten kleinen Schwatz und bin dann eben auch mit der Situation glücklich, dass uns Jemand besucht. So ist es eben ein Stück weit eine Frage der Einstellung, ob man glücklich ist oder nicht. Man muss halt auch mal alle Fünfe gerade sein lassen, das Schicksal annehmen.

Meine Schwiegermutter erzählt oft von früher, was für ein glückliches Leben sie bis hierhin hatte. Und auch der Umstand, dass ihr Mann schwer krank und pflegebedürftig ist, schmälert diesen Zustand zwar, aber sie ist doch sehr glücklich, zwei Kinder zu haben, die sie in dieser Situation unterstützen und für sie da sind.
Sie hat diesen schweren Schicksalsschlag für sich angenommen und versucht jeden Tag aufs Neue, mit der Situation klar zu kommen. Sie sagte mir neulich, dass sie glücklich ist, für ihren Mann da sein zu können. Ich finde das sehr bewundernswert.

Glück haben, und glücklich sein sind also zwei ganz verschiedene Dinge. Und oft ist es doch das Streben nach dem vermeintlichen Glück, was uns unglücklich macht. Ich finde es viel schöner, einfach nur zufrieden zu sein und meinen Frieden zu haben.

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Deko-Donnerstag „Geschenkte Familiengeschichte“

In unserer Familie ist es schon irgendwie Tradition zu besonderen Anlässen etwas aus dem eigenen Leben zu schenken. Und das hat ganz sicher nichts damit zutun, das man das Ding gerade übrig hat und es ja so schön praktisch und günstig ist, wenn man es los ist.
Diese Kommode haben mein Bruder und seine Frau mir und meinem Mann zur Hochzeit geschenkt. Verbunden mit einer Restauration nach unseren Wünschen. Das war ganz bestimmt nicht günstig und übrig hatten sie das alte Schätzchen auch nicht, da es zuletzt bei meinen Eltern stand und da brav seine Dienste tat.

Nun aber zum Grund dieses außergewöhnlichen Geschenks. Diese Kommode war vor c.a.40 Jahren mal blau und unsere alte Wickelkommode. (He Mama, ist Benni da nicht auch mal runter gefallen? Oder war das Finn?).  Also ein guter alter Bekannter und ein Stück unserer gemeinsamen Geschichte. Ich umgebe mich gerne mit solchen Dinge. Sie erzählen einem die Geschichten von früher und man hat das Gefühl das einem die Menschen mit denen man diese Dinge verbindet immer umgeben. Wie zum Beispiel auch die alte Glasvitrine von meiner Mama. Wenn ich die Türen öffne um etwas rauszuholen riecht es richtig danach wie es bei Mama halt riecht. Manchmal mache ich die Türen sogar auf, nur um dran zu schnüffeln. Aber nur wenn ich alleine bin. Dann muss ich immer an das alte Wohnzimmer mit der lustig niedrigen Decke und dem knarrenden Holzboden denken. So hat man seine Lieben immer bei sich. Und das ist doch wohl das tollste Geschenk das man einem Menschen machen kann der einem soviel bedeutet.

Aber man soll ja nicht immer in der Vergangenheit leben, sondern auch mal in die Zukunft schauen. Das Bild auf der Kommode hat mein Vater meiner Mutter zur Verlobung geschenkt und meine Mutter hat es mir dann zum 18ten Geburtstag geschenkt. Ich gebe zu ich habe drum gebettelt.
Ich bin doch mal sehr gespannt ob einer meiner zahlreichen Nichten und Neffen (Ich bin mir sicher sie werden mal zahlreich sein) sich mal da drüber freut wenn ich ihnen einen Teil unserer Geschichte weiter verschenken kann.

P.S.: Restauriert wurde die Kommode bei Wild und Wilhelmstrop

Verlinkt habe ich diesen Artikel mit „Deko-Donnerstag“ von der Seite „Lady Stil“

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Schreibzeit – „Im Moment…“

Schreibzeit im Moment_1

Vor drei Tagen hat Biene ein neues Schreibzeit-Thema herausgegeben, das „Im Moment“ heißt. Das ganze ist so aufgebaut das der Blogger den Satz „Im Moment… mag ich“ einfach weiter schreibt . Von diesen „Sätzen“ gibt Biene 17 Stück vor, die man aber auch nach belieben ergänzen oder weglassen kann. Ein Thema das mir für die Gute Stube auf den ersten Blick zu sehr auf meine Person reduziert ist.
Die Gute Stube heißt ja nicht umsonst Gute Stube – Aufgemöbeltes und Dekoratives. Wenn ich mehr über mich und mein Leben hätte schreiben wollen hätte ich diesen Blog besser „Kätes Welt“ genannt.

Aber umso mehr ich über dieses Thema nachgedacht habe, desto besser gefällt es mir. Wenn auch nicht in seiner ursprünglichen Form und Vorgabe (Liebe Biene, sei mir nicht böse das ich etwas anderes daraus gemacht habe. Aber schließlich soll die Schreibzeit ja zum nachdenken anregen.). Im Moment stehe ich einfach an einem Punk, an dem ich mich frage, wo es hingehen soll mit der Guten Stube. In letzter Zeit haben Artikel, die nicht viel mit Aufgemöbeltem und Dekorativem gemeinsam haben die Überhand gewonnen. Zum Beispiel der „12tel Blick“ und auch die Kategorie „Fotoalbum“ sind zwar sehr schöne Projekte, die mir viel Spaß machen und mir am Herzen liegen. Aber mit dem eigentlichen Sinn der Guten Stube, haben sie nicht viel gemein.
Ben hat in einen Radiointerview man gesagt: „Wenn ich im Bus sitze oder so durch die Stadt gehe denke ich immer wie ich irgendwas verbloggen könnte.“ Der Satz ist in meinem Kopf hängen geblieben, weil es mir auch oft so geht, das ich mich bei jeder Gelegenheit Frage ob dies oder das wohl einen schönen Artikel abgeben könnte. Nur mit dem Unterschied das ich mich immer Frage ob das Thema denn auch zur Guten Stube passt und das finde ich doof.

Schreibzeit Im Moment
So ein Blog ist schon fast ein bisschen wie ein Baum. Es beginnt mit einer kleinen Idee und dann fängt das ganze an zu wachsen. In alle möglichen Richtungen. Man kann seinen Baum beschneiden und somit ganz bewusst gestallten wie er wächst. Das gefällt mir so gut am bloggen. Ich ganz allein kann entscheiden was ich hier veröffentliche und was nicht.
Nun muss ich entscheiden ob ich den Ast stutzen soll der nicht zum Motto der Guten Stube passt und mich wieder mehr meinen Möbeln widmen soll.

Vielleicht sollte ich aber auch den Blognamen ändern. Wie wär’s denn mit „Im Moment… “ ? Denn nichts anderes ist ein Blog. Er zeigt meistens Dinge aus dem Leben anderer Menschen die sie in dem Moment bewegen. Und am nächsten Tag oder eine Woche Später ist der Moment auch schon wieder um und es steht ein neuer Post ganz oben auf der Seite. Wer liest sich den schon die älteren Artikel durch. Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.
Das wäre vielleicht eine schöne Idee für einen zweiten Blog. Aber ganz ehrlich? Im Moment habe ich ja ne ganze Menge, aber bestimmt nicht die Zeit noch eine Blog zu schreiben. Schade eigentlich.

P.S. Im Moment schaut der Garten hinter dem Goethehaus in Weimar besonders schön aus.

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Deko-Donnerstag „Ein Ende der Spießigkeit“

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Letzte Woche habe ich mir mal wieder die Living at Home gekauf. Besonders spannend fand ich einen sehr schöner Artikel über alte Porzellanmuster und wie man sie toll mit neuen Mustern kombinieren kann.
Weil ich in der Guten Stube relativ viele Einzelstücke, oder nur Fragmente von einzelnen Servicen habe, dachte ich mir ich probiere das mal aus. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen. Ich finde es ist richtig gut geworden. Ich habe einfach das blau/weiße Service genommen, von dem ich nur drei Kuchengedecke habe und habe es mit einem schlichten weißen Service kombiniert. Immer ein blau/weißer Teller mit einer weißen Tasse und umgekehrt. Auch die schlicht weiße Kanne und das Milchkännchen passen ganz toll zusammen und lockern alles ein bisschen auf.
Ich finde es wirklich ganz fabelhaft in einer Zeit zu leben in der es sogar „angesagt“ ist Altes mit Neues zu kombinieren. Noch vor 10 Jahren währe man dafür schräg angeschaut worden, wenn man an der sonntags Kaffeetafel drei verschiedene Porzellandesigns auf dem Tisch stehen gehabt hätte. Ich bin mir sicher meine Oma Hedwig würde sich bei dem Gedanken im Grabe umdrehen.
Wobei ich glaube das sie Schafe am Tisch schon gemocht hätte.

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P.S.: Den tollen Schriftzug hab ich zufällig heute Morgen von meinem handwerklich begabten Mann geschenkt bekommen. Der musste unbedingt mit auf’s Bild

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Wer von euch noch mehr schöne Deko-Ideen sehen möchte schaut doch einfach mal bei der Moni vorbei. Da ist Heute nämlich Deko Donnerstag angesagt.

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Deko Donnerstag „Welten hinter Glas“

Vor einigen Tage bin ich über Moni’s Blog „Lady-Stil“ gestolpert. Moni hat eine neue Aktion ins Leben gerufen, die sie Deko Donnerstag nennt. Jeden zweiten Donnerstag kann man hier seine Post’s zum Thema „Dekoration zuhause“ verlinken. Na das passt doch perfekt zur Guten Stube.

Für meinen ersten Deko Donnerstag hab ich mir ein Thema ausgesucht, das mich schon länger begeistert:  „Welten hinter Glas“. Ich habe das in der Guten Stube mit einem großen Windlicht umgesetzt, das ich wiederum mit einer kleinen Winterlandschaft ausgestattet habe. Der weiße Kies soll den Schnee darstellen. Besonders schön schaut mein kleines Winterstilleben im Dunkeln aus, wenn die kleinen Lichter wohnliche Wärme ausstrahlen. Die Lichterkette wird mit Batterien betrieben und kann somit überall platziert werden.

Mir gefällt dieses „Welten hinter Glas“ Thema besonders gut, weil es zum einen immer etwas Skurriles und Unwirkliches an sich hat. Zum anderen aber auch eine Art von Geborgenheit ausstrahlt, die mich schon immer sehr angezogen hat. Durch eine Glasscheibe von der Außenwelt abgeschottet. Keiner stört einen. Alle Probleme und Ärgernisse bleiben draußen. Es muss toll sein, in so einem Glass zu sitzen. Wer hat sich das nicht schon mal ausgemalt, wie es wohl ist in einer Schneekugel zu sein. Die schönste Schneekugel ist für mich die aus dem Film Mary Poppins. Es ist eine ganz große und alte Kugel mit der St. Paul’s Kathedrale drin. Die Stelle ist so schön, wie sie es in der Kugel schneien lässt und dazu das Lied von der alten Vogelfrau singt…. märchenhaft…

Dieser Trend is also, wie so viele, nichts Neues und doch aus dem Interior-Bereich zur Zeit nicht mehr wegzudenken. Sei es, wie hier, in Form von Miniaturwelten in Windlichtern, oder kleine Vögel, Äste und Blumen unter Glashauben. Es gibt unzählige Variationen und doch ist es, reduziert auf’s Wesentliche betrachtet, immer das Gleiche. Wir stellen das, was uns lieb und teuer ist, was wir bewahren und erhalten möchten, hinter Glass, damit es nicht vergeht und wir es möglichst lange betrachten können. Vielleicht ist es gerade deshalb so ein aktuelles Thema. In einer so schnellen Zeit wie der unseren suchen viele Halt in ihren Erinnerungen. Sie wollen sie bewahren und beschützen vor dem, was da draußen ist.

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„Netzwerken- oder wie bekommt man mehr Leser“

Schreibzeit_02.15. Netzwerken oder wie bekommt man mehr Leser

In der Schreibzeit ruft Sabine diesen Monat zum Thema „Netzwerken- oder wie bekommt man mehr Leser“ auf.
Wie ich das gelesen habe, war ich ganz happy, ein Thema zu haben, mit dem ich mich aktuell sowieso schon etwas länger beschäftige.
Wenn man sich meine Blog-Vita mal so anschaut, könnte sich der eine oder andere fragen.“ Warum hat sie da nicht schon früher drüber nachgedacht. Die Gute Stube gibt’s doch schon seit Mitte letzten Jahres.“
Das liegt wohl daran, dass, als ich die Gute Stube ins Leben rief,  ich nur schemenhaft wusste, was ein Blog überhaupt ist. Eigentlich wollte ich nur ein paar alte Schätzchen und Erbstücke verkaufen (die ganze Geschichte findet ihr hier). Also fragte ich meinen Bruder, der in der Branche recht gut bewandert ist und schwubdiwub war ich eine Blogerin. Als Ben meinte: „Schau dir doch mal meinen Blog oder den von Anne-Birga (die einzigen Blogger, die ich persönlich kenne) an“,  ging mir langsam ein Licht auf, was bloggen überhaupt bedeutet. Ich  war sehr dankbar, einen Kanal gefunden zu haben, in dem ich nicht nur kreativ sein kann, sonder auch meine Leidenschaft für Aufgemöbeltes und Dekoratives darstellen kann.
Von da an stellte sich mir immer nur die Frage: “Wie finde ich neue Käufer?“ Da im Augenblick aber saure Gurkenzeit ist und in meiner Werkstatt fast Minusgrade herrschen, hatte ich zwischen den Jahren Zeit, mich mal mit ein paar anderen Blogs zu beschäftigen.
Was tun die anderen eigentlich alle so? Auf welchen Plattformen sind die alle unterwegs? Will ich das auch? Warum nicht? Na, ich probier’s mal aus. Und siehe da… sobald ich einen Facebook-Account eingerichtet hatte, war ich nicht nur stolz wie Bolle, sondern hatte auch tatsächlich ein-zwei Kommentare.  Also: weiter so…
Ich freu mich schon auf andere Plattformen. Pinterest und Instergram kenne ja sogar ich, aber was ist eigentlich Bloglovin und dieses Google+ Ding? Naja, ich werd’s schon raus kriegen.

Und dann ist da ja auch noch die Sache mit dem Kommentieren. Bis jetzt habe ich immer die Rolle des stillen Beobachters eingenommen. Erstmal schauen, wie das so geht… Sieht einfacher aus, als es ist. Aber wer weiß, vielleicht finde ich ja noch gefallen daran. Im realen Leben muss ich ja auch zu allem meinen Senf dazu tun.

Aber die einzige wirklich alles entscheidende Frage, die ich mir bei dieser ganzen Netzwerkerei stelle, ist: „WANN MACHEN DIE DAS ALLE?“
Wie schafft ihr das bloß alle, auf all diesen Plattformen so präsent zu sein und dann auch noch tolle Posts zu schreiben und mit noch tolleren Bilder … (Sind wir jetzt wieder beim Thema „die Frau von heute“?)
Im Augenblick finde ich das alles noch ziemlich zeitintensiv und hoffe, dass, wenn man den Bogen erstmal raus hat, alles etwas schneller von der Hand geht.
Aber es würde mich wirklich mal interessieren, wie viel Zeit der normale Blogger so im Durchschnitt in der Woche für seinen Blogg und seine Netzwerkerei investiert. He Bine, wäre das nicht ein spitzen Thema für die nächste Schreibzeit!?

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Tradition

Anfang des Monats bin ich bei „was eigenes“, ein wirklich toller Blog in dem ich sehr regelmäßig lese, auf die Short Stories gestoßen. Diesen Monat war das Thema „Tradition“ und da ich ein traditionsliebender Mensch bin dachte ich mir, da mach ich doch mal mit.

Traditionen sollten etwas sehr Schönes sein. Und gerade in der Weihnachtszeit können Traditionen für viele stressgeplagte Menschen eine Art Anker sein. Sie sind etwas immer Wiederkehrendes. Etwas, was man nicht erfinden muss, weil man es einfach wieder so macht wie letztes Jahr. Eine Tradition ist auch eine Erinnerung und zugleich eine Vorfreude: “Weißt du noch, wie schön das letztes Jahr war… Das machen wir dieses Jahr wieder“
Ich finde Traditionen sind etwas sehr wichtiges. Sie geben uns Halt im Alltag, ob nun Weihnachten ist oder nicht. So ist es für eine Freundin von mir eine wichtige Tradition, jeden Freitag Nachmittag (da hat sie früher frei) mit ihrem Mann Kaffee zu Trinken und über die vergangene Woche zu sprechen.
Sie hat mir erzählt, wie sehr sie sich darauf freut, ihre kleine Tochter in diese Tradition einzubinden.
Ich fand den Gedanken sehr schön, eine Tradition an die nächste Generation weiterzugeben.
Da ich ja nun niemanden habe, an den ich alle meine verschrobenen und eigensinnigen Traditionen weitergeben kann, müssen meine zahlreichen Nichten und Neffen dafür herhalten…
Und ich freu mich auch schon drauf, der „kleinen Giraffe“ zu erzählen, was der Osterhase im Weihnachtsbaum zu suchen hat. Das ist eine ganz eigene Familientradition.

Aber man sollte sich auch nicht zum Sklaven der eigenen Traditionen machen. Nur weil etwas schon immer so gemacht wurde, muss es ja nicht auch gut sein. So wie sich die Zeit ändert, können sich auch die Traditionen wandeln und das ist auch gut so. Um es mit den Worten meines Mannes zu sagen: “Wenn die Tradition nichts taugt, lassen wir die weg.“

Ich persönlich finde die Tradition, einen Adventskranz aufzustellen, sehr schön. Es macht jeden Adventssonntag zu etwas Beschaulichem und man wird ermahnt, den Sonntag in Ruhe und Frieden zu verbringen. Ich kann mich nicht erinnern, ein Weihnachten ohne Adventskranz  (oder welche Form auch immer) gefeiert zu haben.

Ich wünsche allen, die das hier lesen, eine besinnliche und glückliche Weihnachtszeit und das jeder seine Traditionen so leben und genießen kann, wie es ihm gefällt.

„Jede Tradition hat einmal als Neuheit begonnen“
(unbekannt)

„Tradition heißt nicht, Asche verwahren, sondern eine Flamme am Brennen halten.“
(Jean Jaurés)