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DIY-Vogelfutterhaus

Mittlerweile haben sich auch die Temperaturen der Jahreszeit angepasst und es ist Herbst geworden. Und das ist für viele Tiere eine wichtige Zeit. Jetzt geht es daran die Vorräte für den Winter anzulegen. Im allgemeine in Form von Winterspeck. Denn nur wer sich ein dickes Polster zugelegt hat wir den Winter überstehen. 

Oft hört man, das es garnicht nötig sei die Vögel zu füttern. Die finden doch auch so genug. Früher war das vielleicht noch so. Doch heute ist vieles anders. Das fängt bei einer intensiven Landwirtschaft an, zieht sich weiter durch die Artenverarmung in den Hausgärten und gipfelt im Insektensterben. Wo soll den hier noch ein Vorgel was zu futtern finden?
Also füttern wir. Und damit das ganze auch ein wenig Stil hat habe ich mir ein kleines Futterhaus gebaut, das mittlerweile stark frequentiert wird. Und damit möglichst noch viel mehr Menschen Spaß daran finden den Vögel eine Starthilfe in den Winter zu geben hab ich euch hier mal eine kleine Anleitung zusammengestellt.

An Material braucht ihr garnicht viel.

  • Alte Holzlatten (hier von einer Einwegpalette)
  • Farbe der Wahl (Ich liebe halt Blau)
  • etwas Dachpappe (Geht aber auch ohne)
  • und eine schöne alte Tasse von Großmutters Hochzeitsgeschirr

Werkzeug sollte eigentlich auch in jedem Hobbyhandwerkerhaushalt vorhanden sein

  • Akkuschrauber
  • Bohrer
  • Zollstock
  • Heißkleber 
  • Tacker
  • was zum anzeichnen
  • und Pinsel

Und schon kann es los gehen. Das Holz scheidet ihr euch auf die angegebenen Maße zu. Wenn ihr mögt könnt ihr die Kanten noch ein wenig mit Schleifpapier brechen. Schaut immer etwas schöner aus. Ist aber kein muss. 

Nun könnt ihr das Dach schon mal auf Stoß zusammenschrauben. Das macht das darauffolgende anzeichnen und vorbohren etwas einfacher. Es ist wichtig, das ihr alle Stellen, an denen ins Hirnholz geschraubt wird, auch vorbohrt, da das Holz sonst splittern kann. 

Jetzt kommt der schönste Teil, das anmalen. Hier ist natürlich eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Achtet nur da drauf das ihr die Bohrlöcher nich zu sehr mit Farbe zu schmiert, so das ihr sie nachher noch wieder findet.

Nach einer Trocknungszeit und einem eventuellen zweiten Anstrich könnt ihr alles Zusammenschreiben. Das geht durch das Vorbohren dann auch etwas leichter.

Nun noch flux die Dachpappe auftackern …

und die Tasse ankleben und schon sind wir fertig. Ich muss jedoch dazu sagen das ich im laufe der Zeit die Tasse gegen ein von mir getöpfertes Schälchen mit Loch zum anschrauben getauscht habe. Anschrauben hält eben doch besser als kleben. Oder man könnte auch alternativ ein Loch in die Tasse bohren. Das habe ich mich aber nicht getraut. 

Für mich sind unsere Gartenvögel und ihr Wohlergehen sehr Wichtig. Darum ist es mich auch eine Freude zu sehen wie ihr Bestand in unserem Garten in den letzten zwei Jahren (seit dem fütter ich regelmäßig) stetig gewachsen ist. Aber auch die Artenvielfalt der kleinen gefiederten Gartenbewohner hat zugenommen. Also ist füttern wohl doch nicht so verkehrt. 

Verlinkt mit Dienstasding, Creadienstag und Handmade on Tuesday

 

 

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Blumenwiese

Wier nun also wie gestern versprochen ein bisschen mehr von unserer Blumenwiese.

Wie bereits erwähnt kann man auf dem großen Bild garnicht genau erfassen was hier denn alles schönes wächst. Doch leider sind wir der Meinung das es ruhig etwas mehr der Artenvielfalt hätte sein dürfen. Ich denke aber auch das so einiges nicht aufgegangen ist. Ob es am fehlenden Wasser oder an den Dohlen lag, die direkt nach dem säen in Scharen über unser Feld hergefallen sind weis man nicht. Aber ich denke das wir im nächsten Jahr (in dem es dann hoffentlich mehr regnet) noch mal eine andere Mischung ausprobieren werden.

Mein Mann war so schlau und hat einen wunderbar geschwungenen Weg durch die Wiese gemäht. So steht man nicht nur als Außenseiter daneben, sondern kann mitten rein gehen ins bunte Treiben aus Bienen, Hummeln und vor allem Schmetterlingen, die sich aber leider nicht Fotografieren lassen wollten. Vielleicht beim nächsten mal-

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Mit dem Mond oder hinter dem Mond?

Unter Berücksichtigung der Mondphasen zu gärtnern ist nichts neues. Ganz im Gegenteil sogar eine jahrhunderte alte Lehre, die heute aber wie so vieles gute in den Hintergrund gerückt wurde. Hinter die modernen Dünger und Pestizide der großen Chemiekonzerne. Man wird heute oft belächelt, wenn man sein Leben ein Stückweit nach dem Mond richtet, als die die hinterm Mond leben. Aber ist da nicht vielleicht doch was dran an dem alten Wissen um die unterschiedlichen Mondphasen, seine Zyklen und ihre Auswirkungen auf alles was auf unserem Erdball so vor sich geht?

Auf das Thema bin ich eigentlich einmal mehr über die Imkerei gestoßen. Ein Kollege erzählte mir von einer Imkerin, die ihre Völkerbearbeitung nach dem Mond ausrichtet und das sie damit ganz erstaunliche Erfolge erzielt. Könnte also doch was dran sein und somit für mich Grund genug mir die Sache mit unserm altbekannten Trabanten und seinem Einfluss auf uns, die Natur im allgemeinen und die Bienen im Speziellen mal genauer anzuschauen.

Da ich aber null Ahnung davon habe was so ein Mondzyklus überhaupt ist und auch nur ganz entfernt mal was über den aufsteigende und absteigende Mond (nicht zu verwechseln mit abnehmendem und zunehmenden Mond) gehört habe, dachte ich mir ich fange vielleicht mal mit den Grundlagen an. Wer kreist da eigentlich um wen und warm soll das was mit uns zu tun haben.
Also, Fakt ist: Der Mond umkreist in einer elyptischen Bahn in 27.321Tagen die Erde. Und wir, die Erde, umkreist inklusiver des Mondes innerhalb von 365 Tagen die Sonne. Und ohne den Mond, der mit seiner Anziehungskraft Ebbe und Flut bestimmt gäbe es vermutlich kein Leben auf unserm schönen Planeten. Somit steht auch fest das der Mond Wasserbewegungen beeinflusst, oder besser gesagt hervorruft. Und da alle Lebewesen so wie auch die Bienen und die Pflanzen und wir auch zu einem  beachtlichen Teil aus Wasser bestehen ist es doch nur logisch das wir eigentlich irgendwie ……Wobei ich an dieser Stelle gestehen muss das die Verfechter des gärtnern’s (Und auch Imkern’s) nach dem Mond von kosmischen Strahlungen reden.

Nun ist die nächste Frage wann der Mond wo ist um welchen Einfluss auch immer auf uns zu haben. Um das beantworten zu können muss man erst mal wissen welche Mondstände und Phasen es überhaupt gibt. Und da bin ich schon mal sehr froh das es eigentlich nur zwei gibt, die zu beachten sind. Den ab- oder zunehmende Mond, und den auf- oder absteigende Mond und und seine Wanderung durch die jeweiligen Sternzeichen. Na, verwirrt? Nicht schlimm. Ist alles ganz einfach.
Der ab und zunehmende Mond ist das was wir sehen können. Nämlich die  Phasen des Mondes von Neumond (hier ist der Mond nicht zu sehen) über den zunehmenden Mond ( Er stellt sich uns als umgekehrtes „C“ da). Dann kommt der legendenumwobene Vollmond, der abnehmende Mond (in Form eines „C“) und letztendlich wieder der Neumond.
Vom aufsteigenden Mond spricht man, wenn der Selbige seinen tiefsten Stand über den Horizont passiert und von hier aus seine Wanderung durch die Sternzeichen Steinbock, Wassermann, Fische, Widder, Stier und Zwilling antritt. Bis er nach c.a. 12Tagen seinen höchsten Stand erreicht und ab hier wieder abwärts durch die Sternkreiszeichen Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage Skorpion und Schütze wandert.

Der Zeitraum in dem der Mond aufsteigt wird im allgemeinen als Zeit des Wachstums und des Vermehrens betrachtet. Wogegen die Zeit in der der Mond absteigt als Zeit der Ernte, des Loslösens und der Verringerung gesehen wir. Hat eben alles seine Vor und Nachteile.
Nun kommt es bei dieser Betrachtungsweise also da drauf an vor welchem Tierkreiszeichen der Mond steht und danach wird dann die Wirkung auf uns Erdenbewohner festgelegt. Die Tierkreiszeichen werden ja bekanntlich in vier Elemente eingeteilt

  • Feuer: Widder Löwe Schütze
  • Luft: Zwilling, Waage, Wassermann
  • Erde: Stier, Jungfrau, Steinbock
  • Wasser: Krebs, Skorpion, Fische

Und jedes dieser Elemente wird einem Pflanzenorgan zugeordnet, welches  durch die kosmischen Stahlen an den jeweiligen Tagen begünstigt werden.

  • Feuer/Wärme = Frucht
  • Luft/Licht = Blüte und Samen
  • Erde = Wurzel
  • Wasser = Blatt

In der Praxis schaut das dann so aus, das man die jeweiligen gärtnerischen Tätigkeiten auf die Tage verlagert, an denen die Sterne günstig stehen. Zum Beispiel erntet man seine Kirschen am besten an einem Tag an dem der Mond im Widder, Löwe oder Schütze steht. Also einem Feuertag, der auch für die zu erntende Frucht steht. Ist doch alles ganz leicht. Vorausgesetzt man weis wann der Mond im Widder oder Löwen oder Schützen steht. Also ich weis das nicht. Aber ich weis wo ich es nachlesen kann. Und das ist schon mal ein entscheidender Vorteil.

Maria Thun hat durch zahlreiche Versuche die Wirkung der Himmelskörper und ihre Verbindungen untereinander, auf das gärtnerische tun untersucht und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in Zahlreichen Büchern für die Nachwelt verfasst. Außerdem hat sie einen Kalender entwickelt in dem man Tag für Tag die genaue Planetenkostellation nachschlagen kann und schon weis man was man an dem Tag zu tun oder auch noch besser zu lassen hat. Dieser Kalender wurde nach ihrem Tod von Ihrem Sohn Matthias Tuhn bis zum heutigen Tage weitergeführt und ist über den Thunverlag zu beziehen.

Und jetzt kommen wir mal wieder zurück zu den Bienen. Gott sei’s gedankt, Matthias Thun ist Imker. Und der hat sich hingesetzt und geschaut ob die Sache mit den viel Elementen auch auf die Biene übertragbar ist. Was er rausgefunden hat kann man natürlich auch nachlesen in seinem Buch Die Biene – Haltung und Pflege: Unter Berücksichtigung kosmischer Rhythmen. Die Kurzfassung findet ihr hier. Und die noch kürzere bei mir.

  • Feuer/Wärme = Frucht = Honig
  • Luft/Licht = Blüte und Samen = Brut / Völkervermehrung
  • Erde = Wurzel = Bau
  • Wasser = Blatt = Stich

Also, die ganze Sache mal sehr Laienhaft zusammengefasst: An Honigtagen bearbeitet man die Völker am besten wenn man möglichst bald ernten möchte. An Bruttagen macht man Ableger. An Bautagen gibt man ihnen einen zweiten Brutraum, oder was auch immer zu bauen und an Stichtagen lässt man besser die Finger von den netten kleinen Immen. An diesen Tagen möchte sie nämlich nicht gestört werden. Und ob ihr das jetzt glaubt oder nicht. Letzten Sonntag  stand der Mond im … somit war es ein Wasser / Blatttag. Also auch ein Stichtag. Ich bin zwar nicht gestochen worden, aber so zickig waren meine Ladys noch nie. Ist ja vielleicht doch was dran.

So, nun noch schnell ein Fazit. Im Prinzip klingt das alles sehr interessant und auf jeden Fall lohnenswert sich ein mal intensiver mit der Materie auseinander zu setzen. Wenn das ganze für berufstätige auch eher schwer umzusetzen ist. Da bleibt mir manchmal gar nichts anderes übrig die Völker an einem „Stichtag“ zu bearbeiten. Aber wenn man dann beobachtet das sie wirklich Stechlustiger sind weis man wenigstens wo’s her kommt

Quellen:
http://www.bienenliebe.info/konstellationen.html
https://www.krautundrueben.de/mondkalender-gaertnern-nach-dem-mond
http://www.mondkraft.com
http://www.aussaattage.de/Maria_Thun_Aussaattage/Aussaattage.html
https://www.amazon.de/Die-Biene-Berücksichtigung-kosmischer-Rhythmen/dp/3928636618/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1529664510&sr=8-2&keywords=matthias+thun

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Noch eine Edelwanderung

Auf meinem Weg zum eigenen Esel habe ich mich ja bereits letztes Jahr im Verein „Interessengemeinschaft für Esel und Mulifreunde“ angemeldet. Da der Verein deutschlandweit tätig ist und Deutschland nun mal sehr groß ist, teilt er sich in kleinen Regionalgruppen, die aber eigentlich garnicht so klein sind. Ich gehöre zur Regionalgruppe OWL. Und diese OWLler sind ganz schön aktiv. Fast jeden Monat findet eine Veranstaltung statt, an der man teil nehmen kann. Von Eselwandern über Zirkuslektionen mit dem Esel bis hin zu lehrreichen Vorträgen zum Thema der Esel im allgemeinen und die für Equiden giftigen Pflanzen im besonderen ist für jeden was dabei. Na und da Pfingstmontag so ein schönes Wetter war und zufällig eine Wanderung ganz bei uns in der Nähe statt finden sollte, dachte ich mir… Ich geh mal mit. Ich habe sogar meinen eigenen Esel bekommen. Da habe ich mich schon sehr gefreut.
Bevor es los ging wurden die Esel erst noch alle auf Vordermann gestriegelt, die Kutschesel wurden angespannt und los ging’s. Die Kutschen vorne weg und wir, das Fußvolk hinterher. Hinter so einer Kutsche geht es sich ja doch etwas sicherer und vor allem gemütlicher. Auch wenn mein Esel Cindy da ganz anderer Meinung war. Lisa und Pedro, ihre eseligen Freund gingen nämlich vor der Kutsche. Der Herdentrieb eines Esels ist wirklich nicht zu unterschätzen. Und hier hab ich auch gleich meine erste Lektion gelernt. Auch bei einem Esel muss man sich von Zeit zu Zeit mal durchsetzten. Aber genau das ist das tolle wenn man in so einem Verein ist. Es ist immer jemand zur Stelle der sich richtig gut auskennt, von dem du viel lernen kannst und der sein Wissen auch gerne mit dir teilt. Und ich hatte gleich 20 von der Sorte dabei. Auch habe ich das ein oder andere wissenswerte über eselunverträgliche Giftpflanzen gelernt. Ein Thema das mich natürlich berennten interessiert.
So ging er dann dahin, der schöne Nachmittag mit den Langohren und ihren Besitzer. Und Nach c.a. 12Km kamen wir reichlich erschöpft und auch ein bisschen Sonnenverbrannt wieder am Hof an. Nachdem alle Esel und Mulis versorgt waren gab es dann bei einer Tasse Kaffe und einem sagenhaften Kuchenbuffet unterm alten Kirschbaum noch jede Menge eselige Unterhaltung. Die wurde immer mal wieder vom lautstarken Esel-iiiaaaa unterbrochen, da die Langohren direkt auf einer Weide hinterm Garten standen. Wo kriegt man so etwas schon geboten.

Ich konnte an diesem Tag wirklich viel für mich mitnehmen und habe eine Menge gelernt. Vor allem, das es immer das beste ist, wenn man in einem Entscheidungsprozess feststeckt, einfach mal Leute frage die sich schon auskennen. Viele Unsicherheiten und Fragen erledigen sich dann oft von ganz allein. Toll das es solche Leute gibt.

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Die gewöhnliche Felsenbirne (Gehölz)

Bei uns wurde Anfang des Jahres das Thema Wildgehölz schon sehr groß geschrieben. Mein Mann wollte gerne eine art Windschutz zwischen Scheune und Garagen. Da sag ich doch nicht nein. Klar, zu Thujen Kirschlorbeer und Co. schon. Sinnvoll und einheimisch sollte es sein. Die Gelegenheit für eine Wildgehölzhecke. Und da darf die Felsenbirne, die schon seit letztem Jahr zu meinen Lieblingsgehölzen zählt natürlich nicht fehlen. Sie hat im Frühjahr wunderschöne weiße Blühten, die für Insekten in dieser frühen Zeit schon das ein oder andere Nektartröpfchen bereit hält.
Sie mag Sonne, sie mag Schatten, sie mag trocken sie mag frisch, sie hat keine Dornen und im Herbst ein wunderschönes buntes Kleid an. Was will man mehr als fauler Gärtner? Aber schauen wir uns das kleine Strauchgehölz doch mal genauer an. Ich bin mir sicher das ihr danach auch welche in euren Garten pflanzen werdet. Wer kann so einer anspruchslosen Schönheit schon wiederstehen?

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Amelanchier ovalis
  • Familie: Rosengewächse
  • Blütenfarbe: Sternenförmig und weiß
  • Blütezeit: Frühjahr 
  • Erntezeit: Anfang Juni bis Ende August
  • Blattfarbe: Hellgrün
  • Blattform: Ovale Form; besonders schöne Herbstfärbung
  • Winterhart: Ja, aber nicht wintergrün
  • Wuchseigenschaft: Strauch
  • Wuchshöhe: 1-3m
  • Giftpflanze: Nein
  • Früchte: Früchte sind essbar und im Juni bis Juli reif. Die kleinen Beeren können direkt so vom Strauch genascht werden, aber auch zu Marmelde, Saft oder Likör verarbeitet werden. Man sollte jedoch dran denken, das sich die Vögel ebenso über eine kleine Nascherei freuen. 
Standort und Pflege:
  • Licht: Sonne, Sonne, Sonne. Kommen aber auch im Halbschatten zurecht
  • Bodenart: leicht sandiger, durchlässiger Boden
  • Bodenfeuchte: bevorzugen trockene, durchlässige, eher kalkhaltige Böden. 
  • Schnittfest: durchaus, aber selten nötig
Bienenweide:
  • Nektarwert: Mäßig
  • Pollenwert: Gering, aber besser als nix im Vorfrühling
Heilplanze:

Der gewöhnliche Felsenbirne wird nachgesagt das man durch den verzehr der reifen Früchete den Schlaf und die Herzleistung und den Blutdruck normalisiere kann. Doch sollte man ein bisschen vorsichtig sein beim zerkauen der kleinen Kerne. Diese enthalten wie auch Apfelkerene Blausäure und die kann bei größeren Mengen zu Magenbeschwerden führen

Besonderheiten:

Besonders gut hat mir die erklährung des Nahmens gefallen. Das Wort „Amelanchier“ geht nämlich auf das alte Wort der Kelten für „Äfelchen“ zurück. Das klingt doch wirklich nett oder!?

Quellen

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenportraets/felsenbirne-huebscher-strauch-leckere-fruechte-3666   
https://de.wikipedia.org/wiki/Felsenbirnen
https://www.krautundrueben.de/steckbrief-felsenbirne
https://www.pflanzen-vielfalt.net/bäume-sträucher-a-z/felsenbirne-gewöhnliche/

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Kräuterwanderung

Wie hier schon ein zwei mal erwähnt, kommt mit den Bienen auch ein gesteigertes Interesse an Flora und Fauna im allgemeinen und der Bienenweide im besonderen. Gerne hätte ich so etwas wie ein Kurs für naturnahes Gärtnern gebucht. Aber irgendwie wollte mir da kein Angebot so richtig schmecken. Also dachte ich mir ich versuche es mal mit den Kräuterwanderungen von Frau Dreppenstedt. Hier bei handelt es sich um geführte Miniwanderungen von c.a. 2 Stunden. Das ist dann auch für untrainierte wie mich leicht zu schaffen. Während der Wanderung wir erklärt, was links und rechts am Wegesrand so alles wächst und was davon genießbar ist und was nicht. Und genau das war mein Problem. Ich wollte eigentlich garnicht wissen ob das was da so schön blüht essbar ist oder nicht. Weil ich mir beim besten willen nicht vorstellen kann etwas mit Genuss zu mir zu nehmen wo vorher eventuell jemand dran gepinkelt hat. Weiß man’s!? Aber meine Wanderkolleginnen sahen das ganz anders und schmissen sich mit einem Ausdruck der höchsten Verzückung in den Augen auf den Waldboden und Pflückten was es zu Pflücken gab. Für die was das Abendessen auf jeden Fall gesichert.

Versteht mich bitte nicht falsch. Es war eine wirklich interessant gestaltete Wanderung auf dem Bielefelder Blömkeberg und ich habe mich auch sehr gefreut mal ein Feld aus Buschwindröschen und Lärchensporn gesehen zu haben. Das kommt hier in unserer Sandkuhle nicht so häufig vor. Auch Frau Dreppenstedt als äußerst erfahrene Kräuterkundlerin hat diesen Nachmittag zu einem bunten Strauß aus Wissen über Heilpflanzen und Kräuter gestaltet. Doch leider war es nicht das wonach ich gesucht habe. Wie ich mich ernähren kann weis ich schon. Mich interessiert viel mehr wie ich mein Bienen, aber auch alle anderen meiner Gartenbewohner sinnvoll ernähren kann, so das sich alle wohlfühlen und möglichst sich bei uns ansiedeln. Dafür weis ich jetzt aber wenigstens wie ich mich im Falle einer Apokalypse für einige Zeit ernähren kann.

Nun ja, wenn noch jemand ein passendes Kursangebot für mein Interessensgebiet weis, immer her damit.

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Die Cherusker sind da!

Und damit ist der Startschuss für mein erstes Bienenjahr gefallen. Ich dachte mir ich bin mal mutig und beginne mit einem Wirtschaftsvolk. Nicht das es mir unbedingt um den Honig gegangen wäre den man nur mit einem Wirtschaftsvolk gewinnen kann, sondern viel mehr um die Zeit. Viele meiner Mitschüler im Kurs letztes Jahr haben im vergangenen Sommer bereits mit Ablegervölkern begonnen. Das ist sicherlich für Anfänger einfacher, da man nicht gleich mit so viel Bienen konfrontiert wird und auch nicht gleich mit der Honigproduktion durchstarten muss. Aber mir war es wichtig mir einmal das ganze Bienenjahr anzuschauen und dann erst im zweiten Jahr, also genau jetzt, zu starten. Und an dem Punkt bin ich nun mit meinen Mädels. Letzten Freitag kam der lang ersehnte Regen und somit auch der Umzugstag. Samstag schien dann direkt wieder die Sonne und die Mädels sind auch gleich durchgestartete die Gegend zu erkunden. Und es hat keinen zwei Stunden gedauert und die Cherustker haben bereits die Pflaumenbäume und sämtliche Tränken der Gegend eingenommen. Sehr zur erschrecken der Katerjungs. Aber sie werden sich schon zusammenraufen.

Wie man hier schön erkennen kann herrscht reger Flugbetrieb.

Und wer genau hinschaut sieht auch die niedlichen kleinen Pollenhöschen die die Mädels alle an haben. Ich bin begeister.

Montag habe ich dann mit viel Rat und Tag und noch mehr Unterstützung eines Imkerkollegen das ganze Volk durchgeschaut, die Königin gezeichnet, Drohnenrahmen rein gehängt und sogar schon den ersten Honigraum aufgesetzt. Und so schaut das ganze nun nach erfolgreichen Umzug in die neue Beute aus. Ich sag euch, Ich bin stolz wie Bolle!

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Kätes kleines Herbarium – Die kleine Traubenhyazinthe

Und einmal mehr stehe ich vor der selbst aufgestellten Hürde, hier über etwas zu schreiben das im Augenblick in unserem Garten blüht. Da ich aber erst in diesem Jahr mit der Umsetzung meiner neuen Gartenstrucktur beginne ist auch in diesem Monat die Auswahl der Kandidaten sehr mau. Das hat aber auch den großen Vorteil das man sich nicht lange enscheiden muss. Aktuell blüht in unserem Garten nur eine kleine Perlhyazinthe, deren Blühte im letzten Jahr noch meinen Küchentisch geschmückt hat. Ich habe mir nämlich den Rat einer lieben Verwanten zu Hertzen genommen, solche kurzweiligen Zwiebelblumendekorationen nach der Blühte zu trocknen und dann einfach ins nächst beste Beet zu popeln. Hat funtionier. Somit ist also mein Kandidat für den April die „Muscari botryoides“ oder besser bekannt als Perl- oder Traubenhyazinthe.

Steckbrief:
  • Lateinischer Name: Muscari Botryoides
  • Familie: gehört zur Familie der Hyazinthengewächse
  • Blütenfarbe: verschiedene Blautöne, manchmal auch weis
  • Blütezeit: März bis Mai
  • Blattfarbe: helles frisches Grün
  • Blattform: Grundständig und fast so lang wie die Blütenstände
  • Winterhart: überdauert als Zwiebel den Winter
  • Wuchseigenschaft: krautig
  • Wuchshöhe: 15-25cm
  • Giftpflanze: Zählt zu den Giftpflanzen und kann Hautiritationen hervorrufen
Standort und Pflege:
  • Licht: sonnig und warm
  • Bodenart: locker und durchlässig
  • Bodenfeuchte: nicht zu feucht
  • Pflanzzeit: September bis Oktober
  • Die kleine Traubenhyazinthe steht wächst gerne zusammen mit anderen frühblühenden Zwiebelblumen unter unter Laubbäumen. Hier ist der Boden humus und die Lichtverhältnisse im zeitigen Frühjahr optimal.
Bienenweide:
  • Nektarwert: mäßig
  • Pollenwert: mäßig

Die Traubenhyazinthe wird stellenweise zu den Neophyten gezählt, da sie aus dem Mittelmehrraum stammt. Da ihre Verbreitung hierzulande aber eher gering und nicht bedrohlich für andere Pflanzen ist gewähre ich ihr in unsrem Garten gerne Asyl. Genaugenommen ist sie nämlich ein Flüchtling, da sie in ihren Herkunftsländern auf grund der Klimaveränderung keine optimalen Lebensbedingungen mehr findet und dort bereits auf der roten Liste steht.

Kleiner Nachtrag:
Diesen Artikel habe ich bereits letzte Woche schon geschrieben und bin jetzt ganz erstaunt, was die Natur rund um uns in den letzten sonnenverwöhnten Tagen bereits auf die Beine gestellt hat. Und da bin ich doch sehr beruhigt das mittlerweile die Traubenhyazinthe nicht mehr das einzige ist das in unserem Garten blüht.