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Insektentränke

Nein, das soll kein Froschlaich sein und hat auch nur eher unabsichtlich eine gewisse Ähnlichkeit mit Pillepopen

Aber was ist es?

Eine Insektentränke natürlich.

Ich für meinen Teil finde das Thema Insektentränke immer etwas schwierig, weil es da wirklich nur wenig Hübsches oder Praktisches auf dem Markt gibt.

Also habe ich mir mal so meine Gedanken gemacht und geschaut wie ich das töpferisch umsetzen kann.

Wichtig ist, das die Insekten gut landen können und immer so etwas wie kleine Pfützen vorfinden, aus denen sie trinken können ohne dabei selber zu ertrinken. Oft werden einfache Schalen oder Blumenuntersetzer mit Steinen oder Blähton vorgeschlagen. Ich persönlich finde das sehr schwierig. Denn immer wenn ich das Wasser frisch machen will, was bei mir täglich passiert, muss ich ja die ganzen Steine mit auskippen oder irgendwie in der Schale halten. Das ist unpraktisch und unpraktische Dinge lässt man schnell wieder sein und dann haben die Insekten wieder kein Wasser.

Bei meinen Tränke sind die „Steine“ Teil der Schale und haben zusätzlich noch eine kleine Vertiefung, in der sich kleine Pfützen bilden. So kann jedes durstige Insekt bei einem entsprechend niedrigen Wasserstand problemlos landen und Wasser schlürfen.

Und hübsch ist sie auch noch. Jede Schale ist Quasie ein Unikat. Für mich ist es wirklich wichtig, das die Dinge, die Ich mir für unsere Gartenbewohner und Ihr Wohlergehen so überlege, auch einem gewissen ästhetischen Anspruch stand halten.

Im Augenblick bin ich noch etwas in der Experimentierphase. Aber spätestens zu den ersten Frühlingsmärkten im nächsten Jahr möchte ich die ersten Tränken anbieten. Ich bin schon sehr gespannt wie die angenommen werden.

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Kontraste

Hier habe ich versucht, warme Puder- und Koralltöne in einen Kontrast zu harten Materialien wie glasiertem Porzellan, Messing oder Glas zu setzen.
Tatsächlich hat die Stimmung gleich eine ganz andere, abweisende, fast schon arrogante Wirkung.
Es ist schon toll zu sehen, wie man mit nur wenigen Mitteln, die man gezielt einsetzt, eine Stimmung um 180° kippen kann. Man muss nur wissen, wie.

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Berührung

Anfang Juni habe ich für zwei Wochen sehr intensiv mit einer Gruppe Menschen gearbeitet, die an einer sehr schweren Form der Demenz leiden. Diese besondere und zum Glück noch recht seltene Form war mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt und hat mich wirklich tief bewegt. Der Umgang mit diesen Menschen war nicht immer einfach. Aber jeder Versuch, durch die Schale zu kommen, sie in ihrer Welt zu erreichen und ihnen eine Emotion zu entlocken, ein Erkennen auf ihre Gesichter zu zaubern und ein Funkeln in Ihren Augen zu sehen, war es wert.

Dabei ist mir ganz besonders aufgefallen, wie wichtig für diese Menschen Berührungen sind und wie viel einfacher es ein Miteinander macht, wenn man sie einfach bei der Hand oder in den Arm nimmt. Kein Wunder, denn körperliche Nähe ist ein uns innewohnendes Grundbedürfnis. Es kann Sicherheit geben und das ist es, was wir heutzutage alle ganz dringend brauchen.

Da habe ich mich gefragt wie ich dieses Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit in meiner Arbeit umsetzen kann. Bei meinen Recherchen zu diesem Thema bin ich auf das Color-Network gestoßen, dass 2023 die Farbe „come closer„ kreiert hat. Sicherlich eine Farbe, die im Augenblick sehr angesagt ist und nicht nur bei Insta und Co den ganzen Tag präsent ist. Die Frage ist nur, warum das so ist. Warum ist alle Welt gerade so hungrig auf diese pudrigen Hauttöne? Das Color Network hat darauf folgende Antwort:
„Die in der Gesellschaft spürbare Sehnsucht nach zwischenmenschlicher Nähe, Berührungen und Geborgenheit, inspirierte zur Kreation dieser außergewöhnlich sinnlichen Farbe. Die Körperlichkeit dieser Nuance berührt uns tief in der Seele und hüllt uns in Wärme und Geborgenheit. Taktile Erlebnisse sind natürliche und essentielle Bedürfnisse in der Beziehung zwischen Mensch und Mensch, Mensch und Material, Mensch und Raum. Eine Farbe, die unsere Sinne berührt und Emotion verkörpert.“
Ich finde, besser hätte man es nicht ausdrücken können. Grund genug für mich, ein bisschen damit herum zu experimentieren. Wie verhält sich diese Farbe im Raum und womit kann ich sie kombinieren? Was dabei herrausgekommen ist, zeige ich euch in den nächsten Posts.

An dieser Stellen möchte noch ein ganz herzliches Danke an die fabelhafte Linda Schöwerling erwähnt sein. Sie hat mir das Aufmacherbild für die Collage zur Verfügung gestellt.

Artikel

Wege…

Wenn ich mal so in Ruhe da drüber nachdenke, dann gibt es eine ganze Menge davon. Es gibt:

  • Fußgängerwege
  • Wasserwege
  • Umwege
  • Lebenswege
  • Weggefährten
  • Radwege
  • Der letzte Weg
  • Der rechte Weg (gibt es eigentlich auch einen Linken?)
  • Wanderwege
  • Gartenwege
  • Irrwege

Die Frage die sich mir nur immer stellt, welchen Weg nehme ich. Das geht ja schon früh morgens los. Fahrradweg oder Straße? Ok, ich geb‘s zu. Das Problem habe ich eher selten. Aber zurück zu Thema.
Ich glaube ich habe schon eine ganze Menge Wegstrecke hinter mich gebracht. Und damit meine ich nicht irgend so ein Seelending, sondern so richtig physisch. So Meter und Kilometer und so. Meistens waren es Straßen und Arbeitswege. Schau, schon wieder so ein Weg. Der Arbeitsweg. Aber wenn man auf dem Arbeitsweg ein paar Umwege macht, kann er auch ganz nett sein.
Ok, ich bin ja nicht nur zur Arbeit gefahren. Hab auch ab und an mal Urlaub gemacht und ein bisschen was gesehen von der Welt. Meistens auf zwei Rädern. War auch sehr schön.

Aber bei all diesen Wegen finde ich einen immer noch am besten. Er sieht oft anders aus als beim mal davor und hat doch immer nur das eine Ziel. Der Heimweg. Mein absoluter Lieblingsweg.
Das dumme am Heimweg ist nur das man immer erst von Zuhause weg muss um ihn anzutreten. eigentlich ein Paradoxon in sich. Aber so ist es nun mal. Frei nach dem Motto: „ Man weiß die Dinge erst zu schätzen wenn sie nicht mehr da sind“? Nicht ganz. Denn ich weis meine Heim, mein Zuhause, meine Scholle durchaus zu schätzen. Es ist mehr die Vorfreude die dem Heimweg zu dem macht was er für mich ist.